Live-Ticker zu Covid-19

Coronavirus in NRW: Kontaktverbot in Kraft - Reul hält es für kontrollierbar +++ Live-Ticker

Das Coronavirus ist in NRW im Moment allgegenwärtig. Im Live-Ticker informiert euch RUHR24 über die neuen Entwicklungen rund um die Epidemie.

  • Das Coronavirus bestimmt derzeit das Leben in ganz Nordrhein-Westfalen.
  • Ab sofort ist auch in NRW das Kontaktverbot in Kraft.
  • Wir berichten über die wichtigsten Entwicklungen im Live-Ticker.

Update, Montag (23. März), 11 Uhr: Der Live-Ticker wird an dieser Stelle nicht mehr fortgeführt. Einen neuen Live-Ticker zu den aktuellen Entwicklungen des Coronavirus in NRW findet ihr hier. 

Update, Montag (23. März), 7.48 Uhr: NRW - Um Mitternacht ist in NRW das Kontaktverbot in Kraft getreten. Somit dürfen sich - mit Ausnahmen - nur noch höchstens zwei Personen gemeinsam im Freien aufhalten. Damit soll die Ausbreitung des Coronavirus und der Krankheit Covid-19 verlangsamt werden.

Coronavirus in NRW: Kontaktverbot gilt ab sofort

Ausgenommen von der Regelung, auf die sich Bund und Länder am Sonntag geeinigt hatten, sind etwa Familien und andere Personen, die zusammen in einem gemeinsamen Haushalt wohnen. Sie dürfen weiterhin gemeinsam unterwegs sein.

Herbert Reul (CDU), Innenminister von NRW, hält das Verbot für kontrollierbar: "Natürlich geht das. Übrigens, ist da die Polizei nicht alleine für verantwortlich, sondern auch die Ordnungsämter, die Ordnungsdienste", sagte er in "Bericht aus Berlin" am Sonntagabend.

Bei Menschenansammlungen müssten etwa Polizisten einschreiten, sich die Ausweise zeigen lassen und fragen, wohin die Menschen gehen und was sie wollen.

Coronavirus in NRW: Besuche in Pflegeheimen verboten

Update, Sonntag (22. März), 21.23 Uhr: In immer mehr Gemeinden in NRW läuten derzeit zu einer bestimmten Uhrzeit die Kirchenglocken - so auch in Mülheim an der Ruhr. Wie die WAZ berichtet, sollen die Menschen während der durch das Coronavirus bedingten Einschränkungen so zum gemeinsamen Innehalten eingeladen werden.

Update, Sonntag (22. März), 20.20 Uhr: In Nordrhein-Westfalen werden wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Besuche in Pflegeheimen verboten. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet sind diese nur noch erlaubt, wenn sie der medizinischen oder pflegerischen Versorgung dienen oder aus Rechtsgründen erforderlich sind. Zudem sollen die Einrichtungen Ausnahmen zulassen, wenn es ethisch-sozial geboten ist, etwa auf Geburts-, Kinder- oder Palliativstationen.

Update, Sonntag (22. März), 19.38 Uhr: Gibt es bald ein effektives Medikament im Kampf gegen das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2)?. Wie der österreichische Rundfunksender ORF berichtet, soll im Raum Salzburg ein neues Mittel gute Erfolge erzielen. Demnach mildere es die schwere der durch das Coronavirus ausgelösten Erkrankung um 90 Prozent.

Medizin gegen das Coronavirus: Österreicher wollen neue Erkenntnisse veröffentlichen

Wie der ORF weiter berichtet, soll es sich um eine Substanz halten, die sonst gegen Krebs verwendet wird. Die genauen Erkenntnisse der Österreicher sind noch nicht publiziert. Sie sollen aber bald veröffentlicht werden.

Update, Sonntag (22. März), 19.32 Uhr: Auch in Zeiten von Covid-19 gibt es sie noch, die guten Nachrichten. Ein Ehepaar aus Bochum hat die Infektion überstanden und ist wieder gesund. Im Interview mit RUHR24.de sprechen sie über ihre Erfahrungen mit dem Coronavirus.

Update, Sonntag (22. März), 18.45 Uhr: Paukenschlag in Berlin: Nachdem Angela Merkel am Sonntag (22. März) noch eine Pressekonferenz zu den neuen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus gegeben hatte, muss sie nun selbst in häusliche Quarantäne. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, habe die Bundeskanzlerin Kontakt zu einem Arzt gehabt, der mittlerweile positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde.

Kampf gegen das Coronavirus: Diese Maßnahmen wurden beschlossen

Update, Sonntag (22. März), 18.08 Uhr: Mit den am Sonntagnachmittag (22. März) vom Bund und den Ländern beschlossenen Maßnahmen wird das öffentliche Leben auch in NRW weiter eingeschränkt. Insgesamt umfassen die Regelungen im Kampf gegen das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) laut Bundesregierung mehrere Punkte:

  • Ansammlungen von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum werden verboten. Davon ausgenommen sind Familien und Menschen, die in einem Haushalt leben.
  • Der zwischenmenschliche Kontakt soll auf ein Mindestmaß beschränkt werden.
  • In der Öffentlichkeit müssen Menschen, ausgenommen der oben genannten Gruppen, mindestens 1,5 Meter Abstand voneinander halten.
  • Gaststätten und Restaurants werden geschlossen.
  • Nicht notwendige Dienstleistungen (Friseur, Kosmetik) sollen nicht mehr angeboten werden.
  • Die Ordnungsbehörden und die Polizei werden die Regelungen überwachen und Verstöße sanktionieren.

Maßnahmen gegen das Coronavirus: Bayern hält an Sonderweg fest

Die Maßnahmen sollen zunächst für zwei Wochen in ganz Deutschland, also auch in NRW, gelten und die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. Bayern hat laut dpa aber bereits angekündigt, die Punkte nicht umzusetzen und bei seiner eigenen Regelung zu bleiben.

Update, Sonntag (22. März), 17.47 Uhr: Die mutmaßliche Auseinandersetzung zwischen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und seinem Amtskollegen aus Bayern, Markus Söder (CSU), will Angela Merkel nicht kommentieren. Sie spricht von einer lebhaften Debatte.

Update, Sonntag (22. März), 17.44 Uhr: "Bitte ziehen Sie alle mit. Tun Sie das, was für unser Land richtig ist", appelliert die Bundeskanzlerin an die Bevölkerung.

Coronavirus: Kontaktverbot gilt auch für NRW

Update, Sonntag (22. März), 17.42 Uhr: Diese Maßnahmen umfassen weitreichende Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Zudem müssen Menschen ihre Sozialkontakte erheblich verringern. Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit sei wegen des Coronavirus nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder mit Menschen, die im selben Haushalt leben, erlaubt, erklärt Bundeskanzlerin Merkel.

Update, Sonntag (22. März), 17.38 Uhr: Viele Bürgen würden sich einheitliche Regelungen im Kampf gegen das Coronavirus wünschen, sagt Merkel. Deshalb habe man sich auf Leitlinien geeignet.

Update, Sonntag (22. März), 17.37 Uhr:  "Ich weiß, dass es Verzicht bedeutet, wenn Geschäfte schließen und man nicht mehr so einfach unter die Leute gehen darf. Wir alle müssen darauf eine Zeit lang verzichten. Dass so viele Menschen sich daran halten, berührt mich sehr", sagt Angela Merkel (CDU) zu Beginn ihres Statements.

In Essen wollte ein DJ übrigens eine Balkonparty starten. Das wurde jedoch verboten. Der Oberbürgermeister der Stadt Essen, Thomas Kufen (CDU), hat ihm dabei aber einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Kampf gegen das Coronavirus: Bundeskanzlerin Merkel äußert sich

Update, Sonntag (22. März), 17.35 UhrAngela Merkel tritt nun vor die Presse. Wir berichten live.

Angela Merkel bei ihrer TV-Ansprache zum Coronavirus.

Update, Sonntag (22. März), 17.14 Uhr: "Es gibt Menschen, die mich wütend machen, wenn ich von Massenansammlungen höre. Das dulden wir in Nordrhein-Westfalen jetzt nicht mehr", sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet in einer Pressekonferenz zu den Maßnahmen gegen das Coronavirus in Düsseldorf.

Denn nicht das Verlassen des Hauses sondern der Kontakt zwischen Menschen sei für die Verbreitung des neuartigen Coronavirus verantwortlich. Der Bund und die Länder seien sich einig, durch ein Kontaktverbot Infektionsketten zu unterbrechen.

Coronavirus in NRW: Weitere Geschäfte müssen schließen

Zusätzlich werde man ab sofort alle Restaurants und Gaststätten schließen. Auch nicht notwendige Dienstleistungen seien verboten, Friseur- und Massagesalons dürfen nicht öffnen. "Das Virus muss bekämpft werden. Jetzt, sofort, mit allen Mitteln", forderte Laschet. Wenn die Friseur-Salons wieder öffnen dürfen, dann unter strengen Auflagen.

Update, Sonntag (22. März), 16.57 Uhr: Laut der ARD hat mittlerweile auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CSU) die Entscheidung für ein umfassendes Kontaktverbot bestätigt. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, soll dieses zunächst für zwei Wochen gelten.

Update, Sonntag (22. März), 16.37 Uhr: Die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CSU) haben sich offenbar auf weitere Maßnahmen geeinigt, um das Coronavirus einzudämmen. Wie der Spiegel berichtet, sollen bundesweit Ansammlungen von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum grundsätzlich verboten werden. Ausgenommen seien Familien sowie Personen, die in einem Haushalt leben.

Coronavirus in NRW: Kontaktverbot statt Ausganssperre?

Nun soll also ein Kontaktverbot erlassen werden, eine Ausgangssperre wie in Bayern ist offenbar vorerst vom Tisch. Verstöße gegen die neue Regelungen sollen von den Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und sanktioniert werden.

Update, Sonntag (22. März), 16.22 Uhr: Bei den Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Krise hat es dem Vernehmen nach einen heftigen Streit zwischen CSU-Chef Markus Söder und NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) gegeben. Laschet habe Söder demnach massiv attackiert, weil dieser bereits am Freitag "ohne Absprache" mit dem Bund und den anderen Ländern eigene Maßnahmen mit Ausgangsbeschränkungen für Bayern verordnet hatte. Söder habe daraufhin damit gedroht, die Schalte zu verlassen. Dies berichtete auch die Bild-Zeitung.

Zwischen den Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU, rechts) aus NRW und Markus Söder (CSU, links) soll es zu einer Auseinandersetzung gekommen sein.

Coronavirus in NRW: Was treibt Armin Laschet (CDU) an?

Bayern sei über den Verlauf "irritiert", erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen. Laschet habe sich bisher in der Debatte immer sehr zurückgehalten und gezögert, auch als es jüngst um die Schließung von Schulen und Kindergärten gegangen sei. Man vermute daher ein anderes Motiv, es gehe Laschet wohl mehr um seine persönlichen Ambitionen als um die Corona-Krise, hieß es.

Darüber hinaus soll Laschet, so berichten Teilnehmer, in der Telefonkonferenz gemeinsam mit weiteren Bundesländern ein Maßnahmenpapier vorgelegt haben. Dies wurde aber in den Beratungen dem Vernehmen nach nicht weiter verfolgt, da Merkel ihrerseits ein eigenes Papier zur Grundlage machte.

Coronavirus in NRW: Land will Vereine unterstützen

Update, Sonntag (22. März), 16.04 Uhr: Die Politik will durch die Veranstaltungs-Pause wegen des Coronavirus in finanzielle Not geratenen Vereinen im Land Nordrhein-Westfalen unter die Arme greifen. Wie Sport-Staatssekretärin Andrea Milz in einer gemeinsamen Erklärung mit Landessportbund-Präsident Stefan Klett erklärte, sollen die Vereine in noch nicht bekannter Höhe an dem 25 Milliarden Euro umfassenden Hilfspaket des Landes für die Wirtschaft partizipieren.

Update, Sonntag (22. März), 14.39 Uhr: Erwartet NRW ab morgen eine Ausgangssperre, wie etwa in Bayern? Fakt ist, dass Bund und Länder derzeit zu einer Telefonkonferenz zusammengekommen sind, um das weitere Vorgehen im Kampf gegen das Coronavirus zu besprechen. Für NRW nimmt Ministerpräsident Armin Laschet daran teil. Nicht nur weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Virus sind geplant, sondern auch die Ausweitung finanzieller Hilfen.

Coronavirus in NRW: Polizei klagt über Verstöße gegen Sicherheitsmaßnahmen

Update, Sonntag (22. März), 14 Uhr: Geburtstagsparty in der Gaststätte und Handgemenge im Baumarkt: Die Polizei in Essen musste in den vergangenen Tagen immer wieder zu Corona-Einsätzen ausrücken. Unbelehrbare würden feiern und Sicherheitsregeln missachten, teilte die Polizei am Sonntag mit. "Beispiele zeigen, dass einige Dummköpfe den Ernst der Lage immer noch nicht erkannt haben. Mit ihrem Egoismus und ihrer Uneinsichtigkeit gefährden sie nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern die Gesundheit aller Bürger dieser Stadt", teilte die Polizei mit.

Update, Sonntag (22. März), 13.30 Uhr: Nach massiver Kritik an seinen Plänen zur Unterstützung von Krankenhäusern in der Corona-Krise ändert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) seinen Gesetzentwurf. Nach Angaben aus Regierungskreisen ist unter anderem eine höhere Entschädigung der Krankenhäuser für Betten geplant, die wegen der Corona-Pandemie freigehalten werden. 

Coronavirus: Spahn ändert Pläne des Gesundheitsministeriums

Im Rahmen des ebenfalls von Spahn geplanten neuen Infektionsschutzgesetzes soll der Bund mehr Kompetenzen bekommen. Beide Gesetze soll das Bundeskabinett am Montag beraten, damit sie bis Freitag Bundestag und Bundesrat passieren können.

Update, Sonntag (22. März), 11.57 Uhr: Inzwischen gibt es neue Fallzahlen über die bestätigten Coronavirus-Infizierten in NRW. 7361 Menschen haben sich hier mit Covid-19 infiziert. Am Samstag waren es noch 6740 bestätigte Fälle. Aktuell (Stand: 22. März 2020, 11 Uhr) sind in Nordrhein-Westfalen 32 Todesfälle durch das Coronavirus zu beklagen. Am Samstag waren es noch 9. So sehen die aktuellen Zahlen der bestätigten Fälle aus:

Landkreis/kreisfreie Stadt

Bestätigte Fälle

Aachen & Städteregion Aachen

501

Bielefeld

81

Bochum

99

Borken (Kreis)

274

Bottrop

16

Coesfeld (Kreis)

152

Dortmund

140

Duisburg

89

Düren (Kreis)

130

Düsseldorf

189

Ennepe-Ruhr-Kreis

52

Essen

218

Euskirchen (Kreis)

51

Gelsenkirchen

41

Gütersloh (Kreis)

202

Hagen

37

Hamm

62

Heinsberg (Kreis)

964

Herford (Kreis)

97

Herne

23

Hochsauerland (Kreis)

116

Höxter

20

Kleve (Kreis)

109

Köln

688

Krefeld

71

Leverkusen

48

Lippe (Kreis)

138

Märkischer Kreis

38

Mettmann (Kreis)

113

Minden-Lübbecke (Kreis)

148

Mönchengladbach

77

Mülheim an der Ruhr

36

Münster

243

Oberbergisches Kreis

75

Oberhausen

35

Olpe (Kreis)

17

Paderborn (Kreis)

78

Recklinghausen (Kreis)

143

Remscheid 

21

Rhein-Erft-Kreis

181

Rhenisch-Bergischer-Kreis

95

Rhein-Kreis Neuss

119

Rhein-Sieg-Kreis

262

Siegen-Wittgenstein (Kreis)

39

Soest (Kreis)

73

Solingen

38

Steinfurt (Kreis)

201

Unna (Kreis)

60

Viersen (Kreis)

123

Warendorf (Kreis)

208

Wesel (Kreis)

124

Wuppertal

74

Gesamt

7361

Quelle: Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Update, Sonntag (22. März), 10.56 Uhr: In den Kreis Heinsberg (NRW) hat die Bundeswehr am Sonntag dringend benötigte Schutzkleidung geliefert. Landrat Stephan Pusch (CDU) sagte, die Lieferung würde zwar nur für zwei bis drei Tage reichen, "aber es ist ein wichtiges Signal für uns, dass wir nicht alleine gelassen werden vom Rest der Republik."

NRW: Kampf gegen das Coronavirus mit Krieg vergleichbar

Gleichzeitig betonte Pusch, dass in diesem Zusammenhang keine Rede von "Krieg gegen das Virus" sein dürfe, wo es darum ginge, Menschen zu retten. Die Situation sei dennoch vergleichbar. "Wir als westlichster Kreis halten die Frontstellung gegen dieses Virus und die Soldaten in diesem Kampf sind Ärzte und Pfleger in den Krankenhäusern." So wie der Soldat ohne Waffen und Munition nicht verteidigen könne, so könnten die Menschen vor Ort den Kampf gegen das Virus nicht ohne Schutzmaterial führen.

Update, Sonntag (22. März), 10.13 Uhr: Die Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder - unter anderem Armin Laschet - über weitere Maßnahmen in der Corona-Krise beginnen am Sonntag um 14 Uhr. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus mehreren Bundesländern. In der Schaltkonferenz geht es darum, ob zur Eindämmung des Coronavirus weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens nötig sind (siehe heutiges Update von 8.13 Uhr).

Coronavirus in NRW: Kein grundsätzliches Recht auf Stornierung von Reisen

Update, Sonntag (22. März), 10 Uhr: Ein pauschales Stornierungsrecht wegen des Coronavirus steht auch Pauschalreisenden nicht zu. Darauf hat Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach (CDU) hingewiesen. Allerdings seien Pauschalurlauber durch besondere gesetzliche Regelungen besser geschützt als Individualreisende, erklärte er auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Wer seine Reise selbst organisiert habe, sei auf die Kulanz seiner Vertragspartner angewiesen.

Update, Sonntag (22. März), 9.56 Uhr: SPD und Grüne im NRW-Landtag sorgen sich um die Sicherheit von Frauen, die in der Corona-Krise vermehrt Opfer häuslicher Gewalt werden könnten.

Coronavirus in NRW: Politikerinnen fordern Unterstützung bei häuslicher Gewalt

Politikerinnen beider Fraktionen wollen das Thema am Donnerstag in den Landtag bringen. Nach Angaben der SPD sind zurzeit fast alle autonomen Frauenhäuser in NRW voll belegt. Nur in Aachen gebe es noch Plätze. Gleichzeitig sorgt sich die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Anja Butschkau, dass Männer in Angst um ihren Arbeitsplatz, ihre Existenz oder ihre Zukunft in dieser Stresssituation gewalttätig werden könnten.

Die SPD-Politikerin will, dass die Landesregierung für mehr Kapazitäten sorgt, "indem zum Beispiel Hotels für Schutzräume angemietet werden."

NRW: Coronavirus-Gespräche mit Bund und Ländern - das sind die geplanten Maßnahmen

Update, Sonntag (22. März), 8.13 Uhr: Am heutigen Sonntag (22. März) berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder - unter anderem Armin Laschet (CDU) aus NRW - das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Unter anderem bundesweite Ausgangsbeschränkungen stehen im Raum. Bisher gibt es in allen Bundesländern bereits Beschränkungen - in NRW etwa Ver- und Ansammlungsverbote größerer Gruppen. Diese, so Armin Laschet, seine am Samstag in NRW gut eingehalten worden.

Coronavirus: Bund und Länder beraten über Notmaßnahmen

Neben weiteren Beschränkungen der Bürger geht es beim heutigen Treffen auch um ein riesiges Paket an Schutzschirmen und anderen Notmaßnahmen, die nun auf den Weg kommen sollen. Mietschulden infolge von Einkommensausfällen sollen zum Beispiel nicht zur Kündigung führen*. Was ist für die Beschäftigten geplant? Vor allem mit Kurzarbeit sollen Unternehmen Beschäftigte leichter halten können - statt sie in die Arbeitslosigkeit zu schicken.

Zudem sind Hilfsgelder für die deutschen Krankenhäuser geplant. Die Bundesregierung will die Maßnahmen so schnell wie möglich - nach der Bund-Länder-Schalte - am Montag (23. März) auf den Weg bringen. Am Dienstag sollen die Fraktionen des Bundestags darüber beraten, so gut es unter den Vorsichtsmaßnahmen eben geht. Am Mittwoch soll der Bundestag in Plenum und den wichtigsten Ausschüssen, am Freitag der Bundesrat entscheiden.

Update, Samstag (21. März), 21.38 Uhr: Das Deutsche Rote Kreuz teilt mit, dass gestern Nacht (Freitag, 20. März) eine Lieferung mit 113.000 Schutzmasken eintraf. In der selben Nacht wurde die Lieferung an Krankenhäuser in ganz Nordrhein-Westfalen verteil. 

Update, Samstag (21. März), 19.50 Uhr: Kurzfristig wird die Bundeswehr im Kreis Heinsberg im Nothilfeeinsatz sein. Wie das Landeskommando NRW am Samstag mitgeteilt hat, stellt die Bundeswehr den Hilfskräften im Kreis Heinsberg 3000 FFP2-Masken, 8000 Schutzkittel und 15000 Mund- und Nasenschutzmasken zur Verfügung. Zudem werden zwei Intensivrespiratoren (Beatmungsgeräte) geliefert.

Der Kreis Heinsberg hatte am 19. März einen Hilfeleistungsantrag an die Bundeswehr gestellt, um einen drohenden Engpass an dringend benötigter Schutzbekleidung abzuwenden. Noch am heutigen Abend soll das Material an den Krisenstab übergeben werden. 

Gute Nachrichten in Bochum: Erste Patienten geheilt

Update, Samstag (21. März), 19.05 Uhr: In der Corona-Krise gibt es auch gute Nachrichten. In Bochum konnten die ersten Covid-19-Infiziertern geheilt werden. Das inzwischen wieder gesunde Ehepaar (68) darf die Quarantäne nun wieder verlassen.

In einem Brief hat sich das Ehepaar bei der Stadt Bochum bedankt, zudem haben die 68-Jährigen ihre Hilfe in der anhaltenden Krise angeboten. Und das sind noch nicht alle guten Nachrichten aus Bochum. Wie die Stadt auf Facebook mitteilt, hat eine Bochumer Firma überraschend 100 Schutzmasken und 120 Malbücher gespendet. 

Update, Samstag (21. März), 18.05 Uhr:  So langsam wird es zum Ritual: Abends stehen Menschen an ihren Fenstern oder auf den Balkonen und singen gemeinsam. Zuerst haben die Bürger in Italien ihren Zusammenhalt in der Isolation während der Corona-Krise mit Stimmgewalt demonstriert. Jetzt zieht das Ruhrgebiet nach.

Bochum und Bottrop singen am Fenster und auf den Balkonen

Nachdem Bochum am Freitagabend (20. März) den gleichnamigen Klassiker von Herbert Grönemeyer durch Straßen hat schallen lassen, zieht jetzt auch Bottrop nach. Um 18 Uhr sangen und musizierten die Bottroper gemeinsam die Ruhrpott-Hymne "Glück auf, der Steiger kommt". 

Auch Dortmund will singen - natürlich eine Fußball-Hymne

Und auch in Dortmund wird es am heutigen Samstagabend musikalisch. Die Bürger sind dazu aufgerufen, um 19.09 Uhr die Fußball-Hymne " You'll Never Walk Alone" zu singen. Erst am Freitagmorgen hatten Radiosender in ganz Europa den Song gleichzeitig gespielt.

Update, Samstag (21. März), 16.20 Uhr: Die Maßnahmen zur Eindämmung der Gruppen-Treffen in NRW scheinen zu fruchten. Jedenfalls hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet diesen Eindruck, wie er am Samstagnachmittag über seinen Twitter-Kanal mitteilte. 

"Unsere Maßnahmen wirken. Menschen in Nordrhein-Westfalen handeln solidarisch u vernünftig. Überall im Land reduzieren sie Kontakte u bleiben zuhause", twitterte der Ministerpräsident. Außerdem postete er zwei Fotos mit Screenshots von leeren Plätzen in Düsseldorf: dem Burgplatz direkt am Rheinufer und dem Marktpatz - und das bei strahlendem Sonnenschein.

Armin Laschet versucht die Bevölkerung in NRW zu beruhigen

Update, Samstag (21. März), 16.14 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) versucht angesichts der immer dramatischeren Corona-Krise die Bevölkerung zu beruhigen: Das Land baue die Kapazitäten der Krankenhäuser aus, unterstütze die Wirtschaft und sichere die Versorgung mit Alltagsbedarf. Die 18 Millionen NRW-ler müssten jetzt zusammenhalten. "Unser Land kann das", bekräftigt der Regierungschef in einem offenen Brief, der in den Wochenendausgaben fast aller NRW-Zeitungen prominent abgedruckt wurde.

Zugleich forderte der Ministerpräsident die Menschen erneut auf, soziale Kontakte zu meiden und zu Hause zu bleiben, damit sich das Virus nicht weiter verbreite. "Jeder von uns muss sich aber auch an die neuen Regeln halten", unterstreicht er in dem Brief.

Update, Samstag (21. März), 15.53 Uhr: Verlieren NRW und alle weiteren Bundesländer die Macht im Kampf gegen das Coronavirus? Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet, soll das Infektionsschutzgesetz so geändert werden, dass Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) künftig das Sagen hat. Dem Blatt liegt ein Entwurf des Bundesgesundheitsministerium zur Änderung des Gestzes vor, berichtet die FAZ.

Im Falle einer Änderung des Gesetzes könnten laut dem Bericht grenzüberschreitende Personentransporte untersagt und Handyortung für die Suche nach Kontaktpersonen von Infizierten erlaubt werden. Außerdem sei dann die zentrale Versorgung mit Arzneien und Schutzausrüstung möglich. Auch eine Zwangsrekrutierung von medizinischem Personal sei denkbar.

Laut Bild soll das Gesetz schon in der kommenden Woche im Eilverfahren eingeführt werden.

Duisburg: Shop für Erotik-Artikel liefert Warte per "Taxi" aus

Update, Samstag (21. März), 15.47 Uhr: Es war eigentlich nur ein Scherz: Ein Erotik-Shop aus Duisburg hat angesichts der Coronakrise ein "Dildo-Taxi" ins Leben gerufen. Am Mittwoch hatte Heimsoth ein bearbeitetes Foto von einem Auto mit der Aufschrift "Dildo-Taxi" bei Facebook gepostet - zum Spaß. Daraufhin hätten sich aber viele Kunden gemeldet, die wirklich etwas bestellen wollten. Mittlerweile fahre das Auto tatsächlich durch die Gegend und liefere Ware wie Gleitmittel oder Vibratoren aus - allerdings ohne Aufschrift.

Update, Samstag (21. März), 15.13 Uhr: Der Toilettenpapier-Wahnsinn in NRW nimmt immer skurrilere Züge an. Jetzt warnt das Umweltministerium in einem Tweet sogar, Klopapier nicht durch Servietten, Küchtentücher oder Ähnliches zu ersetzen. Sollte man das docht tun, müssten diese Art von Tücher in den Mülleimer geschmissen werden. Außerdem appelliert das Ministerium, Toilettenpapier nicht zu hamstern, "damit alle noch Klopapier bekommen".

Der Hintergrund für die Warnung des Umweltministeriums: Die im Vergleich zu dünnem Toilettenpapier sehr dicken und festen Papiere lösen sich im Wasser nicht auf, sondern verstopfen die Rohre, heißt es von der Vebraucherzentrale NRW.

NRW-Ministerin kritisiert Söder für Vorpreschen in Corona-Krise

Update, Samstag (21. März), 14.36 Uhr: Mit scharfer Kritik hat Nordrhein-Westfalens Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) auf die nicht abgestimmten Entscheidungen in der Corona-Krise reagiert. 

"Wir haben uns verständigt mit 15 anderen Bundesländern, einschließlich Bayern, dass wir hier gemeinsam einen Weg gehen. Jetzt ist Bayern vorzeitig ausgeschert, wir wollten uns ja noch das Wochenende anschauen, den Samstag, und dann am Sonntag entscheiden, wie es weitergeht!, sagte Gebauer im RTL-Nachtjournal in der Nacht auf Samstag. 

"Ich finde auch, wenn man Vereinbarungen getroffen hat, sollte man sich daran halten." Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Freitag angekündigt, dass das Verlassen der eigenen Wohnung ab Samstag nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt sei.

NRW: Zahl der bestätgten Infizierten mit dem Coronavirus drastisch gestiegen

Update, Samstag (21. März), 14.03 Uhr

: In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen erneut deutlich gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Samstag (Stand 11.30 Uhr) gab es in NRW 6740 nachgewiesene Fälle. Das ist im bevölkerungsreichsten Bundesland ein Zuwachs von mehr als 1000 im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der erfassten Todesfälle in NRW stieg um 6 auf 23.

Weiterhin meldet der Kreis Heinsberg die meisten Infektionen: Die Zahl erhöhte sich innerhalb von 24 Stunden leicht von 874 auf jetzt 916. In Köln gab es 629 Fälle, am Vortag waren es 521.

Coronavirus-Infektionen melden inzwischen alle 53 Kreise und kreisfreien Städte in NRW. Das Ministerium betonte, die Entwicklung sei dynamisch. Die Zahlen basierten auf aktuellen behördlichen Meldungen, die das Ministerium erhalte.

Landkreis/kreisfreie Stadt

Bestätigte Fälle

Aachen & Städteregion Aachen

436

Bielefeld

66

Bochum

77

Bonn

119

Borken (Kreis)

252

Bottrop

16

Coesfeld (Kreis)

129

Dortmund

140

Duisburg

89

Düren (Kreis)

118

Düsseldorf

189

Ennepe-Ruhr-Kreis

45

Essen

164

Euskirchen (Kreis)

45

Gelsenkirchen

41

Gütersloh (Kreis)

179

Hagen

31

Hamm

54

Heinsberg (Kreis)

916

Herford (Kreis)

85

Herne

16

Hochsauerland (Kreis)

109

Höxter

16

Kleve (Kreis)

109

Köln

629

Krefeld

71

Leverkusen

45

Lippe (Kreis)

133

Märkischer Kreis

38

Mettmann (Kreis)

113

Minden-Lübbecke (Kreis)

140

Mönchengladbach

77

Mülheim an der Ruhr

36

Münster

219

Oberbergischer Kreis

71

Oberhausen

35

Olpe (Kreis)

17

Paderborn (Kreis)

75

Recklinghausen (Kreis)

127

Remscheid 

21

Rhein-Erft-Kreis

154

Rheinisch-Bergischer Kreis

81

Rhein-Kreis Neuss

96

Rhein-Sieg-Kreis

248

Siegen-Wittgenstein (Kreis)

29

Soest (Kreis)

57

Solingen

38

Steinfurt (Kreis)

188

Unna (Kreis)

60

Viersen (Kreis)

123

Warendorf (Kreis)

186

Wesel (Kreis)

124

Wuppertal

74

TOTAL

6740

Quelle: Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Coronavirus in NRW: Moderatorin fordert Fans auf, volle Regale zu fotografieren

Update, Samstag (21. März), 13 Uhr: Die Radiomoderatorin und DJane Larissa Rieß hat ihre Abonnenten auf Instagram dazu aufgerufen, in Zeiten der Corona-Krise volle Regale zu posten. "Das Posten von leeren Regalen und das Jammern darüber führt nur zu noch mehr Panik und Hamsterkäufen", schrieb die Moderatorin des WDR-Radiosenders 1Live in ihrem Beitrag in dem sozialen Netzwerk.

Unter dem Hashtag #VolleRegale folgten daraufhin viele Menschen dem Aufruf und posteten etwa Fotos von gefüllten Gemüse- oder Nudelabteilungen im Supermarkt. Seit Tagen kursieren Bilder von leergekauften Regalen für Produkte wie Toilettenpapier, Mehl oder Nudeln durch das Internet.

Update, Samstag (21. März), 11.55 Uhr: Die Metallarbeitgeber und die IG Metall in Nordrhein-Westfalen haben sich unter dem Eindruck der unabsehbaren wirtschaftlichen Auswirkungen durch die rapide Ausbreitung des Coronavirus auf einen Pilotabschluss für die Beschäftigten der deutschen Metall- und Elektroindustrie geeinigt. Das sind die wesentlichen Vereinbarungen:

  • Das Gehalt wird bis zum 31. Dezember 2020 nicht erhöht.
  • Es besteht für Unternehmen die Möglichkeit, die Remanenzkosten der Kurzarbeit zu senken, wenn im Gegenzug Beschäftigungssicherung gegeben wird.
  • Anstelle eines allgemeinen tariflichen Zuschusses zum Kurzarbeitergeld haben die Tarifpartner eine Härtefall-Regelung vereinbart. Danach wird ein betrieblicher Finanzierungsbetrag zur Verfügung gestellt, der zum Ausgleich oder zur Verminderung sozialer Härten im Fall von langandauernder und hoher Betroffenheit durch Kurzarbeit dient.
  • Beschäftigte, die Kinder bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres zu betreuen haben, weil Schulen und Kindertagesstätten aus Gründen des Gesundheitsschutzes geschlossen haben, erhalten unter Weiterzahlung des Arbeitsentgelts bis zu fünf Tage Freizeit gewährt, wenn keine andere Möglichkeit der Freizeitnahme (Alturlaub, Arbeitszeitkonten usw.) besteht.

Coronavirus: Flughafen Düsseldorf hebt vorübergehend Nachtflugverbot auf

Update, Samstag (21. März), 10.48 Uhr: Als Folge der Coronakrise ist das Nachtflugverbot am Düsseldorfer Flughafen vorübergehend aufgehoben. Das teilte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) am Freitag in Düsseldorf mit. Es könnten nun Ausnahme-Genehmigungen für Landungen nach 23 Uhr erteilt werden, erklärte Wüst. Dabei ging es vor allem darum, gestrandete Urlauber zurückzubringen.

Update, Samstag (21. März), 10.10 Uhr: Angesichts des sprunghaften Anstiegs der Coronavirus-Infektionen richten viele Krankenhäuser in NRW unter Hochdruck Covid-19-Intensivstationen ein. Bund und Länder hatten als Zielmarke die Verdoppelung der Intensivbetten angegeben. 

Im Allgemeinen Krankenhaus im niederrheinischen Viersen ist die Corona-Station startklar. Der Aufwachraum des OP-Saals sei binnen zwei Tagen komplett zu einer Corona-Intensivstation umgebaut worden, sagte Geschäftsführer Thomas Axer. Die Zahl der Intensivplätze werde in Viersen von zwölf auf 25 mehr als verdoppelt.

Auch das Marienhospital in Arnsberg im Sauerland hat zusätzliche Intensivplätze geschaffen und ein ambulantes Diagnostikzentrum für Corona-Tests geöffnet. Noch herrscht in Arnsberg und Viersen Ruhe vor dem Sturm. "Aber ich rechne damit, dass das schlagartig kommt", sagte Axer. Schon in den nächsten Tagen könnten "sehr schnell behandlungsbedürftige Patienten" kommen.

Update, Samstag (21. März), 10.32 Uhr: Trotz Versammlungsverbot aufgrund der Gefahr durch das Coronavirus hat die AfD in Essen für Sonntag zu einer Versammlung eingeladen. Der WAZ in Essen liege ein entsprechendes Schreiben vor. 

Die Partei behauptet dem Bericht zu Folge, es gäbe nach Rücksprache mit dem Wahlamt nichts, was juristisch gegen eine solche Versammlung spräche. Auf Nachfrage der WAZ dementierte das Wahltamt eine positive Antwort zur Durchführung einer solchen Veranstaltung und verwies auf entsprechende Erlässe der NRW-Landesregierung.

Coronavirus: Polizei in Essen warnt vor Kettenbriefen auf WhatsApp

Update, Samstag (21. März), 10.18 Uhr: Derzeit warnt die Polizei in Essen vor einer betrügerischen Masche in dem beliebten Messenger WhatsApp. Am Freitag (20. März) wurden die Beamten von einer "wachsamen Frau aus Essen-Kettwig" darüber informiert, dass über WhatsApp ein Corona-Kettenbrief kursiert, der darüber informiert, dass Feuerwehren demnächst Wohnungen prüfen würden, um die Ausbreitung der Krankheit nachzuhalten. Diese Meldung ist falsch.

Update, Samstag (21. März), 9.17 Uhr: Das Ministerium für Schule und Bildung in NRW hat mit einer Schulmail alle Schulen in Nordrhein-Westfalen angewiesen, ab dem kommenden Montag (23. März) die Notbetreuung für Kinder von Eltern und Erziehungsberechtigten mit Berufen in der kritischen Infrastruktur zu erweitern: Die Notbetreuung in Schulen wird auf das Wochenende sowie die Osterferien 2020 ausgeweitet.

Update, Samstag (21. März), 9.15 Uhr: Auf Initiative von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) haben Nordrhein-Westfalen, die Niederlande und Belgien eine sogenannte "Cross-Border Task Force Corona" ins Leben gerufen. Unter der Leitung von Europastaatssekretär Dr. Mark Speich tagte diese am Freitag in Form einer Telefonkonferenz zum ersten Mal. Ministerpräsident Armin Laschet: "Ziel der gemeinsamen Task Force von Nordrhein-Westfalen, Belgien und den Niederlanden ist es, die gemeinsamen Aktivitäten im Kampf gegen Corona zu synchronisieren."

Update, Samstag (21. März), 8.30 Uhr: Dieses  Wochenende - das wettertechnisch ein schönes werden soll - entscheidet möglicherweise, ob am Montag auch in NRW eine Ausgangssperre verhängt wird. Das Verhalten der Menschen sei jetzt maßgebend für eine solche Entscheidung, hieß es aus verschiedenen Städten sowie von Ministerpräsident Armin Laschet. Im Falle einer Ausgangssperre für NRW würde das Verlassen der Wohnung nur noch aus triftigem Grund möglich sein.

Coronavirus in NRW: Polizei will Ansammlunsverbote strikt kontrollieren

Update, Samstag (21. März), 8.26 Uhr: In mehreren NRW-Städten gibt es aufgrund größerer Gruppenansammlungen trotz der Warnung vor dem Coronavirus weitere Beschränkungen, die seit heute greifen. So sind zum Beispiel in GelsenkirchenBochum und Leverkusen etwa Ansammlungen von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum untersagt. Dortmund hat die Grenze bei maximal vier Personen festgelegt. 

Polizei und Ordnungsämter wollen die Einhaltung der neuen Regelung kontrollieren. Bei Nichteinhaltung sind zunächst Ansprachen geplant, erst danach sollen Platzverweise und schlimmstenfalls Ingewahrsamnahmen und Bußgelder verhängt werden.

Update, Samstag (21. März), 8.23 Uhr: Viele Städte in NRW ergreifen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus weitere Maßnahmen. In Dortmun eröffnet am heutigen Samstag ein neues Behandlungszentrum am Klinikum Nord. Bürger können sich dort ohne Anmeldung testen und behandeln lassen. Ärzte und Pfleger stehen bereit und sollen die örtlichen Hausarztpraxen entlasten.

Update, Freitag (21. März), 21.35 Uhr: NRW - In Essen ist am Freitag (20. März) die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus leicht angestiegen. Die Stadt meldete 15 neue Erkrankungen.

Coronavirus/NRW: Steigende Fallzahlen in Essen

Insgesamt haben sich damit in Essen 176 Menschen angesteckt, ein Großteil der Infektionen nimmt demnach einen milden Verlauf. Bei weiteren 1.118 Tests auf das Coronavirus fiel das Ergebnis negativ aus.

Update, Freitag (20. März), 21.18 Uhr: Seit heute hat auch Bochum seinen ersten Coronavirus-Todesfall zu beklagen. Die Menschen der Stadt finden derweil Trost in der Musik von Herbert Grönemeyer. Wie bereits am gestrigen Abend schallen auch heute wieder die Klänge der Ruhrpott-Hymne "Bochum" durch die Innenstadt.

Update, Freitag (20. März), 20.35 Uhr: Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen stellt aufgrund der finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise auf Kurzarbeit um. Laut einem Bericht der dpa stimmten der gesamte Kader und sämtliche Betreuer der Maßnahme zu-

Coronavirus in NRW: Rot-Weiss Essen fährt auf Sparflamme

"Damit verzichten Spieler und Funktionsteam zur Entlastung des Vereins auf einen signifikanten Teil ihres Gehalts", schrieb der ehemalige Bundesligist und Deutsche Meister von 1955 demnach. Damit tragen die Beteiligten "einen wichtigen Teil dazu bei, die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise für Rot-Weiss Essen so gering wie möglich zu halten".

Update, Freitag (20. März), 19.40 Uhr: In Bochum ist erstmals eine Person den Folgen von Covid-19 erlegen. Das wurde am Freitagabend bekannt.

NRW: Bochum vermeldet ersten Covid-19-Todesfall

Es handele sich um einen 55-jährigen Urlaubsrückkehrer aus Österreich, der am Freitag im Klinikum Bergmannsheil verstarb. Oberbürgermeister Thomas Eiskirch drückte der Familie des Verstorbenen sein Beileid aus. 

In Bochum sind mittlerweile 99 Menschen am Coronavirus infiziert. Daher sind ab Samstag, 21. März, Ansammlungen von mehr als zwei Personen unter freiem Himmel untersagt.

Update, Freitag (20. März), 19.30 Uhr: Auch in Lünen gilt für die Bevölkerung: Wenn möglich, bitte zu Hause bleiben. Das geht aus einem Appell des Bürgermeisters Jochen Kleine-Frauns hervor.

NRW/Coronavirus: Bürger in Lünen sollen zu Hause bleiben

Trotz der Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus seien immer noch Menschengruppen in der Stadt anzutreffen, Feste und Feiern fänden in privaten Räumen statt, Spielplätze und Parkanlagen würden vereinzelt gleich von mehreren Kindern und Eltern genutzt. „Dies ist vor dem Hintergrund der Infektionsgefahr nicht nur lebensgefährlich, sondern auch unverantwortlich, verboten und strafbar“, so Kleine-Frauns.

Update, Freitag (20. März), 19.12 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Fälle in NRW ist am Nachmittag weiter angestiegen. Nach Informationen des Gesundheitsministeriums haben sind inzwischen 6.257 Personen infiziert.

Coronavirus in NRW: Fallzahlen steigen weiter deutlich

Die Zahl der Verstorbenen stieg außerdem weiter auf 20 an. Am Mittag beliefen sich die Zahlen noch auf 5.734 infizierte und 17 Todesfälle. 

Derweil hat auch die Stadt Gelsenkirchen harte Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus getroffen. Ab Samstag (21. März) sind Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen unter freiem Himmel untersagt. Eine Ausnahme gilt für Familien und Personen, die  Einkäufe für den täglichen Bedarf erledigen müssen, sowie dringende berufliche Zusammenkünfte.

Update, Freitag (20. März), 18.54 Uhr: Polizisten in Nordrhein-Westfalen schlagen Alarm. Die Ordnungshüter des Landes sehen sich nicht ausreichend im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ausgestattet.

Coronavirus: Polizisten in NRW beklagen mangelnde Schutzmaßnahmen

Die Gewerkschaft der Polizei in Nordrhein-Westfalen (GdP) prangert in einer Presse-Mitteilung folgende Missstände an:

  • Es gebe nur wenige Schutzanzüge für die Beamten.
  • Außerdem seien deutlich zu wenige Einmalhandschuhe vorhanden.
  • Den Behörden stünden nur Atemschutzmasken mit Schutzklasse ffp1 zur Verfügung, ausreichend Schutz bieten laut Robert-Koch-Institut aber lediglich solche der Klasse ffp2.

Trotz der massiv gestiegenen Infektionsgefahr seien die Polizisten in NRW noch immer völlig unzureichend gegen das Coronavirus geschützt.

Update, Freitag (20. März), 18.07 Uhr: NRW - Nun hat auch der Ennepe-Ruhr-Kreis seinen ersten Todesfall zu beklagen. Ein Mann aus Ennepetal hat den Kampf gegen das Coronavirus nicht überlebt.

Covid-19: Mann aus Ennepetal gestorben

Wie die Kreisverwaltung am Freitag berichtete, litt der 58-Jährige an einer chronischen Grunderkrankung. Am Donnerstagabend sei er im Schwelmer Helios Klinikum an den Folgen von Covid-19 verstorben.

Landrat Olaf Schade sprach den Angehörigen sein Beileid aus: Unsere Gedanken sind bei der Familie des Verstorbenen. Wir wünschen allen Verwandten, Bekannten und Freunden jetzt die Kraft, die nötig ist, um mit diesem Verlust weiterleben zu können."

Update, Freitag (20. März), 17.20 Uhr: Während die Stadt Leverkusen bereits am Morgen mitgeteilt hatte, dass Menschen ab sofort nur noch alleine auf die Straße gehen dürfen, hat nun die Stadt Köln ähnlich drastische Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus getroffen. 

Coronavirus in NRW: Köln ergreift rigorose Maßnahmen

Stadtdirektor Stephan Keller teilte am Freitagnachmittag mit: "Ansammlungen von mehr als zwei Personen werden aufgelöst, soweit diese nicht zum engsten Familienkreis gehören". Trotz des schönen Wetters sei wegen des Coronavirus aktuell nicht die Zeit, um sich mit Freunden zu treffen.

Update, Freitag (20. März), 16.56 Uhr: Eine ungewöhnliche Kooperation gaben die Firmen Aldi und McDonald's bekannt. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus helfen künftig Mitarbeiter der Burgerkette beim Discounter aus.

Die Personalpartnerschaft bietet für beide Seiten Vorteile: McDonald's-Mitarbeiter können in Zeiten der Coronavirus-Krise zusätzliche Jobs annehmen, während Aldi durch zusätzliche Mitarbeiter auf den gestiegenen Waren-Ansturm reagiert und so das vorhandene Personal entlastet.

Update, Freitag (20. März), 16.30 Uhr: Im besonders vom Coronavirus betroffenen Kreis Heinsberg hat es vier weitere Todesfälle gegeben. Das teilte der Kreis auf seiner Homepage mit. 

Coronavirus in NRW: Vier weitere Todesfälle in Heinsberg

Bei den Toten handele es sich demnach um drei Frauen im Alter von 68, 80 und 85 Jahren sowie einen 95-jährigen Mann. Die Personen seien jeweils einer Lungenentzündung erlegen. 

Die Zahl der Sterbefälle aufgrund des Coronavirus erhöht sich im Kreis Heinsberg damit auf 13. Derzeit sind 916 Menschen infiziert, 84 gelten inzwischen als genesen.

Update, Freitag (20. März), 15.50 Uhr: Immer mehr Städte in Nordrhein-Westfalen starten wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus, SARS-CoV-2, Programme, die den sozialen Zusammenhalt und die Nachbarschaftshilfe fördern sollen. So gibt es in Recklinghausen die Hilfsbörse "RE hilft".

Coronavirus in NRW: Städte fördern Nachbarschafthilfe

Sowohl Helferinnen und Helfer, aber auch hilfsbedürftige Menschen können sich ab Montag (23. März) unter (02361) 502 111 an die Stadt wenden. Angedacht sind unter anderem Hilfe beim Einkaufen oder Unterstützung im Alltag. Ähnliche Projekte gibt es auch in Herne. Diese vermittelt Kontakte über die Telefonnummer (0700) 162 000 00 (12,6 Cent pro Minute).

Update, Freitag (20. März), 15.00 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) geht davon aus, dass es in NRW eine hohe Dunkelziffer an Infektionen mit dem Coronavirus gibt. Mediziner vermuten, dass viele Menschen es kaum oder gar nicht bemerken würden, an Covid-19 erkrankt zu sein - die Symptome seien zu schwach. Laschet spricht in diesem Zusammenhang von einer Zahl die sieben- bis zehnmal höher ist als die offzielle.

Polizei Essen schließt Wachen wegen Covid-19

Update, Freitag (20. März), 14.45 Uhr: Die Polizei Essen ist aufgrund des Coronavirus im Ausnahmezustand. Die Beamten haben sich aufgrund der aktuellen Einsatzlage dazu entschlossen, einige kleinere Wachen in Essen und in Mülheim an der Ruhr zu schließen sowie die Öffnungszeiten der anderen Dienststellen anzupassen.

Man habe sich aus Sicherheitsgründen und um einer Ausbreitung des Erregers SARS-CoV-2 entgegenzuwirken zu dieser Maßnahme entschlossen, so der Polizeisprecher Ulrich Faßbender. Betroffene in den jeweiligen Stadtgebieten sollen in dringenden Fällen den bekannten Notruf 110 wählen. 

Coronavirus in NRW: Ausgangssperre ist das allerletzte Mittel

Update, Freitag (20. März), 13.40 Uhr: Für Armin Lascht bleibt Ausgangssperre wegen des Coronavirus in NRW: Das würde auf die Bevölkerung zukommen das allerletzte Mittel, um der Ausbreitung des Coronavirus Grenzen zu setzen. Das sagte er in der Hörer-Fragestunde des WDR2. Schon jetzt seien zahlreiche Grundrechte wie die Bewegungsfreiheit oder die Religionsfreiheit stark eingeschränkt, so der NRW-Ministerpräsident. 

Man müsse nun überlegen, wie weit man noch gehen kann. Dies soll am Sonntag geschehen, denn da wollen Bund und Länder gemeinsam über eine Ausgangssperre abstimmen. 

Kulturministerium verspricht Unterstützung in der Corona-Krise

NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen versprach außerdem in der heutigen Pressekonferenz, dass professionelle Kulturschaffende auf eine Unterstützung der Landesregierung zählen können. Jeder, der im Kulturbereich von Ausfällen durch das Coronavirus betroffen ist, könne bis zu 2000 Euro Soforthilfe auf der Webseite des Kulturministeriums beantragen

Das Geld müsse im Anschluss nicht zurückgezahlt werden, es solle vielmehr dazu dienen kurzfristige Engpässe bei Kulturschaffenden zu überbrücken. Insgesamt hat das NRW-Kulturministerium daüfr einen Fond von rund fünf Millionen Euro bereitgestellt. "Die Corona-Krise dürfe nicht zu einer Krise der Kultur werden", so Isabel Pfeiffer-Poensgen am heutigen Freitag (20. März). 

Coronavirus in NRW: Gesundheitsministerium gibt neue Zahlen bekannt 

Update, Freitag (20. März), 12.40 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat die neuen Fallzahlen bekannt gegeben: Inzwischen sind rund 5.734 Menschen in NRW an Covid -19 erkrankt (Stand: 20. März 12 Uhr). Die Zahl der Todesfälle liegt bei 17

Aachen & Städteregion Aachen

361

Bielefeld

55

Bochum

51

Bonn

92

Borken (Kreis)

209

Bottrop

13

Coesfeld (Kreis)

113

Dortmund

106

Duisburg

75

Düren (Kreis)

107

Düsseldorf

187

Ennepe-Ruhr-Kreis

38

Essen

164

Euskirchen (Kreis)

29

Gelsenkirchen

38

Gütersloh (Kreis)

157

Hagen

28

Hamm

26

Heinsberg (Kreis)

874

Herford (Kreis)

73

Herne

13

Hochsauerlandkreis (Kreis)

92

Höxter

12

Kleve (Kreis)

89

Köln

521

Krefeld

71

Leverkusen

40

Lippe (Kreis)

114

Märkischer Kreis

36

Mettmann (Kreis)

86

Minden-Lübbecke (Kreis)

125

Mönchengladbach

51

Mülheim / Ruhr

30

Münster

173

Oberbergischer Kreis

57

Oberhausen

34

Olpe (Kreis)

17

Paderborn (Kreis)

71

Recklinghausen (Kreis)

96

Remscheid

19

Rhein-Erft-Kreis

124

Rheinisch-Bergischer Kreis

69

Rhein-Kreis Neuss

85

Rhein-Sieg-Kreis

204

Siegen-Wittgenstein (Kreis)

29

Soest (Kreis)

49

Solingen

35

Steinfurt (Kreis)

150

Unna (Kreis)

46

Viersen (Kreis)

70

Warendorf (Kreis)

138

Wesel (Kreis)

132

Wuppertal

61

Gesamt

5.734

Update, Freitag (20. März), 12.30 Uhr: Viele Arbeitnehmer, die in Bereichen arbeiten, die weiterhin geöffnet haben wie beispielsweise Baumärkte, Friseure, Wertstoffhöfe oder Lebensmittelgeschäfte zeigen sich besorgt und richten ihre Fragen an Minister Armin Laschet. Sie wollen wissen, warum die jeweiligen Insitutionen trotz der Infektionsgefahr mit SARS-CoV-noch geöffnet haben.

Der NRW-Minister betont dabei immer wieder, dass es ihm wichtig sei, dass das Versorgungsangebot und der Staat an sich, weiterhin bestehen bleibe. Er versprach dennoch in der nächsten Sitzung besondere Fälle wie das der Friseure oder der Gastronomen noch einmal näher überprüfen zu wollen. 

Coronavirus: Kritik an NRW-Minister Laschet wegen fehlender Ausgangssperre

Update, Freitag (20. März), 12.15 Uhr: Während Verkehrsminister Hendrick Wüst, Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen und Staatssekretär Klaus Kaiser über die Maßnahmen der Landesregierung in Zusammenhang mit der Corona-Krise informieren, beantwortet Armin Laschet Fragen der Bürger live im WDR2. Teilweise kommt es hier zu Kritik, dass es in NRW noch keine Ausgangssperre gibt. 

Covid-19: Mobilitätsangebot wird in NRW wegen des Coronavirus stark eingeschränkt

Update, Freitag (20. März), 12.00 Uhr: NRW-Verkehrsminister Hendrick Wüst klärt über die derzeitige Lage im Verkehrbereich aufgrund des Coronavirus auf. Es gelte vor allem, für die Menschen, die weiterhin zur Arbeit müssen, eine Mobilität in NRW zu gewährleisten.

Derzeit arbeite man deshalb an einem Sonderfahrplan. Generell wird das Angebot aber um 50 teilweise sogar bis zu 80 Prozent reduziert, jedoch soll jede Strecke weiterhin stündlich einmal befahren werden, so Wüst. Regionalbahnen haben in diesem Kontext Vorrang vor Schnellzügen. Diese Sonderregelung gelte ab diesem Samstag (21. März) und voraussichtlich zunächst bis zum 19. April. 

NRW-Verkehrsminister: Jede Reise sollte wegen des Coronavirus vermieden werden

Weiterhin richtet der Verkehrsminister aber auch seinen Appell an alle Reisenden: Wenn der Fahrtantritt nicht unbedingt zwingend erforderlich sei, solle man darauf verzichten. Außerdem bittet er um Nachsicht: 

Die neuen Fahrpläne werden nicht über Nacht einwandfrei funktionieren, gerade zu Beginn wird es möglicherweise an manchen Stellen haken. Ebenso können nicht alle Haltestellen von heute auf morgen mit den neuen Fahrplänen ausgestattet werden, man solle sich daher wenn möglich vorab im Internet informieren wann entsprechende Züge oder Busse im Nahverkehr fahren. 

Update, Freitag (20. März), 11.30 Uhr: Die Stadt Bochum ruft wegen des Erregers SARS-CoV-2 zum Blutspenden auf - die werden derzeit mehr denn je benötigt. 

Städte rufen wegen des Coronavirus zum Blutspenden auf

Eine Übersicht, wo in Bochum aber auch in ganz NRW Blut gespendet werden kann, ist auf der Homepage des Deutschen Roten Kreuzes zu finden. 

In Dortmund gab es einen ähnlichen Aufruf. Hier wurde er vielfach angenommen und die Menschen erklärten sich bereit, Blut zu spenden. Außerdem gibt es noch mehr erfreuliche Nachrichten: Die Hochschule für Gesundheit spendete der Stadt Bochum 75 Prozent ihrer Hygieneartikel für alle medizinischen Einrichtungen.

Covid-19: Heiko Maas verhängt Reisewarnung wegen des Coronavirus

Update, Freitag (20. März), 10.50 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas gabe heute (20. März) via Twitter bekannt, dass es für alle touristischen Reisen ins Ausland eine Reisewarnung wegen des Coronavirus gibt.

Die Warnung greift zunächst bis Ende April. Das bedeutet auch Urlaubspläne für die Osterferien müssen erst einmal hinten anstehen. "Es ist für alle schmerzlich, aber absolut notwenig. Bleiben Sie zuhause", so Heiko Maas. 

"Coronavirus ist kein abstraktes Medienereignis"

Update, Freitag (20. März), 10.15 Uhr: Der Präsident der Polizei Essen Frank Richter und der Mülheims Stadtdirektor Dr. Frank Steinfort richten sich mit einem dringenden Appell an die Bürger: "Die Coronakrise ist kein abstraktes Medienereignis in Hollywood oder in den Nachrichten, das weit weg irgendwo auf der Welt stattfindet. Sie ist unmittelbar vor unserer Haustür! Nehmen Sie sie ernst!"

Polizei Essen und Stadt Mülheim richten Appell an die Bürger wegen des Coronavirus

Und weiter: Jeder einzelen können aktuell dazu beitragen, dass die Situation nicht noch schlimmer werde, indem man sich an die Anweisungen der Regierung halte. "Zeigen Zeigen Sie Solidarität und Verantwortungsgefühl! Vermeiden Sie leichtfertige und nicht notwendige soziale Kontakte!", so Richter von der Polizei Essen/Mülheim.

Polizeipräsident Frank Richter (li) und Stadtdirektor Dr. Frank Steinfort (re) richten Appell an die Bürger.

Denn nur das führe langfristig dazu, dass Krankenhäuser nicht überlastet, Menschen unnötig in Gefahr gebracht und die Verbreitung des Virus verlangsamt werden kann. Die beiden wiesen in der gemeinsamen Meldung darauf hin, dass ein Nichtbeachten zu einer Geld- oder Haftstrafe führen kann. 

Trickbetrüger nutzen Situation in NRW in Zusammenhang mit dem Coronavirus aus

Update, Freitag (20. März), 09.50 Uhr: Es gibt bereits erste Meldungen, dass Trickbetrüger die aktuelle Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus ausnutzen. Wie die Polizei Unna mitteilte, geben sich Personen an der Haustür - ausgestattet mit Mundschutz - als Mitarbeiter einer Gesundheitsbehörde aus.

Sie täuschen vor, die Bewohner zu Hause auf das Coronavirus testen zu wollen und verschaffen sich dadurch Zutritt zur Wohnung. Die Polizei rät daher, keine fremden Personen in die Wohnung zu lassen und deutet eindrücklich darauf hin, dass das Gesundheitsamt zu Hause keine Tests durchführe. Insbesondere ältere Menschen sollten deshalb aufpassen. 

Neuer Todesfall in NRW aufgrund des Coronavirus

Update, Freitag (20. März),08.55 Uhr: In NRW gibt es einen neuen Todesfall aufgrund des Coronavirus. Im Kreis Viersen starb am Donnerstag (19. März) eine 86-jährige Person an den Folgen des neuartigen Erregers SARS-CoV-2.

Das teilte die Stadt Willich in einem Post bei Facebook mit. Außerdem sei die Zahl der bestätigten Falle im Kreis auf 86 gestiegen. 

NRW-Ministerpräsident sagt Bürgerbefragung zum Coronavirus ab

Update, Freitag (20. März),08.30 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet wollte sich heute morgen im Radio auf WDR2 den Fragen der Bürger zum Coronavirus stellen. Der Termin musste nun kurzfristig abgesagt werden. Aber der Politiker bemühe sich um einen Ersatztermin, wie es vonseiten des Radiosenders heißt. 

Momentan hätten andere Termine, die in Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen, Vorrang, so die Begründung von Armin Laschet für die kurzfristige Absage.

Wegen des Coronavirus: Leverkusen ergreift drastische Maßnahmen

Update, Freitag (20. März),08.00 Uhr: Die Stadt Leverkusen hat drastische Maßnahmen verkündet: Ab heute (20. März) dürfen die Menschen in Leverkusen in NRW nur noch alleine auf die Straße, wie der WDR berichtet. Es ist die erste Stadt in NRW, die diesen Schritt geht. 

Ausgenommen davon sind jedoch Menschen, die eine Wohn- oder Lebensgemeinschaft bilden. Die Regelung gilt zunächst bis zum 19. April. Ob auch in anderen Städten in NRW ähnliche Maßnahmen oder sogar Ausgangsperren kommen, bleibt abzuwarten. 

Solidaritätsaktion in Bochum wegen des Coronavirus

Update, Freitag (20. März),07.00 Uhr: Weltweit zeigen sich viele Menschen von zuhause aus mit denjenigen solidarisch, die wegen des Coronavirus nicht zuhause bleiben können und das Leben während der Corona-Krise außerhalb der eigenen vier Wände weiter am Laufen halten. 

Coronavirus beim Vfl: Verein setzt Zeichen der Solidarität

Am Donnerstag (19. März) gab es in Bochum eine solche Solidaritätsaktion wegen des Coronavirus: Viele Menschen waren einem Aufruf aus Bürgerkreisen gefolgt und haben um Punkt 21 Uhr die Fenster geöffnet, um die Hymne "Bochum" von Herbert Grönemeyer über Lautsprecher ertönen zu lassen.

Und auch der Vfl Bochum beteiligte sich an der Aktion und lies das menschenleere Station aufleuchten. Sie wollen damit all denjenigen ihren Dank ausprechen, die aktuell in Zeiten des Coronavirus für die Gesellschaft im unermüdlichen Einsatz sind, wie es in einer Mitteilung des Fußballvereins heißt. Und noch ein anderer Verein setzt derzeit ein Zeichen: 

Die Profispieler von Borussia Mönchengladbach verzichten freiwillig auf Teile ihres Gehalts. Nun haben sich dieser Aktion auch der Trainerstab, die Direktoren und die Geschäftsführer angeschlossen, wie der Sportchef Max Eberl am Donnertsag mitteilte. Man wolle die Fans Borussia Mönchengladbach in dieser Zeit unterstützen und ihnen etwas zurückgeben.

Update, Donnerstag (19. März), 20 Uhr: Im Kreis Heinsberg, dem in NRW am stärksten betroffenen Lankreis, gibt es derzeit 890 bestätigte Fälle. 71 davon sind wieder komplett genesen, neun Personen sind gestorben (Stand 18 Uhr).

Coronavirus in NRW: Gute Nachrichten aus dem Kreis Heinsberg

Gerade in den vergangenen Tagen hätte sich eine positive Wirkung der frühzeitig und konsequent im Kreis Heinsberg ergriffenen Maßnahmen gezeigt, die deshalb weiter aufrechterhalten werden müssen, um einen weiteren Anstieg der Infektionen möglichst zu verhindern.

"Es gibt noch keinen Grund zur Entwarnung, aber die begründete Hoffnung auf sinkende Infektionsraten, weil sich die Menschen im Kreis Heinsberg an die Empfehlungen der Behörden halten", sagt Landrat Pusch.

Im Kreis Heinsberg waren die ersten Coronavirus-Infektionen in NRW aufgetreten.

Coronavirus: Gelsenkirchen gibt Einzelhändlern Tipps zum Schutz

Update, Donnerstag (19. März), 18.30 Uhr: Um den Lebensmittel-Einzelhandel an diesen Tagen besser vor dem Coronavirus zu schützen, hat die Stadt Gelsenkirchen sogenannte "Handlungsempfehlungen für den Infektionsschutz" veröffentlicht: 

  • Warteschlangen durch ausreichend offene Kassen vermeiden.
  • im Eingangsbereich eine Steuerung der Zahl der Kunden, um eine Überfüllung der Verkaufsstellen zu vermeiden. Als Faustregel gilt: ein Kunde pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche.
  • durch Hinweisschilder sollte auf eine nach Möglichkeit bargeldlose Bezahlung hingewiesen werden. Bargeldverkehr sollte über Schüsseln abgewickelt werden, um Handkontakt zu vermeiden. Durch Hinweise und Markierungen am Boden sollte auf Abstand zu dem Kassenpersonal sowie zwischen den an der Kasse wartenden Kunden hingewiesen werden.
  • es empfiehlt sich die Aufstellung einer Plexiglasscheibe zwischen dem Verkaufspersonal und den Kunden.
  • nach Möglichkeit sollte das Verkaufspersonal mit Schutzmasken (mindestens nach FFP2-Standard) ausgestattet sein.
  • ausreichende Desinfektionsmöglichkeiten in den Verkaufsräumen.
  • nach Möglichkeit sollten den Kunden Desinfektionstücher zur Verfügung gestellt werden, um die Griffe der Einkaufswagen vor Gebrauch zu reinigen. Alternativ kommen Handdesinfektionsmöglichkeiten vor Gebrauch der Einkaufswagen in Betracht.

Um die Kunden ausreichend zu informieren, wurden folgende Empfehlungen ausgesprochen:

  • auf Hinweisschildern sollte kommuniziert werden, dass die Warenversorgung auch künftig gewährleistet sein wird. So sollen Hamsterkäufe vermieden werden.
  • sollte ebenfalls auf Hinweisschildern kommuniziert werden, wenn von der aktuell rechtlich gegebenen Möglichkeit der Sonntagsöffnungen nicht Gebrauch gemacht wird.

Coronavirus in NRW: Polizei Lünen macht dicht - wegen der Hygiene

Update, Donnerstag (19. März), 16.45 Uhr: Wie die Polizei Dortmund mitteilt, muss die Polizeiwache in Lünen-Brambauer bis auf Weiteres schließen. Als Grund nennen die Beamten Probleme mit der aktuelle Hygiene, die für eine weitere Ausbreitung des Coronavirus unbedingt eingehalten werden muss.

"In den Räumlichkeiten an der Paul-Bonnermann-Straße 12 ist es leider nicht möglich, die erforderlichen Hygienestandards, die im Rahmen der Corona-Pandemie notwendig sind, einzuhalten. Zu Ihrer und unserer Sicherheit stehen diese Räumlichkeiten ab heute (19. März) bis auf Weiteres nicht mehr zur Verfügung."

Telefonisch sei die Polizei unter der Notrufnummer 110 weiterhin erreichbar. 

Coronavirus in NRW: Gesundheitsministerium veröffentlicht neue Fall-Zahlen

Update, Donnerstag (19. März), 16.18 Uhr: Das Gesundheitsministerium hat am Nachmittag neue Informationen zu der Anzahl an Infektionen herausgegeben. Demnach gibt es in NRW momentan 4971 Coronavirus-Fälle (Stand 16 Uhr). Nordrhein-Westfalen ist damit nach wie vor das am stärksten von SARS-CoV-2 betroffene Bundesland in Deutschland.

Update, Donnerstag (19. März), 15.50 Uhr: Unter dem Motto "Wir sind weiterhin für euch da. Bleibt ihr bitte für uns daheim" machen derzeit viele Pflegekräfte in den Kliniken an der sogenannten #stayathomechallenge mit. 

Auch das Uniklinikum in Essen nimmt an der Aktion teil und postete einen entsprechenden Beitrag auf ihrem Twitter-Account

Coronavirus in NRW: Schüler in Witten und Herdecke unter Quarantäne

Update, Donnerstag (19. März), 15.40 Uhr: Eine Lehrerin, die an der Hüllbergschule in Witten und an der Werner-Richard-Schule in Herdecke unterrichtet hat, wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Rund 270 Schüler und Lehrer mussten deshalb vor einigen Tagen in Quarantäne. Nun zeigen die ersten von ihnen Symptome. Auch sie werden nun getestet.

Update, Donnerstag (19. März), 15.20 Uhr: Im Rahmen der Corona-Krise hatte das Land NRW Sonntagsöffnungen genehmigt. Die großen Supermarktketten Aldi, Edeka, die Schwarz-Gruppe und Rewe haben sich jedoch gegen Ladenöffnungen an Sonntagen entschieden. 

Dies begrüßt auch die Vereinte Dienstleistungsgesellschaft (Ver.di). Sie erklärte, dass gerade die Mitarbeiter in Supermärkten in Zeiten des Coronavirus Außergewöhnliches leisteten und unter extremen Belastungen stehen. Ebenso wie Mitarbeiter in anderen Teilen der kritischen Infrastruktur.

Corona-Krise: Edeka, Aldi und Co. lehnen Sonntagsöffnungen ab

Dies zehre auch an der Gesundheit dieser Personen, weshalb es wichtig sei, dem Körper Pausen zu gönnen und die Gesundheit zu schonen. Man müsse darauf achten, ihre Arbeitsfähigkeit zu sichern. Dies sei auch relevant für die Versorgungssicherheit.

Update, Donnerstag (19. März), 14.16 Uhr: Am Mittag äußerte sich Armin Laschet auch zu möglichen Ausgangssperren. Er erklärte, dass die härteren Maßnahmen erst vor wenigen Tagen beschlossen worden seien. Bis sie wirken könne es noch einige Zeit dauern. Erst dann könne man sehen, ob es zu einer Verflachung der Kurve komme. Wenn man Maßnahmen anpacke, müsse man sie erstmal wirken lassen. Er zeigte sich entschieden: Man werde analysieren, ob sich die Kurve verflacht, dies werde aber nicht heute, nicht morgen und auch nicht zu Beginn der nächsten Woche passieren.

Coronavirus in NRW: Laschet mit klaren Worten zur Ausgangssperre

Die neuen Maßnahmen gelten erst seit gestern, wie er betonte. Die Grundrechte der Menschen seien schon sehr weit angeschnitten und das öffentliche Leben sehr weit heruntergefahren. Gleichzeitig sagte er, es liege nun in der Hand der Menschen zu reagieren. Daraus ergebe sich, wie man weiter verfahren werde.

Update, Donnerstag (19. März), 14.03 Uhr: NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart erklärte, dass man Unternehmen in NRW den Zugang zu Krediten erleichtern wolle. Dies geschehe durch höhere Bürgschaften des Landes, die so hoch seien wie in keinem anderen Bundesland, und durch eine schnellere Bearbeitung der Kreditanträge. Große Bürgschaften sollen innerhalb einer Woche bewilligt werden, kleine innerhalb von drei Tagen. Damit wolle man besonders den kleinen Unternehmen unter die Arme greifen, die diese für Liquiditätsengpässe nutzen sollen.

Passgenaue Finanzhilfen für Unternehmen in NRW wegen der Corona-Krise

Die Banken haben bereits zugesagt, das Angebot des Landes aufzugreifen und die Unternehmen bestmöglich zu unterstützen. Das Regelwerk in schwierigen Wirtschaftszeiten sei eigentlich anders, da es dann für Unternehmen schwieriger sei, Kredite zu bekommen. Nun soll jedoch genau gegenteilig gehandelt werden.

Auch der Start-Up-Szene, auf die man in NRW sehr stolz sei, soll geholfen werden. Er erklärte zudem, dass man in NRW passgenau auf das Programm für Solo-Unternehmen der Bundesregierung reagieren werde und dies gegebenenfalls ergänze. Für die sind direkte Zuschüsse geplant. Also nicht in Form von Krediten, sodass das Geld, was ihnen zur Verfügung gestellt wird, nicht zurückgezahlt werden muss. Jede Unternehmensgröße in NRW soll eine passgenaue Hilfe bekommen.

Corona-Krise in NRW: "Entschieden, stark und schnell handeln"

Update, Donnerstag (19. März), 13.53 Uhr: Lutz Lienenkämper, Finanzminister in NRW, erklärte, dass NRW wirtschaftlich gesehen erfolgreiche Jahre hinter sich habe. Man habe Überschüsse erwirtschaftet und Rücklagen gebildet. Man stehe aktuell gut da und sei in einer starken Situation, weshalb es enorm wichtig sei, nun entschieden, stark und schnell zu handeln. Man dürfe so wenige Disruptionen in der Wirtschaft entstehen lassen, wie möglich. Daher müsse man möglichst schnell mit der Hilfe für Unternehmen starten. 

NRW könne und müsse sich nun verschulden, um nach der Pandemie keine zerstörten Strukuren vorzufinden. Danach werden man auch wieder auf die Haushaltsüberschüsse kommen, die man aktuell habe. Wenn man jetzt nichts tue, werde die Lage der Haushalte enorm schwierig. Dennoch hofft er, dass man nicht die gesamte Summe des NRW-Rettungsschirmes benötigt. Man will Unternehmen maßgeschneidert Hilfe zur Verfügung stellen. Zudem sollen die Hilfen des Landes NRW ergänzend zu denen des Bundes wirken. Die Maßnahmen, die nach heute folgen, seien nicht die einzigen, sondern es werden noch weitere folgen.

Update, Donnerstag (19. März), 13.35 Uhr: NRW-Ministerpräsident erklärte in der Pressekonferenz zu den Ergebnissen des Wirtschaftsgipfels bezüglich der Corona-Krise, dass in diesen Tagen und Wochen alle Gewohnheiten über Bord geworfen werden. Es habe am Vormittag ein gutes und konzentriertes Gespräch mit Vertretern der Wirtschaft gegeben. Man sei in NRW eng zusammengerückt und habe ideologische Debatten hinter sich gelassen.

Corona-Krise: 25 Milliarden-Rettungsschirm für Unternehmen in NRW

Er erklärte, dass man dafür kämpfen werde, gleichzeitig die Pandemie einzudämmen, aber auch im Blick zu haben, was nach der Pandemie auf die Unternehmen in NRW zukommt. Sowohl bei großen als auch bei kleinen Unternehmen gehe es aktuell um die Existenzsicherung. Dabei sei entschlossenes und unbürokratisches Handeln erforderlich. Es sei bereits wichtig gewesen, dass die Bundesregierung ihre schnelle Hilfe angekündigt hat. Auch in NRW habe man in den letzten Tagen über Sofortmaßnahmen gesprochen und auf den Weg gebracht, die den Unternehmen in NRW helfen sollen.

Dazu gehört ein NRW-Rettungsschirm in Höhe von 25 Milliarden Euro. Dieser soll als Sondervermögen im Nachtragshaushalt erfolgen. Dieses werde den einzelnen Fraktionen des Landtages noch heute Nachmittag vorgestellt, damit möglichst schnell darüber entschieden werden könne. Es sei der größte Rettungsschirm, den es in NRW jemals gegeben habe. Man wolle auch sehen wie die beschlossenen Wirtschaftsmaßnahmen in der Praxis wirken und in regem Austausch mit den Wirtschaftsvertretern bleiben.

NRW-Landesregierung verkündet Wirtschaftshilfen und -maßnahmen in der Corona-Krise

Update, Donnerstag (19. März), 13.19 Uhr: Die Landesregierung bringt einen Rettungsschrirm in Höhe von 25 Milliarden Euro auf den Weg. Dieser soll Gewerbetreibenden in der Corona-Krise helfen. Es ist der größte Rettungsschirm in NRW, den es je gegeben hat.

Update, Donnerstag (19. März), 12.24 Uhr: Um 13 Uhr wird die NRW-Landesregierung die Ergebnisse des Wirtschaftsgipfels und weitere Maßnahmen verkünden. 

Update, Donnerstag (19. März), 12.03 Uhr: Es gibt eine neue App mit deren Hilfe man herausfinden kann, ob ein Corona-Test sinnvoll ist oder nicht. Sie wird von der Berliner Charité angeboten. Die "CovApp" biete keine diagnotischen Leistungen, aber gelte als Ratgeber, um herauszufinden, wie notwendig ein Test ist. Innerhalb der App können Nutzer einen Fragebogen ausfüllen.

Update, Donnerstag (19. März), 11.47 Uhr: Da bei den Bürgern in NRW wegen des Coronavirus aktuell ein hoher Bedarf an Informationen besteht, hat das Land die Erreichbarkeit der Corona-Telefone erweitert. 

Bundesregierung gibt Solo-Unternehmern in Corona-Krise Rückendeckung

Update, Donnerstag (19. März), 11.40 Uhr: Rückendeckung für Solo-Selbstständige. Die Bundesregierung plane für sie ein Hilfspaket in Höhe von 50 Milliarden Euro. Am Vormittag tagt der Corona-Ausschuss des Bundeskabinetts. Geplant seien direkte Zuschüsse und Darlehen.

Update, Donnerstag (19. März), 11.16 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verkündete, dass im Laufe des Tages etwa zehn Millionen Atemschutzmasken an Ärzte, Bundesländer und kassenärztliche Vereinigungen geliefert werden. Es habe lange gedauert, da man lange nach Lieferanten habe suche müssen. Er erklärte zudem, dass es aktuell nicht möglich sei, täglich hunderttausende Bürger auf das Coronavirus zu testen. Dafür habe man keine Kapazitäten. Daher müsse man priorisieren und zuerst Personen testen, die in Risikogebieten waren oder Symptome zeigen.

Coronavirus in NRW: Keine Besserung - Fallzahlen steigen erneut stark an

Update, Donnerstag (19. März), 10.59 Uhr: Die aktuellen Fallzahlen (Stand 10.45 Uhr) der Coronavirus-Infizierten in NRW ist wieder drastisch gestiegen. Während es gestern um diese Zeit 3.838 waren, sind es heute bereits 4. 743. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 16.

Aachen & Städteregion Aachen

298

Bielefeld

49

Bochum

33

Bonn

76

Borken (Kreis)

164

Bottrop

10

Coesfeld (Kreis)

85

Dortmund

76

Duisburg

55

Düren (Kreis)

80

Düsseldorf

154

Ennepe-Ruhr-Kreis

32

Essen

154

Euskirchen (Kreis)

19

Gelsenkirchen

35

Gütersloh (Kreis)

100

Hagen

11

Hamm

16

Heinsberg (Kreis)

840

Herford (Kreis)

52

Herne

13

Hochsauerlandkreis (Kreis)

80

Höxter

7

Kleve (Kreis)

74

Köln

430

Krefeld

53

Leverkusen

33

Lippe (Kreis)

107

Märkischer Kreis

31

Mettmann (Kreis)

87

Minden-Lübbecke (Kreis)

110

Mönchengladbach

46

Mülheim / Ruhr

21

Münster

130

Oberbergischer Kreis

50

Oberhausen

18

Olpe (Kreis)

14

Paderborn (Kreis)

59

Recklinghausen (Kreis)

70

Remscheid

13

Rhein-Erft-Kreis

106

Rheinisch-Bergischer Kreis

60

Rhein-Kreis Neuss

50

Rhein-Sieg-Kreis

139

Siegen-Wittgenstein (Kreis)

26

Soest (Kreis)

47

Solingen

32

Steinfurt (Kreis)

124

Unna (Kreis)

25

Viersen (Kreis)

59

Warendorf (Kreis)

108

Wesel (Kreis)

132

Wuppertal

50

Gesamt

4.743

Update, Donnerstag (19. März), 10.42 Uhr: Der Reiseveranstalter Tui hat für seine Mitarbeiter ein halbes Jahr Kurzarbeit angemeldet. Dies gilt vom 1. April bis zum 30. September. In verschiedenen Konzernbereichen seinen unterschiedlich hohe Anteile an Kurzarbeit geplant.

Update, Donnerstag (19. März), 10.23 Uhr: Der Anbieter Flixtrain stoppt den Fahrbetrieb. Bis Ende April sollen diese Züge des Flixbus-Unternehmens zunächst nicht mehr rollen. Kunden, die bereits ein Ticket haben, können es in der 2. Klasse der IC- und ICE-Züge der Deutschen Bahn nutzen.

Coronavirus-Impfstoff: Erste Tests am Menschen im Sommer

Update, Donnerstag (19. März), 10.18 Uhr: Der Biotech-Konzern CureVac, der derzeit an einem Impfstoff gegen das Coronavirus forscht, rechnet im Sommer mit klinischen Tests für diesen. Das Unternehmen sei bald bereit, den Stoff in präklinischen Tests an Tieren zu testen. Im Sommer könne er dann voraussichtlich das erste Mal am Menschen ausprobiert werden.

Update, Donnerstag (19. März), 9.37 Uhr: Im Rahmen der Corona-Pandemie hat das Bundesgesundheitsministerium die Aktion "#wirbleibenzuhause" gestartet. Damit will man noch einmal daran erinnern, das das wichtigste in dieser Zeit schlicht und einfach zu Hause bleiben ist.

Aktion gegen die Verbreitung des Coronavirus: Joko Winterscheidt ruft zum Mitmachen auf

Daran erinnert auch Moderator Joko Winterscheidt. Er ruft in einem Video dazu auf, bei der Aktion mitzumachen. Es sei wichtig sich daran zu halten, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Dies sei zwar "wunderbar", doch es dürfe keinesfalls unnötig belastet werden.

Update, Donnerstag (19. März), 8.41 Uhr: Immer mehr Kliniken richten sich mit einer Bitte an die Bevölkerung. Auf Fotos und Schildern, die sie in den Sozialen Netzwerken posten, heißt es: "Wir bleiben für euch hier. Bleibt ihr für uns zu Hause." Damit appellieren die Kliniken und ihr Personal an die Bevölkerung, sich an die notwendigen Maßnahmen der Landes- und Bundesregierung zu halten und einfach zu Hause zu bleiben.

Coronavirus: Kliniken in NRW richten sich mit Bitte an Bürger

Auch das Klinikum in Essen hat diese Bitte. Sie posteten bei Facebook ein Foto auf dem Krankenpfleger zu sehen sind, die ein Banner in der Hand halten. Auf diesem heißt es: "Wir bleiben für euch hier... Bitte bleibt für uns Zuhause!"

Update, Donnerstag (19. März), 7.14 Uhr: Die Corona-Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft. Die NRW-Landesregierung berät sich heute mit verschiedenen Vertretern der Wirtschaft, um diesen entgegezuwirken. Sie suchen nach Lösungen, wie sie die Folgen für die Beschäftigten im Land möglichst klein halten können. Dabei gehe es vor allem um "schnelle und unbürokratische Hilfen", erklärte ein Sprecher von Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart gegenüber der dpa. Gegen Mittag sollen die Ergebnisse bekannt gegeben werden.

Corona-Krise sorgt für Probleme in der Wirtschaft: Unternehmen kämpfen mit Kurzarbeit

In NRW müssen aktuell immer mehr Unternehmen Kurzarbeit anmelden. Vor allem Autozulieferer sind davon betroffen, da die Herstellung in den großen Fabriken vorerst eingestellt wurde. Doch auch für andere Betriebe geht es ums Ganze. Sie leiden unter der Krise, da Kunden und Umsätze fehlen und Lieferengpässe entstehen.

Update, Mittwoch (18. März), 20.40 Uhr: Wie der Bonner General-Anzeiger berichtet, dürfen in der Uniklinik Bonn werdende Väter nicht mehr die Geburt ihrer Kinder erleben. Um das Risiko auf eine Infektion mit dem Coronavirus auf der Geburtenstation so gering wie möglich zu halten, dürfen schwangere Frauen nicht mehr in Begleitung auf die Station.

Hilfe der Bundeswehr gegen die Ausbreitung des Coronavirus?

Update, Mittwoch (18. März), 20.17 Uhr: Schreitet nun die Bundeswehr an? Die Stadt Halle könnte die Hilfe dringend gebrauchen. Auch eine Hundertschaft der Polizei wurde nun angefordert, so Oberbürgermeister Bernd Wiegang. Die Polizei soll helfen, die Anordnungen zur Schließung der Gaststätten und weiteren Maßnahmen durchzusetzen. 

Die Hilfe der Bundeswehr soll aber nur präventiv angefordert worden sein. Sie könne bei der medizinischen Versorgung der Bevölkerung helfen, wenn die Hilfe dringend benötigt wird. Gestern hatte die Stadt in NRW bereits den Katastrophenfall ausgerufen. Heute sind in der Stadt elf neue positive Testergebnisse eingegangen. Insgesamt 38 Menschen sind dort mit dem Coronavirus infiziert.

Update, Mittwoch (18. März), 20.05 Uhr: Das RTL-Live-Event "Die Passion" am 8. April live auf dem Burgplatz in Essen wurde nun abgesagt. Das bestätigte RTL in einer Pressemitteilung. "Leider können wir das Musik Live Event 'Die Passion' aufgrund der neuen Rahmenbedingungen nicht wie geplant zu Ostern 2020 live aus Essen senden. Wir haben natürlich Verständnis für die Entscheidung der Stadt Essen. Auch für uns ist verantwortungsbewusstes Handeln jetzt wichtig. Die Gesundheit und Eindämmung des Virus stehen im Vordergrund. Wir danken allen Beteiligten für das Herzblut, das sie bis jetzt in die Vorbereitungen gesteckt haben", so Unterhaltungschef Kai Sturm.

"Die Passion" (RTL): Alexander Klaws sollte beleuchtetes Kreuz durch die Innenstadt in Essen tragen 

In der Inszenierung der letzten Tage von Jesus Christus, wollten bekannte Schauspieler und Sänger wie Alexander Klaws und Ella Endlich mithilfe deutscher Popsongs die 2000 Jahre alte Geschichte zum Leben erwecken. Unter anderem sollte ein beleuchtetes Kreuz durch die Essener Innenstadt getragen werden.

Update, Mittwoch (18. März), 19.50 Uhr: In Essen haben sich weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt 129 Personen wurden in der Großstadt positiv getestet. 748 Personen befinden sich in Quarantäne, 186 Bürger wurden aus dieser bereits wieder entlassen. Bei 895 Personen fiel der Abstrich negativ aus. Insgesamt wurden 1164 Personen in Essen auf das Virus getestet.

Update, Mittwoch (18. März), 19.35 Uhr: Die Gerichte in NRW werden ihren Betrieb ab sofort stark einschränken. Ein Notbetrieb soll aber weiterhin bestehen bleiben, wenn wichtige Rechtssachen sofort bearbeiten werden müsse. Der Publikumsverkehr soll jedoch auf ein Minimum reduziert werden, so NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU).

Mitarbeiter von Opel aus Bochum-Langendreer an dem Coronavirus infiziert

Upd ate, Mittwoch (18. März), 19.20 Uhr: Ein Mitarbeiter des Opel-Werks in Bochum-Langendreer hat sich mit dem Coronavirus infiziert. "Wir bestätigen, dass ein Mitarbeiter unseres Unternehmens am Standort Bochum positiv auf das Covid-19- Virus gestet wurde", so Opel-Sprecher Nico Schmidt gegenüber WAZ. "Gemäß unserer existierenden Gesundheitsbestimmungen werden Mitarbeiter, die mit dem Kollegen in einem engeren Kontakt waren, nun ebenfalls untersucht und betreut. Sie befunden sich vorsorglich zu Hause."

Update, Mittwoch (18. März), 19.05 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) macht deutlich, dass das Coronavirus eine Aufgabe von historischem Ausmaß sei. "Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt", sagte sie in einer Fernsehansprache, die am Mittwochabend ausgestrahlt wird. 

"Unsere Vorstellung von Normalität, von öffentlichem Leben, von sozialem Miteinander - all das wird auf die Probe gestellt wie nie zuvor", so die Bundeskanzlerin. "Was vielleicht das Schwerste ist: uns allen fehlen die Begegnungen, die sonst selbstverständlich sind", so Merkel. In solch einer Situation sei selbstverständlich "jeder von uns" voller Fragen und Sorgen, wie es weitergeht.

Angela Merkel über Impfstoffe und Therapie gegen das Coronavirus

Jedoch müssen auch die Vorschriften befolgt werden. Es sei "existentiell", das öffentliche Leben wegen des Coronavirus so weit es geht herunterzufahren. "Ich appelliere an Sie: Halten Sie sich an die Regeln, die nun für die nächste Zeit gelten. Wir werden als Regierung stets neu prüfen, was sich wieder korrigieren lässt, aber auch: was womöglich noch nötig ist." 

Auch mit den Gerüchten um eine Therapie oder einen Impfstoff, räumt Angela Merkel auf: "Solange das so ist, gibt es nur eines, und das ist die Richtschnur all unseres Handelns: die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, sie über die Monate zu strecken und so Zeit zu gewinnen." Dies gebe der medizinischen Forschung Zeit und helfe, die Erkrankten bestmöglich zu versorgen. Deutschland habe zwar "ein exzellentes Gesundheitssystem", doch auch Krankenhäuser wären "völlig überfordert, wenn in kürzester Zeit zu viele Patienten eingeliefert würden, die einen schweren Verlauf der Corona-Infektion erleiden".

Update, Mittwoch (18. März), 18.50 Uhr: Es gibt ein weiteres Todesopfer in Deutschland. In Baden-Württemberg ist die achte Person an dem Coronavirus gestorben. Wie das Gesundheitsministerium in Stuttgart mitteilt, ist der 80-Jährige heute gestorben. Der Mann wurde in einem Krankenhaus stationär behandelt und stammt aus dem Landkreis Emmendingen. Das Land NRW verzeichnet währenddessen 13 Todesopfer.

Gesamtes Altenheim in Bochum steht wegen des Coronavirus unter Quarantäne

Update, Mittwoch (18. März), 18.35 Uhr: In dem Bochumer Altenheim St.-Johannes-Stift herrscht der Ausnahmezustand. Das Pflegeheim im Stadtteil Wiemelhausen steht unter Quarantäne. 192 Bewohner sind demnach betroffen. "Wir sind von den Ereignissen förmlich überrolt worden", so Klaus Rohde, Vorsitzender des Trägerveins St.-Johannes-Stift gegenüber Waz.

Update, Mittwoch (18. März), 18.20 Uhr: In Düsseldorf muss man ab sofort nicht mehr für das Parken bezahlen. Das gab Oberbürgermeister Thomas Geisel in einer Pressekonferenz bekannt. Damit soll bewirkt werden, dass die Bürger der Stadt weniger öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Das Ordnungsamt würde aber dennoch kontrollieren. Dabei geht es jedoch nur um das richtige Parken an Rad- und Gehwegen.

Coronavirus hat Folgen für den Flughafen in Düsseldorf

Update, Mittwoch (18. März), 18.05 Uhr: Das Coronavirus breitet sich immer weiter in der Welt aus. Das hat auch Folgen für den internationalen Luftverkehr. Das Verkehrsaufkommen bewege sich derzeit bei rund 20 Prozent des Volumens, welches nornalerweise zu der Jahreszeit üblich wäre. Das teilte der Düsseldorfer Flughafen in einer Pressemitteilung mit.

Trotz des starken Rückgangs, hält der Flughafen Düsseldorf weiter an seinem geöffneten Betrieb fest. Die Infrastruktur und der Service werde jedoch an den reduzierten Flugverkehr angepasst.

Update, Mittwoch (18. März), 17.50 Uhr: Die Stadt Duisburg startet nun einen besonderen Aufruf. Die Stadt sucht derzeit für ärztliche Tätigkeiten nach ehrenamtlichen Ärzten, die nicht berufstätig oder im Ruhestand sind. Sie sollen bei den eingerichteten Testzentren im Norden und Süden von Duisburg, sowie bei der Unterstützung der Beratung von infizierten Personen im Gesundheitsamt helfen. 

Interessierte können sich mit ihren Kontaktdaten per E-Mail an spontanhelfer@feuerwehr.duisburg.de wenden.

Update, Mittwoch (18. März), 17.35 Uhr: Die Zahl der bestätigten Krankheitsfälle in NRW wächst witer an. Stand 16 Uhr gab es nun 4268 Fälle des Coronavirus. Die Zahl stieg besonders im Kreis Heinsberg. Dort leiden 811 Menschen an Covid-19. Bisher sind in NRW 13 Menschen an das Virus gestorben.

Update, Mittwoch (18. März), 17.24 Uhr: Der kleine Flughafen Paderborn-Lippstadt ist wegen des Coronavirus nun auf staatliche Unterstützung angewiesen. "In Anbetracht der jetzigen Situation prüfen wir, inwieweit wir davon profitieren können", so Sprecher Stefan Hensel gegenüber WAZ. Der Flughafen habe mit starken Erlösrückgängen zu Kämpfen. Nur noch einzelne Reiseveranstalter steuern den Flughafen in Ostwestfalen an. 

Update, Mittwoch (18. März), 16.20 Uhr: In Bayern ist die sechste Person an das Coronavirus gestorben. "Bei diesem Todesfall handelt es sich nach Angaben des Landratsamtes Landsberg am Lech um einen 71-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen", so das Gesundheitsamt in München. In NRW sind währenddessen bereits zwölf Menschen an dem Coronavirus gestorben. Alle Verunglückten litten an Vorerkrankungen.

Gelsenkirchen: Die ersten Coronavirus-Patienten sind wieder gesund

Update, Mittwoch (18. März), 15:57 Uhr: Die ersten Corona-Patienten in Gelsenkirchen sind wieder gesund. Das teilte die Stadt in einer Pressemitteilung mit. Es handelt sich demnach um zwei Fälle, die am 4. März festgestellt worden waren. Bei den beiden nahm die Infektion einen sehr milden Verlauf und sie wiesen nur leichte Erkältungssymptome auf. 

Nach Ablauf der 14-tägigen Quarantäne, können sie diese seit heute wieder verlassen. In Gelsenkirchen sind bislang 313 Tests zum Coronavirus durchgeführt worden. Davon fielen 35 positiv aus.

Update, Mittwoch (18. März), 15.45 Uhr: In Köln wächst die Zahl der Infizierten auf 468. Davon befinden sich neun in stationärer Behandlung in einem Krankenhaus. In der Großstadt soll nun ein zweites Zentrum für Corona-Tests entstehen. Dort soll auch die Kapazität von Beatmungen erweitert werden. Ein neues Krankenhaus soll aber erstmal noch nicht entstehen.

Update, Mittwoch (18. März), 15.22 Uhr: Tagespflegeeinrichtungen und Werkstätten für pflegebedürftige und behinderte Menschen müssen auch während der Corona-Krise eine Notbetreuung sicherstellen. Dies versicherte NRW-Gesundheitsminister Laumann am Mittag. Diese seien eigentlich geschlossen, für die Menschen, die nicht anders betreut werden können, allerdings geöffnet.

Update, Mittwoch ( 18. März), 15.19 Uhr: Für NRW-Schulministerin Gebauer ist die Umstellung des Schulbetriebs wegen des Coronavirus reibungslos angelaufen. Sie erklärte, dass die Notbetreuung an Schulen nur von sehr wenigen genutzt worden wäre. Im Landesdurchschnitt seien lediglich vier Prozent der Notplätze genutzt worden. An einigen Schulen seien maximal zehn Prozent der Schüler da gewesen.

Coronavirus: Azubi-Zwischenprüfungen bundesweit abgesagt

Update, Mittwoch (18. März), 15.02 Uhr: Die Azubi-Zwischenprüfungen im Frühjahr 2020 wurden wegen des Coronavirus abgesagt. Nachgeholt werden muss die Prüfung nicht. Davon betroffen sind rund 90.000 Azubis. Bekannt gegeben wurde das vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag. 

Update, Mittwoch (18. März), 14.10 Uhr: Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Claudia Schmidtke, erinnert daran, den Notruf 112 nicht für Fragen zum Coronavirus zu blockieren. Informationen dazu erhalte man von verschiedenen Hotlines, zum Beispiel unter der Nummer 0800-0117722. Wer befürchtet, sich infiziert zu haben, kann die bundesweite Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes wählen: 116-117

Minister in NRW mahnt: Kinder zu Hause betreuen

Update, Mittwoch (18. März), 12.45 Uhr: Der stellvertretende Ministerpräsident Joachim Stamp versicherte, dass die Kita- und Tagespflege vollständig weiterfinanziert werde. Wie es hinsichtlich der Kita-Gebühren aussehe, konnte er noch nicht sagen.

Er appellierte an Eltern ihre Kinder wirklich zu Hause zu betreuen. Spontane Betriebs-Kitas oder Erwachsene, die sich um mehrere Kinder in der Nachbarschaft kümmern, seien unverantwortlich. So könne man Infektionsketten nicht unterbrechen. Stattdessen könne man die Situation so sogar noch verschlimmern, da man Kinder zusammenbringe, die vorher noch keinen Kontakt miteinander gehabt haben.

In Corona-Zeiten sei es wichtig Abstand zu halten und Kontakte zu meiden

Ebenso solle man nur mit seinen eigenen Kindern an die frische Luft gehe. Auch draußen solle man sich nicht in Gruppen aufhalten. Weder an öffentlichen, noch an privaten Orten. Auch in Supermärkten solle man auf den richtigen Abstand zu anderen Personen achten.

Update, Mittwoch (18. März), 12.38 Uhr: Gesundheitsminister Laumann erklärte, dass es in NRW keine neuen Todesfälle wegen des Coronavirus gebe. Zudem bestätigte er, dass Reha-Kliniken in die medizinische Versorgungsstruktur aufgenommen wurden. Sie übernehmen Patienten aus Krankenhäusern. Dadurch werden in den Kliniken Kapazitäten geschafft. Auch auf private Strukturen gehe man dabei schon zu.

NRW-Gesundheitsminister sichert Kliniken in Corona-Zeit Hilfe zu

In NRW werde derzeit alles getan, damit die Krankenhäuser besser und in Ruhe arbeiten können. Dafür sollen vorerst auch etliche bürokratische Hindernisse wegfallen. Weiter gehe es darum, die Kliniken in der Schaffung von Beatmungsplätzen zu unterstützen. Man wolle nicht erst in einer Notsituation handeln.

Update, Mittwoch (18. März), 12.25 Uhr: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer hat sich zu den Abitur-Prüfungen geäußert. Sie erklärte, dass es auch in NRW vergleichbare Planungen wie in Bayern gebe. Dies wolle man aber in Abstimmung mit der Ländergemeinschaft tun. Sie betonte, dass allen Abiturienten ein faires Abitur geboten werden. Die Schüler sollen im eignen Land und auch länderübergreifend Chancengerechtigkeit haben. Daran werde in den nächsten Tagen verstärkt gearbeitet.

NRW-Ministerin Gebauer dankt Mitarbeiter der Schule für Hilfe in Corona-Krise

Gleichzeitig dankte sie allen Schulleitern, Lehrern und Mitarbeitern der Schulen, die bei der kurzfristigen Organisation geholfen haben. Etwa dadurch, dass spontan Lehrer Unterrichtsmaterialien bereitstellen. Auch ohne die Beteiligung der Eltern sei dieser Schritt nicht möglich gewesen.

Update, Mittwoch (18. März), 11.30 Uhr: Ein Student aus Ostwestfalen hat eine Corona-Live-Karte entwickelt, die die Hotspots der infizierten Personen anzeigt. Die Karte aktualisiere sich regelmäßig neu, sodass sie immer die neuesten Zahlen enthalte. Diese bezieht er vom NRW-Gesundheitsministerium.

Update, Mittwoch (18. März), 11.08 Uhr: In Hamm haben Unbekannte Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel aus der Barbaraklinik gestohlen. Zwischen Montag- und Dienstagmorgen wurden die Masken und Mittel aus dem Bestand verschiedener Stationen geklaut.

Update, Mittwoch (18. März), 10.40 Uhr: Die aktuellen Fallzahlen (Stand: 18. März, 10 Uhr) der Corona-Infizierten in NRW sind wieder deutlich angestiegen. Insgesamt sind mit 3.838 bestätigten Fällen fast 800 mehr als gestern zu verzeichnen. Auch im Kreis Heinsberg ist die Zahl weiter gestiegen, während es gestern noch 713 waren, sind es heute schon 789.

Aachen & Städteregion Aachen

259

Bielefeld

43

Bochum

29

Bonn

64

Borken (Kreis)

123

Bottrop

9

Coesfeld (Kreis)

70

Dortmund

65

Duisburg

46

Düren (Kreis)

54

Düsseldorf

97

Ennepe-Ruhr-Kreis

22

Essen

115

Euskirchen (Kreis)

12

Gelsenkirchen

18

Gütersloh (Kreis)

91

Hagen

11

Hamm

16

Heinsberg (Kreis)

789

Herford (Kreis)

36

Herne

7

Hochsauerlandkreis (Kreis)

54

Höxter

6

Kleve (Kreis)

66

Köln

327

Krefeld

36

Leverkusen

31

Lippe (Kreis)

85

Märkischer Kreis

21

Mettmann (Kreis)

63

Minden-Lübbecke (Kreis)

91

Mönchengladbach

37

Mülheim / Ruhr

14

Münster

103

Oberbergischer Kreis

32

Oberhausen

13

Olpe (Kreis)

12

Paderborn (Kreis)

53

Recklinghausen (Kreis)

63

Remscheid

10

Rhein-Erft-Kreis

90

Rheinisch-Bergischer Kreis

52

Rhein-Kreis Neuss

50

Rhein-Sieg-Kreis

90

Siegen-Wittgenstein (Kreis)

15

Soest (Kreis)

29

Solingen

31

Steinfurt (Kreis)

95

Unna (Kreis)

20

Viersen (Kreis)

43

Warendorf (Kreis)

84

Wesel (Kreis)

116

Wuppertal

30

Gesamt

3.838

Bei diesen Zahlen handelt es sich nur um die Fälle, die offiziell bestätigt und bekannt sind. Wie viele Menschen es womöglich gibt, die noch nichts von einer Infektion wissen, ist ungewiss. 

Update, Mittwoch (18. März), 10.30 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel wendet sich heute in einer Ansprache erneut an die Bevölkerung. Es sollen keine neuen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus verkündet werden, stattdessen gehe es darum, Bürgern über den Stand der Dinge zu informieren. Die Rede ist am 20.15 Uhr im Ersten zu sehen.

Pandemie: Bayern verschiebt Abi-Prüfungen - Zieht NRW nach?

Update, Mittwoch (18. März), 9.50 Uhr: In Bayern wurde der Start der Abi-Prüfungen verschoben. Statt am 30. April sollen sie nun frühestens ab dem 20. Mai stattfinden. Derzeit gibt es eine solche Ankündigung für NRW noch nicht, um 12 Uhr tritt allerdings NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer mit Joachim Stamp vor die Presse, um über fortlaufende Entwicklungen in der Pandemie zu berichten.

Update, Mittwoch (18. März), 9.13 Uhr: Die Telekom soll dem Robert-Koch-Institut Handydaten zur Verfügung stellen. Dies berichtet der Tagesspiegel und bezieht sich dabei auf Aussagen einer Telekom-Sprecherin. Die Daten sollen dem Institut demnach in anonymisierter Form zur Verfügung gestellt werden.

Coronavirus mit Handydaten besser im Blick behalten

Das Forschungsinstitut soll so die Ausbreitung des Coronavirus und die Wirksamkeit von Maßnahmen besser analysieren können. "Damit lassen sich Bewegungsströme modellieren - bundesweit, auf Landebene sowie bis auf die Kreis-Gemeinde-Ebene heruntergebrochen", heißt es im Tagesspiegel von der Sprecherin.  Ein Tracking der Bürger soll so allerdings nicht möglich sein.

Update, Mittwoch (18. März), 8.35 Uhr: Auch das NRW-Justizministerium reagiert hinsichtlich der Corona-Krise. Per Erlass hat es gestern alle Besuche in Gefängnisse untersagt. Ausnahmen können in dringenden Fällen für Verteidiger gemacht werden.

Coronavirus: Keine Besuche mehr in NRW-Gefängnissen

Auch vollzugsöffnende Maßnahmen, wie Ausgänge, werden gestoppt. Als Ausgleich sollen die Gefangenen mehr Zeit zum telefonieren bekommen und ermöglicht werden, dass sie via Skype telefonieren, was in elf Haftanstalten in NRW funktioniert. Ersatzfreiheitsstrafen, also Freiheitsstrafen statt einer Geldstrafe, werden ebenfalls vorerst ausgesetzt. Bisher gebe es keinen bekannten Corona-Fall eines Häftlings, dabei solle es auch bleiben.

Update, Mittwoch (18. März), 8.06 Uhr: Ab heute ist der Alltag in NRW mit den gestern angekündigten Maßnahmen Landesregierung zu meistern. Am Dienstag äußerte sich Ministerpräsident Armin Laschet mit klaren Worten, dass es um nichts weniger als "Leben und Tod" gehe. Der Appell, der mit den neuen - deutlich drastischeren - Maßnahmen einhergeht ist unmissverständlich: "Bleiben sie zu Hause!"

Neue Coronavirus-Maßnahmen in NRW schränken den Alltag ab heute weiter ein

Ab heute sind Spiel- und Bolzplätze sowie andere Einrichtungen wie Theater, Schwimmbäder etc. ebenfalls geschlossen. Gastronomen müssen ihre Gaststätten bereits um 15 Uhr schließen. Bis auf einige Ausnahmen bleiben auch immer mehr Geschäfte geschlossen. Nicht betroffen sind lediglich Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel.

Schulen sind ab heute komplett geschlossen und in den Kindertagesstätten findet nur noch eine Betreuung der Kinder statt, deren Eltern in Schlüsselpositionen arbeiten. Also Eltern, die im medizinischen Bereich tätig sind oder etwa Polizisten oder Feuerwehrleute sind.

Update, Mittwoch (18. März), 7.27 Uhr: In Köln applaudierten gestern Abend zahlreiche Menschen den Menschen, die in der Corona-Krise versuchen, zu helfen. Es wurde dazu aufgerufen, sich am Abend auf seinen Balkon zu begeben oder sich an offene Fenster zu stellen, um den Helfern, die derzeit noch immer für die Gesellschaft arbeiten, durch den Beifall Anerkennung zu zeigen. Ein Zeichen des Zusammenhalts und der Solidarität.

In vielen Stadtteilen machten Menschen bei der Aktion mit, so auch in dieser Siedlung. Auf dem Video sieht man viele Menschen, die an Fenstern und auf Balkonen stehen und applaudieren. 

Update, Dienstag (17. März), 22.23 Uhr: Auch die Stadt Essen reagiert mit einer Allgemeinverfügung auf die Ausbreitung des Coronavirus in NRW. Demnach werden ab Mittwoch folgende Veranstaltungen und Einrichtungen geschlossen:

  • Cafés, Eisdielen und Imbisse
  • Messen, Ausstellungen und Spezialmärkte
  • Bolz- und Spielplätze
  • Spielplätze
  • der Grugapark

Geschäfte wie Einzel- und Großhandel sowie Apotheken dürfen ab sofort auch an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 18 Uhr öffnen.

Coronavirus in NRW: Movie Park und Phantasialand verschieben Saisonstart

Update, Dienstag (17. März), 21.54 Uhr: Der Saisonstart des Movie Park wurde zur Bekämpfung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus auf den 24. April verschoben, wie der Freizeitpark mitteilt. "Auch im Hinblick auf die weitere Entwicklung der dynamischen Situation behält Movie Park Germany sich vor, nach einer möglichen Parköffnung den bisher veröffentlichten Öffnungszeitenkalender für die Saison 2020 anzupassen und entsprechend der Nachfrage zu optimieren", heißt es. 

Auch das Fort-Fun und das Phantasialand werden laut freizeitparknewsnrw.de erst nach dem 20. April in die Sommersaison starten.

Coronavirus: Klinik in Hagen unter Quarantäne

Update, Dienstag (17. März), 20.45 Uhr: Die Kinder- und Jugendklinik des Agaplesion Allgemeinen Krankenhauses in Hagen steht unter Quarantäne, wie das Krankenhaus bekannt gab. Ein Mitarbeiter der Klinik ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er hatte am Wochenende selbst Symptome bei sich festgestellt, das Testergebnis fiel dann auch positiv aus.

Alle Personen, die mit ihm Kontakt hatten, sollen mittlerweile auch auf das Coronavirus getestet worden sein. Bis Donnerstag nächster Woche (26.03.2020) kann die Kinder- und Jugendklinik keine neuen Patienten mehr aufnehmen. Besuche dort sind schon seit Anfang dieser Woche nicht mehr erlaubt.

Update, Dienstag (17. März), 20.29 Uhr: Um die Infektionsgefahr durch das Coronavirus einzudämmen, hat Bundesinnenminster Horst Seehofer Einreisebeschränkungen für Nicht-EU-Bürger nach Deutschland angeordnet. Das betrifft den internationalen Luft- und Seeverkehr bei Reisen, die ihren Ausgangspunkt außerhalb der EU haben. Ausnahmen gibt es demnach für Drittstaatangehörige mit längerfristigem Aufenthaltsrecht in einem EU-Staat.

Notfallplan: Hotels und Hallen könnten umgerüstet werden

Update, Dienstag (17. März), 19.55 Uhr: Wie der Spiegel berichtet, haben Bund und Länder eine weitere Maßnahme im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Ein Notfallplan soll das Auf- Aus- und Umrüsten von Rehabilitationseinrichtungen, Hotels oder größeren Hallen in Krankenhäuser beziehungsweise Krankenstationen erlauben.

"Die Länder sollten mit den Kliniken in ihren Bundesländern, die über Intensivkapazitäten verfügen, Pläne erarbeiten, um dieses Ziel durch den Aufbau provisorischer Intensivkapazitäten zu erreichen", heißt es in dem "Grobkonzept Infrastruktur Krankenhaus", auf das sich Kanzleramtschef Helge Braun, die Staatskanzleichefs der Länder und das Bundesgesundheitsministerium am Dienstag einigten. Diese Maßnahme soll wohl auch dazu führen, dass die Anzahl der Intensivbetten sich erhöht, RUHR24 berichtete.

Lebensmittelmärkte dürfen wegen Coronavirus auch Sonntags öffnen

Update, Dienstag (17. März), 19.41 Uhr: Wie das Land NRW mitteilt ist es folgenden Geschäften ab sofort erlaubt, auch an Sonn- und Feiertagen außer Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag, von jeweils 13 bis 18 Uhr zu öffnen:

  • Lebensmittelgeschäfte
  • Wochenmärkte
  • Abhol- und Lieferdienste
  • Apotheken
  • Großhandelsgeschäfte

Update, Dienstag (17. März), 19.08 Uhr: Die Stadt Duisburg zieht ihre Konsequenzen zur aktuellen Situation und verschärft die Vorgaben der Bundesregierung innerhalb ihres Zuständigkeitsgebietes: Alle Geschäfte sollen geschlossen bleiben, wie die Stadt mitteilt. Dazu gehören auch Frisöre und vergleichbare Dienstleistungen, die einen direkten Kundenkontakt haben. Ausgenommen sind Lebensmittelgeschäfte, Kioske, Drogerien, Bäcker, Metzger, Apotheken, Banken und Tankstellen.

Ebenso werden alle Restaurants geschlossen. Dabei sind aber die Lieferdienste und die reine Abholung von Speisen ausgenommen. Ein Verzehr vor Ort ist nicht erlaubt.

Ebenso in Duisburg geschlossen oder untersagt:

  • Spielplätze
  • Kirchen und Gottesdienste
  • Hotels (Übernachtungen nur zu notwendigen Zwecken erlaubt)
  • Treffen von Vereinen
  • Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften

Update, Dienstag (17. März), 18.37 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus wollen Bund und Länder die Zahl der Intensivbetten verdoppeln.  Die Bundesländer sollten mit den Kliniken Pläne erarbeiten, "um dieses Ziel durch den Aufbau provisorischer Intensivkapazitäten zu erreichen", heißt es in einem Beschluss. Laut Gesundheitsminister Jens Spahn gibt es in Deutschland aktuell 28 000 Intensivbetten, von denen 25 000 Beatmungsmöglichkeiten haben.

Update, Dienstag (17. März), 18.16 Uhr: Auch in Bergkamen sind die Elternbeiträge in Kitas Thema: Da es sich um eine besondere Situation handelt, setzt Bürgermeister Roland Schäfer sich für eine kreisweit einheitliche Regelung zur Erstattung ein, wie die Stadt mitteilt.

Außerdem findet der Markt am Donnerstag (19. März) vor Ort in eingeschränkter Form statt: Die Marktstände sollen im ausreichenden Abstand zueinander platzier werden. Sitzmöglichkeiten würden nicht aufgestellt.

Kreis Recklinghausen stellt die Elternbeiträge für Kitas ab April ein

Update, Dienstag (17. März), 17.38 Uhr: Der Kreis Recklinghausen zieht bis zur abschließenden Klärung durch das Land NRW ab April keine Elternbeiträge mehr für Kitas und OGS ein, wie der Kreis mitteilt. Ähnliche Regelungen wurden für Musikschul- und VHS-Kursgebühren vereinbart. „Natürlich müssen die Eltern nur für die Dienstleistungen bezahlen, die tatsächlich erbracht wurden“, so Bürgermeister Christoph Tesche. Auch im Kreis Unna wird eine ähnliche Regelung besprochen. Infos folgen.

Update, Dienstag (17. März), 17.28 Uhr: In Hagen gibt es in den Friedhofskapellen vorerst keine Trauerfeiern mehr, das gilt auch für Gottesdienste in Kirchen, wie der WDR berichtet.  Auch Friedhöfe in Dortmund neben ab sofort keine Termine mehr für Trauerfeiern in städtischen Trauerhallen an. Fest zugesagte Termine in den nächsten Tagen sollen auf den insgesamt 32 Friedhöfen in Dortmund aber nicht mehr abgesagt werden.

Update, Dienstag (17. März), 17.16 Uhr: Die Stadt Herne organisiert die Arbeitsabläufe in der Stadtverwaltung neu um die Infektionen mit dem Coronavirus möglichst gering zu halten. Die Verwaltungsstandorte sollten ab Mittwoch (18. März) nicht mehr frei zugänglich sein. Bürger sollen ab sofort telefonisch oder per E-Mail mit der Stadtverwaltung beziehungsweise dem zuständigen Fachbereich Kontakt aufnehmen. Wenn eine persönliche Absprache notwendig sei, würden die Fachbereiche auch Termine vereinbaren.

Coronavirus: Restaurants schließen um 15 Uhr, Spielplätze sind dicht

Update, Dienstag (17. März), 16.48 Uhr: Reisende, die sich zurzeit in NRW befinden, sollten ihren Urlaub laut Ministerpräsident Armin Laschet abbrechen. Wenn Hotels und Pensionen ab Mittwoch grundsätzlich keine touristischen Übernachtungen mehr erlauben dürften, müssten auch die derzeitigen Gäste ihren Ferienaufenthalt beenden, so Laschet am Dienstag in Düsseldorf.

Die Situation in Feriengebieten wie dem Sauerland sei dabei nicht anders zu bewerten als die Lage auf den Inseln. In Deutschland wurden alle Nord- und Ostseeinseln sowie die Halligen in der Nordsee bereits für Touristen abgeriegelt.

Update, Dienstag (17. März), 16.16 Uhr: Der Fernbusanbieter Flixbus stellt seinen Betrieb bis auf weiteres wegen der Coronavirus-Krise ab Mitternacht ein. FlixBus werde alle nationalen sowie grenzüberschreitenden Verbindungen von und nach Deutschland ab Mitternacht (17. März) aussetzen, wie das Unternehmen mitteilt.

Update, Dienstag (17. März), 15.58 Uhr: Nicht nur Bolz- und Spielplätze werden landesweit geschlossen, auch Restaurants sollen jeweils bereits um 15 Uhr schließen. Das hat das Landeskabinett am Dienstag in Düsseldorf beschlossen, wie Ministerpräsident Armin Laschet mitteilte. Der Erlass soll ab Mittwoch (18. März) gelten. Der eindringliche Appell des Minsterpräsidenten: "Bleiben Sie zuhause."

Außerdem stelle das Land NRW 150 Millionen Euro Soforthilfen im Kampf gegen das Coronavirus bereit. Das Geld soll unter anderem helfen, mehr Beatmungsplätze in Krankenhäusern und mehr Schutzkleidung zu beschaffen.

Coronavirus: Ernte in Deutschland und NRW nicht gefährdet

Update, Dienstag (17. März), 15.47 Uhr: Auch die Landwirte in NRW geben Entwarnung in Sachen Lebensmittelknappheit und Lieferengpässe. "Bei Weizen, Kartoffeln, Zucker, Käse, Milch und Schweinefleisch liegt der deutsche Selbstversorgungsgrad beispielsweise deutlich über 100 Prozent", so Hubertus Beringmeier, WLV-Präsident und Landwirt aus dem Kreis Paderborn in einer Pressemitteilung. Ernten könne man nicht verschieben und Tiere müssen weiterhin gefüttert werden.

Gerade in der bald startenden Erdbeer- und Spargelsaison würden viele Landwirte Helfer aus Rumänien und Polen beschäftigen. Nun besteht Sorge, dass viele der Arbeiter nicht nach Deutschland kommen wollen. Die Ernte sei deswegen aber nicht gefährdet, so Berginmeier. "Hier arbeiten wir an Möglichkeiten für die Einreise und denken über alternative Maßnahmen nach, um die Ernte weiterhin zu sichern. Im Gespräch mit NRW-Landwirtschaftsministerin Heinen Esser habe ich heute die verschiedenen Möglichkeiten erörtert, die kurzfristig umgesetzt werden sollen."

Update, Dienstag (17. März), 15.29 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat einen "Rettungsschirm" für die Wirtschaft des bevölkerungsreichsten Bundeslandes angekündigt. Am Donnerstag soll es dazu ein Gipfeltreffen geben, wie die dpa berichtet. Daran sollen Banken, Unternehmen, Gewerkschaften, Kommunen aber auch Kulturschaffende beteiligt sein.

"Das Ziel muss sein, dass kein Unternehmen insolvent geht", so Laschet. Über diese zu erwartende Höhe dieses Hilfepakets machte der Ministerpräsident noch keine Angaben.

Update, Dienstag (17. März), 14.57 Uhr: Die Stadt Bochum hat ab heute eine "Drive-In"-Corona-Teststelle eingerichtet. Personen können so mit dem Auto vorfahren und mit einem angereichten Test-Stäbchen selbst einen Abstrich aus Mund- und Rachenraum nehmen. Dies dauert nur wenige Minuten, danach werden die Getesten in häusliche Quarantäne geschickt, bis ihre Testergebnisse vorliegen.

NRW: Stadt Bochum richtet "Drive-In"-Corona-Teststelle ein

Mitarbeitende des DRK führen die Tests durch. Zum einen werden Einrichtungen wie Kliniken, Arztpraxen und Diagnostik-Zentren so entlastet, zum anderen, werden die Personen so weniger gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt.

Die Stadt Bochum führt eine "Drive In"-Corona-Teststelle ein.

Die Tests werden allerdings nur mit vorheriger Terminvereinbarung durchgeführt. Sie erfolgt über die städtische Corona-Hotline unter 910-5555. Bei einem Gespräch werde dann abgeklärt, ob ein Test notwendig sei und wenn nötig, ein Termin vereinbart.

Corona-Krise: Keine Kita-Beiträge für Eltern in Bochum

Gleichzeitig verkündete die Stadt Bochum eine weitere erfreuliche Nachricht für Eltern von Kita-Kindern. „Die April-Beiträge für Kitas, Kindertagespflege, Offene Ganztagsschulen und Musikschulen werden nicht eingezogen.“, heißt es von Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. Die Fallpauschalen an die Einrichtungen werde die Stadt weiterzahlen.

Update, Dienstag (17. März), 14.29 Uhr: Joachim Stamp (FDP), Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge, Integration und stellvertretender Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen erklärte, dass die Situation vor allem für Familien mit kleinen Kindern eine Herausforderung sei. Dennoch verteidigte er die Schließung der Spiel- und Bolzplätze. Er erklärte, dass es viele Eltern gebe, die sich nicht an Maßnahmen halten würden. Es gebe Eltern, die sich mit anderen Familien auf den Spielplätzen treffen und sich somit nicht daran halten, soziale Kontakte zu meiden.

Schließung der Spiel- und Bolzplätze in NRW

Auf diese müsse man mit der landesweiten Schließung nun reagieren. Bei vielen Eltern sei die Dringlichkeit der Maßnahmen noch nicht angekommen. Dies sei jedoch ein Beispiel für alle Maßnahmen. Er appellierte, sich strikt an diese zu halten, da sonst noch härtere notwendig werden würden. 

Auch wenn es schwierig sei, sollten Eltern nun nicht auf Betreuungsstrukturen setzen, wobei sich ein Erwachsener um etliche Kinder aus der Nachbarschaft kümmere. Das widerspreche den Maßnahmen. Eltern sollten sich mit ihren Kindern in den eigenen vier Wänden aufhalten und auch nur mit ihren Kindern spazieren gehen.

Coronavirus: NRW-Grenzen Richtung Belgien und Niederlande bleiben offen

Update, Dienstag (17. März), 14.23 Uhr: Armin Laschet erklärte, dass eine Grenzschließung in Richtung Belgien und der Niederlande aktuell nicht nötig sei. Im Gegenteil sogar bekräftigte er, dass diese nicht helfen würden, sondern hinderlich wären. Auch im Hinblick auf Lieferketten. Bürger aus Belgien und den Niederlanden hätten keine Hamsterkäufe getan, wie es von Bürgern aus anderen Ländern bekannt wäre. Zudem stimme man sich eng mit den beiden Nachbarländern ab. Dort würden ungefähr die gleichen Maßnahmen gelten wie in NRW.

Update, Dienstag (17. März), 14.08 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sprach auf der Pressekonferenz von einer schweren Krise, die derzeit herrsche. Die Landesregierung und sehr vielen Menschen in NRW arbeiten daran, die Pandemie einzudämmen. Er betonte jedoch, dass das Coronavirus nur gemeinsam besiegt werden könne, wenn alle helfen und mitmachen. Er bekräftigte, dass es dabei um nichts weniger als "Leben und Tod" gehe.

Coronavirus in NRW: Neuer Erlass von Landesregierung beschlossen

Man habe gesehen, dass es bereits viele Menschen gebe, die sich verantwortungsvoll verhalten. Dennoch gebe es noch etliche Menschen, die dies nicht tun und gegen bisherige Maßnahmen verstoßen. Wegen dieser Menschen werden neue und weitere Maßnahmen nötig.

In einem Erlass, der noch heute an die Kommunen gehe, wird die Schließung etlicher Orte beschlossen. Betroffen davon sind:

  • Bars
  • Clubs
  • Diskotheken
  • Theater
  • Opern
  • Fitnessstudios
  • Schwimm- und Spaßbäder
  • Saunen
  • Musik- und Volkshochschulen
  • das Treffen in Sportvereinen und -einrichtungen
  • Spielhallen
  • Wettbüros
  • Spielplätze
  • Bolzplätze

Für Kirchen und Glaubensgemeinschaften bestehe kein Verbot, sondern eine Selbstregelung. Zum einen bestehe auch für diese die bestehende Aufforderung, Zusammenkünfte zu unterlassen, doch sie erklärten auch freiwillig diese aussetzen zu wollen.

Update, Dienstag (17. März), 13.42 Uhr: In der Pressekonferenz mit NRW-Präsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, wurde die Zahl von 12 Todesfällen in NRW wegen des Coronavirus bestätigt. Bei allen Personen handelt es sich aktuell um Vorerkrankte und Ältere.

Update, Dienstag (17. März), 12.30 Uhr: Die Zahl der Personen, die in NRW an dem Coronavirus verstorben sind, steigt auf 10. Ein 80-jähriger Mann aus Aachen starb am Montagabend in einem Krankenhaus. Er hatte mehrere Vorerkrankungen. Auch bei dem zweiten neuen Todesfall handelt es sich um einen 80-Jährigen mit Vorerkrankungen. Er stammt aus Würselen.

NRW-Minister erklären neue Maßnahmen in Coronavirus-Pressekonferenz

Update, Dienstag (17. März), 11.51 Uhr: Um 13.30 Uhr findet eine Pressekonferenz mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann statt. Dort werden die Ergebnisse der heutigen Beratungsespräche der NRW-Regierung wegen des Coronavirus bekannt gegeben.

Alle Infos, zur Bundesliga und zur EM 2020 im Hinblick auf das Coronavirus findet ihr in einem neuen Live-Ticker von uns.

Update, Dienstag (17. März), 10.54 Uhr: DasRobert-Koch-Institut (RKI) hat die Risikoeinstufung des Coronavirus für Deutschland erhöht. Das Risiko werde nun als "hoch" eingeschätzt. Dies liege an der Dynamik der Pandemie und den stetig weiter wachsenden Fallzahlen. Das Risiko für die Bevölkerung sei jedoch von Region zu Region unterschiedlich. In einigen Bereichen, wie dem Kreis Heinsberg in NRW, könne es auch als "sehr hoch" eingestuft werden.

Risikoeinschätzung des Robert-Koch-Instituts auf "hoch" erhöht

Zuvor schätzte das Institut die Gefährdung als "mäßig" ein. Man gehe weiterhin davon aus, dass die tatsächlichen Fallzahlen noch deutlich über den der bestätigten Infektionen liege. Daher müsse weiterhin alles dafür getan werden, das Coronavirus einzudämmen.

Update, Dienstag (17. März), 10.19 Uhr: Die Fallzahlen der Coronavirus-Infizierten in NRW ist weiterhin stark gestiegen. Aktuell (Stand: 17. März, 10 Uhr) gebe es in NRW3.060 bestätigte Fälle.

Coronavirus-Fallzahlen in NRW deutlich gestiegen

Besonders stark betroffen ist weiterhin der Kreis Heinsberg mit 713 infizierten Personen. Dort gibt es mit Abstand die meisten Erkrankten. Köln folgt mit 274 bestätigten Infektionen.

  • Aachen & Städteregion Aachen: 175
  • Bielefeld: 28
  • Bochum: 26
  • Bonn: 55
  • Borken (Kreis): 95
  • Bottrop: 4
  • Coesfeld (Kreis): 23
  • Dortmund: 33
  • Duisburg: 30
  • Düren (Kreis): 47
  • Düsseldorf: 63
  • Ennepe-Ruhr-Kreis: 17
  • Essen: 89
  • Euskirchen: 12
  • Gelsenkirchen: 13
  • Gütersloh (Kreis) 71
  • Hagen: 6
  • Hamm: 8
  • Heinsberg (Kreis): 713
  • Herford (Kreis): 26
  • Herne: 8
  • Hochsauerlandkreis (Kreis): 19
  • Höxter: 2
  • Kleve (Kreis): 41
  • Köln: 274
  • Krefeld: 36
  • Leverkusen: 21
  • Lippe (Kreis): 56
  • Märkischer Kreis: 20
  • Mettmann (Kreis): 39
  • Minden-Lübbecke (Kreis): 74
  • Mönchengladbach: 36
  • Mülheim/Ruhr: 12
  • Münster: 90
  • Oberbergischer Kreis: 27
  • Oberhausen: 12
  • Olpe (Kreis): 6
  • Paderborn (Kreis): 42
  • Recklinghausen (Kreis): 51
  • Remscheid: 8
  • Rhein-Erft-Kreis: 82
  • Rheinisch-Bergischer-Kreis: 52
  • Rhein-Kreis Neuss: 44
  • Rhein-Sieg-Kreis: 78
  • Siegen-Wittgenstein (Kreis): 15
  • Soest (Kreis): 15
  • Solingen: 24
  • Steinfurt (Kreis): 82
  • Unna (Kreis): 19
  • Viersen (Kreis): 40
  • Warendorf (Kreis): 65
  • Wesel (Kreis): 66
  • Wuppertal: 22
  • TOTAL: 3.060

Update, Dienstag (17. März), 9.51 Uhr: Die Bundesregierung hat nun eine weltweite Reisewarnung für Touristenreisen ausgesprochen, wie Außenminister Heiko Maas erklärt. Bisher gab es eine solche Warnung nur in Richtung der chinesischen Ursprungsregion des Coronavirus. Das Auswärtige Amt verstärkt damit ihr Abraten von Reisen ins Ausland.

Wegen des Coronavirus: Im Ausland gestrandete Touristen werden zurückgeholt

Deutsche Touristen, die sich im Ausland aufhalten und dort festsitzen, sollen durch eine "Luftbrücke" zurückgeholt werden. Dies erfolge zunächst für Touristen, die sich in besonders gefährdeten Gebieten aufhalten. Darunter fallen Länder wie Marokko oder Ägypten. Bis zu 50 Millionen Euro sollen dafür zur Verfügung gestellt werden.

Update, Dienstag (17. März), 9.25 Uhr: Der schwedische Möbelhändler Ikea schließt alle Einrichtungshäuser in Deutschland. Der Online-Shop und das Kunden-Servicecenter sollen zunächst weitergeführt werden. Mit der Schließung der 53 Häuser wolle man die Mitarbeiter schützen und die Verbreitung des Virus verhindern. 

Brauerein stehen in Corona-Krise vor Herausforderung

Update, Dienstag (17. März), 9.08 Uhr: Die Corona-Krise wirkt sich in Deutschland auch auf die Brauereien aus. Neben den wegfallenden Exporten in wichtige Auslandsmärkte habe man nun auch mit den Einschränkungen auf den Bierausschank in Kneipen und Restaurants zu kämpfen. Der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes, Holger Eichele, erklärte, dass die Maßnahmen nicht nur Gastwirte vor Herausforderungen stelle, sondern eben auch Brauereien.  Gleichzeitig wird berichtet, dass auch Bier vermehrt auf Vorrat gekauft werde.

Update, Dienstag (17. März), 8.34 Uhr: Die NRW.Bank ist in der Corona-Krise gefragter denn je. In einer Bilanz heißt es, dass in den vergangenen Wochen etliche Anfragen zu Hilfsangeboten des Landes eingegangen seien. Diese seien vor allem von Dienstleistungsunternehmen gekommen, etwa aus der Eventbranche. Die NRW.Bank ist zentral für die Förderprogamme NRWs. Besonders interessierten sie sich dabei für Förderungen bei Zahlungsengpässen.

Coronavirus in NRW: Zehntausende Atemschutzmasken in Köln gestohlen

Update, Dienstag (17. März), 8.10 Uhr: In Köln haben Diebe 50 . 000 Atemschutzmasken aus einem Lager der Kliniken der Stadt Köln gestohlen. Einen Engpass soll es in den Kliniken nach dem Diebstahl nicht geben, doch der Krisenstab der Stadt Köln hat angeordnet, die Bestände aller Kölner Krankenhäuser zu prüfen und besser zu schützen. Eine Sprecherin der Kliniken bezeichnete es als eine "neue Qualität des Diebstahls".

Update, Dienstag (17. März), 7.22 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten in NRW war am Montag auf mehr als 2700 Fälle gestiegen. Die Zahl der Todesfälle hat sich auf acht erhöht. Bund und Regierung haben bereits weitere Maßnahmen verkündet, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Diese müssen von den Ländern nun noch per Erlass umgesetzt werden. Daher wird die NRW-Landesregierung heute erneut tagen, um sich über weitere Einschränkungen zu beraten. Heute noch wird ein Erlass erwartet.

NRW-Regierung berät über weitere Maßnahmen in Corona-Krise

Ziel dabei ist noch immer soziale Kontake im öffentlichen Bereich so weit wie möglich einzuschränken. Dazu gehört auch, nur noch die Bereiche laufen zu lassen, die zur Versorgung der Menschen dienen.

Auch die Justiz bleibt von der Corona-Krise nicht verschont. Das NRW-Justizministerium wird sich heute mit Vertretern der Gerichte beraten, inwiefern die Justiz auf die Ausbreitung des Virus reagiert. Ziel sei es, die rechtstaatlichen Verfahrensgrundsätze aufrechtzuerhalten und dabei die Ansteckungsgefahr möglichst zu minimieren. Einzelheiten dazu, wie dies umgesetzt wird, sollen nach einem Treffen in Düsseldorf mitgeteilt werden. Einige Gerichte, wie das Kölner Oberlandesgericht, reagierten bereits, und beschränken sich nur noch auf ihre Kernaufgaben.

Tafeln in NRW leiden unter Corona-Krise: Etliche Schließungen

Update, Montag (16. März), 22.47 Uhr: NRW - Die Corona-Krise trifft auch die ärmsten in NRW: Wie die Bild berichtet, haben erste Tafeln in Nordrhein-Westfalen ihren Betrieb eingestellt. Betroffen sollen unter anderem Bonn, Düsseldorf und Hamm sein. Für viele Menschen an und unter der Armutsgrenze fällt damit ein wichtiges Hilfsangebot weg.

Das Problem: Viele Helfer der Tafeln sind selbst bereits Rentner und durch ihr Alter besonders von dem neuartigen Coronavirus gefährdet. Einige Tafeln sollen laut Bild den Betrieb noch aufrechterhalten. Das sei aber nicht an jedem Standort möglich.

Eine Anzeigetafel in Düsseldorf weist Passanten auf wichtige Verhaltensregeln im Kampf gegen das Coronavirus hin.

Update, Montag (16. März), 21.31 Uhr: In einer am Montag (16. März) veröffentlichten Videobotschaft wendet sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) an die Menschen in Nordrhein-Westfalen. Wegen des Coronavirus befinde man sich in einer noch nie dagewesenen Ausnahmesituation, die für den einzelnen mit Belastungen und Opfern eingergehen könne.

Coronavirus in NRW: Ministerpräsident will Sorgen der Bürger ernst nehmen

Dabei nehme man die Sorgen der Bürger ernst. "Nicht für alle Fragen haben wir sofort alle Antworten", so Laschet. Aber man arbeite daran Lösungen zu finden. Insgesamt habe sich aber gezeigt, dass man NRW die richtigen Schritte gehe.

In dem Video appelliert Laschet an die Menschen, die Maßnahmen, mit denen die Corona-Pandemie eingedämmt werden soll, ernstzunehmen. So solle man unnötige soziale Kontakte vermeiden.

Update, Montag (16. März), 19.58 Uhr: Mit drastischen Maßnahmen will die Bundesregierung die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus eindämmen. So sollen laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) eine Vielzahl von Geschäften geschlossen, Gottesdienste und Treffen von Vereinen verboten werden. Auch Spielplätze will die Regierung sperren.

Von allen Maßnahmen ausgenommen sind Supermärkte und andere Geschäfte, die zur Versorgung der Menschen dienen. Offiziell gelten die Beschlüsse der Bundesregierung ab sofort, auf Landesebene müssen sie von der NRW-Regierung aber noch umgesetzt werden. Dies werde auch geschehen, bestätigte die Düsseldorfer Staatskanzlei der dpa.

Coronavirus in NRW: Parteien sagen Parteitage ab

Update, Montag (16. März), 17.43 Uhr: Auch die CDU in Nordrhein-Westfalen reagiert auf die Ausbreitung des Coronavirus: Nachdem sowohl die SPD als auch die FDP ihre geplanten Parteitage bereits abgesagt haben, folgen nun auch die Christdemokraten. Die für den 9. Mai in Bonn angesetzte Versammlung wird laut der Deutchen Presse-Agentur (dpa) nicht stattfinden. Ein neuer Termin soll noch nicht feststehen.

Update, Montag (16. März), 16.57 Uhr: Mittlerweile nutzen auch erste Betrüger das Coronavirus, um leichtgläubigen Menschen Geld abzunehmen. Laut Polizei geben sie sich mitunter als Behörden-Mitarbeiter aus oder verkaufen überteuerte Schutzmasken.

Update, Montag (16. März), 15.42 Uhr: Die Bundesregierung schlägt den Ländern im Kampf gegen das Coronavirus offenbar vor, Geschäfte - mit Ausnahme von Supermärkten und ähnlichen Läden - zu schließen. Das will die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Montag nach einer Sitzung des Kabinettsauschusses aus Regierungskreisen erfahren haben. Aus NRW gibt es bisher keine Reaktion auf den Vorstoß aus Berlin.

Derweil ist die Zahl der Menschen, die durch das neuartige Coronavirus gestorben sind, in NRW um zwei auf acht gestiegen. Bei den Toten soll es sich um eine 94-Jährige und eine 81-Jährige aus dem Kreis Heinsberg handeln.

Coronavirus in NRW: Flughafen Düsseldorf mit deutlich weniger Passagieren

Update, Montag (16. März), 15.31 Uhr: Der Flughafen Düsseldorf hat bedingt durch die Ausbreitung des Coronavirus mit einem stark zurückgegangenen Passagieraufkommen zu kämpfen. Das Verkehrsaufkommen in der aktuellen Woche liege unter 30 Prozent des Vorjahresniveau, heißt es in einer Mitteilung. Insgesamt rechnet der größte Flughafen in NRW für das erste Quartal 2020 mit rund 20 Prozent weniger Flügen. Um negative wirtschaftliche Effekte abzumildern, reduziert der Düsseldorfer Airport derzeit seinen Betrieb auf das Notwendige.

Update, Montag (16. März), 15.11 Uhr: Während sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag (13. März) noch gegen Spielplatz-Schließungen aussprach, geht die Stadt Recklinghausen jetzt genau diesen Schritt. Wie die Verwaltung mitteilt, seien ab sofort alle Spielplätze, Bolzplätze und Skateanlagen wegen der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen.

Coronavirus in NRW: Lebensmittelversorgung trotz hoher Nachfrage gesichert

Update, Montag (16. März), 13.30 Uhr: Trotz hoher Nachfrage ist die Warenversorgung bei Rewe und Penny in Deutschland gesichert. Lionel Souque, der Vorstandsvorsitzender der Rewe Group erklärte dazu heute: "Wir hatten uns bereits in den vergangenen Tagen auf die erhöhte Nachfrage eingestellt. Die Frequenz der Warenbelieferung aus den Lägern in die Märkte haben wir erhöht. Unsere Märkte bei Rewe und Penny sind gut versorgt und werden das auch bleiben." Zur aktuellen Fake News erklärte Souque: "Die Falschmeldungen über Marktschließungen, die aktuell verbreitet wurden, finde ich zynisch und widerwärtig."

Update, Montag (16. März), 13 Uhr: Während sich derzeit viele Menschen in Nordrhein-Westfalen Sorgen über Verdienstausfall oder sogar Insolvenzen machen, scheint die NRW-Landesregierung bereits Pläne für die Zeit nach dem Coronavirus zu schmieden. Joachim Stamp: "Wir werden Betroffene nicht aus den Augen verlieren, wir werden schauen, wie wir Unternehmen und Selbstständigen helfen können, wir haben die Folgen des Coronavirus für die Betroffenen im Blick."

Update, Montag (16. März), 12.44 Uhr: Warum ergreift NRW nicht ähnliche Maßnahmen wie etwa Italien, also komplette Ausgangssperren? Der stellvertretende NRW-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) betonte, dass es für einen solchen Schritt der Absprache mit dem Bund, den Ländern und weiteren Experten bedürfe. Unabgeneigt schien Stamp der Maßnahme aber nicht zu sein. Denn: "Mein Eindruck ist, dass es in Teilen der Bevölkerung noch nicht angekommen ist, Sozialkontakte einzuschränken."

NRW: Offene Grenzen zu Holland und Belgien trotz Coronavirus - warum?

Update, Montag (16. März), 12.41 Uhr: Derzeit sind die Grenzen zu den Niederlanden und Belgien offen - im Gegensatz zu anderen Ländergrenzen der Bundesrepublik. "Das liegt daran, dass wir von Seiten der Niederlande und Belgien noch nicht beobachten konnten, dass es zu verstärktem Einkaufsverhalten in Deutschland gekommen ist", begründet Joachim Stamp die offenen Grenzen. Es könne aber sein, dass in Zukunft die Schließung der Grenze zu Belgien und den Niederlanden sinnvoll sei.

Update, Montag (16. März), 12.39 Uhr: So sehr die Minister appellieren, soziale Konakte zu vermeiden, so wenig setzen sie derzeit darauf, Spielplätze sperren zu lassen. "Die Kinder sollen natürlich die Möglichkeit haben, mit dem Vater oder der Mutter an die frische Luft zu kommen", sagte Minister Laumann. Joachim Stamp bestätigte das, verwies aber auf die Einhaltung der dringend notwendigen Hygienestandards.

Mehrheit der an Coronavirus infizierten Menschen in NRW sind nicht im Krankenhaus

Update, Montag (16. März), 12.27 Uhr: Auf die Frage, wie viele mit dem Coronavirus infizierte Menschen in Krankenhäusern in NRW behandelt würden, hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann keine Antwort. Auch die Frage, wie viele Menschen genesen sind, konnte Laumann auf der Pressekonfernz der Landesregierung nicht beantworten. Nur so viel: "Sicher 80 Prozent der Infizierten halten sich zu Hause auf und nicht im Krankenhaus", so Laumann.

Update, Montag (16. März), 12.20 Uhr: Auch Joachim Stamp (FDP), Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge, Integration und stellvertretender Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, sendete bei der Pressekonferenz in Düsseldorf den dringenden Appell, Kinder derzeit zu Hause zu betreuen. "Wir müssen soziale Kontakte minimieren", so Stamp, der davor warnte, die Kinder zu den Großeltern zu geben. "Wir müssen die ältere Bevölkerung vor Sozialkontakten schützen", so Stamp mit Verweis auf die vom Coronavirus gefährdeten Risikogruppen in NRW. "Ich sende den absoltut dringenden Appell, soziale Kontakte auf ein Minimun zu beschränken."

Coronavirus in NRW: Kinder zu Hause belassen

Update, Montag (16. März), 12.13 Uhr:  NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat auf der Pressekonferenz der Landesregierung am Mittag nochmal bekräftigt, wie wichtig es sei, dass Schulkinder dazu aufgefordert seien, derzeit zu Hause zu bleiben, falls sie nicht in den Notplätzen in den Schulen betreut würden. Gebauer: "Wir müssen die Infektionsketten unterbrechen." Gleichzeitig versicherte die Ministerin, dass in dieser Woche keine Prüfungen in NRW stattfänden. Offene Prüfungen würden auf die Zeit nach den Osterferien verlegt. Material, das Schüler derzeit via Mail oder andere Kanäle gesandt werde, um zu Hause zu lernen, sei ausdrücklich nicht prüfungsrelevant.

Update, Montag (16. März), 11.40 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infektionen ist in Nordrhein-Westfalen weiter stark gestiegen und hat fast die Marke von 2500 erreicht. Am Montag (Stand 10 Uhr) gab es 2493 bestätigte Erkrankungen mit dem Erreger Sars-CoV-2, wie das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mitteilte. Am Sonntagvormittag (Stand 11.30 Uhr) waren es 2100 Fälle und damit rund 400 weniger.

Coronavirus in NRW: Zahl stark angestiegen - Heinsberg an der Spitze

Der Kreis Heinsberg bleibt mit 663 nachgewiesenen Infektionen mit großem Abstand zwar am stärksten betroffen. Zum Vortrag betrug der Anstieg hier aber nur 13 Fälle. In Aachen und der Städteregion Aachen gab es zusammen 155 (vorher 140) Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. In Köln, der größten Stadt des Bundeslandes, waren es 241 (vorher 129) und damit fast eine Verdopplung. In der zweitgrößten Stadt Düsseldorf waren unverändert 36 Fälle bekannt, in Dortmund nunmehr 30 (vorher 19) und in Essen ebenfalls unverändert 52 Fälle.

Die Zahlen geben den Kenntnisstand des NRW-Gesundheitsministeriums zum jeweiligen Zeitpunkt bekannt. Teilweise haben Kommunen parallel schon höhere Zahlen genannt, die aber noch nicht in die Statistik eingeflossen sind. Das ist der Stand der bestätigten Fälle am Montag um 10 Uhr (Quelle: Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soozales des Landes Nordrhein-Westfalen):

  • Aachen und Städteregion Aachen: 155
  • Bielefeld: 27
  • Bochum: 20
  • Bonn: 37
  • Borken (Kreis): 82
  • Bottrop: 4
  • Coesfeld (Kreis): 50
  • Dortmund: 30
  • Duisburg: 24
  • Düren (Kreis): 24
  • Düsseldorf: 36
  • Ennepe-Ruhr-Kreis: 24
  • Essen: 52
  • Euskirchen (Kreis): 11
  • Gelsenkirchen: 13
  • Gütersloh (Kreis): 71
  • Hagen: 6
  • Hamm: 4
  • Heinsberg (Kreis): 663
  • Herforder (Kreis): 26
  • Herne: 8
  • Hochsauerlandkreis (Kreis): 31
  • Höxter: 2
  • Kleve (Kreis): 36
  • Köln: 241
  • Krefeld: 19
  • Leverkusen: 20
  • Lippe (Kreis): 56
  • Märkischer Kreis: 17
  • Mettmann (Kreis): 19
  • Minden-Lübbecke (Kreis): 55
  • Mönchengladbach: 36
  • Mülheim an der Ruhr: 9
  • Münster: 57
  • Oberbgerigischer Kreis: 27
  • Oberhausen: 8
  • Olpe (Kreis): 6
  • Paderborn (Kreis): 37
  • Recklinahausen (Kreis): 51
  • Remscheid: 8
  • Rhein-Erft-Kreis: 58
  • Rheinisch-Bergischer-Kreis: 30
  • Rhein-Kreis-Neuss: 15
  • Rhein-Sieg-Kreis: 77
  • Siegen-Wittkenstein (Kreis): 15
  • Soest (Kreis): 16
  • Solingen: 7
  • Steinfurt (Kreis): 64
  • Unna (Kreis): 19
  • Viersen (Kreis): 16
  • Warendorf (Kreis): 57
  • Wesel (Kreis): 19
  • Wuppertal: 6
  • TOTAL: 2493

Update, Montag (16. März), 11.34 Uhr: Die TU Dortmund hat nun auch auf das Coronavirus reagiert. Sie widerruft eine Regelung vom 13. März, nach der Prüfungen stattfinden sollen. Die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Dortmund verfolgt RUHR24 in einem separeten Live-Ticker*.

Update, Montag (16. März), 11.15 Uhr: Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) befindet sich nach einem Kontakt mit einem coronainfizierten Menschen in häuslicher Quarantäne. Reker weise bisher keine Symptome auf und fühle sich gut, teilte ihr Sprecher am Montag mit. Ihre Dienst- und Amtsgeschäfte erledige Reker von zu Hause.

Die Kölner Oberbürgermeisterin Reker ist nach einem Coronakontakt in häuslicher Quarantäne.

Update, Montag (16. März), 11.13 Uhr: Angesichts der Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus und der massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Deutschland rechnet das Robert-Koch-Institut (RKI) frühestens Ende nächster Woche mit möglichen Effekten. "Man müsste nach zehn bis zwölf Tagen sehen, ob diese Maßnahmen greifen", sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Montag in Berlin mit Blick auf die Entwicklung der Fallzahlen in Deutschland.

Update, Montag (16. März), 11.11 Uhr:

Schul- und Kita-Schließungen wegen des Coronavirus betreffen Zehntausende Arbeitnehmerhaushalte in Nordrhein-Westfalen: So sind NRW-weit bei 365.000 Kindern bis 16 Jahren beide Eltern oder das alleinerziehende Elternteil in Vollzeit beschäftigt. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamts hervor, die die Linke im Bundestag angefragt hatte und die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

Bundesweit sind bei mehr als 2,2 Millionen Kindern bis 16 Jahren beide Eltern oder das alleinerziehende Elternteil in Vollzeit beschäftigt.

Fake News zum Coronavirus kuriseren auch durch NRW

Update, Montag (16. März), 10.56 Uhr: Jetzt kursieren nicht nur Fake News in Form von Sprachnachrichten bei WhatsApp sondern als Screenshots im Design großer, deutscher Nachrichtenseiten. In einem Screenshot, dass scheinbar die Homepage des Focus zeigt, ist die Rede von Einführung neuer Öffnungszeiten bei Lidl, Netto, Aldi, Kaufland, Edeka, Penny und Real. Auch hierbei handelt es sich um eine Falschmeldung, die Kriminelle in die Welt gesetzt haben.

Fake News wie diese kursieren im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Internet.

Update, Montag (16. März), 10.44 Uhr: Heute um 12 Uhr wollen Mitglieder der NRW-Landesregierung über weitere Maßnahmen des Landeskabinetts in Sachen Coronavirus informieren. Inhalt der Pressekonferenz soll der Stopp bzw. die Verlangsamung der Ausbreitung des Virus sein.

Update, Montag (16. März), 10.09 Uhr: Im Internet kursieren derzeit die verrücktesten Fake News zum Theme Coronavirus. Offenbar versuchen Betrüger, Menschen in Panik zu versetzen. Ein Opfer einer solchen Coronavirus-Fake-Kampagne ist derzeit der Discounter Aldi*, der sich gegen die Gerüchte wehrt, die Kette würde demnächst alle ihre Filialen schließen. Das ist natürlich nicht der Fall, wie diese Klarstellung des Discounters zeigt:

Update, Montag (16. März), 9.46 Uhr: Wie die Deutsche Bahn mitteilt, sei der Fernverkehr am Montag regulär und "nahezu ohne Einschränkung" angelaufen. Auch im Laufe des Tages werde das gewohnte Angebot in Deutschland gefahren, teilte das Unternehmen in Berlin mit.

Deutsche Bahn zeigt sich während Corona-Krise stabil

DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Richard Lutz betonte erneut, die DB werde solange wie möglich und so gut wie möglich ihre Verkehrsleistungen erbringen. Lutz: „Derzeit sind unsere Züge stabil im Einsatz." Der Güterverkehr auf der Schiene arbeite unverändert – auch grenzüberschreitend. „Wir fahren alles, was die Kunden wollen“, erklärte unterdessen DB Cargo-Chefin Dr. Sigrid Nikutta. Derzeit biete die DB zusätzliche Kapazitäten an.

Aber: Aufgrund der behördlichen Anordnungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus kommt es bei der Deutschen Bahn derzeit zu Einschränkungen im grenzüberschreitenden Bahnverkehr. An den Grenzen zu den Nachbarländern Österreich, Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark kann es wegen Grenzkontrollen zu Verspätungen im grenzüberschreitenden Bahnverkehr kommen.

Update, Montag (16. März), 9.16 Uhr: Das Land Nordrhein-Westfalen bündelt mit einer neuen Seite im Internet alle Informationen zur Coronavirus-Epidemie und schaltet für Anfragen ein landesweites Bürgertelefon. Über die Internetseite seien alle Entscheidungen der NRW-Landesregierung, die Erlasse und ihre Hintergründe abrufbar, teilte das Land am Montag mit. Informationen werden auf der Seite auch auf Türkisch und Arabisch weitergegeben. Das Bürgertelefon ist unter der Nummer 0211/9119 1001 erreichbar.

Update, Montag (16. März), 9 Uhr: Viele Einrichtungen mit großem Durchlauf an Menschen ergreifen aufgrund des Coronavirus Vorsichtsmaßnahmen. In Herne etwa arbeiten die KFZ-Zulassungsstelle sowie die Fahrerlaubnisbehörde ab sofort und bis auf Weiteres nur noch nach vorheriger Terminvereinbarung.

Coronavirus: Immerhin das Wetter zeigt sich in NRW von seiner schönen Seite

Update, Montag (16. März), 8.52 Uhr: Viele Menschen in NRW besinnen sich angesichts der Schließungen von Freizeiteinrichtungen im ganzen Land auf Aktivitäten in der Natur unter freiem Himmel. Da passt es, dass das Wetter in NRW in dieser Woche frühlingshaft mild und sonnig* wird. Da kann selbst das Coronavirus nicht die Stimmung trüben.

Update, Montag (16. März), 8.40 Uhr: Muss sich das vom Coronavirus arg gebeutelte NRW Sorgen machen, dass die USA deutscheImpfstoff-Forscher abwerben? Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD)zumindest hat sich gegen den mutmaßlichen Versuch der US-Regierung verwahrt, das Tübinger Pharmaunternehmen CureVac in die USA zu locken. 

"Deutsche Forscher sind führend an der Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen beteiligt, in weltweiten Kooperationen", sagte Maas den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben). "Wir können nicht zulassen, dass sich andere ihre Forschungsergebnisse exklusiv aneignen wollen", sagte Maas. Dies werde im Kreis der G7-Staaten zu bereden sein. "Dieses Virus werden wir nur gemeinsam besiegen, nicht gegeneinander", sagte Maas.

Nach Informationen der Welt am Sonntag soll US-Präsident Donald Trump versuchen, sich exklusiv einen Corona-Impfstoff zu sichern, an dem CureVac derzeit arbeitet.

NRW: Coronavirus sorgt für Verschiebung fast jeder zweiten Operation

Update, Montag (16. März), 8.23 Uhr: Die Verschiebung von planbaren Operationen wegen der Coronavirus-Epidemie könnte in Nordrhein-Westfalen mehr als jeden zweiten Eingriff betreffen. Das sagte der Präsident der Krankenhausgesellschaft NRW, Jochen Brink, am Montag im WDR. Für die Krankenhäuser bedeute das eine "gewaltige Herausforderung". 

Aktuell seien die Krankenhausleitungen überall im Land damit beschäftigt, ihre Betriebsabläufe umzuorganisieren. Welche Eingriffe ohne Schaden der Patienten um einige Monate verschoben werden könnten, entscheide der behandelnde Arzt. Die Patienten reagierten nach seinem ersten Eindruck "sehr verständnisvoll", sagte Brink.

Der Präsident der Krankenhausgesellschaft NRW (GKNW), Jochen Brink

Update, Montag (16. März), 8.03 Uhr: Das dürfte auch viele Reisende aus NRW betreffen: Wegen der Coronavirus-Pandemie setzt der Reiseveranstalter TUI einen Großteil seines Geschäftsbetriebs aus. Betroffen sind unter anderem Pauschalreisen, Kreuzfahrten und der Hotelbetrieb, teilte der Tourismuskonzern in der Nacht zum Montag mit. Mit der Einstellung des "größten Teils" der Reiseaktivitäten wolle das Unternehmen einen Beitrag dazu leisten, die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Coronavirus: Grenzen zu Nachbarländern dicht - Niederlande und Belgien eine Ausnahme

Update, Montag (16. März), 7.49 Uhr: Bundesinnenminister Seehofer hat in Abstimmung mit den Nachbarstaaten und den betroffenen Bundesländern entschieden, zur weiteren Eindämmung der Infektionsgefahren durch das Coronavirus vorübergehende Grenzkontrollen einzuführen. Die Kontrollen an den Binnengrenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark greifen ab Montag (16. März) um 8 Uhr. Für die Niederlande und Belgien greifen diese Maßnahmen vorerst nicht.

Update, Montag (16. März), 7.21 Uhr: Rückzug in die eigenen vier Wände: Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen bleiben wegen der Schutzmaßnahmen gegen das um sich greifende Coronavirus zuhause. Nach einem Erlass der Landesregierung sind die Schulen und Kitas ab diesem Montag geschlossen. 

Außerdem haben viele Unternehmen vorsorglich Angestellte ins Home-Office geschickt, sofern ein Weiterarbeiten über das Internet möglich ist. 

Mit diesen drastischen Schritten soll das schnelle Ausbreiten des neuartigen Virus abgebremst und damit auch ein Überlasten der Krankenhäuser mit Patienten verhindert werden.

Zahl der Infizierten mit dem Coronavirus in NRW steigt auf über 2000

Update, Montag (16. März), 6.30 Uhr: Die Zahl der nachweislich Infizierten in NRW ist nach Daten von Sonntag auf über 2000 gestiegen, die Zahl der Todesfälle auf sechs, berichtet RUHR24.de*.

Update, Montag (16. März), 6 Uhr: Wegen des Coronavirus in Nordrhein-Westfalen steht Kunden der Rheinbahn in Düsseldorf ab Mittwoch (18. März) nur noch ein reduziertes Fahrtenangebot zur Verfügung. Die Rheinbahn werde ab dann täglich nach dem Sonntagsfahrplan fahren, teilte das Unternehmen in der Nacht zum Montag mit.

Außerdem werden die Vordertüren der Busse geschlossen bleiben und der Ticketverkauf beim Fahrer eingestellt. Dadurch sollen sie so gut wie möglich vor einer Ansteckung geschützt werden. Laut Rheinbahn ist das aufgrund der steigenden Sars-CoV-2-Infektionen erforderlich. Außerdem bleiben unter anderem Kundencenter, Fundbüro und Service Point zunächst bis zum 19. April geschlossen.

Coronavirus: Busse und Bahnen fahren in Köln nach dem Samstagsfahrplan

Ab Mittwoch gilt auch in Köln ein angepasster Samstagsfahrplan, da die Schulen und Kindertagesstätten geschlossen werden. Zum Schutz der Busfahrer hatten die Dortmunder Verkehrsbetriebe bereits seit vergangenem Samstag die Vordertüren der Linienbusse geschlossen. Das gilt auch für Busse in Essen.

Update, Sonntag (15. März), 20.10 Uhr: Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus in NRW zu verhindern, will die Landesregierung jetzt alle Freizeit-Angebote stoppen.

"Wir müssen in dieser ernsten Lage die notwendige Versorgung in vollem Umfang sicherstellen. Aber alle Freizeitaktivitäten und nicht unbedingt notwendige sozialen Kontakte müssen unverzüglich vermieden werden. 

NRW-Ministerpräsident Laschet zu Coronavirus: "Leben entschleunigen"

So sehr das für viele Menschen ein Opfer und eine Einschränkung bedeutet, so wichtig ist es jetzt, besonnen, aber auch entschlossen unser Leben zu entschleunigen", sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag.

Armin Laschet fordert die Menschen in NRW wegen des Coronavirus auf, ihr Leben zu entschleunigen.

Noch am Abend soll ein entsprechender Erlass herausgegeben werden. Betroffen sind zunächst Bars, Clubs, Diskotheken, Spielhallen, Theater, Kinos und Museen. Sie müssen ihren Betrieb ab Montag (16. März) einstellen.

Ab Dienstag (17. März) gilt das Verbot dann auch für Fitness-Studios, Schwimm- und Spaßbäder sowie Saunen.

Update, Sonntag (15. März), 17.45 Uhr: In NRW ist die sechste infizierte Person gestorben. Ein 81-jähriger Mann soll vor einer Woche positiv auf das Virus getestet worden und heute gestorben sein. Das teilte die Stadt Düsseldorf mit. Genauere Details gibt es jedoch noch nicht.

Info: Hier findet ihr alle Entwicklungen zum Coronavirus in NRW aus der vergangenen Woche im Ticker zum Nachlesen.

mit dpa-Material


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