Polizei ist schockiert

NRW: Maskenverweigerer ticken reihenweise aus und schockieren die Polizei

Die Polizei in NRW hat es in letzter Zeit häufiger mit Maskenverweigerern zu tun. In mehreren Fällen wurden Beteiligte handgreiflich.

  • Trotz Maskenpflicht in einigen Bereichen, halten sich nicht alle Menschen daran - trotz Corona-Gefahr.
  • Die Polizei hat es immer wieder mit Maskenverweigerern zu tun.
  • Bei einigen Vorfällen in NRW wurden die Betroffenen auch noch handgreiflich.

NRW - Das Coronavirus bestimmt weiterhin den Alltag vieler Menschen. Auch die Maskenpflicht in den meisten Gebäuden und öffentlichen Transportmitteln gehört dazu. Doch nicht jeder beachtet diese Regel oder hält sich daran.

Bundesland

Nordrhein-Westfalen (NRW)

Bevölkerung

17,93 Millionen (Stand 2019)

Hauptstadt

Düsseldorf

Essen/NRW: Mann in Zug weigert sich trotz Coronavirus mehrfach, eine Maske zu tragen

Am Hauptbahnhof in Essen hatte die Polizei es am Freitag (14. August) beispielsweise mit einem 44-jährigen Mann zu tun, der sich weigerte, in einem Zug der Abellio einen Mund-Nase-Schutz aufzusetzen. Gegen 15 Uhr sollen die Einsatzkräfte zum besagten Zug gerufen worden sein, wie die Pressestelle berichtet.

Der 44-Jährige soll die vorherigen Aufforderungen durch Abellio-Mitarbeiter, seine Maske aufzusetzen, ignoriert haben. Doch auch die Polizei fand offenbar keinen Zugang zu dem Passagier. Stattdessen soll dieser sich uneinsichtig verhalten haben. Dabei ist es im Zug wegen des Coronavirus besonders ratsam, eine Maske zu tragen. Er wurde zur Wache gebracht.

Coronavirus/Maskenverweigerer: Mann weigert sich, Polizeiwache in Essen/NRW zu verlassen

Doch hier war die Auseinandersetzung offenbar noch nicht vorbei. Die Beamten sollen dem 44-Jährigen darüber aufgeklärt haben, dass ein Verstoß gegen die Corona-Schutzverordnung an die zuständige Landesbehörde übermittelt und ein Bußgeldverfahren eingeleitet werde.

Eigentlich durfte der Passagier die Wache daraufhin wieder verlassen, doch auch dagegen soll er sich "vehement" gewehrt haben, sodass die Polizei eingreifen musste. Inwiefern, ist nicht bekannt (mehr aktuelle Nachrichten aus NRW auf RUHR24.de). 

Auch in Hagen gab und Dortmund gabe es zwei heftige Vorfälle. Ein Mann in Hagen beleidigte und bespuckte eine Frau in einer Bäckerei, weil sie ihn auf die Maskenpflicht hingewiesen hat. Das passte ihm so gar nicht. Dafür erwartet ihn nun eine Strafanzeige. In Dortmund droht einem Mann ebenfalls eine Strafanzeige: Er legte sich mit einem Bundespolizisten an, nachdem er an seine Maskenpflicht erinnert wurde.

NRW: Passagier verweist andere auf Maskenpflicht, Maskenverweigerer attackieren ihn

In Bochum machten am Sonntag (16. August) Maskenverweigerer in einem Zug der Polizei zu schaffen. In der S-Bahn 1 soll es laut Polizeibericht zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 52-Jährigen und fünf weiteren Personen gekommen sein. Der Mann aus Bochum hatte die Gruppe offenbar auf die Maskenpflicht wegen des Coronavirus aufmerksam gemacht.

Als der 52-Jährige gegen 7.30 Uhr in der S1 von Wattenscheid-Höntrop nach Essen die Gruppe ansprach, sollen die unbekannten Personen auf ihn eingeschlagen und ihn gewürgt haben. Dabei erlitt er Verletzungen im Gesicht.

In Zügen sind nicht selten Maskenverweigerer unterwegs. Die Polizei unterstützt die Bahnmitarbeiter derzeit bei der Kontrolle der Fahrgäste, auch in NRW. 

Coronavirus: Maskenverweigerer werden gefahndet, Polizei NRW ermittelt wegen Körperverletzung

Der 52-Jährige konnte allerdings keine Beschreibung der Tatverdächtigen abgeben, sodass die Polizei keine Fahndung durchführen konnte. Stattdessen ordnete die Bundespolizei die Videosicherung aus der S-Bahn an und leitete ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein. Der Mann aus Bochum soll auf eine ärztliche Behandlung verzichtet haben.

In Dortmund hingegen sollen sogar zwei Mitarbeiter der Deutschen Bahn von einem Maskenverweigerer angegriffen worden sein. Die Einsatzkräfte der Polizei wurden am Samstag (15. August) gegen 17 Uhr alarmiert.

Heftige Szenen in Dortmund/NRW: Maskenverweigerer greift Mitarbeiter der Bahn an - Polizei kennt ihn

Der Grund: Bahnmitarbeiter sollen einen 36-jährigen Mann aus Oelde des Bahnhofs in Dortmund verwiesen haben, weil dieser sich weigerte, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Vorerst soll der Mann das Gebäude verlassen haben, um dieses kurz darauf wieder zu betreten.

Als die Bahnmitarbeiter ihn erneut auf die Schutzverordnung in Zusammenhang mit dem Coronavirus in NRW verweisen wollten, sei die Situation laut Polizeibericht eskaliert. Der 36-Jährige soll die Angestellten zunächst beleidigt haben, und sei dann offenbar zum körperlichen Angriff übergegangen.

Dortmund/NRW: Mann attackiert zwei Bahnmitarbeiter - Polizei ermittelt wegen mehrerer Vergehen

Als der Mann aus Oelde bei Gütersloh versucht haben soll, die Bahnmitarbeiter anzugreifen, sollen diese die Attacke abgewehrt und den 36-Jährigen mithilfe eines weiteren Mannes zu Boden gebracht haben. Doch der Mann aus Oelde (NRW) wehrte sich offenbar weiter.

Eine 33-jährige Bahnmitarbeiterin verletzte er durch einen Tritt gegen den Kopf sowie Schürfwunden an Armen und Beinen. Ein 42-jähriger Mitarbeiter wurde bei dem Vorfall in Dortmund ebenfalls an den Beinen verletzt. Der Polizei gegenüber verweigerte der Mann Angaben zu seiner Person, sodass die Beamten Fingerabdrücke entnahmen.

Dabei stellten sie fest: Der Mann aus Oelde ist bereits polizeibekannt. Die Einsatzkräfte leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung sowie ein Bußgeldverfahren wegen falscher Namensgabe und Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung ein.

Rubriklistenbild: © Robert Michael/Roland Weihrauch/dpa; Collage: RUHR24