Warnung des Bildungsministeriums

Maskengegner an Schulwegen befürchtet: So verlief der Montagmorgen in NRW

Die Initiative „Querdenken“ hatte angeblich angekündigt, Kinder auf dem Schulweg abpassen zu wollen. Die Landesregierung NRW warnte vor der Aktion. 

Nordrhein-Westfalen – Maskengegner und Anhänger der „Querdenken“-Bewegung wollen am Montag (9. November) Gerüchten zufolge „an rund 1000 Schulen deutschlandweit eine Aktion gegen die Pflicht zum Tragen der Mund-Nase-Bedeckung durchführen“. Das NRW-Bildungsministerium hatte Eltern und Schulen daher gewarnt. Doch fand die Aktion heute statt?

MinisteriumMinisterium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen
Sitz:Düsseldorf
Aktuelle Ministerin:Yvonne Gebauer (FDP)

Maskengegner vor NRW-Schulen: Bislang keine Aktionen bekannt

Bislang konnte sich die Befürchtung, dass Maskengegner Kinder auf ihrem Schulweg abpassen, nicht bestätigen. So teilte unter anderem die Polizei in Münster und Wuppertal mit, dass es keine Aktionen gegeben hätte.

Auch in Dorsten sei es bis zum Schulstart um 8 Uhr ruhig geblieben, teilten die Beamten vor Ort mit. Hier hatte man sogar einige Einsatzkräfte der Polizei vor den Schulen positioniert, um mögliche Zwischenfälle zu verhindern. Das berichtete die Dorstener Zeitung.

NRW-Ministerium warnt vor Maskengegnern an Schulen

Warum aber dann die Aufregung? Wie das NRW-Ministerium unter Yvonne Gebauer (FDP) mitteilte, hätten sie Hinweise erreicht, dass insbesondere „Eltern, die Mitglied der Initiative „Querdenken 711“ sind oder dieser nahe stehen, Kinder und deren Angehörige auf dem Schulweg ansprechen und diesen unwirksame Masken mit einem Logo der Initiative und eine CO2-Messung unter den Masken der Kinder anbieten, um auf die angebliche Gefährlichkeit und Unwirksamkeit der Masken hinzuweisen.“

Aus diesem Grund hatte die Landesregierung an alle Schulen eine Warnung herausgegeben. In dem Schreiben wurden Lehrer, Eltern und Erziehungsberechtigte aufgefordert, die Schüler im Vorfeld über die Aktion zu informieren und zu sensibilisieren. Außerdem sollten sie „über die möglichen Folgen eines solchen Handelns aufgeklärt“ werden (alle Updates zum Coronavirus in NRW im Live-Ticker bei RUHR24.de).

Aktion der „Querdenken 711“-Initiative an Schulen war vermutlich nur ein Test

Michael Ballweg, Gründer der „Querdenken 711“-Initiative hatte sich daraufhin zu der Aktion geäußert. In einer Pressemitteilung hatte er mitgeteilt, dass es sich bei der Maskenaktion vor Schulen lediglich um einen Fake gehandelt habe.

„Dass Schüler oder Eltern auf dem Schulweg angesprochen werden würden, ist falsch“, heißt es in vonseiten des Querdenken-Gründers Michael Ballweg

„Dass Schüler oder Eltern auf dem Schulweg angesprochen werden würden, ist falsch“, heißt es in vonseiten des Gründers. Man habe die Meldung nur deshalb herausgegeben, um eine undichte Stelle in der internen Kommunikation zu finden. Ob es sich tatsächlich um eine mit Absicht in Umlauf gebrachte Falsch-Information handelte oder nicht, ist noch unklar.

Maskengegner an Schulen: NRW-Ministerium hält an Warnung fest

Denn auch wenn der Montagmorgen an den NRW-Schulen nach bisherigen Informationen ruhig und ohne Vorkommnisse verlief, hält das NRW-Bildungsministerium an seiner Warnung fest. Selbst wenn es sich bei der Ankündigung der Aktion um einen Test gehandelt habe, sei es gut gewesen, die Schulen und Eltern auf den Fall der Fälle vorzubereiten.

„Wenn sich nun herausstellen sollte, dass die vermeintlichen Organisatoren bewusst Falschmeldungen gestreut und damit vielerorts für Verunsicherung gesorgt haben, dann ist diese perfide Methode aufs Schärfste zu verurteilen“, so Staatssekretär Mathias Richter. mit dpa-Material

Rubriklistenbild: © Arne Dedert, Sebastian Gollnow/dpa, Collage: RUHR24.de

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