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Coronavirus in NRW: Erster Deutscher an Covid-19 gestorben - Zahl der Infizierten auch in Bochum gestiegen +++ Live-Ticker

Das Coronavirus breitet sich weiter in NRW aus.
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Das Coronavirus breitet sich weiter in NRW aus.

Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus in NRW ist stark angestiegen. Jens Spahn empfiehlt nun, Großveranstaltungen abzusagen. Der RUHR24-Live-Ticker.

  • Der Coronavirus breitet sich in NRW mit fast bestätigten 500 Fällen weiter aus.
  • Großveranstaltungen sollten laut Gesundheitsminister Jens Spahn besser abgesagt werden.
  • Wir berichten über die wichtigsten Entwicklungen im Live-Ticker.

Update, Montag (9. März), 7.17 Uhr: Dieser Ticker wird nicht mehr aktualisiert. Wir haben am Montag einen neuen Coronavirus-Live-Ticker zu den Entwicklungen in NRW gestartet.

Update, Sonntag (8. März), 21.25 Uhr: Während die Stadt Dortmund am Freitag (6. März) den vierten bestätigten Fall eines Coronavirus-Infizierten bekanntgeben musste, gab es am Wochenende auch neue bestätigte Fälle aus Bochum. Nachdem am Samstag (7. März) der dritte bestätigte Fall einer Infektion mit dem Coronavirus bekannt geworden war, hatte das Gesundheitsamt die Praxis des Hausarztes des infizierten Mannes vorsorglich schließen lassen.

Coronavirus in NRW: Bochum verzeichnet vier infizierte Personen

Am Sonntag wurde dann ein vierter Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in Bochum bekannt. Eine Frau ist nach der Rückkehr aus dem Urlaub in Südtirol positiv getestet worden, ein mitreisender Bochumer wurde hingegen negativ getestet. 

Das Paar habe sehr umsichtig gehandelt, sich nach der Rückkehr direkt testen lassen und öffentliche Kontakte vermieden. Beide Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne, schreibt die Stadt Bochum in einer Pressemitteilung.

Coronavirus in NRW: Skifreizeit-Teilnehmer in häuslicher Quarantäne

Ebenfalls am Sonntag sind außerdem acht Teilnehmer einer Skifreizeit unter häusliche Quarantäne gestellt worden. Darunter befinden sich vier Schüler sowie eine Begleitperson aus Bochum. Die Schüler und ihre Lehrerin von der Hilda-Heinemann-Schule waren am Freitag aus Südtirol zurückgekehrt. Das Gebiet war während ihres Aufenthalts zum Risikogebiet erklärt worden, daher sei nun vorsorglich die Isolierung der Gruppe erfolgt.

Erster Deutscher an Folgen des Coronavirus gestorben 

Update, Sonntag (8. März), 18.10 Uhr: Erstmals ist eine Person aus Deutschland nachweislich an dem Coronavirus gestorben. Es handle sich um einen 60 Jahre alten Mann, der vor einer Woche nach Ägypten eingereist sei. Das teilte das ägyptische Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Es ist zugleich der erste bekannte Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 in Afrika. Aus welchem deutschen Bundesland der Mann stammte, darüber gab es zunächst keine Informationen.

Update, Sonntag (8. März), 15.54 Uhr: Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern sollten wegen des Coronavirus lieber abgesagt werden. Das empfahl Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Sonntag. Aus seiner Sicht geschehe dies bislang noch zu zaghaft.

Coronavirus in NRW: Spahn fordert mehr Absagen - Derby in Gefahr?

"Angesichts der dynamischen Entwicklung der letzten Tage sollte das schnell geändert werden", sagte Spahn gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Betroffen wären davon demnach unter anderem Bundesligaspiele, Messen und große Konzerte.

Auch das Derby BVB gegen Schalke 04 am Samstag (14. März) wäre betroffen, sollten die Verantwortlichen dieser Empfehlung folgen.

Update, Sonntag, 13.55 Uhr: Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus in NRW, wegen dem die Lanxess-Arena in Köln vor mehreren Konzert-Absagen steht, ist stark gestiegen. Mittlerweile haben sich im bevölkerungsreichsten Bundesland 484 Menschen mit dem Virus angesteckt (Stand: 11.30 Uhr). Das sind 107 mehr nachgewiesene Fälle als noch am Samstag.

Coronavirus in NRW: Fast 500 Fälle - Frau aus Dorsten erkrankt

Update, Sonntag, 11.30 Uhr: Eine Bankangestellte aus Dorsten (Kreis Recklingausen) hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilt der Kreis Recklinghausen mit. Die Frau sei positiv auf das Virus getestet worden und befinde sich nun in häuslicher Quarantäne. Sie ist nicht schwer erkrankt.

Nach Angaben der Dorstener Zeitung soll es sich bei der Frau um eine Mitarbeiterin der Volksbank Dorsten handeln. Ihre Kontaktpersonen sollen nun auch untersucht werden. Es handelt sich um den ersten Fall des Coronavirus im Kreis Recklinghausen.

Update, Samstag (7. März), 15.57 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rät wegen der Ausbreitung des Coronavirus von unnötigen Reisen in Risikogebiete ab. Zu diesen zählt er, wie unter anderem die Welt berichtet, auch Nordrhein-Westfalen.

Coronavirus in NRW: 200 Schüler aus Gelsenkirchen und Münster in Quarantäne

Update, Samstag (7. März), 14.29 Uhr: Von der Klassenfahrt in die Quarantäne: Insgesamt rund 200 Schüler aus Gelsenkirchen und Münster müssen die nächsten zwei Wochen zu Hause verbringen, weil sie sich in Südtirol aufgehalten haben. In Münster sollen mehrere Schulen betroffen sein.

Laut dpa wurden bei fünf Jugendlichen aus Gelsenkirchen leichte Symptome der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Erkrankung Covid-19 beobachtet. In Münster seien sechs Verdachtsfälle identifiziert worden. Aus Vorsichtsmaßnahmen wegen des Coronavirus arbeiten daher aktuell viele Personen im Homeoffice.

Coronavirus in NRW: Mittlerweile 377 Personen infiziert

Update, Samstag (7. März), 14.29 Uhr: Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, gibt es in Nordrhein-Westfalen mittlerweile 377 Fälle, in denen sich Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Damit ist NRW das in Deutschland mit Abstand am stärksten betroffene Bundesland. Besonders viele Fälle gibt es nach wie vor im Kreis Heinsberg.

Der Mann, der dort als erstes positiv auf den Erreger getestet worden war, befindet sich laut dpa noch immer in Behandlung im Uniklinikum Düsseldorf. Sein Zustand wird als "nach wir vor ernst" beschrieben.

Update, Samstag (7. März), 13 Uhr: Das Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem BVB am Abend soll wie geplant stattfinden. Zuvor gab es Bedenken, weil der vom Coronavirus besonders stark betroffene Kreis Heinsberg nur wenige Kilometer entfernt liegt.

Mönchengladbach gegen BVB findet trotz Coronavirus-Gefahr statt

Warum es besser gewesen wäre, das Spiel Mönchengladbach gegen BVB wegen des Coronavirus abzusagen, lest ihr in einem Kommentar von RUHR24-Redakteur Florian Forth.

Alle Infos zum Spiel und mit welcher Ansage Gladbach in das Spiel gegen Borussia Dortmund geht, lest ihr im Live-Ticker.

Update, Samstag (7. März), 12.30 Uhr: Immer mehr Veranstaltungen werden nun endgültig abgesagt oder auf Ende des Jahres verschoben - unter anderem die Verleihung der Goldenen Kamera. Veranstaltungen, die wegen des Coronavirus abgesagt werden, müssen nicht zwangsläufig nachgeholt werden. Bedeutet konkret: Nicht immer gibt es das Geld zurück.

Update, Samstag (7. März), 8.48 Uhr: Zwölf Schüler aus Gelsenkirchen sind nach der Rückkehr aus Südtirol auf Symptome der durch das Coronavirus ausgelösten Krankheit Covid-19 gestestet worden. Fünf von ihnen zeigten Symptome. Das teilte die Stadt Gelsenkirchen am späten Freitagabend mit.

Coronavirus in NRW: Schüler aus Gelsenkirchen nach Italien-Trip getestet

Alle zwölf Schüler einer Hauptschule müssen nun für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Danach sollen sie wieder normal am Unterricht teilnehmen können. Sie Gruppe aus Gelsenkirchen war für eine Schulfreizeit in Italien. Südtirol (Provinz Bozen) gilt laut dem Robert-Koch-Institut als Risikogebiet. In Italien sind bislang fast 4000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden.

Update, Freitag (6. März), 21 Uhr: Und auch das Gesundheitsministerium in NRW reagiert auf die Hamsterkäufe und will den Einzelhandel mit gelockerten Regeln unterstützen. So können betroffene Unternehmen Sonn- und Feiertagsarbeit beantragen. Die Frage nach der Sinnhaftigkeit von Hamsterkäufen sei dennoch mal dahingestellt. Es stellt sich viel eher die Frage, warum wir in Zeiten des Coronavirus so viel Toilettenpapier bunkern

Leere Regale: Gesundheitsministerium erlaubt Sonn- und Feiertagsarbeit in NRW

Unternehmen und Kunden hatten zuvor mehrfach von leeren Regalen in den Supermärkten und Drogerien berichtet - bis sich das Gesundheitsministerium jetzt einschaltete und mitteilte, dass solche Engpässe möglichst vermieden werden sollten. 

Um das zu ermöglichen, hatte die Regierung in einer Meldung mitgeteilt, dass Einzelhandels- und entsprechende Logistikunternehmen für einen befristeten Zeitraum von zunächst einem Monat Sonn- und Feiertagsarbeit beantragen dürfen, um die Verräumung von Trockensortiment und Hygieneartikeln in den Zentrallagern vorzunehmen. Damit soll eine umgehende Belieferung der Einzelhandelsgeschäfte zum Wochenbeginn garantiert werden.

Coronavirus in NRW: Lockerung der Arbeitszeiten betrifft nicht alle Mitarbeiter

Konkret heißt das jedoch, Menschen, die direkt im Einzelhandel tätig sind, sind von dieser Regelung nicht betroffen, da laut Angaben des Gesundheitsministeriums die Arbeiten werktags vor Filialöffnung erfolgen. Nur Mitarbeiter von Logistikzentren müssen nun in der Zeit des Coronavirus, von dem die Bewohner von Big Brother 2020 erst live im TV auf Sat.1 erfahren, nun auch Sonntags ran.

Update, Freitag (6. März), 20.30 Uhr: Aus Sorge vor dem neuartigen Coronavirus tätigen viele Menschen derzeit Hamsterkäufe - die Regale in den Supermärkten sind daher oft leer. Das Bundesverkehrsministerium hat nun die einzelnen Bundesländer gebeten, das Sonntagsfahrverbot für Lkw vorrübergehend zu lockern.

NRW-Verkehrsministerium lockert wegen des Coronavirus Sonntagsfahrverbot für Lkw

NRW kommt dieser Empfehlung nach und erlaubt den Logistikfirmen, ab Sonntag auch haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel zu transportieren. Bislang musste für solche Lkw-Fahrten an Sonn- und Feiertagen eine Ausnahmegenehmigung beantragt werden. Die sei nun bis zum 30. Mai aufgehoben, wie es in der Pressemitteilung des Verkehrsministeriums NRW heißt.

Der Grund für die Lockerung ist, dass das Miniserium eine kontinuierliche Warenverfügbarkeit im Einzelhandel sicherstellen und garantieren will. Dafür sei eine effiziente Lieferkette erforderlich, heißt es in der Mitteilung weiter. 

Update, Freitag (6. März), 19.00 Uhr: Wie die Stadt Essen mitteilte, gibt es einen weiteren Coronavirus-Fall in Essen. Die betroffene Person war zu vor in der Lombardei in Norditalien unterwegs gewesen.

Essen: Weitere Person mit Coronavirus infiziert

Die Region in Italien gilt laut dem Robert Koch-Institut als Risikogebiet. Das war der betroffenen Person wohl bewusst. Denn sie wahr, nachdem sie auch noch Symptome einer Atemwegserkrankung erkannte, freiwillig in häuslicher Quarantäne geblieben und hatte den Kontakt zu anderen Menschen gemieden. Zum Glück, wie sich heute herausstellen sollte.

Denn der Test auf das Coronavirus fielpositiv aus. Auch eine weitere Person aus dem engeren Kreis war zu Hause geblieben. Für sie gilt weiterhin die Quarantänepflicht. Weitere Personen sollen jedoch nicht betroffen sein, wie die Stadt Essen mitteilte. 

Update, Freitag (6. März), 17.40 Uhr: Das Coronavirus gefährdet nicht nur die Gesundheit, sondern bereitet auch der Wirtschaft in NRW zunehmend Sorgen. Aus diesem Grund hat jetzt die Landesregierung verschiedene Maßnahmen zusammengestellt, auf die Unternehmen zur Not zurückgreifen können.

Coronavirus: Landesregierung NRW bietet Unternehmen Unterstützungsmöglichkeiten 

Sollte es zum Beispiel bei den Unternehmen aufgrund des Coronavirus zu Liquiditätsengpässen kommen, können diese sich unter anderem an die  Bürgschaftsbank NRW, Landesbürgschaftsprogramm oder die landeseigene Förderbank NRW.Bank wenden. 

Erleiden Firmen in Deutschland durch die Folgen von Corona Auftragsengpässe, ist dafür ein Ausgleich über Kurzarbeitergeld (KUG) möglich. Hier wurde eigens dafür eine Servicehotline für Arbeitgeber eingerichet: 0800 4555520. Weitere Informationen finden Arbeitgeber auf der Informationsseite des NRW-Ministeriums für Wirtschaft

Trickbetrüger nutzen Coronavirus aus

Update, Freitag (6. März), 15.09 Uhr: Auch Trickbetrüger haben die Besorgnis um das Coronavirus leider für sich entdeckt. Wie die dpa berichtet, haben zwei Frauen in Düren (16 und 20 Jahre alt) versucht, in die Wohnung einer 68-Jährigen einzudringen. Genauer über den Coronvirus-Betrug berichten wir hier.

Schule in Unna schließt wegen des Coronavirus

Update, Freitag (6. März), 14.28 Uhr: Um die Infektion der Bewohner zu vermeiden greifen einige Seniorenheime in Dortmund zu eher ungewöhnlichen Mitteln. Was es damit genau auf sich hat, darüber berichten die Ruhr Nachrichten

Update, Freitag (6. März), 13.52 Uhr: Auch in Unna wird eine Schule für mindestens zwei Tage geschlossen, wie die Pressestelle der Stadt berichtet. Die Schulleitung der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule in Bergkamen hat in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt entschieden, dass die Förderschule am Montag (9. März) und Dienstag (10. März) geschlossen bleibt. Eine Person aus der Schule hatte Kontakt mit einer infizierten Person außerhalb des Kreises Unna. Die Person aus der Schule zeigt keine Symptome. Es bleibt bei einem gemeldeten Fall in Unna.

Neuer Fall in Bochum: Frau positiv auf das Coronavirus getestet

Update, Freitag (6. März), 13.26 Uhr: In Bochum wurde eine zweite Person positiv auf eine Corona-Infektion getestet, wie die Pressestelle der Stadt Bochum berichtet. Dabei handelt es sich um die 68-jährige Ehefrau eines Bochumers, der sich bereits in häuslicher Quarantäne befindet. Da auch sie sich bereits seit der Erkrankung ihres Mannes in Quarantäne befindet, werden keine weiteren Maßnahmen ergriffen. 

Unterdessen hat die Stadt gemeinsam mit Ärzten der kassenärztlichen Vereinigung, der Krankenhäuser und ehrenamtlichen Helfern eine zentrale Corona-Diagnostikstelle eingerichtet. Wer befürchtet, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, kann sich an das Infotelefon unter 0234/910-5555 wenden. Täglich zwischen 8 und nun 18 Uhr klärt Fachpersonal telefonisch ab, ob der Verdacht begründet ist. Wenn dies der Fall ist, wird ein Termin in der Diagnostikstelle vereinbart. Ohne vorherige telefonische Vereinbarung kann der Test nicht durchgeführt werden.

Wegen des Coronavirus sagt WDR5 Literaturmarathon in Köln ab

Update, Freitag (6. März), 12.47 Uhr: Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wurde der Literaturmarathon des WDR 5 abgesagt, wie die Rheinische Post berichtet. Die 24-Stunden-Veranstaltung war für Freitag (13. März) im Rahmen des Literaturfestivals Lit.Cologne geplant. Etwa 3000 Besucher werden bei der Veranstaltung jedes Jahr erwartet. 

"Ausschlaggebend ist die extreme Dauer von 24 Stunden, der ständige Wechsel der Besucherinnen und Besucher, die nicht namentlich registriert werden, und die hohe Zahl der Mitwirkenden", teilte der Sender mit.

Virologe rät, Bundesligaspiele wegen des Coronavirus' abzusagen

Update, Freitag (6. März), 12.27 Uhr: Nach der Drogeriekette Rossmann, trifft jetzt auch Aldi nach Hamsterkäufen erste Maßnahmen, wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet. Ab kommenden Montag (9. März) bietet der Discount-Riese Desinfektionspray und Hygienetücher in seinen Filialen an. Diese sollen nur in haushaltsüblichen Mengen verkauft werden. Das bedeutet im Fall von Aldi je drei Produkte dieser Reihe pro Kunde. 

Update, Freitag (6. März), 10.32 Uhr: Wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet, rät der Chef-Virologe der Berliner Charité wegen der zahlreichen Coronavirus-Fälle im Kreis Heinsberg bei Mönchengladbach zur Absage von Bundesligaspielen in der Region. "Volle Stadien mit Zehntausenden von Fans - gerade in Gegenden wie dem vom Coronavirus jetzt stark betroffenen Rheinland - müssten aus medizinischer Sicht eigentlich gestoppt werden", sagte Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie der Charité. 

Das Stadion des Vereins Borussia Mönchengladbach liegt weniger als zehn Kilometer vom Kreis Heinsberg entfernt. Die Behörden haben dennoch entschieden, dass das Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund am Samstag (18.30 Uhr) stattfinden kann. Auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) teilte bereits am Mittwoch (4. März) mit, dass das Gesundheitsamt der Stadt Mönchengladbach keinen Grund für eine Absage des Bundesliga-Spiels sähe.

Coronavirus: Drogeriemärkte ziehen erste Konsequenzen nach Hamsterkäufen 

Update, Freitag (6. März), 10.15 Uhr: In Düsseldorf ist ein Erzieher einer Kita positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Kita muss vorerst ihren Betrieb einstellen, wie die dpa berichtet. Der Kreis Viersen teilt außerdem mit, dass ein Gymnasium in Schwalmtal bis einschließlich 18. März geschlossen wird. Die Mutter einer Schülerin hat sich den Angaben zufolge mit dem Coronavirus infiziert.

Update, Freitag (6. März), 9.52 Uhr: Wie Merkur und die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichten, geben Drogeriemärkte Produkte nur noch in haushaltsüblichen Mengen ab. Die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln und Seife sei in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestiegen.

So werden in einer Rossmann-Filiale in Bochum-Wattenscheid nur noch zwei Handseifen pro Kunde verkauft. Laut der Drogeriekette gebe es aber keine Gefahr für die Versorgung der Bevölkerung.

Update, Freitag (6. März), 9.31 Uhr: An einer Gesamtschule in Düsseldorf sollte der Schulbetrieb eigentlich weiter gehen, nachdem bei einer Lehrerin das Coronavirus nachgewiesen wurde. Allerdings meldete sich eine Vielzahl von Kollegen krank, sodass die Schule heute geschlossen bleiben musste, wie die dpa berichtet. Wann der Betrieb wieder aufgenommen werden kann, ist unklar. 

Coronavirus: Mehrere Diagnosezentren in NRW eröffnet

Update, Freitag (6. März), 8.25 Uhr: NRW - Auch im Pestalozzi-Gymnasium in Unna hat der Coronavirus Schaden angerichtet. Eine von langer Hand geplante Aktion muss ausfallen. Was es damit auf sich hat, berichtet der Hellweger Anzeiger

Update, Freitag (6. März), 7.50 Uhr: Wie der Westfälische Anzeiger berichtet, hat sich ein Verdachtsfall im Kreis Gütersloh nicht bestätigt. Das Labor hatte einen Test auf das Coronavirus zunächst als positiv vermeldet. Heute meldete das Labor allerdings, dass der Endbefund negativ ausgefallen ist. 

Update, Freitag (6. März), 7.24 Uhr: Wie die dpa berichtet werden in weiteren Städten in NRW Diagnosezentren eröffnet. So nimmt in Bochum eine zentrale Diagnostikstelle die Arbeit auf, in der die notwendigen Tests auf das Coronavirus Sars-CoV-2 vorgenommen werden. In Detmold hat der Kreis Lippe ein Diagnosezentrum eingerichtet, in dem ab heute medizinisches Fachpersonal für Rachenabstriche zur Diagnose bereitsteht.

Update, Donnerstag (5. März), 22 Uhr: Der Landrat des Kreises Heinsberg, in dem das Coronavirus in NRW erstmals nachgewiesen wurde, hat am Donnerstagabend via Facebook-Videobotschaft mitgeteilt, dass die Schulen und Kitas im Kreis noch bis Ende nächster Woche (15. März) geschlossen bleiben werden. Damit verlängert sich die Maßnahme um eine weitere Woche. "Ich war der Hoffnung, dass wir das nicht machen müssen, aber die Zahlen steigen weiter, zwar nicht dramatisch, aber sie steigen", so Stephan Push.

Coronavirus soll keinen Nachteil für Schüler aus Heinsberg bringen 

Der Landrat hoffe, dass dies sich ändern werde, wenn die bisherige Strategie weiter konsequent verfolgt würde. Wie die Schulen mit Prüfungsvorbereitungen und dem versäumten Stoff umgehen werden, sei noch nicht abschließend geklärt. Pusch: "Aber ich verspreche, dass ich mich mit aller Kraft dafür einsetzen werde, dass Schüler im Kreis Heinsberg keine Nachteile bei ihrem Schulabschluss haben werden." 

Pusch verweist in seiner Video-Botschaft auf ähnliche Maßnahmen in Italien, wo derzeit sogar im gesamten Land die Schulen und Universitäten geschlossen sind, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. "Ich denke, dass das für uns im Kreis Heinsberg die richtige Entscheidung ist, wir möchten nichts unversucht lassen."

Update, Donnerstag (5. März), 21.33 Uhr: Nachdem in Dortmund zwei Corona-Fälle bestätigt wurden, läuten auch beim BVB alle Alarmglocken. Wie der WDR berichtet, will das Team daher auch sein Reiseverhalten in den kommenden Tagen ändern. Zum Champions-League-Spiel des BVB in Paris am 11. März - das eventuell unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet - reist die Mannschaft seperat im kleinen Kreis, also ohne Medienvertreter und Sponsoren.

Update, Donnerstag (5. März), 21.27 Uhr: Die kleine Gemeinde Ottmarsbocholt, etwa 20 Kilometer südlich von Münster gelegen, meldet gleich zwölf Fälle von Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Verbreitet hatte das Virus ein 49-jähriger Bewohner der 3500-Einwohner-Gemeinde. "Bei allen bestätigten Personen waren die Krankheitsverläufe bisher ohne wesentliche Komplikationen", wird Dr. Ewald Hibbe, der die Tests in der Gemeinde Senden durchgeführt hat, in einer Pressemitteilung der Gemeinde zitiert.

Diagnostrikzentren in ganz NRW sorgen für sprunghaften Anstieg der Corona-Zahlen

Update, Donnerstag (5. März), 21.08 Uhr: Dass die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten in NRW plötzlich so stark angestiegen ist, hängt auch mit der Einrichtung verschiedener Diagnostikzentren in einigen Städten in NRW zusammen. Dort werden Menschen ausschließlich auf das Coronavirus getestet. Die Folge: Mehr Tests führen zwangsläufig dazu, dass mehr Fälle von Coronavirus identifiziert werden.

Diese Diagnostikzentren - etwa wie im Kreis Heinsberg - sollen auch die Arbeit der Hausärzte entlasten. Gut möglich, dass mit Eröffnung eines weieren Diagnostikzentrums in den nächsten Tagen die Zahl der Infizierten nochmals schlagartig steigt.

Auch in Düsseldorf gibt es in NRW ein Corona-Diagnostikzentrum.

Update, Donnerstag (5. März), 19  Uhr: An der Marienschule in Münster wurden vier Schülerinnen positiv auf das Coronavirus getestet. Sie und ihre Angehörigen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Coronavirus: Weitere Fälle an einer Schule in Münster

Und auch das Gymnasium in Münster, das die vier Mädchen besuchen, ergreift entsprechende Maßnahmen. Bis einschließlich Dienstag (17. März) wird der Betrieb an derSchule in NRW eingestellt. Dies entschied die Schulleitung auf Anordnung des Gesundheitsamtes. Auch die anderen Schüler sowie die Lehrkräfte haben die üblichen Verhaltensregeln wie Hygiene-Maßnahmen und Quarantäne-Empfehlungen erhalten. 

Update, Donnerstag (5. März), 17.40 Uhr: In Bochum wird morgen (6. März) eine zentrale Diagnosestelle eröffnet. In den Räumlichkeiten des Gesundheitsamtes werden die notwendigen Tests auf das Coronavirus durchgeführt. 

Bochum eröffnet Diagnosestelle wegen des Coronavirus

Die Diagnosestelle solle jedoch keine allgemeine Anlaufstelle für besorgte Bürger sein, dafür habe die Stadt Bochum die Hotline eingerichtet. Im Gesundheitsamt werden nur unter Terminvergabe Personen getestet, bei denen der dringende Verdacht besteht, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben. 

Außerdem ist die Zahl der bestätigten Fälle in NRW weiter gestiegen: Inzwischen gibt es mehr als 300 mit dem Coronavirus infizierte Personen. Doch laut Angaben des WDR gibt es Hoffnung. 

Gibt es bald Medikamente zur Behandlung des Coronavirus?

Lothar Wieler, Leiter des Robert Koch-Instituts zeigte sich dem Rundfunk gegenüber optimistisch, dass es schon bald Medikamente für am Coronavirus Erkankte geben könnte.  

Update, Donnerstag (5. März), 16.00 Uhr: In Gelsenkirchen ist seit heute Morgen klar, dass drei Personen mit dem Coronavirus infiziert sind. Das teilte die Stadt Gelsenkirchen in einer Pressemitteilung am Nachmittag mit.

Gelsenkirchen: Infektionsketten nachvollziehen und weitere Coronavirus-Infektionen verhindern

Alle drei Betroffenen wohnen in einem Haushalt und befinden sich nun in häuslicher Quarantäne. Außerdem werden mögliche Kontaktpersonen überprüft. Der Schwerpunkt des Krisenstabs liegt derzeit darauf, die Infektionsketten zurückzuverfolgen und weitere Infektionen zu verhindern.

Update, Donnerstag (5. März), 15.40 Uhr: Wie die Stadt Bochum in einer Pressemitteilung mitteilte, wird die eigens für das Coronavirus eingerichtete Hotline bislang gut angenommen. 704 Anrufe gingen bisher auf der Hotline 0234 / 9105555 ein, die täglich zwischen 8 und 16 Uhr geschaltet ist.

Coronavirus in Bochum: Hotline wird stark genutzt und gibt diese Auskünfte

Bis heute Mittag 12 Uhr (5.März) gingen bereits 123 Anrufe ein - das waren so viele wie gestern im Verlauf des ganzen Tages. Wegen der erhöhten Nachfrage, wurde das Hotline-Personal nun in Bochum aufgestockt. Prinzipiell raten die Experten sich weiterhin an die Hygiene-Regeln zu halten. Darunter fallen unter anderem:

  • Händeschütteln vermeiden
  • Hände regelmäßig reinigen
  • Einhalten der Husten- und Niesetikette
  • Falls möglich, zu anderen Personen einen Abstand von einem bis anderthalb Metern einhalten.
Das Hotline-Personal in Bochum wurde wegen der hohen Nachfrage nach dem Coronavirus aufgestockt.

Coronavirus: Zahl der Verdachtsfälle in Bochum steigt auf 41

Inzwischen teilte die die Stadt Dortmund nähre Informationen zu den beiden Infizierten mit. Die hatten sich wohl zuvor imIran aufgehalten und sich auch dort mit dem Coronavirus angesteckt. Der Testergebnis der Frau aus Bochum steht noch aus. Die Zahl der Verdachtsfälle ist in Bochum damit auf 41 gestiegen. 

Update, Donnerstag (5. März), 14.20 Uhr: In Gelsenkirchen gibt es zwei neue bestätigte Coronavirus-Infektionen. Details dazu veröffentlicht die Stadt am Nachmittag in einer Pressekonferenz. Erst am Mittwoch (4. März) wurde bekannt, dass sich eine Altenpflegerin aus Gelsenkirchen, die bei einem Pflegedienst in Essen arbeitet, mit dem neuartigen Erreger infiziert hat.

Coronavirus-Verdacht bei sich selbst? Diese Telefonnummern solltet ihr jetzt kennen

Update, Donnerstag (5. März), 14.10 Uhr: Vor allem in Sachen Symptome und der Unterscheidung zur herkömmlichen Erkältung oder Grippe herrscht bei vielen Menschen Unsicherheit. Wann soll ich zum Arzt? Ich habe Husten - ist das jetzt Coronavirus

Kurz gesagt: Nicht unbedingt. Wer aber Kontakt zu Menschen hatte, die als Verdachtsfälle gelten oder bei denen eine Infektion nachgewiesen wurde, kann sich unter verschiedenen Hotlines informieren und beraten lassen. Diese Nummern solltet ihr jetzt unbedingt kennen:

  • 116 117 - ärztlicher Bereitschaftsdienst
  • 030 346 465 100 - Bürgertelefon des Gesunheitsministeriums
  • 0800 011 77 22 - unabhängige Patientenberatung Deutschland
  • Telefonnumer vom eigenen Hausarzt
  • Viele Städte haben mittlerweile Info-Hotlines für das Coronavirus eingerichtet. Die einzelnen Nummern sind den jeweiligen Internetseiten der Städte zu entnehmen.

Schulschließungen wegen Coronavirus? Politiker äußern sich

Update, Donnerstag (5. März), 13.52 Uhr: Auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat sich klar gegen landesweite Schulschließungen wegen des Coronavirus wie in Italien ausgesprochen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir eine Situation kriegen, wo wir alle Schulen schließen müssen", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag dem  WDR. Wenn - rein theoretisch - eine solche Entscheidung getroffen würde, "dann würde sich ja auch die Frage stellen, wer betreut eigentlich die Kinder unserer Krankenschwestern, unserer Ärztinnen und Ärzte", sagte er.

Die Gesundheitsminister aller Bundesländer hätten entschieden, sich an den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu orientieren. Die sähen vor, dass bei Coronavirus-Infektionen von Schülern oder Lehrern alle Kontaktpersonen aus der Schule in häusliche Quarantäne kämen. Wenn sich die Kontakte nicht klar abgrenzen ließen, würden ganze Schulen geschlossen. Das sei ja auch in mehreren Fällen in NRW geschehen. Das öffentliche Leben müsse aber weitergehen.

Update, Donnerstag (5. März), 13.35 Uhr: Schulschließungen seien in Deutschland laut Gesundheitsminister Jens Spahn derzeit nicht geplant. Es kann aber in Einzelfällen dazu kommen, dass der Schulbetrieb temporär eingestellt wird. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn sich an einer Schule eine Person - sei es Lehrer oder Schüler - infiziert hat oder der Verdacht besteht, sie hätte sich infiziert. 

Zuletzt war dies in ähnlicher Form an einer Kita in Marl (Kreis Recklinghausen) der Fall, als eine Mitarbeiterin zunächst "schwach positiv auf das Coronavirus getestet" worden waren. Ein zweiter Test wurde veranlasst, der sich als negativ herausstellte. Die Kita wurde wieder geöffnet. 

Coronavirus-Ausbruch in NRW: Universität Duisburg-Essen reagiert

Update, Donnerstag (5. März), 13.15 Uhr: Wie die WAZ berichtet, hat die Universität Duisburg-Essen seinen Infotag am 12. März abgesagt. "Diese beliebte und wichtige Veranstaltung muss nun leider ausfallen", teilte die Uni am Donnerstagmittag mit, "das hat das Rektorat als Vorsichtsmaßnahme beschlossen, um einer möglichen Verbreitung des Coronavirus vorzubeugen."

Die Uni Duisburg-Essen gehört zu den größten Hochschulen in NRW. Rund 4000 Studieninteressierte waren für den Infotag erwartet worden. Als weitere Maßnahme wurde auch die Kinderuni abgesagt. 

Im Gegensatz zu Italien, wo aktuell alle Universitäten und Schulen bis Mitte März geschlossen bleiben, haben die Hochschulen und Schulen in Deutschland noch geöffnet. Italien ist aktuell in Europa das Land mit den meisten Infektionen und Todesfällen. In Deutschland ist bisher noch niemand an den Folgen von Covid-19 gestorben. 

Update, Donnerstag (5. März), 13 Uhr: Die Zahl der Infektionen ist in Deutschland auf insgesamt 400 gestiegen. Alleine in NRW gibt es mittlerweile 270 bestätigte Infektionen - vor einer Stunde waren es noch 230. Das bedeutet einen Anstieg von rund 17 Prozent in nicht mal 60 Minuten. Die meisten Infektionen gibt es nach wie vor im Kreis Heinsberg in der Nähe von Düsseldorf

Update, Donnerstag (5. März), 12.03 Uhr: In NRW gibt es mittlerweile 230 bestätigte Fälle. Am Morgen lag die Zahl noch bei 172 Corona-Infektionen, was einen Anstieg von rund 34 Prozent innerhalb weniger Stunden bedeutet. 

Die meisten Infektionen gibt es im Kreis Heinsberg, wo das Virus bei einem Ehepaar zum ersten Mal nachgewiesen wurde. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittag mit.

Coronavirus erreicht Dortmund - Entwarnung im Kreis Recklinghausen

Update, Donnerstag (5. März), 11.15 Uhr: Zwei Menschen aus Dortmund haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte die Stadt Dortmund am Morgen mit. Beide würden jedoch nur geringe Symptome zeigen. Alle erforderlichen Maßnahmen seien eingeleitet worden. Um wen es sich bei den Infizierten handelt, ist derzeit noch unklar.

Derzeit tagt ein Krisenstab, um auf die neue Situation zu reagieren. Für den Nachmittag hat die Stadt Dortmund eine Pressekonferenz angekündigt. 

Update, Donnerstag (5. März), 10.53 Uhr: Entwarnung im Kreis Recklinghausen. Die Erzieherin einer Kita in Marl war am Mittwoch (4. März) "schwach getestet" worden. Um sicher zu gehen, ob sich die Frau wirklich mit dem Coronavirus infiziert hat, wurde ein zweiter Test veranlasst. Dieser fiel negativ aus, wie Radio Vest berichtet. 

Die Kita, in der die Frau arbeitet, kann nach Bekanntgabe des Testergebnisses wieder öffnen. Die Einrichtung war am Mittwoch vorsorglich geschlossen worden und Kinder sowie Mitarbeiter in Quarantäne geschickt.

Coronavirus in Deutschland: Apotheken bekommen Sondergenehmigung

Update, Donnerstag (5. März), 10.37 Uhr: Gute Nachrichten für alle, die befürchten, Desinfektionsmittel könnte in Deutschland ausgehen: Apotheken dürfen es ab sofort selber herstellen. Es handelt sich dabei um eine Ausnahmeregelung, die am Mittwochabend (4. März) von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin bekanntgegeben wurde. 

Bis zum 31. August 2020 ist es Apotheken nun erlaubt, bestimmte Biozide zur Herstellung von Desinfektionsmittel zu verwenden. Rechtsgrundlage ist Artikel 55 der Biozid-Verordnung. Demnach dürfen Behörden befristet für höchstens 180 Tage die Bereitstellung oder Verwendung eines Biozidprodukts für eine beschränkte und kontrollierte Verwendung gestatten, wenn Gefahr für die öffentliche Gesundheit besteht. (Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung)

Update, Donnerstag (5. März), 09.55 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infizierten ist in NRW auf 172 Fälle gestiegen. Alleine 134 von ihnen stammen aus dem Kreis Heinsberg, wo das Virus zum ersten Mal aufgetreten ist. Viele nachfolgende Ansteckungen sind mutmaßlich auf die Infektionen aus Heinsberg zurückzuführen. 

Alleine in Essen ist die Zahl der Corona-Infektionen über Nacht auf fünf Fälle angestiegen. In der Ruhrgebietsmetropole hatte sich die Mitarbeiterin eines Pflegedienstes mit dem neuartigen Virus angesteckt. Sie könnte mehrere Personen infiziert haben. Nach ersten Informationen hätte sie lediglich Kontakt mit einer Schülerin Kontakt gehabt, die mittlerweile negativ getestet wurde, aber in häuslicher Quarantäne verbleibt. 

Update, Donnerstag (5. März), 09.34 Uhr: Um auf mögliche Fälle von Coronavirus-Erkrankungen vorbereitet zu sein, hat das NRW-Justizkrankenhaus in Fröndenberg eine komplette Abteilung eingerichtet, wie Marcus Strunk, der Sprecher für den NRW-Strafvollzug im NRW-Justizministerium der dpa mitteilt.

Coronavirus: Gefängnisse bereiten sich auf Ausbreitung in NRW vor

Update, Donnerstag (5. März), 7.24 Uhr: Das Coronavirus beschäftigt nicht nur die Öffentlichkeit. Auch die Gefängnisse in NRW müssen nun wichtige Entscheidungen treffen, was eine komplizierte Aufgabe ist. Denn im Falle eines Ausbruchs können die Inhaftierten nicht einfach nach Hause geschickt werden, so wie es in Schulen oder Unternehmen der Fall ist.

Besonders kritisch ist die Situation in Heinsberg. Von dort breitet sich nicht nur das Coronavirus aus. In der Stadt in NRW liegt zudem eine Justiz-Vollzugsanstalt (JVA) mit aktuell etwa 380 Gefangenen und rund 300 Mitarbeitern.

Daher haben die Verantwortlichen der JVA nun eine drastische Entscheidung getroffen. "Wir empfangen nur Rechtsanwälte, wenn sie die Besuche nicht aufschieben können", zitiert die Deutsche Presseagentur (dpa) Franz Josef Bischofs, den stellvertretenden Anstaltsleiter in Heinsberg.

Demnach gibt es für Besucher aktuell ein striktes Besuchsverbot. Auch auf die Inhaftierten hat das Coronavirus Auswirkungen. Denn Hafturlaube und Freigänge sollen laut der dpa zurzeit nicht möglich sein.

Eine Ausnahme gilt für dringende Anwaltsbesuche und Gerichtstermine. Diese könnten aktuell noch von den Gefangenen der JVA Heinsberg wahrgenommen werden.

Coronavirus: Israel verschärft Einreisebestimmungen

Update, Mittwoch (4. März), 21.13 Uhr: Um eine Ausbreitung des Coronavirus im Land zu verhindern, hat Israel seine Einreisebestimmungen verschärft. Ab sofort dürfen Touristen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Spanien nicht mehr einreisen. Außer sie können beweisen, dass sie in einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne bleiben. 

Zuvor galt ein Einreiseverbot für Reisende aus China, Thailand, Hongkong, Singapur, Macau, Südkorea, Japan und Italien. Touristen, die in den vergangenen 14 Tage Iran, Irak, Syrien oder Libanon bereist haben, dürfen ebenfalls nicht mehr nach Israel einreisen.

Update, Mittwoch (4. März), 20.05 Uhr: Das Coronavirus breitet sich momentan fast stündlich in NRW weiter aus. Mittlerweile gibt es drei neue bestätigte Fälle im Märkischen Kreis. Die Betroffenen stehen unter häuslicher Quarantäne.

"Es handelt sich um ein Ehepaar aus Plettenberg, das keine Kontaktpersonen hatte und keine Symptome zeigt. Die dritte Person ist ein Lüdenscheider: Dessen einzige Kontaktperson ist die Ehefrau. Sie wird ebenfalls unter häusliche Quarantäne gestellt. Das Vorgehen richtet sich nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts", heißt es auf der offiziellen Website vom Märkischen Kreis zu den Coronavirus-Fällen.

Coronavirus in NRW: Zwei bestätigte Infektionen in Essen

Update, Mittwoch (4. März), 19.50 Uhr: Auch aus Essen gibt es Neuigkeiten. In der Ruhrgebietsstadt wurden in den vergangenen zwei Tagen zwei Coronavirus-Infektionen bestätigt. Es folgten Tests bei weiteren Personen aus dem Umfeld der erkrankten Personen. Von insgesamt zehn Proben sei laut der Stadt Essen "mindestens eine positiv ausgefallen", heißt es. Bei der infizierten Person handelt es sich um eine Mitarbeiterin eines Essener Pflegedienstes. Die Frau kommt aus Gelsenkirchen.

Diese Person hatte nur einen weiteren pflegerischen Einsatz, und zwar bei einer Schülerin derKäthe-Kollwitz-Schule in Essen-Rüttenscheid. Bei dem Mädchen wurde mittlerweile ein Abstrich genommen, wovon das Ergebnis noch aussteht. Bis es so weit ist, bleibt sie in häuslicher Quarantäne. 

Das Gesundheitsamt der Stadt Essen empfiehlt den insgesamt 56 betroffenen Schülerinnen und Schülern sowie dem Lehrpersonal und Betreuerinnen und Betreuern, die sich zur gleichen Zeit mit der Mitarbeiterin des Pflegedienstes während des Offenen Ganztags in einem Raum aufgehalten haben, bis Mitte März freiwillig in häuslicher Quarantäne zu bleiben.

Aus Angst vor einer möglichen Quarantäne machen die Menschen in Deutschland immer öfter Hamsterkäufe und legen Lebensmittel-Vorräte an. Wie hier in einem Supermarkt in Siegen (NRW).

Coronavirus-Infektion in Bochum: Rentner positiv getestet - er war zuvor in Italien

Update, Mittwoch (4. März), 19.05 Uhr: Mittlerweile liegen weitere Informationen zu der Coronavirus-Infektion aus Bochum vor. Wie die Stadt in einer Mitteilung bestätigt, handelt es sich bei dem Infizierten um einen 68-jährigen Mann aus Bochum-Stiepel, der erst vor kurzem im Skiurlaub in Norditalien war. Er sei nur leicht erkrankt und befinde sich derzeit mit seiner Ehefrau in freiwilliger häuslicher Quarantäne. Die Frau werde derzeit noch getestet, heißt es, solange gelte sie als Verdachtsfall.

Die Stadt Bochum spricht von einer "vorbildlichen" Vorgehensweise im Umgang mit der Infektion. Der infizierte Rentner hatte sich bereits am 2. März (Montag) bei seinem Hausarzt telefonisch gemeldet, als erste Symptome wie Husten und Fieber auftraten. Der Arzt hatte ihn an das Gesundheitsamt verwiesen. Über die Hotline wurde eine erste Abfrage gemacht, die den Verdacht auf eine mögliche Infektion erhärtete. Der anschließende Test durch das Gesundheitsamt war positiv.

Um einer Infektionskette vorzubeugen, hielt sich das Ehepaar nur in ihrer Wohnung auf und brach den Kontakt zu anderen Personen ab. Die Frau war nur einmal einkaufen. Nach Einschätzungen des Gesundheitsamtes sind daraus keine weiteren Maßnahmen abzuleiten. Die Behörden stehen weiterhin im Kontakt mit dem Ehepaar. Schutzmaßnahmen, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, wurden eingeleitet.

Coronavirus in NRW: Erreger könnte in Marl im Kreis Recklinghausen angekommen sein

Update, Mittwoch (4. März), 18.19 Uhr: Wie der Kreis Recklinghausen auf seiner offiziellen Internetseite mitteilt, gibt es im Kreis Recklinghausen möglicherweise einen ersten Coronavirus-Fall. Wie es heißt, sei eine Erzieherin der städtischen Kita Hüls-Süd auf der Max-Reger-Straße in Marl "schwach positiv" getestet worden. Sie musste sich einem weiteren Test unterziehen, der endgültige Klarheit über eine mögliche Infektion bringen soll. Das Ergebnis gibt es morgen. 

Bis dahin bleibt die Kita erst mal geschlossen. Für alle Kinder und die dort beschäftigten Personen wurde häusliche Quarantäne angeordnet. Laut Informationen des Kreis Recklinghausen war die Erzieherin nur leicht erkrankt und hat mittlerweile keine Symptome mehr. Welche Lebensmittel-Vorräte und Hamsterkäufe sich für einen Notfall, wozu auch eine häusliche Quarantäne zählt, eignen, hat die Bundesregierung bekanntgegeben.

Update, Mittwoch (4. März), 16.12 Uhr: Bochum/NRW - Nach Angaben der Stadt Bochum befindet sich der Betroffene in Quarantäne. Wie die WAZ unter Berufung auf die Stadtverwaltung Bochum berichtet, handele es sich um einen Rentner, der zuvor in Italien Urlaub gemacht hatte. Er soll sich mutmaßlich dort mit dem Coronavirus infiziert haben.

Coronavirus in NRW: Viele der Infizierten geheilt - neuer Fall in Bochum

Update, Mittwoch, 15.55 Uhr: Es gibt den ersten bestätigten Fall des Coronavirus in Bochum. Das bestätigte die Stadt am Nachmittag. Weitere Informationen zu dem Fall gab es zunächst nicht. Die Stadt will gegen 17.30 Uhr dazu informieren.

Update, Mittwoch (4. März), 12.20 Uhr: Im besonders vom neuartigen Coronavirus betroffenen Kreis Heinsberg sind inzwischen 104 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Sieben Patienten würden stationär im Krankenhaus behandelt, sagte Landrat Stephan Pusch am Mittwoch. 

In zwei Fällen sprächen die Ärzte von einem ernsten Verlauf - darunter ist der Fall des 47-Jährigen, der als Erstinfizierter aus NRW gilt. Die meisten der 104 mit dem neuartigen Coronavirus Infizierten seien allerdings schon längst wieder symptomfrei und gelten als geheilt, sagte Pusch.

Land NRW bestellt wegen Coronavirus eine Million Schutzmasken

Update, Mittwoch (4. März), 12.20 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus in Nordrhein-Westfalen ist deutlich auf 129 gestiegen. Das sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwochmorgen in Düsseldorf. Davon seien 87 Fälle im Kreis Heinsberg festgestellt worden. Bei insgesamt vier Patienten gebe es schwere Krankheitsverläufe.

Update, Mittwoch (4. März), 12.15 UhrNordrhein-Westfalen will mit einer Großbestellung dafür sorgen, dass es Ärzten und Pflegern bei der Behandlung möglicher Coronavirus-Infizierter nicht an Schutzbekleidung fehlt. "Wir werden heute die Kaufverträge unterschreiben, dass das Land Nordrhein-Westfalen eine Million Masken kauft", kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf an. Es habe ihn "sehr geärgert", dass sich das medizinische Personal Sorgen wegen fehlender Schutzausrüstung gemacht habe. Diese Sorge sei mit der Großbestellung vom Tisch.

Bochum: Noch ist niemand mit dem Coronavirus infiziert

Update, Mittwoch (4. März), 11.06 Uhr: In der Universitätsstadt Bochum gibt es bis jetzt keinen bestätigten Coronavirus-Fall. Laut Stadtverwaltung gäbe es allerdings 36 Verdachtsfälle. Unterdessen meldeten sich bis Mittwoch 575 Menschen bei der Hotline der Stadt Bochum (02 34 / 910 - 55 55), allein 100 davon am Dienstag. Hier können sich Menschen darüber informieren, wann man ein Verdachtsfall ist und was in diesem Fall zu tun wäre. Nach wie vor gilt: Nicht jeder Husten und nicht jedes Niesen lässt auf das Coronavirus schließen.

Für Kitas in Bochum hat die Stadt eine erste Maßnahme ergriffen. Sie haben nun die Möglichkeit, zusätzliche Seifen und Papiertücher bei den zentralen Diensten der Stadt abzuholen. "Der Bestand wurde dort aufgestockt, damit es nicht zu Engpässen kommt", teilt die Stadt Bochum mit. Auch würden heute die Alten- und Pflegeheime mit Handlungsempfehlungen angeschrieben.

101 Fälle von Coronavirus in NRW

Update, Mittwoch (4. März), 9.47 Uhr: Am Dienstag hatte die Zahl der nachgewiesenen Infizierten im Bundesland mit 101 (Stand 10 Uhr) die 100er-Marke überschritten. Einen Tag zuvor waren es noch 86. Die Zahl dürfte weiter steigen, erwarten Fachleute. Mit Abstand die meisten Coronavirus-Patienten - auch bundesweit - gibt es weiter im Kreis Heinsberg. Die größte NRW-Stadt Köln meldete am Dienstagabend sechs bestätigte Fälle, Düsseldorf zwei. Zahlreiche Kontaktpersonen werden in häuslicher Quarantäne betreut.

Update, Mittwoch (4. März), 9.40 Uhr: Die Angst vor dem Coronavirus hat in Nordrhein-Westfalen auch Auswirkungen auf die Blutspendebereitschaft. Die Zahl der Blutspender sei in den vergangenen Tagen um knapp 20 Prozent zurückgegangen, sagte ein Sprecher des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes der Deutschen Presse-Agentur. "Die Verunsicherung bei den Leuten ist groß", sagte der Sprecher, versicherte aber gleichzeitig: "Das Spenden und Empfangen von Blut ist auch in Zeiten des Coronavirus ungefährlich."

Was vor dem 4. März in NRW im Zusammenhang mit dem Coronavirus geschah, lest ihr in diesem Live-Ticker.

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