Covid-19-Pandemie im Live-Ticker

Coronavirus/NRW: Corona-Ausbruch bei Döner-Hersteller +++ Experte verrät: Darum breitet sich das Virus in Fleischbetrieben aus

Coronavirus-News aus NRW im Live-Ticker: Bei einem Döner-Hersteller im Kreis Wesel ist Corona ausgebrochen. Die News zwischen Lockerungen und Lockdown hier.

  • Das Coronavirus* grassiert in Nordrhein-Westfalen (NRW) weiterhin.
  • Wenngleich immer mehr Lockerungen umgesetzt werden, ist ein Ende der Covid-19-Pandemie längst nicht in Sicht.
  • Der Corona-Ausbruch bei Tönnies zeigt, wie fragil das Erreichte ist - RUHR24.de* berichtet über alle Entwicklungen zu Sars-CoV-2 im Live-Ticker.

Update, Mittwoch (24. Juni), 21.56 Uhr: NRW - Im Kreis Unna wurden heute sieben Coronavirus-Neuinfektionen bekannt. Fünf aus Bergkamen und je eine weitere aus Schwerte und Selm. 

Dem gegenüber stehen sechs Patienten, die als neu genesen gelten. Damit sind im Kreis momentan 62 Menschen an Corona erkrankt, also eine mehr als am Vortag. Es gibt keine weiteren Covid-19-Todesfälle (38 seit Pandemie-Beginn).

23.06.2020 | 15 Uhr

24.06.2020 | 15 Uhr

Differenz (+/-)

Bergkamen

3

8

+5

Bönen

0

0

+0

Fröndenberg

0

0

+0

Holzwickede

4

4

+0

Kamen

3

3

+0

Lünen

7

7

+0

Schwerte

23

24

+1

Selm

0

1

+1

Unna

2

2

+0

Werne

19

13

-6

Gesamt

61

62

+1

Coronavirus in NRW: Stadt Herne hat gute Nachrichten und wichtige Hinweise parat

Update, Mittwoch (24. Juni), 21.34 Uhr: Gute Nachrichten gibt es aus Herne zu berichten. Die Stadt meldete am Mittwoch keine Coronavirus-Neuinfektion. Damit bleibt die Gesamtzahl der Ansteckungen bei 225, davon sind 197 Patienten bereits wieder gesund (eine neu Gesundete Person im Vergleich zum Vortag). Zwei Menschen starben und 26 sind momentan noch infiziert.

  • Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass nach Reisen in Nicht-EU-Länder wie die Türkei eine 14-tägige Quarantäne nötig wird und Reisende verpflichtet sind, sich nach der Rückkehr beim Gesundheitsamt zu melden.
  • Desweiteren gelte in Gaststätten weiterhin Maskenpflicht für Personal und Gäste (mit Ausnahme des Sitzens am Tisch).
  • In den Restaurants müssen Kontaktdaten der Gäste und ihre Anwesenheitszeit erfasst werden.
  • Beschwerden aus der Bevölkerung wird nachgegangen und es wird in Gaststätten verstärkt kontrolliert, bei Nichtbeachtung der Regeln droht ein empfindliches Bußgeld.

Coronavirus in NRW: Essen meldet 14 Corona-Neuinfektionen

Update, Mittwoch (24. Juni), 21.17 Uhr: In Essen steigt die Zahl der Corona-Patienten an. Es gibt 14 nachgewiesene Neuinfektionen mit dem Coronavirus und neun Menschen, die als neu Gesundet gemeldet wurden. 

Insgesamt haben sich damit 956 Menschen mit Corona angesteckt, 857 unter ihnen gelten als geheilt. Die Zahl der verstorbenen Covid-19-Patienten beläuft sich weiterhin auf 41.

Coronavirus in NRW: Mehr neu Gesundete als Neuinfektionen in Bochum gemeldet

Update, Mittwoch (24. Juni), 21.08 Uhr: In der NRW-Stadt Bochum ist die Zahl der akuten Coronavirus-Erkrankungen nach Angaben der Stadt zurückgegangen. Während sich drei Personen neu mit Corona angesteckt haben (611 insgesamt), wurden sechs neu Gesundete (562 insgesamt) gezählt. 

Gute Nachrichten gibt es unterdessen aus dem Schlachthof: Nachdem zwei Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurden, fielen alle weiteren Tests der 280 Mitarbeiter negativ aus. Damit kann der Betrieb seine Arbeit ab morgen, 25. Juni, wieder ohne Einschränkungen aufnehmen.

Coronavirus in NRW: Zwölf Neuinfektionen im Kreis Recklinghausen

Update, Mittwoch (24. Juni), 20.57 Uhr: Im Kreis Recklinghausen haben sich in den vergangenen 24 Stunden zwölf weitere Personen mit dem Coronavirus angesteckt. Seit Pandemie-Beginn sind es 1.349 Fälle. Dem gegenüber stehen sieben Erkrankte, die nun wieder als gesund gemeldet wurden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona liegt unverändert bei 39. 

Stadt

Fälle

Genesene

Todesfälle

Castrop-Rauxel

138

131

1

Datteln

57

55

1

Dorsten

157

148

5

Gladbeck

259

222

22

Haltern am See

84

84

0

Herten

95

90

1

Marl

120

117

1

Oer-Erkenschwick

207

194

3

Recklinghausen

173

165

4

Waltrop

59

56

1

Coronavirus in NRW: Corona-Massentests im Kreis Gütersloh

Update, Mittwoch (24. Juni), 20.45 Uhr: Bis zum Wochenende möchte man im Kreis Gütersloh wissen, ob das Coronavirus nach dem Ausbruch im Tönnies-Schlachthof auch in andere Teile der Bevölkerung übergesprungen ist. Das sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in einer Aktuellen Stunde des Landtags. 

Bei einem freiwilligen Massentest der Bewohner ist laut den Behörden bei den ersten 230 Ergebnissen noch kein sicherer Coronavirus-Nachweis dabei gewesen. Insgesamt seien bislang 600 Abstriche genommen worden.

Update, Mittwoch (24. Juni), 20.21 Uhr: Der Coronavirus-Ausbruch im Fleischbetrieb Tönnies könnte auf die Luftkühlung zurückgehen. Das ist eine erste Einschätzung des Bonner Hygiene-Experten Martin Exner. In dem Bereich würde die Luft auf 6 bis 10 Grad Celsius heruntergekühlt, während die Arbeiter bei hohem Tempo und harter, körperlicher Belastung die geschlachteten Schweine zerlegen.

Coronavirus in NRW: Experte vermutet Luftumwälzung als Ursache für Ausbruch bei Tönnies

Bei seiner Einschätzung verwies Exner auf die Erkenntnisse aus dem ersten großen Corona-Ansteckung bei einer Karnevalsfeier im Kreis Heinsberg. Auch dort seien auf kleiner Fläche in einem geschlossenen Raum viele Menschen gewesen. Auch dort sei die Kühlung der Luft über ein Umluftsystem erfolgt, ohne von einem Filter aufgehalten zu werden.

„Umluft kann ein Aerosol in Bewegung halten“, so der Hygiene-Experte. „Das ist ein bislang unbekannter entscheidender Risikofaktor.“ Das Problem mit der Belüftung betreffe die gesamte Fleischbranche und sei bislang nicht im Blick der Wissenschaft gewesen, sagte der Professor.

Coronavirus in NRW: Vier Neuinfektionen an Schulen in Gelsenkirchen

Update, Mittwoch (24. Juni), 19.56 Uhr: An den Schulen in Gelsenkirchen gibt es vier weitere bestätigte Coronavirus-Infektionen. Dabei handelt es sich um Schüler der Grundschulen am Dörmannsweg und der Hohenfriedberger Straße sowie einen Schüler am Grillo-Gymnasium und eine Lehrkraft in der Gesamtschule Ückendorf.

Die Grundschüler und ihre Mitschüler und Lehrer in den Klassen befinden sich nun in Quarantäne. Bei dem Gymnasiasten und der Lehrkraft können nach Angaben der Stadt Kontakte in der Schule ausgeschlossen werden, weshalb keine Quarantäne notwendig sei.

Coronavirus in NRW: Bund liefert Corona-Schutzausrüstung nach Gütersloh

Update, Mittwoch (24. Juni), 19.39 Uhr: Im Kampf gegen den großen Coronavirus-Ausbruch im Kreis Gütersloh hilft der Bund mit Nachschub an Schutzausrüstung. Nach einer entsprechenden Bitte des dortigen Lagezentrums sollen 20.000 Masken, 10.000 Kittel, 10.000 Handschuhe, 1.000 Schutzbrillen und 200 Liter Desinfektionsmittel geliefert werden.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur vom Bundesgesundheitsministerium. Damit sollen 90 Einsatzkräfte für drei Wochen ausgestattet werden können. Das Material soll noch heute versandt werden.

Der Kreis Gütersloh hat beim Bund um zusätzliche Coronavirus-Schutzausrüstung gebeten.

Coronavirus in NRW: Erste Klage gegen Lockdown in Gütersloh

Update, Mittwoch (24. Juni), 19.17 Uhr: Gegen den eingeschränkten Lockdown im Kreis Gütersloh ist heute am Oberverwaltungsgericht NRW die erste Klage eingegangen. Ein Bewohner der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock verlangt nach Angaben einer Gerichtssprecherin die rechtliche Überprüfung der neuen Verordnung nach dem Ausbruch in Rheda-Wiedenbrück.

Schloß Holte-Stukenbrock liegt rund 35 Kilometer entfernt von Tönnies südöstlich von Bielefeld am Teutoburger Wald. Der Antragsteller will klären lassen, warum die Beschränkungen auch Orte betreffen, die von dem Corona-Ausbruch nicht betroffen sind.

Coronavirus in NRW: So schützt man sich zwischen Lockerungen und Lockdown vor Corona

Update, Mittwoch (24. Juni), 18.52 Uhr: Die inzwischen in NRW geltenden Lockerungen haben den Alltag ein Stück weit zurück in Richtung Normalität gebracht. Dennoch grassiert das Coronavirus weiterhin, wie jüngst der Ausbruch bei Tönnies zeigte. 

Doch ohne allzu strenge gesetzliche Regeln, müssen Bürger mehr Eigenverantwortlichkeit zeigen. So gelingt der Schutz vor dem Coronavirus zwischen Lockerungen, Lockdown und Maskenpflicht*.

Coronavirus in NRW: Corona-Ausbruch bei Döner-Hersteller in Moers

Update, Mittwoch (24. Juni), 18.12 Uhr: Die Coronavirus-Ausbrüche bei fleischverarbeitenden Betrieben in NRW häufen sich. Nun gibt es 17 bestätigte Neuinfektionen bei einem Döner-Produzenten aus Moers mit 275 Mitarbeitern.

Wie die WAZ unter Berufung auf Informationen des Kreises Wesel berichtet, handelt es sich bei den Infizierten bei der Moerser Öztas Dönerproduktion GmbH & Co KG um zwölf Personen aus Moers, drei mit Wohnsitz in Duisburg und je eine aus Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn. Insgesamt befänden sich 43 Personen inklusive der Infizierten in Quarantäne.

Auch bei einem Döner-Hersteller im Kreis Wesel ist das Coronavirus ausgebrochen.

Coronavirus in NRW: Anschlag auf Autos von Tönnies-Mitarbeitern

Update, Mittwoch (24. Juni), 17.49 Uhr: Unbekannte Täter haben versucht, zwei Autos anzuzünden, die von Mitarbeitern des Schlachtbetriebs Tönnies im Kreis Warendorf genutzt wurden. Die Fahrzeuge mit rumänischen Kennzeichen waren zur Tatzeit am späten Montagabend in Beckum abgestellt, wie die Polizei am Mittwoch erklärte.

Die Täter haben demnach Gegenstände unter den geparkten Wagen angezündet. Die Flammen konnten jedoch rechtzeitig gelöscht werden, bevor ein größerer Schaden entstand.

Update, Mittwoch (24. Juni), 17.25 Uhr: Jede Menge Coronavirus-Infektionen und sehr viele Menschen gemeinsam an einem Ort: Trotz der Gemeinsamkeit finden Experten einen Vergleich des Ausbruchs im Tönnies-Schlachbetrieb in Gütersloh und dem Ansteckungsgeschehen im Tiroler Wintersportort Ischgl zu Pandemie-Beginn unpassend.

Coronavirus in NRW: Tönnies-Ausbruch vergleichbar mit Ischgl? Experten widersprechen

"In Ischgl sind die Angesteckten häufig schon abgereist, bevor sie selbst Symptome entwickelten", sagte Rafael Mikolajczyk, Direktor des Instituts für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik der Uniklinik Halle. So sei der Ausbruch unbemerkt größer geworden. Man könne davon ausgehen, dass die Kontrolle des Ausbruchs in Gütersloh schneller gelinge.

Eine Parallele zu Ischgl sieht auch der Bremer Epidemiologe Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie nicht. "Im Unterschied dazu handelt es sich in Gütersloh um ein Geschehen in einem Großbetrieb", erklärte er. Eine Häufung von Infektionen war demnach absehbar, wenn Leute am Arbeitsplatz wieder zusammenkommen würden.

Update, Mittwoch (24. Juni), 16.45 Uhr: NRW/Niedersachsen - Nach dem Tönnies-Skandal mit über 1.500 Infizierten in NRW gibt es nun einen weiteren Coronavirus-Ausbruch bei einem Schlachtbetrieb in Niedersachsen. In einer Putenschlachterei von Wiesenhof haben sich 35 Menschen nachweislich mit Corona angesteckt. 

Coronavirus in NRW: Corona-Ausbruch auch bei Wiesenhof

Dabei handelt es sich um vier Festangestellte und 31 Werksarbeiter des Betriebs. Bisher wurden nach Angaben der Wiesenhof-Mutter PHW 341 Menschen in dem Betrieb in Wildeshausen getestet. Bis Freitag (26. Juni) sollen von sämtlichen Mitarbeitern Abstriche genommen werden.

Auch in NRW gibt es einen Standort der Wiesenhof-Kette: Die Wurstfabrik in Rietberg ist nur zwölf Kilometer vom Tönnies-Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück entfernt und zählt 250 Mitarbeiter.

Coronavirus-Infektionen in Schlachthof bei Oldenburg.

Coronavirus in NRW: Beherberbungsverbot für Touristen aus Gütersloh in Niedersachsen

Update, Mittwoch (24. Juni), 16.18 Uhr: Nun hat auch Niedersachsen nachgezogen. Das Nachbarland von NRW sprach nach Bayern und Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls ein Beherbergungsverbot für Touristen aus Gütersloh aus. "Wir sind wachsam und gucken, was in Nordrhein-Westfalen passiert", sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen. 

Dabei gehe es nicht darum, Menschen aus Nordrhein-Westfalen auszugrenzen oder zu diskriminieren. Aber: "Wir versuchen angemessen zu reagieren auf die sich da abzeichnende Gefährdung", so die Sprecherin. Außerdem wurden Lehrer aus dem Raum Gütersloh und Warendorf, die an Schulen in Niedersachsen unterrichten, aufgefordert, zunächst zu Hause zu bleiben.

Update, Mittwoch (24. Juni), 15.10 Uhr: Der starke Ausbruch des Coronavirus im Kreis Gütersloh darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch im Ruhrgebiet immer wieder neue Covid-19-Fälle gibt. Nach Dortmund sind nun auch Schulen in Essen und Castrop-Rauxel betroffen.

Coronavirus in NRW: Neue Covid-19-Infektionen an Schulen in Essen und Castrop-Rauxel bestätigt

In Castrop-Rauxel ist am Dienstag (23. Juni) die Grundschule am Hügel geschlossen worden. Ein Kind hatte sich nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Sofort wurde die Schulklasse sowie zwei Lehrer getestet und in Quarantäne geschickt, teilt die Stadt heute mit. Obwohl der Kreis dies nicht angeordnet hatte, ließen die Stadtverwaltung und die Schulleitung die Schule vorsichtshalber am Dienstag (23. Juni) schließen. 

"Da die Stadt als Schulträger in diesem Bereich auch die Verantwortung für die Sicherheit der Schülerinnen und Schülern sowie der Lehrerinnen und Lehrer trägt, ist es unser oberstes Gebot, Vorsicht walten zu lassen", begründet Bürgermeister Rajko Kravanja den Schritt. Damit beginnen für 175 Kinder nun die Sommerferien einige Tage eher, als geplant. Die Ergebnisse der Tests stehen noch aus.

Coronavirus in NRW: Covid-19-Fall an Schule in Essen - Tests und Quarantäne angeordnet

Auch an der Karlschule in Essen-Altenessen gab es einen Covid-19-Fall. Das betroffene Kind war jedoch zuletzt Ende vergangener Woche in der Schule, teilt die Stadtverwaltung mit. Heute wurden 28 Schüler und fünf Lehrer getestet, die mit dem Kind Kontakt gehabt haben können.

Die Betroffenen seien in Quarantäne geschickt worden und werden dort auch bleiben, wenn die Tests negativ ausfallen sollten. Geschlossen werde die Schule in Essen jedoch nicht.

Coronavirus in NRW: SPD-Politiker fordert, das Land NRW soll Menschen aus Gütersloh Kosten für abgesagten Urlaub zahlen

Update, Mittwoch (24. Juni), 14.30 Uhr: Der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig: Wegen des Coronavirus-Ausbruchs in den Kreisen Güterloh und Warendorf können viele Menschen von dort nicht wie geplant in den Urlaub fahren. Ein SPD-Politiker fordert nun, ihnen die Gebühren für die Absage der Reise zu erstatten.

Zahlen soll das Geld demnach das Land NRW, findet SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty: "Die Zögerlichkeit und Konzeptlosigkeit der Landesregierung hat dazu geführt, dass das halbe Münsterland jetzt Urlaub auf Balkonien machen muss", sagte Kutschaty am Mittwoch der dpa. Die Menschen in den betroffenen Kreisen würden "in Mitleidenschaft gezogen für Zustände, für die sie nichts können".

Streng genommen liegt der vom Coronavirus stark getroffene Kreis Gütersloh jedoch in Ostwestfalen-Lippe, der Kreis Warendorf zählt hingegen zum Münsterland.

Coronavirus: Opposition in NRW wirft Armin Laschet (CDU) Versagen beim Krisenmanagement vor 

Update, Mittwoch (24. Juni), 13 Uhr: Die Opposition im Landtag von NRW hat dem Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) Versagen im Krisenmanagement während des neuerlichen Corona-Ausbruchs in Ostwestfalen vorgeworfen. 

Laschet scheue das politische Risiko, weil ihm der Mut fehle, Verantwortung zu übernehmen, sagte der SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty am Mittwoch im Landtag in Düsseldorf.

Im Landtag von NRW tobte am Mittwoch eine heftige Debatte - im Fokus Ministerpräsident Laschet und Oppositionsführer Kutschaty.

Rheda-Wiedenbrück, der Sitz der betroffenen Fleischfabrik, sei "heute der größte Virus-Hotspot in ganz Europa", sagte Kutschaty. Der Corona-Ausbruch sei schlimmer als in Heinsberg und Ischgl. Die Landesregierung habe zu lange damit gezögert, durch entschlossene Maßnahmen "zu verhindern, dass eine zweite Infektionswelle über Deutschland und Europa kippt".

Update, Mittwoch (24. Juni), 11 Uhr: Mit einem milliardenschweren Konjunkturprogramm sollen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise in Nordrhein-Westfalen abgefedert und Investitionen angeschoben werden. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte am Mittwoch im Landtag, das Land nehme dafür 3,6 Milliarden Euro in die Hand und stelle zusätzlich 1,7 Milliarden Euro an Landesmitteln zur Kofinanzierung wichtiger Maßnahmen des Bundes bereit.

Unter anderem bekommen die Krankenhäuser und die Universitätskliniken je eine Milliarde Euro, um den jahrelangen Investitionsstau zu beseitigen. Für Schüler soll digitale Erstausstattung bereitgestellt werden. Kunst und Kultur würden mit 185 Millionen Euro gestärkt. Noch vor der Sommerpause werde es einen Kulturgipfel geben.

Armin Laschet kündigte am Mittwoch ein milliardenschweres Konjunkturprogramm für NRW an. Grund dafür ist die Corona-Krise.

Update, Mittwoch (24. Juni), 10.39 Uhr: Infolge des Coronavirus-Ausbruchs in der Fleischfabrik von Clemens Tönnies im Landkreis Gütersloh hat die österreichische Regierung eine partielle Reisewarnung für NRW ausgesprochen. 

"Im Zusammenhang mit der neuerlichen Ausbreitung des Coronavirus gilt für Nordrhein-Westfalen eine partielle Reisewarnung - vor Reisen nach Nordrhein-Westfalen wird gewarnt", heißt es dementsprechend auf der Internetseite des österreichischen Auswärtigen Amtes. 

Auch auf dem Twitter-Account der Behörde steht in einem am Mittwochvormittag veröffentlichten Post, das dringend von Reisen in dieses deutsche Bundesland abgeraten werde.

Update, Mittwoch (24. Juni), 9.47 Uhr: Laut ADAC könnten sich in diesem Jahr aufgrund des Coronavirus mehr Menschen mit dem Auto in den Urlaub begeben, also sonst üblich. Es drohem demnach Staus auf den bekannten Reiserouten.

Coronavirus in NRW: Kontaktbeschränkungen im Kreis Gütersloh und Kreis Warendorf gelten wieder

Update, Mittwoch (24. Juni), 9.07 Uhr: Über Mitternacht sind im Landkreis Gütersloh und im benachbarten Kreis Warendorf erneut strenge Corona-Auflagen in Kraft getreten. Betroffen sind insgesamt rund 640.000 Einwohner. Im Kreis Gütersloh liegt mit dem Tönnies-Werk Rheda-Wiedenbrück der Ausgangspunkt eines größeren Corona-Ausbruchs, auch im Raum Warendorf wohnen viele Tönnies-Mitarbeiter.

Diese Regeln gelten und diese Maßnahmen werden unter anderem durchgeführt:

  • Kontaktbeschränkungen auf Haushaltsverbund oder zwei Personen,
  • Beschränkungen im Sport,
  • Schließungen von Bars und Kultureinrichtungen,
  • Polizisten achten verstärkt auf die Einhaltung der Quarantäne,
  • Mehr Tests werden in der Bevölkerung durchgeführt.

Die Vorschriften für die neuen Einschränkungen gelten zunächst für eine Woche bis zum 30. Juni.

Update, Mittwoch (24. Juni), 7.18 Uhr: Nach mehreren massiven Corona-Ausbrüchen unter Beschäftigten in der Fleischindustrie fordert Rumänien mehr Schutz für seine Staatsbürger in deutschen Schlachthöfen. Die Arbeits- und Lebensbedingungen der Mitarbeiter müssten "dringend verbessert werden", sagte der rumänische Botschafter in Berlin, Emil Hurezeanu, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). Die Kritik an den Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie sei zu Recht immer heftiger geworden.

Der Botschafter betonte mit Blick auf den Corona-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies im Kreis Gütersloh: "Die Hälfte der Mitarbeiter des Unternehmens sind rumänische Staatsangehörige."

NRW/Corona: Armin Laschet warnt vor Benachteiligung von NRW-Urlaubern

Update, Mittwoch (24. Juni), 6.20 Uhr: Vor Beginn der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen hat Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) davor gewarnt, Urlauber aus dem Kreis Gütersloh zu benachteiligen. "Die Botschaft an alle, die jetzt auf Gütersloh schauen: Es sind außerhalb der Beschäftigten in der Fleischindustrie so gut wie keine Fälle bisher bekannt", sagte der CDU-Politiker am Dienstagabend in den ARD Tagesthemen mit Blick auf andere Bundesländer. "Ich warne nur davor, jetzt die Bewohner dieses Kreises zu stigmatisieren."

Am Dienstag zeichnete sich ab, dass der Ausbruch in Nordrhein-Westfalen Auswirkungen auf die Urlaubsplanung vieler Menschen haben dürfte. Auf Usedom wurden am Montag 14 Menschen aus Corona-Hotspots aufgefordert, vorzeitig abzureisen. Auch in Bayern und Schleswig-Holstein gelten künftig Beschränkungen für Reisende aus Corona-Hotspots. Zumindest in Bayern ist eine Einreise mit einem negativen Testergebnis laut Laschet weiter möglich. "Wir tun alles, dass sie dieses Attest bekommen."

NRW: Landtag stellt sich auf heiße Debatte um Corona-Ausbruch ein

Update, Mittwoch (24. Juni), 6 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet muss sich heute im Landtag auf eine heiße Debatte zum Ausbruch des Coronavirus in der Fleischindustrie einstellen. Außerdem will der CDU-Mann das Plenum über die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise unterrichten.

Update, Dienstag (23. Juni), 22.05 Uhr: Der Ausbruch des Coronavirus beim Schlachtbetrieb Tönnies verunsichert. Wie erkenne ich Fleisch und Wurst vom Schlachthof-Riesen?

Aldi und Lidl bieten Produkte von Tönnies an*. Eine Gefahr für Verbraucher ist unwahrscheinlich, aber nicht auszuschließen.

Coronavirus in NRW: Nach Ausbruch in Gütersloh werden Tests augeweitet

Update, Dienstag (23. Juni), 21.58 Uhr: In den Kreisen Gütersloh und Warendorf werden die Coronavirus-Tests deutlich ausgeweitet. Laut NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sollen Bewohner und Beschäftigte in den Pflegeeinrichtungen in den kommenden Tagen durchgetestet werden. Gleiches gelte für Mitarbeiter der Krankenhäuser, Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel und Kioskpersonal.

Alle Bürger der beiden Kreise sollen außerdem die Möglichkeit bekommen, kostenlos einen Test durchführen zu lassen. Die Bevölkerung werde durch Zeitungsannoncen und Lautsprecherdurchsagen zur Testung aufgerufen. "Wir werden auch öffentliche Teststationen über Bundeswehr und Rotes Kreuz errichten", sagte Laumann.

Coronavirus in NRW: Schleswig-Holstein schickt Reisende aus Krisengebieten in Quarantäne

Update, Dienstag (23. Juni), 21.28 Uhr: Schleswig-Holstein will Reisende aus Corona-Hotspots wie den Kreisen Gütersloh und Warendorf in NRW künftig in eine zweiwöchige Quarantäne schicken. Sie müssen unverzüglich nach der Einreise in ihre Wohnung oder in eine andere geeignete Unterkunft, um sich dort 14 Tage lang zu isolieren.

Damit gelten im nördlichsten Bundesland verschärfte Reisebedingungen für Bewohner aus Krisenregionen, nachdem auch Bayern und die Insel Usedom in Mecklenburg-Vorpommern Urlauber aus den betroffenen NRW-Kreisen nicht mehr einreisen lassen wollen. Grenzwert sind über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Auf Sylt ist für Urlauber aus Coronavirus-Krisenregionen eine zweiwöchige Quarantäne angesagt.

Coronavirus in NRW: Gütersloh-Landrat übt Kritik an Bayerns "stigmatisierender Behandlung"

Update, Dienstag (23. Juni), 21.08 Uhr: Der Landrat des Kreises Gütersloh hat die neuen Coronavirus-Vorgaben für den Fremdenverkehr in Bayern (siehe Ticker-Eintrag von 18.01 Uhr) hart kritisiert. "Das halte ich für eine ganz schlimme und stigmatisierende Behandlung der Bürgerinnen und Bürger des Kreises Gütersloh, die ich so nicht toleriere. Ich weiß, dass es für die Leute, die nachweisen können, dass sie nicht positiv getestet sind, möglich sein soll, in Bayern einzureisen", sagte Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) am Abend.

Update, Dienstag (23. Juni), 20.30 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat klar gemacht, dass der Betrieb bei Tönnies schnellstmöglich umgebaut werden muss, damit der Schlachtbetrieb weiter gehen kann. Die Kapazitäten von Tönnies seien nicht einfach aufzufangen.

Dort wurden vor dem Coronavirus-Ausbruch laut Laumann pro Tag 25.000 Schweine geschlachtet. Zu einer starken Landwirtschaft gehörten auch Schlachthöfe, so der Minister. Sie seien systemrelevant.

Coronavirus in NRW: RKI mahnt zur Achtsamkeit

Update, Dienstag (23. Juni), 19.44 Uhr: Nach den Coronavirus-Ausbrüchen in NRW und Deutschland rief das Robert Koch-Institut (RKI) die Menschen zur Vorsicht auf. "Wir müssen weiterhin achtsam sein", sagte RKI-Chef Lothar Wieler

Das gelte für weitere Monate, denn das Virus sei noch im Land. "Wenn wir ihm die Chance geben, sich auszubreiten, nimmt es sich diese Chance. Das sieht man an den derzeitigen Ausbruchsgeschehen. (...) Ich denke nicht, dass die Lockerungen völlig folgenlos bleiben werden."

RKI-Chef Lothar Wieler.

Coronavirus in NRW: 38 Menschen aus Tönnies-Schlachthof in Kliniken

Update, Dienstag (23. Juni), 19.14 Uhr: Nach dem Coronavirus-Ausbruch mit über 1.500 Neuinfektionen bei dem Tönnies-Betrieb in Rheda-Wiedenbrück werden in der Region insgesamt 38 Menschen mit Bezug zum Schlachthof in Krankenhäusern behandelt. Dies geht aus Angaben der drei Bezirksregierungen Detmold, Münster und Arnsberg hervor. Neun von ihnen liegen auf Intensivstationen, zwei davon müssen beatmet werden.

Allein im Bezirk Detmold, zu dem der am stärksten betroffene Kreis Gütersloh gehört, waren am Montag 29 Corona-Patienten bekannt, die stationär behandelt werden mussten, wie das Gesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilte. Acht Patienten wurden intensivmedizinisch behandelt, zwei davon mit Beatmung. Ein Engpass bei den Kapazitäten werde derzeit von den Krankenhäusern aber nicht erwartet.

Update, Dienstag (23. Juni), 18.46 Uhr: Virologe Christian Drosten befürchtet nach Coronavirus-Ausbrüchen unter anderem in NRW eine unbemerkte Ausbreitung des Coronavirus in die Bevölkerung. Jetzt sei entscheidend, die Verbreitung über die Gegend hinaus zu verhindern, sagte der Charité-Wissenschaftler im NDR-Podcast. Generell gebe es aktuell in mehreren Orten, darunter auch in Berlin, eindeutige Anzeichen, dass Corona wieder komme.

Coronavirus in NRW: Virologe Drosten warnt vor zweiter Corona-Welle

Schon jetzt ist aus Sicht des Virologen große Vorsicht geboten, dass sich keine zweite Corona-Welle entwickelt. Er verwies auf die Lage in den Südstaaten der USA, wo sich trotz hoher Umgebungstemperaturen eine "furchtbare Situation" entwickle. Dort sei zu früh gelockert worden.

"Ich bin nicht optimistisch, dass wir in einem Monat noch so eine friedliche Situation haben wie jetzt, was die Epidemietätigkeit angeht" sagte Drosten. "In zwei Monaten, denke ich, werden wir ein Problem haben, wenn wir nicht jetzt wieder alle Alarmsensoren anschalten." Die Bevölkerung müsse einsehen, dass die Gesundheitsbehörden Unterstützung und Konsens bräuchten.

Virologe Christian Drosten warnt vor eine zweiten Coronavirus-Welle in NRW und Deutschland.

Coronavirus in NRW: Kritik aus Bayern an Laschet

Update, Dienstag (23. Juni), 18.21 Uhr: Aus Bayern gibt es Kritik an der Reaktion der NRW-Landesregierung um Ministerpräsident Armin Laschet nach dem Coronavirus-Ausbruch im Kreis Gütersloh. Zwar begrüße man die getroffenen Maßnahmen, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann laut Merkur. 

Aber: "Wir wundern uns schon etwas darüber, dass es keine Ausreisebeschränkungen gibt. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Ferien beginnen". Aus diesem Grund sei auch der Entschluss gereift, keine Gäste aus den Risikogebieten in NRW mehr beherbergen zu wollen.

Coronavirus in NRW: Bayern sperrt Übernachtungsgäste aus Risikogebieten aus

Update, Dienstag (23. Juni), 18.01 Uhr: Wegen des massiven Coronavirus-Ausbruchs im Kreis Gütersloh (NRW) hat das Bundesland Bayern reagiert. Gastbetriebe wie Hotels und Pensionen dürfen ab sofort keine Gäste mehr aufnehmen, die aus einem Landkreis stammen, in dem Sieben-Tage-Neuinfektionen bei über 50 pro 100 000 Einwohner liegen.

Das gilt neben dem Kreis Gütersloh auch für den Kreis Warendorf. Eine Ausnahme gibt es nur für Menschen, die einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können.

Coronavirus in NRW: Laumann rechtfertigt flächendeckenden Lockdown in Kreis Warendorf

Update, Dienstag (23. Juni), 17.45 Uhr: Der neuerliche Lockdown in den Kreisen Gütersloh und Warendorf beginnt in der Nacht zum Mittwoch (24. Juni) um Mitternacht und gilt zunächst bis zum 30. Juni. "Das gesellschaftliche Leben orientiert sich nicht an Dorfgrenzen" begründete NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann die Entscheidung, statt einzelnen Dörfern an der Grenze zu Gütersloh überraschenderweise den kompletten Kreis Warendorf in den Lockdown zu schicken.

Zudem habe die 7-Tages-Ansteckung mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner den Wert von 50 überschritten. "Darauf guckt auch Deutschland. Darauf guckt auch das Ausland. Und ich finde, wenn man das abgemacht hat, muss man sich auch dran halten", so Laumann.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Update, Dienstag (23. Juni), 17.25 Uhr: Rund 90 Prozent der Bundesbürger fordern nach dem Coronavirus-Ausbruch bei Tönnies einen radikalen Wandel in der Fleischindustrie. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für das Nachrichtenportal t-online.

Unter fast 5.100 online befragten Personen sahen nur knapp sechs Prozent keinen Bedarf für deutliche Reformen bei Arbeitsschutz und Nachhaltigkeit. Fünf Prozent waren unentschieden.

Coronavirus in NRW: Zwei Corona-Fälle an Schulen in Gelsenkirchen

Update, Dienstag (23. Juni), 16.59 Uhr: Bei zwei Schulen in Gelsenkirchen sind nach Angaben der Stadt Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Es handelt sich um je einen Schüler und eine Schülerin an der Beckeradschule und an der Grundschule am Schloss Horst.

Sie wurden in Quarantäne geschickt, ebenso wie Lehrer und Mitschüler der jeweiligen Klassen. Alle Personen wurden auf eine Ansteckung getestet, die Ergebnisse stehen aber noch aus. Abgesehen davon geht der Unterricht an den betroffenen Schulen nach Plan weiter.

Coronavirus in NRW: Caritas übt heftige Kritik an Tönnies

Update, Dienstag (23. Juni), 16.45 Uhr: Die Caritas im Kreis Gütersloh hat schwere Vorwürfe gegen den Schlachtbetrieb Tönnies erhoben. Der Branchenriese in Rheda-Wiedenbrück habe sich "höchst fahrlässig" verhalten, sagte Caritas-Vorstand Volker Brüggenjürgen der Deutschen Presse-Agentur.

Die Coronavirus-Schutzmaßnahmen von Tönnies seien völlig unzureichend gewesen. "Die Leute werden in Transportern zur Arbeit gekarrt. Sie wohnen, essen, arbeiten immer dicht an dicht", sagte Brüggenjürgen. "Man hat die Arbeiter sehenden Auges in dieses Desaster hineingeschickt."

Clemens Tönnies muss nach dem Coronavirus-Ausbruch in dem Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück viel Kritik einstecken.

Coronavirus in NRW: Lockdown auch im Kreis Warendorf

Update, Dienstag (23. Juni), 16.19 Uhr: Nach dem Coronavirus-Ausbruch bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück verhängen die Behörden einen Lockdown auch für den Nachbarkreis Warendorf. Genau wie im Kreis Gütersloh gebe es wieder Kontaktbeschränkungen.

Sport in geschlossenen Räumen und zahlreiche Kulturveranstaltungen würden außerdem verboten, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag. Ab Donnerstag würden zudem Schulen und Kitas im Kreisgebiet geschlossen.

Update, Dienstag (23. Juni), 15.30 Uhr: Droht Dortmund ein neuer Coronavirus-Hotspot in NRW zu werden? Nachdem dort bereits nach kurzer Zeit mehrere Schulen wieder dicht gemacht haben, sind zwei Seniorenheime von Infektionen betroffen. Über 500 Menschen sollen am Mittwoch (24. Juni) getestet werden.

Coronavirus NRW: Landrat in Gütersloh appelliert, die Regeln einzuhalten

Update, Dienstag (23. Juni), 14.46 Uhr: Während wegen Tönnies in Gütersloh wieder das Kontaktverbot, wie in weiten Teilen Deutschlands zu Anfang der Coronavirus-Pandemie, ausgerufen wurde, appelliert der Landrat des Kreises, dieses auch wirklich einzuhalten.

Die Einschränkungen seien weniger umfangreich als noch im März, wie die Deutsche Presse Agentur mitteilt. "Das war mir besonders wichtig", sagte Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU). "Viele Dinge, an die wir uns wieder gewöhnt haben, bleiben uns erhalten." So dürften beispielweise die Geschäfte weiterhin geöffnet bleiben.

Coronavirus: 5500 Schulen in NRW nach den Sommerferien wieder in Normalbetrieb

Update, Dienstag (23. Juni), 14.15 Uhr: Alle rund 5500 Schulen in Nordrhein-Westfalen sollen nach den Sommerferien zum neuen Schuljahr wieder in einen Normalbetrieb nach Stundenplan zurückkehren. Das kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Dienstag an. 

Sollte an einzelnen Schulen aufgrund neuer Corona-Infektionen phasenweise kein Präsenzunterricht möglich sein, finde Unterricht auf Distanz statt - es solle aber so viel Präsenzunterricht wie möglich geben. 

Update, Dienstag (23. Juni), 14.05 Uhr: Die Empörung über die massenhaften Corona-Infektionen in der Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (NRW) ist groß. Dennoch sind auch Verbraucher durch ihr Konsumverhalten am Tönnies-Skandal nicht ganz unschuldig, findet unser Autor. Ein Problem: Die günstigen Fleischpreise, deren Nachfrage immer noch groß ist.

Laschet: Zentrum des erneuten Coronavirus Ausbruchs liegt bei Tönnies in NRW

Update, Dienstag (23. Juni), 11.40 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat am Dienstag in einer Pressekonferenz erstmals Informationen über den möglichen Ursprung des Corona-Ausbruchs in der Fleischfabrik Tönnies bekannt gegeben. 

Nach Aussagen von Laschet liege das Zentrum des Corona-Ausbruchs bei Tönnies in der Fleischzerteilung. In dieser Abteilung gebe es die meisten Infizierten, sagte Laschet am Dienstag. 

Von 7000 Tönnies-Mitarbeitern seien derzeit 1553 positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei Nicht-Mitarbeitern von Tönnies im Kreis Gütersloh habe man nur 24 Infizierte festgestellt, so Laschet.

Coronavirus in NRW: Laschet verkündet Lockdown und Kontaktverbot in Gütersloh - alle Beschränkungen

Update, Dienstag (23. Juni), 11.20 Uhr: Der von Armin Laschet (CDU) am Dienstag angekündigte Lockdown für den Kreis Gütersloh hat weitreichende Folgen. 

Nur wenige Wochen nach den ersten Lockerungen in den Corona-Maßnahmen, werden im Landkreis Gütersloh (NRW) nun zum ersten Mal in Deutschland wieder Beschränkungen eingeführt, die an den Beginn der Coronavirus-Pandemie im März erinnern: 

  • Kontaktverbot: Im öffentlichen Raum darf man sich wieder nur gemeinsam mit den Personen des eigenen Hausstands bewegen - oder mit einer weiteren Person eines anderen Hausstands. 
  • Konzerte, Aufführungen, Kinobetrieb, Galerien, Schlösser, Gedenkstätten werden wieder abgesagt und geschlossen
  • Sport im Fitnesstudio wird wieder untersagt. 
  • Restaurants können geöffnet bleiben, allerdings sind Besuche nun wieder nur für Personen aus einem Hausstand.
  • Gaststätten mit Thekenbetrieb müssen schließen. 
  • Andere Freizeitaktivitäten in geschlossenen Räumen, für die keine Maskenpflicht besteht sind verboten.
  • Picknicken im öffentlichen Raum ist untersagt.
  • Reisebusfahrten werden untersagt.
  • Ausreiseverbote gebe es zwar nicht, dennoch appellierte Laschet an die Bewohner des Kreises Gütersloh, derzeit auf Urlaubsreisen zu verzichten und nicht in andere Landkreise zu fahren. 

Coronavirus in NRW: Lockdown-Beschränkungen im Landkreis Gütersloh bis 30. Juni

Die Maßnahmen gelten zunächst bis zum 30. Juni. Armin Laschet gab außerdem an, dass sich nun jeder Anwohner des Landkreises Gütersloh kostenlos auf das Coronavirus testen lassen könne, wenn gewünscht. 

Die NRW-Landesregierung werde den Lockdown wieder zurücknehmen, "sobald wir Sicherheit über das Infektionsgeschehen haben". Es handele sich um eine "prophylaktische Maßnahme".

Coronavirus in NRW: Laschet verkündet Lockdown für Landkreis Gütersloh - Kontaktverbot wieder in Kraft

Update, Dienstag (23. Juni), 10.45 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat am heutigen Dienstag weitere Maßnahmen im Kampf gegen den massiven Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik Tönnies und dessen Folgen auf den Landkreis Gütersloh bekanntgegeben. 

In einer Pressekonferenz verkündete der Ministerpräsident: "Wir werden erstmals in Deutschland einen ganzen Kreis auf die Maßnahmen zurückführen, wie sie vor Wochen gegolten haben." 

Das bedeutet konkret: "Wir werden einen Lockdown für den gesamten Kreis Gütersloh verhängen." Die Maßnahmen sollen zunächst für eine Woche bis zum 30. Juni gelten. 

Coronavirus in NRW: Lockdown im Landkreis Gütersloh - Kontaktverbot wie im März eingeführt

Laschet konkretisierte die Maßnahmen wie folgt: Das Kontaktverbot, wie es im März in Nordrhein-Westfalen eingeführt wurde, tritt für den Kreis Gütersloh wieder in Kraft. Konkret bedeutet dies: Im öffentlichen Raum dürfen sich nur noch Personen aus dem eigenen Hausstand gemeinsam beziehungsweise mit einer weiteren Person aufhalten. 

Die Quarantäne solle streng nachverfolgt werden. Mobile Teams und Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden würden von der Polizei unterstützt. Armin Laschet: "Für mich ist klar: Die Behörden müssen zur Not die Maßnahmen mit Zwang durchsetzen."

Update, Dienstag (23. Juni), 10.30 Uhr: Nach dem Coronavirus-Ausbruch in der Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück, hat nun auch der zweite Landkreis in NRW den festgelegten Schwellwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen überschritten. 

Coronavirus in NRW: Landkreis Warendorf überschreitet Schwellenwert von 50 Neuinfektionen

Im Landkreis Warendorf wurden laut Robert-Koch-Institut am Dienstag (um 0 Uhr) 68,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern erfasst. Im Nachbar-Landkreis Gütersloh, wo sich die Tönnies-Fabrik befindet, sind derzeit 263 Infektionen pro 100.000 Einwohner registriert. 50 Fälle gelten als Grenze für zusätzliche Schutzmaßnahmen

Update, Dienstag (23. Juni), 10.05 Uhr: Nach mehreren Corona-Fällen an Schulen in Dortmund und Bochum, gibt es nun auch an einer Schwerter Grundschule einen Corona-Fall - angeblich hat sich eine Lehrkraft infiziert. Das verkündete Uwe Hasche, Gesundheitsdezernet beim Kreis Unna, am Montag (22. Juni) in einer Pressekonferenz, berichten die Ruhrnachrichten

Coronavirus in NRW: Ein Corona-Fall an Schwerter Grundschule - drei Klassen in Quarantäne

Der Corona-Fall an der Schwerter Grundschule soll Auswirkungen auf drei Klassen haben. Für sie beginnen die Sommerferien nun früher als geplant. 

Ebenfalls in Quarantäne seien außerdem einzelne Gruppen zweier Kitas in Schwerte. Zum einen seien Gruppen in der Kita betroffen, welche die Kinder der infizierten Grundschule-Lehrkraft besuchten. 

Coronavirus in NRW: Corona-Fall an Schwerter Grundschule - Ursache bei Tönnies noch nicht bestätigt

Bei der anderen Kita geht es um einen anderen, unabhängigen Fall, wo sich ein Elternteil eines Kindes infiziert habe. 

Ob die Fälle etwas mit dem Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik Tönnies zu tun haben, wurde noch nicht bestätigt. In Schwerte sollen jedoch laut Uwe Hasche keine Tönnies-Mitarbeiter wohnen. 

Coronavirus in NRW: Schulministerin Gebauer informiert über Schulbetrieb nach den Sommerferien 

Update, Dienstag (23. Juni), 9.30 Uhr: Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) will am heutigen Dienstag darüber informieren, wie der Schulbetrieb in NRW nach den Sommerferien ablaufen soll. Trotz Coronavirus seien zahlreiche Lockerungen absehbar. 

Regulärer Unterricht ohne Abstandsregeln könnte möglich sein - vorausgesetzt, die Corona-Pandemie nimmt keinen unerwarteten Verlauf.

Update, Dienstag (23. Juni), 9.00 Uhr: NRW - Böse Überraschung für zwei Usedom-Urlauber aus Gütersloh (NRW). Wie bild.de berichtet, soll ein Ehepaar aus Gütersloh von den Behörden im Landkreis Vorpommern-Greifswald zur vorzeitigen Abreise aufgefordert worden sein. 

Grund dafür: Der rapide Anstieg der Corona-Fallzahlen im Landkreis Gütersloh durch den Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik Tönnies

Coronavirus in NRW: Usedom-Urlauber aus Gütersloh wegen Corona-Ausbruch bei Tönnies nach Hause geschickt

Ein Kreissprecher verwies am Montagabend auf eine Verordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern: Demnach dürfen Personen nicht in das Bundesland einreisen, wenn sie aus einem Landkreis kommen, in dem in den letzten sieben Tagen vor Einreise die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner höher als 50 ist.

Im Kreis Gütersloh  beträgt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner derzeit 263.

Update, Dienstag (23. Juni), 8.40 Uhr: NRW - Nach dem Massen-Ausbruch des Coronavirus in der Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (NRW) hat sich nun auch die "Fridays for Future"-Bewegung in Gütersloh eingeschalten. 

Die Bewegung, die sich seit zwei Jahren für Klimaschutz einsetzt, fordert den sofortigen Rücktritt des Tönnies-Gesellschafters Clemens Tönnies (64) und hat dafür eine Petition eingerichtet, die bereits von 1000 Menschen unterschrieben wurde. 

Außerdem fordern sie Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in der Fleischproduktion und die Haftbarmachung der Fleischindustrie für die ökologische Zerstörung und die Klimaschäden. 

Coronavirus in NRW: Tönnies-Infizierte leben nicht nur im Landkreis Gütersloh 

Update, Dienstag (23. Juni), 8.05 Uhr: Nach dem Coronavirus-Ausbruch in der Tönnies-Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück hat vor allem der Kreis Gütersloh mit dem Ausbruch zu kämpfen - dort leben die meisten der infizierten Mitarbeiter. 

Doch der Corona-Ausbruch in der Tönnies-Fabrik zieht weite Kreise: Auch in den umliegenden Landkreisen macht sich der Massen-Ausbruch bei Tönnies anhand der neuen Fallzahlen immer mehr bemerkbar. 

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will einen regionalen Lockdown nicht ausschließen. 

Im Kreis Soest wurden bis Montag 15 Infizierte registriert, fünf von ihnen sind Tönnies-Mitarbeiter. In Bielefeld waren am Montag 26 Infizierte bekannt - neun von ihnen hätten einen Tönnies-Bezug, sagte ein Stadtsprecher. 

In Hamm wurden am Montag 51 Infizierte bekannt, 48 davon sind Tönnies-Mitarbeiter und deren Angehörige. Im Landkreis Paderborn sind 39 Infizierte bekannt, zehn davon sollen mit dem Tönnies-Ausbruch in Verbindung stehen.

Coronavirus in NRW: Quarantäne gilt nur noch für Einreisende aus Risikogebieten - darunter Türkei und Schweden

Update, Dienstag (23. Juni), 7.50 Uhr: Seit Montag müssen in NRW nur noch Einreisende aus Coronavirus-Risikogebieten für zwei Wochen in Quarantäne. Das geht aus einer neuen Verordnung des Gesundheitsministeriums hervor. 

Bisher war die Quarantänepflicht für Menschen aufgehoben, die aus EU-Ländern, Großbritannien, Island oder der Schweiz einreisten. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte diese Regelung aber Anfang Juni gekippt. Zu den Risikogebieten zählen zurzeit noch viele Urlaubsregionen wie die Türkei, Ägypten und auch das EU-Land Schweden

Eine Ausnahme macht die neue Verordnung, wenn man am Abreiseort noch 48 Stunden vorher einen negativen Coronavirus-Test gemacht hat und einen entsprechenden Nachweis mitbringt. Erlaubt sind außerdem Durchreisen.

Update, Montag (22. Juni), 20 Uhr: Nun hat sich auch Sven-Georg Adenauer (CDU), Landrat des Kreises Gütersloh, zu der Masseninfektion bei Tönnies und den damit verbundenen Auswirkungen geäußert. Er hält einen Lockdown in der Region für vorstellbar. "Ich würde sagen ja", so Sven-Georg Adenauer. 

Mehr als 1500 Coronavirus-Fälle bei Tönnies-Miterabeitern in NRW

Inzwischen gibt es 1.553 positive Corona-Befunde im Tönnies-Werk in Rheda-Wiedenbrück. Alle infizierten Personen sind jedoch unmittelbar in dem Fleischereibetrieb tätig, so Thomas Kuhlbusch, Leiter des Krisenstabes im Kreis Gütersloh. Allerdings sind inzwischen die ersten Teams unterwegs, um auch die Familienangehörigen anzusprechen sowie die Wohnungen und die Unterkünfte zu prüfen. Und sie wurden bereits fündig.

Auch im engeren Umfeld der Tönnies-Mitarbeiter gibt es bereits einige positive Corona-Fälle. Wie viele es jedoch sind, dazu wollte sich der Landrat noch nicht äußern. Es soll zuerst ausgeschlossen werden, dass es keine doppelten Zählungen gebe. 

Coronavirus in NRW: Muss Tönnies für Masseninfektion haften?

Update, Montag (22. Juni), 18 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) brachte heute ins Gespräch, ob Tönnies nun angesichts der Corona-Masseninfektion möglicherweise eine Haftung übernehmen sollte. Es entstünden beispielsweise erhebliche Kosten für Gesundheitsbehandlungen, "aber auch für das, was da in der Region los ist", so Hubertus Heil. 

Coronavirus in NRW: Keine Infizieren in Fleischbetrieben in Gelsenkirchen

Der Minister erwarte daher von dem Unternehmen, "dass alles getan wird, um den Schaden zu begrenzen, um tatsächlich auch einzustehen für das, was da angerichtet wurde." Tönnies hatte am Sonntag selbst bereits in Aussicht gestellt, die Kosten flächendeckender Tests im Kreis Gütersloh zu übernehmen. 

Während die Situation im Kreis Güterloh weiterhin kritisch ist, gibt die Stadt Gelsenkirchen Entwarnung. Die Stadt hatte am Freitag bekannt gegeben, auch bei den in Gelsenkirchen ansässigen Fleischbetrieben  Nordfrost und Libreco Coronavirus-Tests durchzuführen. Seit heute (22. Juni) liegen nun die Ergenisse vor. Keiner der Beschäftigten der Betriebe ist mit dem Coronavirus infiziert.

Update, Montag (22. Juni), 17 Uhr: Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr erklärte heute, dass er seine Ticketpreise der allgemeinen Absenkung der ermäßigten Mehrwertsteuer anpassen werde. Dies gilt zum 1. August.

Besondere Aktion des VRR: Dank für Vertrauen trotz Coronavirus

Ebenso wird es eine besondere Aktion für Abo-Kunden geben, mit der der VRR und die im VRR zusammengeschlossenen Verkehrsunternehmen sich bei ihren Stammkunden bedanken möchten, dass sie auch in der Coronavirus-Krise das Vertrauen in den Nahverkehr behalten hätten.

zum Dank werden die Abo-Tickets in einer NRW-Sommerferienaktion vom 27. Juni bis 11. August aufgewertet. VRR-Abo-Kunden und Nutzer des VRR-Sozialtickets können mit ihren Tickets in den NRW-Sommerferien montags bis freitags ganztägig im gesamten Verbund fahren.

Wegen Coronavirus: Klasse in Bochumer Schule in Quarantäne

Update, Montag (22. Juni), 15.30 Uhr: NRW - Nur wenige Tage vor den Sommerferien müssen 25 Schüler einer zweiten Klasse der Bochumer Weilenbrink-Grundschule in Quarantäne. Das gab die Grundschule auf ihrer Homepage bekannt. Auch zwei Lehrerinnen sollen von den Quarantäne-Maßnahmen betroffen sein. 

Grund für die Maßnahmen: Sieben Mitglieder einer Bochumer Familie sollen sich mit dem Coronavirus infiziert haben - darunter eine Zweitklässlerin der Weilenbrink-Grundschule

Update, Montag (22. Juni), 14.45 Uhr: NRW - Nachdem im Schlachtbetrieb Tönnies 1331 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurden, ordnete der Landkreis Gütersloh alle auf dem Betriebsgelände tätigen Personen an, sich bis zum 2. Juli in Quarantäne zu begeben. 

Coronavirus in RNW: Nicht alle Tönnies-Mitarbeiter bereits in Quarantäne

Einige Mitarbeiter des vom Coronavirus betroffenen Fleischverarbeiters  Tönnies könnten der Gewerkschaft NGG zufolge jedoch in ihre Heimatländer Bulgarien, Rumänien oder Polen zurückgekehrt sein. Das berichtet die tagesschau

In der Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) ist es zu einem massiven Corona-Ausbruch gekommen. 

Zudem hätten auch noch nicht alle Mitarbeiter des Schlachthofs mit rund 7000 Beschäftigten schriftliche Aufforderungen erhalten, sich in Quarantäne zu begeben. Ein Sprecher des Kreises sagte dazu, es habe mündliche Aufforderungen an die Mitarbeiter gegeben, sich in Quarantäne zu begeben. 

Update, Montag (22. Juni), 14.25 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet jahrzehntelange  Auswirkungen der Coronavirus-Krise. Wie WHO Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bei einer Online-Konferenz angab, sei die größte Gefahr dabei nicht das Virus selbst, "sondern der Mangel an globaler Solidarität und globaler Führung". 

Die Coronavirus-Pandemie sei nicht nur eine Gesundheitskrise, sondern auch eine wirtschaftliche und soziale sowie in vielen Ländern auch eine politische Krise: "Ihre Auswirkungen werden noch in kommenden Jahrzehnten zu spüren sein."

Coronavirus in NRW: Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert kurzen Lockdown für Landkreis Gütersloh

Update, Montag (22. Juni), 13.45 Uhr: Kurz vor den Sommerferien warnt SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach vor uneingeschränktem Reiseverkehr der Menschen aus der Region Gütersloh. 

Der Grund dafür: "Ich bin sicher, dass deutlich mehr Menschen außerhalb der Mitarbeiterschaft inzwischen infiziert sind", sagte Karl Lauterbach der "Rheinischen Post". 

Das Virus könnte sich so wie zu Beginn der Coronavirus-Pandemie wieder sehr weit verteilen. Der Gesundheitspolitiker findet deshalb: "Es ist falsch, dass es jetzt keinen kurzen Lockdown mit massivem Testaufgebot gibt, um das tatsächliche Infektionsgeschehen in der Region anhand genügend großer Stichproben genau einschätzen zu können."

Coronavirus in NRW: Angestellte, Arbeiter und Angehörige von Tönnies in Quarantäne

Bisher müssen im Kreis Gütersloh nur die Angestellten, Arbeiter und deren Angehörige des Fleischkonzerns Tönnies in Rheda-Wiedenbrück in Quarantäne. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat einen kompletten Lockdown der Region aber nicht ausgeschlossen. 

Update, Montag (22. Juni), 10.55 Uhr: Unter dem Motto "Night of Light“ wollen am Montagabend Unternehmen der Veranstaltungswirtschaft bundesweit um 22 Uhr Spielstätten und andere Gebäude rot anstrahlen. 

Die Farbe Rot wurde aufgrund der symbolischen "Alarmstufe Rot" gewählt. Damit wollen die Veranstalter auf ihre schwierige wirtschaftliche Lage infolge der Coronavirus-Krise hinweisen. Mit der Coronavirus-Kirse sei einem kompletten Wirtschaftszweig die Arbeitsgrundlage entzogen worden. Das berichteten die Organisatoren rund um den Essener Tom Koperek im Vorfeld.

Update, Montag (22. Juni), 10.30 Uhr: Die Firma Tönnies soll nach Meinung des Bundes-Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) selbst für die Schäden, die durch den Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh entstanden sind, haften

"Es muss eine zivilrechtliche Haftung des Unternehmens geben", sagte Arbeitsminister Hubertus Heil in der Internetsendung "Die richtigen Fragen" der Bild-Zeitung. Wer durch Regelverstöße die Verbreitung des Coronavirus auslöse, müsse dafür auch haften. Für die Bewohner in der Region seien infolge des Ausbruchs erhebliche Kosten entstanden. 

Coronavirus in NRW: Tönnies soll für Schäden durch Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh haften

Grünen-Politiker Anton Hofreiter brachte unterdessen sogar eine persönliche Haftung des Konzernchefs Clemens Tönnies ins Spiel. Wenn Tönnies seine Entschuldigung ernst meine, "würde er die Kosten aus seinem Privatvermögen tilgen - nicht aus dem Firmen-Vermögen", sagte Hofreiter in "Die richtigen Fragen". 

Das Vermögen des Tönnies-Chefs wird vom "Vermögenmagazin" auf 2,3 Milliarden Euro geschätzt. 

Coronavirus in NRW: Ministerpräsident Armin Laschet schließt kompletten Lockdown für Landkreis Gütersloh nicht aus

Update, Montag (22. Juni), 9.30 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat am Sonntagabend (21. Juni) im "Heute Journal" im ZDF über den Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (NRW) gesprochen. 

Darin gab der Ministerpräsident an, einen regionalen Lockdown nicht ausschließen zu können. 

Coronavirus in NRW: Haushaltsangehörige von Tönnies-Mitarbeiter auf Sars-CoV-2 gestestet 

Update, Montag (22. Juni), 9.10 Uhr: NRW - Bereits am Sonntag waren mobile Teams im Landkreis Güstersloh unterwegs, um nun auch Haushaltsangehörige der Tönnies-Mitarbeiter zu testen. Die Teams sollen am heutigen Montag (22. Juni) noch einmal aufgestockt werden, um weitere Abstriche in den Städten und Gemeinden durchzuführen.

An den Teams beteiligt sind Mitarbeiter des Ordnungsamtes, des Deutschen Roten Kreuzes, der Bundeswehr und Dolmetscher. 

Im Kreis Gütersloh werden weiterhin Corona-Tests an Tönnies-Mitarbeitern und ihren Haushaltsangehörigen durch spezielle Teams durchgeführt. 

Update, Montag (22. Juni), 8.45 Uhr: Die Reproduktionszahl in Deutschland wurde aufgrund der vereinzelten Corona-Ausbrüche massiv in die Höhe getrieben. Laut dem Rober-Koch-Institut beträgt sie inzwischen2,88 und unterscheidet sich damit massiv von den Zahlen Anfang Juni. 

Coronavirus in NRW: Nach Corona-Ausbruch bei Tönnies in Gütersloh - Reproduktionszahl steigt auf 2,88 an 

Damals fiel die Zahl teilweise sogar unter 1. Die Reproduktionszahl gibt an, wie viele Menschen von einer mit dem Coronavirus infizierten Person durchschnittlich angesteckt werden. 

Grund für die hohe Reproduktionszahl seien laut Robert-Koch-Institut die Corona-Ausbrüche in NRW, Hessen und Berlin. 

Update, Montag (22. Juni), 8.15 Uhr: NRW - Nach dem Massen-Ausbruch des Coronavirus in der Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (NRW) sollen sich bald alle Menschen im Kreis Gütersloh kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) gab am Sonntag an, "dass wir für alle Menschen im Kreis Gütersloh ein Angebot bereithalten werden in den nächsten Tagen, sich kostenlos zu

testen". 

Coronavirus in NRW: Tönnies übernimmt Corona-Tests für alle Menschen im Kreis Gütersloh

Die Kosten für die Corona-Tests werden von der Firma Tönnies, die für einen Großteil des neuen Corona-Ausbruchs im Kreis Gütersloh verantwortlich ist, übernommen. 

Gesellschafter Clemens Tönnies erklärte laut einem Sprecher: "Wir stehen zu unserer Verantwortung und übernehmen die Kosten für einen freiwilligen flächendeckenden Corona-Test im Kreis Gütersloh. Die Details stimmen wir mit dem Kreis Gütersloh ab." 

Die Zahl der Corona-Infizierten in der Tönnies-Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück ist bis Sonntag nach Angaben des Kreises auf 1331 gestiegen.

NRW - 40.918 mit dem Coronavirus infizierte Personen zählt Nordrhein-Westfalen am Sonntag. Wegen des Ausbruchs bei Deutschlands größtem Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) sind die Fallzahlen seit Ende letzter Woche deutlich angestiegen.

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Bevölkerung

17,93 Millionen

Hauptstadt

Düsseldorf

Coronavirus in NRW: Massiver Corona-Ausbruch bei Tönnies treibt Fallzahlen in die Höhe

Um den Infektionsherd einzugrenzen, hat der Kreis Gütersloh einen Krisenstab eingerichtet. Mehr als 1.300 Mitarbeiter hatten sich im Fleischkonzern Tönnies mit dem Coronavirus angesteckt. Am Sonntag reiste NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gemeinsam mit Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) nach Gütersloh.

Auf einer Pressekonferenz schloss der NRW-Ministerpräsident einen regionalen Lockdown weiterhin nicht grundsätzlich aus. Gleichwohl betonte Armin Laschet, dass es gegenwärtig keinen Grund für eine derartige Maßnahme gebe.

Das Infektionsgeschehen sei lokalisierbar und bislang nicht "signifikant" in die Bevölkerung übergesprungen. Solange man alles dafür tue, dass das bei Tönnies grassierende Coronavirus nicht auf die Bevölkerung überspringt, könne man andere zielgerichtetere Maßnahmen ergreifen.

Clemens Tönnies steht nach einem massiven Corona-Ausbruch in seinem Unternehmen in der Kritik - einen Rücktritt schloss er aus.

Coronavirus in NRW: Armin Laschet mahnt Bewohner im Kreis Gütersloh zum Einhalten der Regeln

Dazu solle die Bevölkerung im betroffenen Kreis Gütersloh die Regeln "mehr als sonst" einhalten. "Achten Sie auf Abstand, auf die Masken. Vermeiden Sie große Veranstaltungen. Veranstaltungen über 50 Teilnehmer sollten in der nächsten Zeit - wenn es geht - nicht stattfinden", so Laschet auf einer Pressekonferenz am Sonntagnachmittag in Gütersloh.

Jeder einzelne könne jetzt seinen Beitrag dazu leisten, "dass wir auch durch diese Krise kommen". Das gelte auch für die infizierten Mitarbeiter von Tönnies. Armin Laschet warnt insbesondere Arbeiter aus anderen Ländern vor einer überstürzten Heimreise.

Wer unter Covid-19 leide, erhalte die "bestmögliche medizinische Versorgung" in Deutschland. Derzeit werden in unbegrenzter Größenordnung so viele Dolmetscher wie möglich in die Unterkünfte der Beschäftigten geschickt. Problematisch sei dabei, dass sich diese auf 1300 Liegenschaften verteilen. Drei Hundertschaften der Polizei unterstützten die Ordnungsämter dabei, die Quarantäne durchzusetzen.

Fallzahlen des Gesundheitsministeriums zum Coronavirus in NRW (Stand: Sonntag, 21. Juni, 15 Uhr)

Landkreis/ kreisfreie Stadt

Bestätigte Fälle

Todesfälle

Genesene

Aachen & Städteregion Aachen

1.991

97

1.873

Bielefeld

431

5

402

Bochum

596

19

523

Bonn

754

8

740

Borken (Kreis)

1.111

38

1.066

Bottrop

211

7

203

Coesfeld (Kreis)

871

24

842

Dortmund

889

9

747

Duisburg

1.393

57

1.146

Düren (Kreis)

605

39

558

Düsseldorf

1.646

36

1.421

Ennepe-Ruhr-Kreis

462

14

423

Essen

917

41

820

Euskirchen (Kreis)

473

22

441

Gelsenkirchen

473

16

397

Gütersloh (Kreis)

1.542

20

671

Hagen

360

13

317

Hamm

511

36

437

Heinsberg (Kreis)

1.923

79

1.795

Herford (Kreis)

354

7

324

Herne

219

2

193

Hochsauerlandkreis

616

17

591

Höxter (Kreis)

366

18

340

Kleve (Kreis)

786

37

700

Köln

2.564

102

2.399

Krefeld

648

22

615

Leverkusen

249

5

237

Lippe (Kreis)

755

29

715

Märkischer Kreis

610

31

567

Mettmann (Kreis)

978

79

887

Minden-Lübbecke (Kreis)

491

12

486

Mönchengladbach

666

41

583

Mülheim an der Ruhr

234

12

204

Münster

731

13

707

Oberbergischer Kreis

490

18

472

Oberhausen

273

10

254

Olpe (Kreis)

651

56

580

Paderborn (Kreis)

683

34

614

Recklinghausen (Kreis)

1.323

40

1.246

Remscheid

241

18

223

Rhein-Erft-Kreis

1.110

76

1.018

Rheinisch-Bergischer-Kreis

471

21

446

Rhein-Kreis Neuss

731

20

694

Siegen-Wittgenstein (Kreis)

315

8

306

Soest (Kreis)

376

8

355

Solingen

289

8

245

Steinfurt (Kreis)

1.339

82

1.241

Unna (Kreis)

730

38

588

Viersen (Kreis)

726

37

674

Warendorf (Kreis)

640

20

478

Wesel (Kreis)

670

27

588

Wuppertal

974

85

848

Gesamt

40.918

1.663

36.633

Hier gibt es alle Entwicklungen zum Coronavirus in NRW aus der vergangenen Woche*.

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa