Covid-19-Pandemie im Live-Ticker

Coronavirus in NRW: Gesundheitsminister Laumann ist gegen flächendeckende Corona-Tests +++ Zahlen im Kreis Gütersloh sinken

Coronavirus-News aus NRW im Live-Ticker. Der WLV kritisiert, dass ein Tönnies-Schlachthof noch nicht wieder öffnen darf. Hier mehr zur Covid-19-Pandemie.

  • Das Coronavirus* grassiert in Nordrhein-Westfalen (NRW) weiterhin.
  • Wenngleich immer mehr Lockerungen umgesetzt werden, ist ein Ende der Covid-19-Pandemie längst nicht in Sicht.
  • Der Corona-Ausbruch bei Tönnies zeigt, wie fragil das Erreichte ist - RUHR24.de* berichtet über alle Entwicklungen zu Sars CoV-2 im Live-Ticker.

Update, Sonntag (5. Juli), 16.10 Uhr: Auf den Vorschlag von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), kostenfreie Corona-Test für ganz Deutschland durchzuführen, gab es von NRW-Gesundheitsminister prompt eine Abfuhr.

Kostenfreie Corona-Tests für alle: NRW-Gesundheitsminister Laumann ist dagegen

Im Intervier mit dem Deutschlandfunk äußerte sich Karl-Josef Laumann (CDU) wie folgt: "Ich halte da nicht sehr viel von", so der Politiker. Er orientiere sich in dieser Frage an den Vorgaben des Robert Koch-Instituts. Dies bedeute, dass man anlassbezogen und dann sehr gründlich teste, wie dies beispielsweise nach dem Virus-Ausbruch beim Fleisch-Konzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück geschehen sei.

Ein ähnliches Vorgehen wie in Bayern lehnte Laumann in diesem Zusammenhang ab. Das Angebot der dortigen Regierung an alle Bürger, sich testen zu lassen, sei durch die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts nicht gedeckt.

In NRW vorerst wohl keine kostenlosen Corona-Tests: Erfolge in der Pandemie-Bekämpfung

Laumann verwies auch auf die Erfolge in der Pandemie-Bekämpfung beim Infektionsherd in einem Fleischbetrieb in Gütersloh. Dort sei es durch frühzeitiges Erkennen, lokale Quarantäne und breit angelegte Tests gelungen, ein Überspringen der Infektionen von den Schlachthofmitarbeitern auf die Allgemeinbevölkerung zu verhindern.

Update, Sonntag (5. Juli), 14.41 Uhr: Es gibt positive Neuigkeiten aus dem Kreis Gütersloh in NRW: Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Kreis Gütersloh weiter gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Sonntag liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz mittlerweile bei 56,0.

Nach Coronavirus-Ausbrauch bei Tönnies: Zahlen im Kreis Gütersloh sinken

Am Samstag (4. Juli) lag dieser Wert noch bei 66,5 und am Freitag(3. Juli) bei 76,6. Zum Höhepunkt des Corona-Ausbruchs bei Tönnies lag der Wert bei 270,2. Als Grenzwert für das Ende des regionalen Lockdowns im Kreis gilt der Wert 50.

Update, Sonntag (5. Juli), 10.12 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich für kostenlose Corona-Tests ausgesrprochen - und zwar bundesweit. Bislang habe man keine Klarheit über das tatsächliche Infektionsgeschehen, so der Politiker im Intervier mit der Welt am Sonntag. Man müsse aber konsequent gegen die Pandemie vorgehen.

Coronavirus in NRW: Horst Seehofer fordert bundesweite Tests - Bayern macht's vor

Als Vorbild dient Bayern. Hier hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kostenfreie Tests auf das Coronavirus für alle Bürger angekündigt. Die Kosten dafür soll der Bund übernehmen.

Update, Samstag (4. Juli), 19.54 Uhr: In Dortmund steigt die Zahl der positiven Tests auf das Coronavirus weiter an. Laut Angaben der Stadt sind am Samstag 16 weitere Neuinfektionen mit Covid-19 hinzugekommen.

Coronavirus in NRW: Mittlerweile 1.023 positive Tests in Dortmund

Damit liegen seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund insgesamt 1.023 positive Tests vor. 882 Patienten haben die Erkrankung bereits überstanden und gelten als genesen. Zurzeit werden in Dortmund 17 Corona-Patienten stationär behandelt, drei von ihnen intensivmedizinisch, darunter zwei beatmete Personen. In Dortmund gibt es bislang zehn Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.
Update, Samstag (4. Juli), 14.10 Uhr: Einige Leute sind offenbar der Meinung, dass das Coronavirus mittlerweile unter Kontrolle ist. Das ist jedoch ein Irrtum und Abstandhalten zu anderen Personen ist nach wie vor sehr wichtig. In Düsseldorf, Köln und Bonn wird das teilweise leider nicht so ernst genommen.

Coronavirus in NRW: Große Versammlungen in Düsseldorf, Köln und Bonn

Laut einem Bericht des WDR musste die Polizei in NRW in diesen Städten am Freitag (3. Juli) mehrfach einschreiten. So sei der Burgplatz samt Freitreppe in der Düsseldorfer Altstadt ein Hotspot für feiernde Gruppen. Zusammen sitzen, trinken, Musik hören - die Polizisten hatten viel zu tun.

Auch im Kölner Stadtgarten und in Bonn haben sich demnach viele hundert Menschen versammelt. Mitarbeiter des Ordnungamtes und der Bereitschaftspolizei forderten den nötigen Abstand ein und lösten die Versammlungen schließlich auf. In Bonn wurden mehr als 100 Personen kontrolliert und 22 Platzverweise erteilt.

Update, Freitag (3. Juli), 22.15 Uhr: Ein Schüler aus Dortmund, droht während der Coronavirus-Pandemie seinen Abschluss zu verpassen. Der kuriose Grund. Er hatte seine Schutzmaske abgenommen und wurde von den Prüfungen ausgeschlossen.

Update, Freitag (3. Juli), 21.59 Uhr: Entwarnung gibt es aus Oberhausen. Nach der Infizierung eines Mitarbeiters am Mittwoch (1. Juli) bei der Firma MAN, wurden aller Mitarbeiter des Transportunternehmens auf das Coronavirus getestet.

Das Ergenis: 137 von 138 Mitarbeiter sind nicht-infiziert, ein Ergebnis steht noch aus. Dennoch sind die Sicherheitsvorkehrungen in dem Unternehmen weiter streng.

Mitarbeiter sollen, wenn machbar, von zu Hause aus arbeiten, die Maskenpflicht gilt auch an einigen Arbeitsplätzen. Mit den Kollegen in der Kantine quatschen? Fehlanzeige, denn das Essen gibt es nur noch to-go.

Update, Freitag (3. Juli), 16.50 Uhr: Die aktuellen Coronavirus-Zahlen aus Herne im Ruhrgebiet weisen keinen drastischen Anstieg auf. So gibt es in der Stadt aktuell 39 erkrankte Personen. Fünf von diesen Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus. Insgesamt wurde seit Ausbraucht der Pandemie bei 250 Menschen in Herne das Virus nachgewiesen. 209 sind mittlerweile wieder genesen, zwei sind verstorben.

Coronavirus in NRW: Dortmund vermeldet einen weiteren Todesfall

Einen weiteren Todesfall musste auch die Stadt Dortmund am Freitag verkünden. Demnach verstarb am Donnerstag (2. Juli) eine 43-jährige Patientin ohne relevante Vorerkrankungen im Katholischen Krankenhaus Dortmund-West. 

Somit gibt es in Dortmund bislang zehn Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Außerdem seien acht weitere Erkrankungen am Coronavirus hinzugekommen. Somit liegen seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund insgesamt 1.007 positive Tests vor. 862 Patienten haben die Erkrankung bereits überstanden und gelten als genesen.

Update, Freitag (3. Juli), 15.40 Uhr: Die Fleischfabrik der Firma Tönnies im Kreis Gütersloh bleibt vorerst bis zum 17. Juli geschlossen. Das teilte die Stadt am Freitag mit, nachdem sich am Donnerstag (2. Juli) mehrere Behörden und Vertreter des Landes sowie des Kreises getroffen hatten.

Coronavirus in NRW: Fleischfabrik von Tönnies bleibt bis zum 17. Juli geschlossen

Dieses Datum entspricht der für die Arbeiter vom Land angeordneten Quarantäne-Verfügung. In der Nacht war die bisherige gültige Schließungsverfügung ausgelaufen. Laut Mitteilung kann Tönnies auf Antrag einzelne Betriebsschließungen oder Betretungsverbote am Standort Rheda-Wiedenbrück auch vor Ablauf der neuen Frist aufheben lassen.

Fleischfabrik von Tönnies bleibt bis zum 17. Juli geschlossen

Voraussetzung ist ein Konzept zum Gesundheits- und Arbeitsschutz, dass den Vorgaben der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW entspricht. Am Montag (6. Juli) soll über ein von Tönnies vorgelegtes Hygienekonzept für die Wiederaufnahme des Betriebs bei einem Abstimmungstermin beraten werden. Laut Stadt sind dabei Vertreter des Unternehmens und alle Fachbehörden eingebunden.

Update, Freitag (3. Juli), 15.05 Uhr: Auch Deutschlands der Schuhhändler Deichmann spürt in seinen Läden die Folgen der Coronavirus-Pandemie. "Die Nachfrage ist in der Corona-Krise etwas zurückgegangen, und der Bedarf hat sich verschoben. Wenn die Menschen im Homeoffice arbeiten, keine Partys feiern oder auf die Urlaubsreise verzichten, rückt auch die Mode etwas in den Hintergrund", so Heinrich Deichmann gegenüber der WAZ.

Coronavirus in NRW: Schuhkette Deichmann plant keine Standortschließungen

Dennoch plant die Schuhkette keine Standortschließungen wegen Corona. "In der Corona-Krise haben wir niemanden entlassen. Die Kurzarbeit, bei der wir für die betroffenen Beschäftigten auf 90 Prozent des Gehalts aufgestockt haben, ist wieder beendet. Wir planen auch nicht, wegen der Corona-Krise Standorte aufzugeben", so der Unternehmer weiter.

Das vergangene Jahr war nach Deichmanns Worten sehr erfolgreich für den Schuhhändler. "Wir haben weltweit einen Bruttoumsatz in Höhe von 6,5 Milliarden Euro erzielt. Das währungsbereinigte Umsatzplus liegt damit bei 9,1 Prozent." Weltweit habe das Unternehmen 183 Millionen Paar Schuhe verkauft, 2,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Update, Freitag (3. Juli), 13.20 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Kreis Gütersloh wieder leicht gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitag liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 76,6.

Nach Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh: Neuinfektionen steigen wieder an

Am Donnerstag (2. Juli) lag dieser Wert bei 76,4, am Mittwoch (1. Juli) bei 78,0 und am Dienstag (30. Juni) bei 86,0. Zum Höhepunkt des Corona-Ausbruchs bei Tönnies lag der Wert bei 270,2. 

Der Kreis Gütersloh hatte am Vortag darauf hingewiesen, dass die Zahl der positiven Befunde bei Bewohnern ohne Bezug zu Tönnies in der Tendenz weiter ansteige. Dies sei bedingt durch die Ausweitung der kostenlosen Tests. 

Coronavirus in NRW: Derzeit 1.550 Infizierte im Kreis Gütersloh

Viele Bürger im Kreis Gütersloh hatten sich zum Start der Sommerferien in die Testzentren begeben, um mit einem negativen Befund ihre Urlaubsreisen antreten zu können. So hatte der Kreis am Donnerstag 1.550 noch aktuell Infizierte registriert. Das waren 13 mehr als am Vortag. Während der gesamten Corona-Krise waren im Kreis 2.388 positive Befunde gezählt worden.

Update, Freitag (3. Juli), 9.30 Uhr: Die Kitas in NRW haben nach der Corona-bedingten Pause vor knapp einem Monat ihren Betreib wieder aufgenommen. Wie ist nun die Lage in den Einrichtungen? Laut einem Bericht der WAZ haben die Öffnungen nicht, wie zuvor befürchtet, zu neuen Infektionswellen geführt.

Coronavirus in NRW: Kitas im Ruhrgebiet ohne viele Neuinfektionen

So sei die Zahl der Corona-Infektionen in den Kindertagesstätten und Tagespflegen bisher überschaubar. Die Jugend- und Gesundheitsämter in den Städten und Kreisen des Ruhrgebiets hätten seit dem Start des eingeschränkten Regelbetriebs am 8. Juni knapp über 20 bestätigte Infektionsfälle gemeldet, berichtet die WAZ weiter.

Bisher habe es nur vereinzelte Neuinfektionen in den Kitas gegeben. Auf diese hätten die Städte kurzfristig reagieren können.

Update, Freitag (3. Juli), 7.13 Uhr: Wer von Deutschland nach England reisen wollte, musste sich auf der Insel bisweilen in eine zweiwöchige Qurantäne begeben. Die britische Regierung hat in der Nacht zum Freitag eine Änderung dieser Maßnahme beschlossen. Ab dem 10. Juli endet die Quarantäne-Pflicht.

Keine Quarantäne-Pflicht mehr: Deutsche können unbeschwert nach England reisen

In anderen Teilen des Vereinigten Königreichs wird allerdings weiterhin die Quarantäne-Vorschrift gelten. Wer aus Deutschland also nach Schottland, Wales oder Nordirland reist, muss sich dort wegen des Coronavirus (Sars-CoV-2) weiterhin für zwei Wochen in Isolation begeben.

Wegen der Quarantäne-Pflicht warnt das Auswärtige Amt in Berlin bislang vor Reisen nach ganz Großbritannien. Die britische Regierung äußerte jedoch die Erwartung, dass die jetzige teilweise Aufhebung der Vorschrift zu entsprechenden Lockerungen bei den davon profitierenden Staaten führen werde.

Besucher unter anderem aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien müssen sich ab dem 10. Juli bei ihrer Ankunft in England nicht mehr in 14-tägige Quarantäne begeben.

Update, Donnerstag (2. Juli), 21.45 Uhr: Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) fordert die schrittweise Wiederaufnahme des Schlachtbetriebs in Rheda Beringmeier. Der zum Unternehmen Tönnies gehörende Schlachthof ist wegen dem Ausbruch des Coronavirus weiterhin geschlossen - wann der Betrieb wieder öffnen kann, ist bisher unklar.

Der Verband fordert daher alle Akteure auf, der Verantwortung für Mensch und Tier nachzukommen und auch die wachsenden Platzprobleme in der heimischen Tierhaltung zu fokussieren. "Die Gesundheits der Beschäftigten und der Bevölkerung vor Ort müssen bei allen Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens weiterhin die oberste Priorität haben", so WLV-Präsident Hubertus Beringmeier.

Landwirtschaftsverband klagt an: Schlachthof von Tönnies geht nicht in Betrieb

Nach 14 Tagen der Schließung des Schlachthofs solle nun die Frage erlaubt sein, warum immer noch nicht klar ist, wann der Betrieb wieder öffnen kann, fordert Beringmeier. Dort soll es vor allem um die eigene Profilierung und politische Machtkämpfe gehen, die auf dem Rücken der Bauern ausgetragen werden.

Update, Donnerstag (2. Juli), 19 Uhr: In Dortmund steigt die Zahl der Infizierten weiter an. Wie es in einer Pressemitteilung der Stadt heißt, haben sich innerhalb von einem Tag 17 Menschen mit dem Coronavirus infiziert - sieben Infizierte mehr als gestern. Demnach hat die Stadt insgesamt 999 Fälle verzeichnet, davon sind 848 Patienten genesen. Neun Menschen sind an dem Virus in der Ruhrgebietsstadt verstorben.

Update, Donnerstag (2. Juli), 15.57 Uhr: Schock für Hendrik Streeck! Nach Informationen des Wirtschaftsmagazins Capital hat ein Wissenschaftler eine Strafanzeige gegen den Virologen aus Bonn gestellt. Die Polizei Bonn habe das gegenüber der Redaktion bestätigt.

Im Zusammenhang mit der "Heinsberg-Studie": Strafanzeige gegen Virologe Streeck erstattet

Die Anzeige sei in der vergangenen Woche eingegangen und mittlerweile an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden. Der Wissenschaftler werfe Streeck Betrug im Zusammenhang mit der im Zuge des Coronavirus entstandenen "Heinsberg-Studie" vor.

Gegen den Virologen Hendrik Streeck wurde Strafanzeige gestellt.

Der Vorwurf gegen den Virologen: Er soll unter anderem Studienergebnisse erfunden und falsche Angaben gemacht haben. So habe er etwa einen Zusammenhang zwischen der Schwere einer Corona-Erkrankung, Hygienemaßnahmen und der Viruskonzentration hergestellt, den es angeblich gar nicht gibt.

Strafanzeige gegen Hendrik Streeck: Virologe weist Vorwürfe von sich

Hendrik Streeck und die weiteren an der Studie beteiligten Wissenschaftler der Uni Bonn wiesen gegenüber Capital sämtliche Vorwürfe zurück. Derzeit werde geprüft, ob die Anzeige stichhaltig ist und ob gegen den Virologen überhaupt ermittelt wird.

Update, Donnerstag (2. Juli), 13.57 Uhr: Österreich hat die corona-bedingte Reisewarnung für den münsterländischen Kreis Warendorf zurückgenommen. Die am Donnerstag aktualisierten Hinweise des österreichischen Außenministeriums verweisen jetzt nur noch für den Kreis Gütersloh auf "eine partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5)" aufgrund erhöhter Infektionszahlen nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies.

Gute Nachrichten für den Kreis Warendorf: Österreich nimmt Reisewarnung zurück

Eine generelle Reisewarnung für ganz Nordrhein-Westfalen hatte die österreichische Regierung bereits zu Wochenbeginn aufgehoben. Ein Beherbergungsverbot für Gäste aus NRW hat der Alpenstaat nicht ausgesprochen.

Update, Donnerstag (2. Juli), 12.02 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Kreis Gütersloh zuletzt weiter gesunken.

Nach Corona-Ausbruch bei Tönnies: Zahl der Neuinfektionen weiter gesunken

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstag liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz nun bei 76,4. Am Vortag lag dieser Wert bei 78,0, am Dienstag (30. Juni) bei 86,0 und am Dienstag vergangener Woche (23. Juni) noch bei 270,2. Demnach sank diese Infektions-Kennziffer zuletzt etwas langsamer.

Nach der Ausbreitung des Coronavirus bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hatte es den ersten regionalen Lockdown in den Kreisen Gütersloh und Warendorf gegeben. Die Einschränkungen im Kreis Gütersloh gelten noch bis zum 7. Juli.

Update, Donnerstag (2. Juli), 11.14 Uhr: Die wirtschaftlichen Rückschläge in NRW durch die Coronavirus-Pandemie nehmen weiter zu. Nachdem in den vergangenen Wochen beim krisengeplagten Elektroautohersteller e.Go Mobile aus Aachen bereits alle Bänder still gestanden hatten, befindet sich das Unternehmen jetzt in einemm Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung.

Coronavirus trifft auch den Autobauer e.Go: Insolvenzverfahren läuft

Das Amtsgericht Aachen habe das Verfahren eröffnet und den bisherigen Vorstand sowie zwei Anwälte als operative Verantwortliche benannt, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Donnerstag.

Anfang April hatte e.Go bereits ein Schutzschirmverfahren zur Rettung des Unternehmens beantragt. Für den Monat Juli kündigte der Autobauer an, die Produktion und weitere Entwicklungen auszusetzen. Für betroffene Mitarbeiter habe man nun Kurzarbeit angemeldet - das betrifft nach Angaben einer Sprecherin 80 Prozent der Belegschaft und damit etwa 340 Angestellte.

Update, Donnerstag (2. Juli), 10.21 Uhr: In Gladbeck im Kreis Recklinghausen sind die Infektionen mit dem Coronavirus zuletzt wieder deutlich angestiegen. Wie der Krisenstab der Stadtverwaltung mitteilt, gibt es derzeit 32 akute Erkrankungen in der Stadt.

Corona-Infektionen in Gladbeck (NRW) steigen deutlich an - konkretes Ereignis steckt dahinter

Diese seien auf ein konkretes Ereignis zurückzuführen. Die Rückverfolgung habe nun ergeben, dass eine Familienfeier im privaten Kreis die Ursache dafür ist. Die Feier sei größer, aber zulässig gewesen, heißt es vonseiten der Stadt. Die Gäste haben anschließend offenbar weitere Menschen aus ihrem Umfeld mit dem Virus infiziert

Gladbecks Bürgermeister Ulrich Roland warnt deshalb: "Die Lockerungen durch das Land dürfen nicht zu Nachlässigkeit bei uns führen! Wir müssen weiter Abstand halten, Maske tragen und – das zeigt das aktuelle Infektionsgeschehen deutlich – Hygieneregeln einhalten sowie Kontakte weiterhin, soweit wie möglich, auf ein Mindestmaß reduzieren."

Update, Donnerstag (2. Juli), 08.20 Uhr: Das Bundesgesundheitsministerium soll mindestens 800.000 Schutzmasken ausgeliefert haben, die keinen Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus bieten. Das ergab eine Recherche des Bayerischen Rundfunks und der Rechercheplattform OCCRP.

Coronavirus in NRW: Nutzlose Schutzmasken an Arztpraxen ausgeliefert

Europäische Behörden haben offenbar auf dem Höhepunkt der Coronavirus-Krise rund eine Millionen Schutzmasken mit zweifelhaften Zertifikaten eingekauft. Viele der Masken sollen an niedergelassene Ärzte geliefert worden sein. 

Wie viele der unsicheren Masken jedoch eingesetzt wurden, lässt sich nicht mehr genau nachvollziehen. Die Kassenärztliche Vereinigung in Bayern schätzt die Zahl der belieferten Arztpraxen auf einen niedrigen fünfstelligen Bereich. In Niedersachsen sollen rund 400 Ärzte betroffen sein. Ob solche Masken auch in NRW im Umlauf sind, ist nicht geklärt.

Update, Donnerstag (2. Juli), 07.16 Uhr: In vielen Städten in NRW entstehen derzeit sogenannte Pop-Up-Freizeitparks. Sie sollen einen Ersatz für die Schausteller sein, das während der Coronavirus-Krise keine Kirmes stattfinden durfte. Auch in Dortmund gibt es einen solchen Freizeitpark an den Westfalenhallen: FunDomio. 

Coronavirus in NRW: Neue Maßnahmen in Pop-Up-Freizeitparks

Nachdem die temporären Freizeitparks nun schon seit einigen Tagen im Betrieb sind, hat das Gesundheitsministerium Regeln für die vorübergehenden Freizeitparks wie den FunDomio aufgestellt. So wurden unter anderem Hygieneregeln für die Laufwege erstellt, Abstandsregeln und eine Maskenpflicht in geschlossenen Kabinenfestgelegt. Das gilt beispielsweise im Riesenrad

Aber auch in Achterbahnen muss der Mindestabstand eingehalten werden - so kann möglicherweise nur eine Person pro Reihe das Fahrgeschäft nutzen. Die Haltebügel sollen in regelmäßigen Abständen gereinigt werden. Außerdem soll der Einlass und das Verlassen des Parks möglichst kontaktfrei erfolgen.

Die Besucherzahl muss so begrenzt werden, dass die 1,5 Meter-Abstandsregeln eingehalten werden kann, heißt es vonseiten des NRW-Gesundheitsministeriums. Nun müssen die Schaustellerbetriebe aufholen und ein entsprechendes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept vorweisen. Die neuen Maßnahmen wurden am Mittwochabend (1. Juli) von der NRW-Regierung veröffentlicht und gelten bereit ab heute (2. Juli)

Coronavirus in NRW: Gute Nachrichten - keine neuen Todesfälle in Essen, Bochum und Herne

Update, Mittwoch (1. Juli), 21.54 Uhr:  Die aktuellen Coronavirus-Fallzahlen aus den NRW-Städten Essen, Bochum und Herne sowie den Kreisen Unna und Recklinghausen. Neue Todesfälle musste keines der jeweiligen Gesundheitsämter vermelden:

  • Stadt Essen: Vier Neuinfektionen, sieben Menschen gelten als neu genesen, 63 aktuell erkrankt
  • Stadt Bochum: Eine Neuinfektion, drei Menschen neu genesen, 35 aktuell erkrankt (Daten von Dienstag, 30. Juni)
  • Stadt Herne: Vier Neuinfektionen, zwei neu Genesene, 40 aktuell erkrankt
  • Kreis Unna: Zwei Neuinfektionen, sechs neu Gesundete, 52 aktuell erkrankt
  • Kreis Recklinghausen: Zehn Neuinfektionen, zehn neu Gesundete, 70 aktuell erkrankt

Coronavirus in NRW: Etwa die Hälfte aller Esprit-Filialen in Deutschland sollen geschlossen werden

Update, Mittwoch (1. Juli), 21.25 Uhr: Der angeschlagene Moderkonzern Esprit muss rund die Hälfte seiner Geschäfte in Deutschland und NRW schließen - insgesamt rund 50 Filialen. Etwa 1.100 Stellen in den Läden und der Verwaltung sollen gestrichen werden. Dass es in NRW und Dortmund wegen des Coronavirus vier zusätzliche verkaufsoffene Sonntage* gibt, konnte auch nicht mehr helfen.

Der Modekonzern hatte schon Ende März für mehrere unter der Coronavirus-Krise leidende deutsche Tochtergesellschaften einen Schutzschirm beantragt, um sich vor Forderungen der Gläubiger zu schützen. Am Mittwoch habe das Insolvenzgericht der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung zugestimmt, berichtete Esprit.

Die Modekette Esprit muss wegen des Coronavirus viele Filialen schließen.

Update, Mittwoch (1. Juli), 20.55 Uhr: In Köln wollen Polizei und Ordnungsamt am kommenden Wochenende an neuralgischen Punkten verstärkt kontrollieren. "Wenn es Ansammlungen von Gruppen gibt, die nicht den Corona-Richtlinien entsprechen, werden wir sie auflösen", sagte ein Stadt-Sprecher.

Coronavirus in NRW: Polizei Köln will gegen aggressive Corona-Sünder vorgehen

Ein Sprecher der Polizei ergänzte: "Wir werden gut sichtbar mit mehr Personal im Einsatz sein. Sollte jemand aggressiv werden, werden wir konsequent einschreiten." Am vergangenen Wochenende waren Beamte angepöbelt und bespuckt worden, als sie zusammen mit Ordnungsamts-Mitarbeitern Plätze räumen wollten, auf denen große Gruppen die Abstandsregeln nicht eingehalten hatten.

Der Krisenstab der Stadt will am Freitag beraten, ob der Kölner Stadtgarten gesperrt werden soll. Für den Brüsseler Platz gilt nach wie vor ein Verweilverbot, für den Rheinboulevard in Deutz wurde es inzwischen wieder aufgehoben.

Coronavirus in NRW: 41 Neuinfektionen - Düsseldorf will nicht zum zweiten Ischgl werden

Update, Mittwoch (1. Juli), 20.21 Uhr: Teile der Altstadt in Düsseldorf mussten in den vergangenen Wochen mehrfach wegen dichten Gedränges von der Polizei geräumt werden. Bei schönstem Wetter waren tausende Amüsierwillige in die engen Gassen geströmt. Die "längste Theke der Welt" soll nun kein zweites Ischgl werden.

"Die Menschen müssen wissen: Die Pandemie ist noch nicht vorbei", warnte Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD). Nun hat die "Koordinationsgruppe Altstadt" am Mittwoch mehrere Stunden lang Gegenmaßnahmen diskutiert, die Ergebnisse stehen noch aus. Die Infektionszahlen mit dem Coronavirus waren in der Landeshauptstadt zuletzt deutlich gestiegen. Am Mittwoch gab es 41 Neuinfektionen in der Stadt.

Coronavirus in NRW: Verstöße gegen Corona-Maßnahmen - diese Städte zahlen am meisten Bußgeld

Update, Mittwoch (1. Juli), 20.01 Uhr: Zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus gilt in Nordrhein-Westfalen trotz gewisser Lockerungen noch immer ein umfangreicher Maßnahmenkatalog. Die Einhaltung wird von den Ordnungsbehörden kontrolliert.

Allerdings hält sich nicht jeder im Land an die Vorgaben. RUHR24* hat aufgelistet, die Bürger welcher Städte wegen Coronavirus-Verstößen in NRW am meisten Bußgeld* bezahlen müssen.

Coronavirus in NRW: Kritik an Tönnies "maßlos übertrieben"

Update, Mittwoch (1. Juli), 19.48 Uhr: Bei einer Anhörung im Landtag in Sachsen-Anhalt haben Vertreter der Firma Tönnies Kritik an der Situation von Werkvertragsangestellten im Schlachtbetrieb in Weißenfels zurückgewiesen. Tönnies mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück betreibt dort mit 2.200 Beschäftigten den zweitgrößten Schlachthof der Unternehmensgruppe. Ein Mitarbeiter hat sich im Betrieb mit dem Coronavirus infiziert, daher werden auch in Weißenfels alle Beschäftigten getestet.

"Wir halten die Kritik für maßlos übertrieben", sagte der Prokurist der Tönnies Zerlegebetrieb GmbH aus Weißenfels, Andreas Töpfer, am Mittwoch. Bis Anfang 2021 will die Bundesregierung Werksverträge in der Schlachtindustrie untersagen.

Coronavirus in NRW: Quarantäne für Tönnies-Mitarbeiter verlängert

Update, Mittwoch (1. Juli), 19.24 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat die Quarantäne für Menschen, die bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück gearbeitet haben oder in einer der Gemeinschaftsunterkünfte leben, um zwei Wochen verlängert. Die häusliche Quarantäne wird bis zum 17. Juli ausgedehnt. Ausgenommen sind unter anderem Menschen, die schon am Coronavirus erkrankt waren und jetzt als geheilt gelten.

Die Verfügung gilt laut einer Sprecherin des Ministeriums nun für alle Kreise. Entscheidend für die Quarantäne ist, ob man zwischen dem 3. und 17. Juni an mindestens einem Tag auf dem Betriebsgelände in Rheda-Wiedenbrück gearbeitet hat. Unabhängig davon, ob man bei Tönnies selbst, einem Subunternehmer oder einer Leiharbeitsfirma angestellt war oder ist.

Nach dem Coronavirus-Ausbruch bei Tönnies wird die Quarantäne für die Mitarbeiter verlängert.

Coronavirus in NRW: Tendenz steigend - Anzeigen gegen Tönnies häufen sich

Update, Mittwoch (1. Juli), 19.03 Uhr: Nach dem Coronavirus-Ausbruch in Deutschlands größtem Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück sind bei der Staatsanwaltschaft Bielefeld weitere Strafanzeigen eingegangen. "Wir liegen jetzt im zweistelligen Bereich, Tendenz steigend", sagte Oberstaatsanwalt Martin Temen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Unbekannt wegen des Anfangsverdachts auf fahrlässige Körperverletzung und Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Bereits Mitte Juni direkt nach dem Ausbruch lagen fünf Anzeigen vor. Darunter war auch eine der Bielefelder Bundestagsabgeordneten Britta Haßelmann (Grüne).

Coronavirus in NRW: Insolvenzverfahren für Galeria Karstadt Kaufhof läuft an

Update, Mittwoch (1. Juli), 18.30 Uhr: Das Amtsgericht Essen hat für die Galeria Karstadt Kaufhof und acht verbundene Unternehmen Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angeordnet. Betroffen seien neben der Warenhauskette selbst die Tochterunternehmen Karstadt Sports, Galeria Logistik, Sportarena, Le Buffet, Dinea Gastronomie Karstadt Feinkost, Atrys I und Saks Fifth Avenue Off 5th Europe.

Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung schließt an den bisherigen Coronavirus-Schutzschirm an. Galeria Karstadt Kaufhof und Karstadt Sports reichten am Mittwoch beim Gericht die Insolvenzpläne mit den Details zum Sanierungskonzept ein. Das Gericht hat nun zu prüfen, ob die Pläne den gesetzlichen Voraussetzungen entsprechen.

Coronavirus in NRW: Schweinemäster in Not - 100.000 Tiere pro Woche finden keinen Abnehmer

Update, Mittwoch (1. Juli), 17.59 Uhr: Mit jedem Tag, an dem Deutschlands größter Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück  wegen des Coronavirus geschlossen bleibt, nimmt der Druck zu. Die Schweinemäster aus Westfalen-Lippe haben damit einen Abnehmer für rund 26.000 Tiere pro Tag verloren.

Beim Schlachthof Tönnies in Rheda-Wiedenbrück wurden vor dem Coronavirus-Ausbruch 26.000 Schweine pro Tag zerlegt.

"In der Woche stauen sich derzeit insgesamt etwa 100.000 Schweine an, die nicht wie geplant geschlachtet werden können". Das sagte Torsten Staack, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Man müsse dringend wissen, wann Tönnies wieder öffnen kann, denn "sonst droht auf Sicht ein großes Tierschutzproblem in den Ställen".

Coronavirus in NRW: Pharma-Konzerne sprechen von ermutigen Impfstoff-Tests

Update, Mittwoch (1. Juli), 17.43 Uhr: Der Pharma-Konzern Biontech aus Mainz und der US-Konzern Pfizer bezeichneten erste Tests auf einen Impfstoff gegen das Coronavirus als "ermutigend". Bei allen 24 Testpersonen seien nach vier Wochen Antikörper gegen Corona festgestellt worden, so die Unternehmen.

Eine weitere ermutigende Nachricht für die Forscher: Schwerwiegende Nebenwirkungen seien nicht festgestellt worden. Biontech testet in den USA und Deutschland potenzielle Corona-Impfstoffe.

Coronavirus in NRW: Mundschutz-Streit im Supermarkt eskaliert - Mann schlägt Mitarbeiterin ins Gesicht

Update, Mittwoch (1. Juli), 17.27 Uhr: Ein Mann ohne Mundschutz hat einer Supermarkt-Mitarbeiterin in Schwerte ins Gesicht geschlagen, nachdem diese den 39-Jährigen auf den fehlenden Coronavirus-Schutz aufmerksam gemacht hatte. Der Mann habe der Frau bei dem Vorfall am Mittwochmorgen zunächst die Brille von der Nase geschlagen, berichtete die Polizei.

Daraufhin habe die Supermarkt-Mitarbeiterin den 39-Jährigen geschubst, worauf er mit weiteren Schlägen ins Gesicht der Frau reagiert habe. Danach lief der Mann weg, doch Polizisten fassten ihn kurze Zeit später und nahmen ihn fest. Gegen den 39-Jährigen, der keinen festen Wohnsitz hat, wurde ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Er kam wieder auf freien Fuß. Die Supermarkt-Mitarbeiterin wurde leicht verletzt.

Coronavirus in NRW: Trump sichert sich erstes Corona-Medikament Remdesivir

Update, Mittwoch (1. Juli), 17.11 Uhr: Das Medikament Remdesivir von dem soll noch diese Woche in der EU zugelassen werden. Das Problem: Laut einem Bericht des Guardian werde außer den USA vorerst kein Land der Welt Zugang zum ersten Medikament der Welt haben, das den Verlauf von Coronavirus-Infektionen abmildern soll.

US-Präsident Donald Trump.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump habe sich demnach 500.000 Dosen Remdesivir  vom US-Pharmaunternehmen Gilead Sciences gesichert, was der kompletten Produktionsmenge für Juli und je 90 Prozent der Produktion von August und September entsprechen soll. Ganz getreu von Trumps Motto "America First" nannte US-Gesundheitsminister Alex Azar das Abkommen mit Gilead Sciences einen "großartigen Deal".

Coronavirus in NRW: Trump kauft Corona-Medikament auf - was bedeutet das für Deutschland?

Was bedeutet der USA-Alleingang also für Deutschland? Hanno Kautz, Pressesprecher des Gesundheitsamts, sagte zur Bild-Zeitung: "Der Bund hat sich frühzeitig Remdesivir für die Therapie von Corona-Patienten gesichert". Noch gebe es genug Reserven. Mit der Zulassung für den europäischen Markt sei für Gilead Sciences die Verpflichtung verbunden, auch in ausreichender Menge liefern zu können.

Der Pharmakonzern ließ sich das Patent auf Remdesivir sichern. Das heißt, dass kein anderes Unternehmen das Medikament herstellen darf.

Coronavirus in NRW: Landesregierung stellt 185 Millionen Euro für Kulturszene bereit

Update, Mittwoch (1. Juli), 16.23 Uhr: Die NRW-Regierung stellt 185 Millionen Euro zusätzlich für die von der Coronavirus-Pandemie gebeutelte Kulturszene bereit. Das hat Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bekanntgegeben. Zusätzlich habe die Bundesregierung eine Milliarde Euro ausgelobt, wovon die Kulturlandschaft in Nordrhein-Westfalen anteilig profitieren soll.

Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen nannte das Hilfspaket "eine ganz großartige Möglichkeit". In Relation zum regulären Kultur-Etat des Landes von 274 Millionen Euro in diesem Jahr sei das eine bedeutsame Erhöhung der Kulturausgaben. 15.000 Stipendien sollen nun projektbezogen gefördert werden. Pro Stipendium stünden 7.000 Euro zur Verfügung.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet im Landtag in Düsseldorf.

Coronavirus in NRW: Hoffnungsschimmer für Kreis Gütersloh

Update, Mittwoch (1. Juli), 15.51 Uhr: Wie schon in den Tagen zuvor, ist auch heute im Kreis Gütersloh wieder die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner weiter gesunken. Derzeit beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 78 Infizierungen pro 100.000 Einwohner - gestern lag dieser noch bei 86.

Update, Mittwoch (1. Juli), 14.21 Uhr: Obwohl einige Geschäfte schon damit gelockt haben, tritt die befristete Senkung der Mehrwertsteuer offiziell erst heute ein.

NRW: Änderungen im Bezug auf das Coronavirus treten ab heute in Kraft

Auch in Punkto Haustiere und Pandemie gibt es Änderungen: Eine Infektion mit dem Coronavirus bei Vierbeinern muss ab heute von Tierärzten gemeldet werden.

Update, Mittwoch (1. Juli), 12.58 Uhr: In NRW sollen die Geschäfte in der zweiten Jahreshälfte zusätzlich an bis zu vier Sonntagen öffnen dürfen. Damit könnten die verkaufsoffenen Sonntage nachgeholt werden, die wegen der Beschränkungen aufgrund des Coronavirus ausgefallen sind. Das Landeskabinett habe beschlossen, eine entsprechende Verwaltungsvorschrift zu erlassen. 

NRW: Vier weitere verkaufsoffene Sonntag in Zeiten des Coronavirus

Mit den Kirchen und Gewerkschaften seien diese Pläne abgestimmt worden. "Wir bauen darauf, dass es dafür eine entsprechende Unterstützung gibt", sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP). Mit dieser einmaligen Maßnahme sollen auch Verkaufsströme von den Samstagen auf die Sonntag verteilt werden. Die Termine für die verkaufsoffenen Sonntage sollen die Kommunen festlegen.

Update, Mittwoch (1. Juli), 11.55 Uhr: Der Coronavirus hat sich längst auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt. Wie die Deutsche Presseagentur berichtet, ist die Zahl der Arbeitslosen in NRW im Juni weiter gestiegen. Insgesamt waren zum Sommerstart im Bundesland knapp 771.000 Menschen als arbeitslos gemeldet. Das sind knapp 137.000 mehr als im Vorjahr.

Coronavirus: Arbeitslosigkeit in NRW steigt wegen der Pandemie deutlich an

Mit Blick auf die kommenden Monate zeigt sich der Vorsitzende der Regionaldirektion Torsten Withake aber optimistisch. "Wir gehen davon aus: Sobald mehr konjunkturelle Stabilität in die Wirtschaft in NRW einzieht - auch als Wirkung des Konjunkturpakets des Bundes –, wird die Arbeitslosigkeit schon in diesem Jahr wieder zurückgehen und werden viele Menschen zurück in Arbeit finden."

Update, Mittwoch (1. Juli), 10.12 Uhr: In Griechenland sind alle Flughäfen in den Ferienregionen trotz Coronavirus wieder offen. Wie der WDR berichtet ist auf Kreta schon das erste Charterflugzeug aus Deutschland gelandet. Alle Reisenden müssen sich elektronisch anmelden und angeben, wo sie herkommen und wo sie sich in Griechenland aufhalten. An den Flughäfen machen Ärzte Kontrollen, bei Bedarf auch Tests.

Coronavirus in NRW: Arbeitsschutz in Schlachtbetrieben soll verstärkt werden

Update, Mittwoch (1. Juli), 9.57 Uhr: Zuletzt war es der heftige Ausbruch des Coronavirus bei Tönnies in NRW, der die Aufmerksamkeit auf die Missstände in der Fleischindustrie lenkte. Doch es ist ein branchenweites Problem. Jetzt soll ein Plan für Arbeitsschutz des Umweltministeriums die miserablen Bedingungen richten.

Update, Mittwoch (1. Juli), 8.53 Uhr: Trotz Coronavirus dürfen zum Start des Kindergartenjahres ab dem 1. August private Kuscheltiere mit in die Einrichtungen gebracht werden. Das teilte das Familienministerium mit Blick auf die bevorstehende (Wieder-)Eingewöhnung hin.

Trotz Coronavirus in NRW: Das Kuscheltier darf doch mit in die Kita

Zwar steht im aktuellen Regelwerk des Ministeriums zum Coronavirus in NRW, dass das "Mitbringen von privatem Spielzeug" untersagt ist. Familienminister Joachim Stamp (FDP) sagte nun allerdings: "Die Kuscheltiere waren bei uns und sicherlich auch bei Ihnen ein Thema. Möglicherweise hätten wir klarer sagen müssen, dass ein Kuscheltier kein Spielzeug ist."

Update, Mittwoch (1. Juli), 7.40 Uhr: Ab heute müssen die Betriebe in der Fleischindustrie ihre Mitarbeiter zweimal in der Woche auf das Coronavirus testen lassen. Das schreibt eine Allgemeinverfügung des Landes Nordrhein-Westfalen vor.

Coronavirus in NRW: Tönnies und Westfleisch - Fleischbetriebe müssen Mitarbeiter testen lassen

Von der Vorgabe des Landesgesundheits- und Arbeitsministeriums sind Betriebe mit mehr als 100 Beschäftigten betroffen. Bei den neuen Regeln für die Fleischindustrie spielt es derweil keine Rolle, ob das Unternehmen nur eigene Arbeiter unter Vertrag hat oder Werksarbeiter.

Zusätzlich gilt für die Betriebe die Pflicht, die Namen sowie die Wohn- und Aufenhaltsadressen aller Mitarbeiter zu führen, die auf dem Gelände unterwegs sind. Die Listen müssen vier Wochen aufbewahrt werden und den Behörden zur Verfügung gestellt werden.

Grund für die Anordnung sind erhöhe Infektionszahlen bei Beschäftigten in einem Schlachtbetrieb der Firma Westfleisch in Coesfeld und zuletzt bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück.

Clemens Tönnies steht nach einem massiven Corona-Ausbruch in seinem Unternehmen in der Kritik - einen Rücktritt schloss er aus.

Coronavirus in NRW: 25 Menschen im Kreis Unna im Zusammenhang mit Tönnies infiziert - nur drei Neuinfektionen

Update, Dienstag (30. Juni), 22.14 Uhr: Die Stadt Herne meldet zwei Neuinfektionen mit dem Coronavirus und damit 244 seit Beginn der Pandemie. Neu genesene Personen wurden nicht bekannt.

Insgesamt gelten 204 Personen als geheilt und zwei Menschen sind wegen einer Covid-19-Infektion verstorben. Es sind aktuell also noch 38 Patienten in der Stadt erkrankt, wovon sich sechs zur Behandlung im Krankenhaus befinden.

Update, Dienstag (30. Juni), 21.59 Uhr: Im Kreis Unna steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle in Zusammenhang mit dem Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück um einen weiteren Fall. Insgesamt sind acht Tönnies-Mitarbeiter und 17 Kontaktpersonen im Kreis infiziert. 

Die Lage ist allerdings entspannt, denn heute kamen insgesamt nur drei Neuinfektionen hinzu, während neun Personen als neu genesen gemeldet wurden. Neue Todesfälle gibt es nicht zu beklagen. Die Zahl der aktuell Infizierten im Detail:

29.06.2020 | 15 Uhr

30.06.2020 | 14 Uhr

Differenz (+/-)

Bergkamen

18

19

+1

Bönen

1

2

+1

Fröndenberg

0

0

+0

Holzwickede

0

0

+0

Kamen

4

4

+0

Lünen

10

9

-1

Schwerte

19

18

-1

Selm

1

1

+0

Unna

1

2

+1

Werne

8

1

-7

Gesamt

62

56

-6

Coronavirus in NRW: 105 Corona-Fälle im Zusammenhang mit Döner-Fabrik, nur zwei Neuinfektionen in Moers

Update, Dienstag (30. Juni), 21.19 Uhr: Nach dem Coronavirus-Ausbruch bei einem Hersteller von Döner-Fleisch in Moers sind die Zahlen in den vergangenen Tagen zunächst deutlich angestiegen. In dem Betrieb wurden (Stand Montagabend) 85 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Diese hatten laut Gesundheitsamt außerdem 20 Kontaktpersonen angesteckt, wie die Rheinische Post berichtet. Insgesamt belief sich die Zahl der Infizierten im Zusammenhang mit dem Ausbruch also auf 105.

Am Dienstag gab es jetzt allerdings positive Nachrichten. Denn heute meldete das Gesundheitsamt im gesamten Kreis Wesel lediglich zwei Coronavirus-Neuinfektionen. Beide neuen Erkrankungen wurden in Moers festgestellt. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz im Kreis sinkt damit wieder leicht auf 23,5.

Coronavirus in NRW: Nur eine Corona-Neuinfektion in Bochum

Update, Dienstag (30. Juni), 20.54 Uhr: In Bochum hat sich binnen eines Tages eine Person neu mit dem Coronavirus angesteckt. Insgesamt beläuft sich die Zahl seit Pandemie-Beginn auf 625. 

Als gesundet wurden insgesamt 570 Patienten gemeldet, was einem Plus von drei Personen entspricht. Die Zahl der Todesfälle mit Corona-Zusammenhang liegt unverändert bei 19.

Coronavirus in NRW: Sechs Neuinfektionen in Essen

Update, Dienstag (30. Juni), 20.36 Uhr: In der NRW-Stadt Essen gibt es sechs nachgewiesene Coronavirus-Neuinfektionen und eine neu gesundete Person. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie 986 Personen. 

879 unter ihnen gelten als wieder genesen. 41 Menschen sind im Zusammenhang mit Corona gestorben.

Coronavirus in NRW: Seit 20 Tagen kein Corona-Todesfall im Kreis Recklinghausen

Update, Dienstag (30. Juni), 20.20 Uhr: Der Kreis Recklinghausen meldet zwei Neuinfektionen mit dem Coronavirus und keine neu Genesenen. Damit liegen seit der ersten Erkrankung 1.378 Fälle vor, wovon 1.269 wieder als geheilt gelten. 39 Corona-Patienten sind verstorben. Erfreulich: Seit 20 Tagen musste der Kreis keinen neuen Todesfall vermelden.

Stadt

Fälle

Genesene

Todesfälle

Castrop-Rauxel

137

132

1

Datteln

57

55

1

Dorsten

158

149

5

Gladbeck

272

224

22

Haltern am See

84

84

0

Herten

98

91

1

Marl

127

117

1

Oer-Erkenschwick

210

194

3

Recklinghausen

175

167

4

Waltrop

60

56

1

Coronavirus in NRW: Airbus streicht über 5.000 stellen in Deutschland

Update, Dienstag (30. Juni), 20.09 Uhr: Der Flugzeugbauer Airbus will wegen der Coronavirus-Krise weltweit 15.000 Stellen streichen. Allein in Deutschland sollen etwa 5.100 Stellen betroffen sein, teilte der Flugzeugbauer mit Schaltzentrale im französischen Toulouse am Abend mit.

"Die Branche befindet sich in einer beispiellosen Krise", hieß es in einer Mitteilung. Es werde erwartet, dass sich der Luftverkehr nicht vor 2023 erholen werde und möglicherweise erst 2025 wieder auf dem Niveau von vor Corona sein werde.

Coronavirus in NRW: Landrat Adenauer übt Kritik an Fleisch-Subunternehmern

Update, Dienstag (30. Juni), 19.32 Uhr: NRW - Der Kreis Gütersloh kritisierte in einer Mitteilung vom späten Dienstagnachmittag die Subunternehmer in der Fleischindustrie für eine unzureichende Versorgung von Beschäftigen, die in Quarantäne sind. Diese müsse besser werden, sagte Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU).

Die Subunternehmer seien für die Versorgung der Beschäftigten zuständig und hätten diese zugesagt. Doch nun seien 60 Einsatzkräfte vom Deutschen Roten Kreuz, dem Maltesern, den Johannitern und des THWs deshalb im Dauereinsatz.

Bei Tönnies wird der Betrieb vorerst weiter ruhen.

Update, Dienstag (30. Juni), 18.43 Uhr: Angehörige dürfen ihre Liebstenin den Altenheimen trotz Coronavirus von Mittwoch (1. Juli) an wieder in die Arme schließen: Mit einer Lockerung der Corona-Regeln für Besuche sind körperliche Berührungen bei bestimmten Vorsichtsmaßnahmen wieder möglich.

Coronavirus in NRW: Endlich ein bisschen Nähe - Umarmungen in Altenheimen wieder erlaubt

Heimbewohner und Verwandte freuen sich, in den Häusern sieht man die Lockerung mit gemischten Gefühlen. Damit steige das Infektionsrisiko für die Bewohner und Beschäftigte, sagte Pflegedienstleiterin Astrid Frese im Carolus Seniorenzentrum in Übach-Palenberg (Kreis Heinsberg) am Dienstag.

Schon in der letzten Zeit habe es Umarmungen ohne Mundschutz gegeben. Immer wieder hätten Mitarbeiter darauf hinweisen müssen, dass das so nicht geht. Zwingend notwendig sind für Besucher und Bewohner ein Mundschutz und eine gründliche Handdesinfektion. Die Sehnsucht nach Berührung sei aber sehr groß, sagte Frese: In der Vergangenheit hätten sich demente Bewohner in ihrer Not schon gegenseitig umarmt.

Coronavirus in NRW: Österreich koordiniert Vorgehen bei Touristen aus Gütersloh

Update, Dienstag (30. Juni), 17.47 Uhr: Für die Einreise nach Österreich ist für Menschen aus dem Kreis Gütersloh derzeit ein negativer Coronavirus-Test vorgeschrieben. In der Nähe der Grenze werde stichprobenartig durch mobile Teams kontrolliert, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Liege kein Gesundheitszeugnis vor, müsse die Person in 14-tägige selbstüberwachte Quarantäne.

Diese selbst zu organisieren sei und die Kosten selbst zu tragen. Wenn jemand keine Möglichkeit zur selbstüberwachten Quarantäne in einer geeigneten Unterkunft habe, dürfe er nicht einreisen. Eine generelle Reisewarnung für Menschen aus NRW gibt es im Nachbarland nicht mehr.

Coronavirus in NRW: Laschet glaubt nicht an Karneval auf den Straßen

Update, Dienstag (30. Juni), 17.17 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich gegen Karneval auf den Straßen zur traditionellen Eröffnung am 11.11. ausgesprochen: "Draußen, Straßenkarneval, Infektionsübertragungszeit, Alkohol, Enge - das passt nicht in diese Zeit", sagte er.

Was dann im Frühjahr mit dem eigentlichen Karneval sei, könne man jetzt noch nicht sagen. Man müsse das Coronavirus-Infektionsgeschehen im Herbst noch abwarten. Das sei für die Aktiven, die langfristig planen wollen, "nicht schön", so Laschet: "Aber es müssen sich zurzeit Andere mit größeren Problemen umstellen in ihren Lebensplanungen."

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kann sich wegen des Coronavirus in diesem Jahr keinen Karneval auf den Straßen vorstellen.

Coronavirus in NRW: Clemens Tönnies tritt bei Schalke zurück

Update, Dienstag (30. Juni), 16.49 Uhr: Der Coronavirus-Ausbruch bei dem Schlachtkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hat für zwei NRW-Bundesländer zum Lockdown geführt. Auch deshalb protestierten am vergangenen Samstag (27. Juni) hunderte Fans des FC Schalke 04 gegen den Aufsichtsratvorsitzenden Clemens Tönnies.

Inzwischen ist der Druck auf den Unternehmer zu groß geworden. Mit sofortiger Wirkung tritt Clemens Tönnies bei Schalke 04 zurück*.

Coronavirus in NRW: Laschet möchte keine flächendeckenden Corona-Tests in NRW

Update, Dienstag (30. Juni), 16.25 Uhr: Coronavirus-Tests für Jedermann, so wie in Bayern, wird es in NRW nicht geben. Das teilte Ministerpräsident Armin Laschet auf der heutigen Pressekonferenz mit. 

Stattdessen soll "da, wo es brennt" eingeschritten werden. Wie jetzt in der Fleischindustrie, wo ab morgen (1. Juli) die Beschäftigten in größeren Betrieben mindestens zwei Mal pro Woche auf Corona getestet werden.

Coronavirus in NRW: Laschet gibt Versagen bei Regulierung der Fleischbetriebe zu

Der Ministerpräsident gab überdies parteiübergreifendes politisches Versagen in dieser Sache zu. "Natürlich hat man gewusst, dass die Zustände dort katastrophal sind. Aber egal, wer regiert hat in all den letzten Jahren: Es ist nicht geändert worden." 

In den Betrieben würden "die Tierschutzkategorien eingehalten, aber die Menschenschutzkategorien nicht." Nun müsse das System der Werkvertragsarbeit in der Fleischindustrie nicht nur wegen des Coronavirus* beendet werden.

Coronavirus in NRW: Trotz Corona - Laschet und Watzke wollen Bundesliga mit Zuschauern

Update, Dienstag (30. Juni), 15.25 Uhr: Armin Laschet und Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, möchten unbedingt wieder Zuschauer bei den Bundesliga-Spielen sehen. "Richtige Großveranstaltungen in der Halle kann es weiterhin nicht geben. Die Bundesliga ist etwas anderes, weil sie draußen stattfindet und Abstandsregelungen eingehalten werden können", so der Ministerpräsident in Düsseldorf.

Bevor das jedoch passieren kann, müssen erst mehrere Bedingungen erfüllt werden. Diese sollen in allen Bundesländern zeitgleich beschlossen werden, damit ein Konzept für die Bundesliga erarbeiten kann, so Laschet. Watzke dagegen rechnet schon mit einer Teilnahme von Fußballfans zum Saisonstart im September.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Dennoch ist auch ihm klar, dass es nicht mit 80.000 Mann ins Dortmunder Signal-Iduna-Stadion gehen kann - weniger als die Hälfte fände der BVB-Geschäftsführer allerdigs realistisch.

Update, Dienstag (30. Juni), 12.20 Uhr: Nach vier Monaten Pause, wird Flixtrain ab dem 23. Juli wieder quer durchs Ruhrgebiet bis nach Berlin fahren. Wegen des Coronavirus galt ab dem 19. März die Zwangspause für die günstige Alternative zur Deutschen Bahn.

Maskenpflicht: Armin Laschet ist sich sicher - weit über den 15. Juli hinaus

Update, Dienstag (30. Juni), 11.32 Uhr: Der Ministerpräsident ist sich sicher, dass die Maskenpflicht und die Abstandsregeln auch noch bis nach dem 15. Juli gelten werden, wie Laschet in der Pressekonferenz erklärt.

Update, Dienstag (30. Juni), 11.22 Uhr: Auch wenn Ministerpräsident Armin Laschet Bundeskanzler werden möchte, kümmert es ihn nicht, wie beliebt er in seiner Partei ist. "Es wird keinen Startschuss für einen Wettbewerb geben. Ich bin mit dem Regieren in diesem Land beschäftigt."

Update, Dienstag (30. Juni), 11.14 Uhr: Am Anfang der Coronakrise stand Armin Laschet oft in der Kritik - sein Einsatz gegen das Virus sei nur, weil er sich im Februar 2021 als Kanzlerkandidat aufstellen lassen möchte. Dieses Vorhaben möchte er auch weiter in die Tat umsetzen, erklärte der Politiker auf Nachfrage eines Journalisten.

Update, Dienstag (30. Juni), 11.10 Uhr: Normalerweise galt immer die Faustformel 50 Infizierte pro 100.000 Einwohner. Allerdings würde es da auch immer die Herausforderung geben, ob das Geschehen lokalisierbar sei, erklärt Armin Laschet.

Als Beispiel nannte er den Landkreis Greiz - dieser lag über dem 50er-Wert, es wurden allerdings keine Konsequenzen gezogen. "Wenn es in einer Alteneinrichtung passiert, ist es leichter lokalisierbar, als wenn 7000 Beschäftigte es in die Bevölkerung getragen haben könnten", daher sei ein Lockdown in Gütersloh, anders als in Greiz, nicht vermeidbar gewesen.

Ministerpräsident Armin Laschet möchte Regeln für Lockdown überarbeiten lassen

Dennoch ist der Politiker kein Freund davon, ganze Kreise in den Lockdown zu versetzen. Er kämpft daher dafür, dass ein Zirkel von Kilometern um einen Brennpunkt ein besserer Maßstab sei.

Update, Dienstag (30. Juni), 10.51 Uhr: In wenigen Tagen beginnen die Sommerferien in NRW und somit auch die Urlaubszeit - der spannende Moment, ob die zweite Coronavirus-Welle NRW erreicht oder nicht. 

Das Verhalten der Menschen im Urlaub sei daher eine zentrale Frage für Laschet. Daher werde er nach der Urlaubszeit besonders auf die Infektionszahlen schauen müssen.

Ministerpräsident Armin Laschet fordert flächendeckende Tests in der Fleischindustrie

Update, Dienstag (30. Juni), 10.48 Uhr: Armin Laschet setzt sich auch weiter für flächendeckende Tests in der Fleischindustrie ein, wie er auf der Pressekonferenz erklärt. Ziel sei es, regelmäßige Tests gegen das Virus in Betrieben mit mehr als 100 Mitarbeitern durchzuführen.

Außerdem werde man nun Arbeitsminister Hubertus Heil unterstützen müssen, Werkarbeitsnehmer-Verträge zu beenden. Auch dort soll "gewirtschaftet werden wie überall in der Marktwirtschaft", so Armin Laschet.

Update, Dienstag (30. Juni), 10.43 Uhr: In der Pressekonferenz macht Ministerpräsident Armin Laschet klar, worauf es beim Coronavirus derzeit weiterhin ankommt. "Die Dimension dieser Corona-Krise ist immens. Sie stellt unsere Gesellschaft vor die Frage, ob sie zusammenhält", so der Politiker.

Armin Laschet in Pressekonferenz - Gütersloh war erst der Anfang

Er bedauere sehr, dass die Krise in einigen Teilen einen Rückfall erleiden würde. "Unser Ziel in der Krise war von Anfang an, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Wir werden noch viele Ausbrüche wie Gütersloh erleben, die man nicht kalkulieren kann. Wir müssen mit dieser Pandemie leben bis ein Impfstoff oder ein Medikament gefunden wurde. Das mahnt uns zur Vorsicht."

Aber auch die Situation in Gütersloh und Warendorf steht auf der Tagesordnung. Dort sei es erstmal vorgekommen, dass Menschen vor einem Virustest bereits in Quarantäne mussten. Grundsätze wolle er jedoch nicht vorschnell die Grundrechte von Menschen einschränken.

Erfolgserlebnis für Gütersloh: Zahl der Infizierten pro 100.000 Einwohner sinkt weiter

Update, Dienstag (30. Juni), 10.10 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ist in den vergangenen sieben Tagen in Gütersloh stark zurückgegangen. Wie das Robert Koch-Insitut (RKI) bekannt gibt, liegt die Sieben Tage-Inzidenz bei 86 Infizierten pro 100.000 Einwohnern.

Auch wenn die Zahl weiterhin zu hoch ist - ein Erfolgserlebnis für die Stadt in NRW, wenn man auf die vergangenen Tage schaut. Letzte Woche Dienstag (23. Juni) lag der Wert bei 270,2 Infizierungen. 

Update, Montag (29. Juni), 20.56 Uhr: Das Land Bayern trifft mit seinem Vorstoß zu Corona-Tests für jedermann auch ohne Symptome auf breite Skepsis. Mehrere andere Länder lehnten am Montag eine solche Ausweitung ohne konkrete Anlässe für Massentests ab.

Coronavirus: Bayern will Massentests umsetzen - Vorstoß stößt auf Kritik

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kritisierte: "Einfach nur viel testen klingt gut, ist aber ohne systematisches Vorgehen nicht zielführend." Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verteidigte dagegen die Pläne: "Es wird sonst zu wenig getestet."

Bayern hatte am Sonntag angekündigt, Tests für alle zu ermöglichen - auf Wunsch auch für Menschen ohne Symptome und ohne besonders hohes Infektionsrisiko. Dafür will der Freistaat Kosten tragen, die nicht die Krankenkassen übernehmen.

Kalkuliert wird zunächst mit einem dreistelligen Millionenbetrag. "Wir warten nicht auf endlose Gespräche zwischen einzelnen Kostenträgern, sondern wir gehen in Vorleistung, weil wir glauben, dass neben Abstand halten Testen die einzige ernsthafte Chance ist, Infektionsketten zu unterbrechen", sagte Söder. Am Dienstag (30. Juni) will sein Kabinett den Plan beschließen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will Corona-Tests für jedermann ermöglichen.

Update, Montag (29. Juni), 20.35 Uhr: Die NRW-Landesregierung plant offenbar eine millionenschwere Bürgschaft für den finanziell angeschlagenen Bundesligisten Schalke 04*. Das Volumen liegt laut Handelsblatt bei rund 40 Millionen Euro, Funke berichtet von einem Betrag "deutlich über 30 Millionen Euro".

Update, Montag (29. Juni), 17.30 Uhr: Das Konjunkturpaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Corona-Folgen ist unter Dach und Fach. Bundestag und Bundesrat billigten am Montag das Maßnahmenpaket, zu dem die Senkung der Mehrwertsteuer im zweiten Halbjahr sowie der Kinderbonus von 300 Euro gehören.

Coronavirus: Bundestag und Bundesreat billigen Corona-Maßnahmepaket

Im Bundestag stimmten Union und SPD für das Paket, die Länderkammer votierte einstimmig für die Maßnahmen. FDP und AfD votierten mit Nein, Linke und Grüne enthielten sich.

Abstimmung bei der Sondersitzung des Deutschen Bundestages zur geplanten Absenkung der Mehrwertsteuer ab dem 01.07.2020.

Update, Montag (29. Juni), 16.20 Uhr: Die aktuellen Regelungen der Coronaschutzverordnung in NRW werden um weitere zwei Wochen bis mindestens zum 15. Juli 2020 verlängert. Das teilte die Landesregierung am Montag mit. Dazu gehört unter anderem die Maskenpflicht für bestimmte Bereiche. Zudem dürfen sich im öffentlichen Raum nur zehn Menschen treffen, wenn das Abstandsgebot nicht eingehalten wird.

PK mit Armin Laschet zu Corona-Lockdown in Kreisen Gütersloh und Warendorf beendet

Update, Montag (29. Juni), 16 Uhr: Die Pressekonferenz mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und den Landräten der Kreise Gütersloh und Warendorf, Sven-Georg Adenauer und Olaf Gericke ist beendet.

Update, Montag (29. Juni), 15.54 Uhr: Die großen Schlachtbetriebe in NRW werden fortan strengstens vom Arbeitsschutz überwacht, kündigt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Die großen Firmen werden den Arbeitsschutz "ständig in der Bude haben". "Ich lasse mir da nicht mehr auf dem Kopf herumtanzen."

Bisweilen hätte es über eine Stunde gedauert, wenn der Arbeitsschutz Zutritt in die Produktionsanlagen eines großen Schlachtbetriebs verlangt hätte.

Update, Montag (29. Juni), 15.50 Uhr: Karl-Josef Laumann erwartet von der Firma Tönnies ein Konzept, wie der Betrieb wieder aufgenommen werden könne. Das müsse dann mit dem Kreis Gütersloh abgestimmt werden. Änlich sei man auch beim Westfleisch-Ausbruch (Coesfeld) vorgegangen.

Bei Tönnies wird der Betrieb vorerst weiter ruhen.

Coronavirus in NRW: Bei Tönnies sind nach Ausbruch noch "einige Hausaufgaben zu erledigen"

Update, Montag (29. Juni), 15.47 Uhr: Die Firma Tönnies werde erst dann wieder produzieren, wenn von diesem Betrieb keinerlei Gefahr für die Bevölkerung in Gütersloh ausgehe, so Sven-Georg Adenauer. "Bis dahin sind noch einige Hausaufgaben zu erledigen."

Update, Montag (29. Juni), 15.42 Uhr: Sven-Georg Adenauer weiß um die Wichtigkeit der kommenden Woche. "Ganz Deutschland, möglicherweise ganz Europa schaut auf uns". Beim Einkauf hätten etliche Gespräche mit Bürgern gezeigt, dass die Ernsthaftigkeit der gegenwärtigen Situation den Leuten bewusst sei.

Update, Montag (29. Juni), 15.32 Uhr: Armin Laschet ruft einmal mehr dazu auf, von einer Stigmatisierung der Gütersloher abzusehen. Der NRW-Ministerpräsident lobt, dass der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz nach einem Gespräch die Reisewarnung für Nordrhein-Westfalen aufgehoben hat. Urlauber aus dem Kreis seien nicht nur in Österreich, sondern auch in Italien herzlich willkommen.

Update, Montag (29. Juni), 15.23 Uhr: Sven-Geord Adenauer, Landrat im Kreis Gütersloh, hält die einwöchige Verlängerung des Lockdowns für "maßvoll, aber unausweichlich". Olaf Gericke äußert seine Erleichterung über das Ende des Lockdowns im Kreis Warendorf.

Update, Montag (29. Juni), 15.19 Uhr: "Auf Grundlage der bisherigen Testergebnisse werden wir die Lockdown-Maßnahmen im Kreis Warendorf nicht verlängern. Sie laufen mit dem morgigen Tag aus. Die Lockdown-Maßnahmen im Kreis Gütersloh werden aus Vorsicht um eine Woche verlängert", so Armin Laschet. In dieser Zeit sollen weitere Testergebnisse abgewartet werden.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kann sich wegen des Coronavirus in diesem Jahr keinen Karneval auf den Straßen vorstellen.

Update, Montag (29. Juni), 15.17 Uhr: Im Kreis Warendorf läge kein erhöhtes Infektionsrisiko vor. Das Geschehen sei auf Mitarbeiter der Firma Tönnies zurückzuführen. Ähnlich sei es im Kreis Gütersloh, hier müsse man aber die Ergebnisse der kommenden Tage abwarten. Ein Überspringen des Virus in die Bevölkerung habe man weitesgehend vermeiden können.

Update, Montag (29. Juni), 15.14 Uhr: "Wir haben die größte Testaktion, die es in Deutschland je gegeben hat. 28.000 Tests im Kreis Gütersloh und 10.000 Tests im Kreis Warendorf - also knapp 40.000 Tests", so Armin Laschet. Im Kreis Gütersloh gebe es acht Testzentren, im Kreis Warendorf vier. Armin Laschet lobt die "logistische Meisterleistung".

Update, Montag (29. Juni), 14.54 Uhr: In wenigen Minuten wird sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gemeinsam mit Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) und den Landräten der Kreise Gütersloh und Warendorf, Sven-Georg Adenauer (CDU) und Olaf Gericke (CDU) zum Infektionsgeschehen in der Region äußern. Wichtigste Frage bleibt dabei, ob der "Lockdown light" aufrecht erhalten bleibt.

Coronavirus in NRW: Entscheidung über Lockdown in Gütersloh und Warendorf

Die aktuellen Fallzahlen deuten daraufhin, dass der Kreis Warendorf ab Dienstag um Mitternacht aus dem Lockdown raus sein könnte. Im Kreis Gütersloh deutet gegenwärtig vieles auf eine mehrtägige Verlängerung der Beschränkungen hin. Aktuell sind diese bis zum 30. Juni befristet.

Im ehemaligen Militärflughafen in Gütersloh gibt es Corona-Tests für die Bewohner im Drive-In-Verfahren.

Update, Montag (29. Juni), 14 Uhr: Nach dem Coronavirus-Ausbruch durch Mitarbeiter der Firma Tönnies in Gütersloh, wurde in dem gesamten Kreis der Lockdown wieder eingeführt. Ein Bewohner der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock hatte dagegen geklagt und gefordert, dass die Landesverordnung überprüft werden muss.

Nun ergab das Oberverwaltungsgericht Nordrhein Westfalen in Münster, dass der Lockdown bis zum 30. Juni rechtmäßig ist.

Update, Montag (29. Juni), 10.15 Uhr: Die Stadt Herne im Ruhrgebiet gibt neue Fallzahlen für ihr Gebiet bekannt. Derzeit sind 36 Personen mit dem Coronavirus infiziert, davon befinden sich sechs zur Behandlung im Krankenhaus. 

Bei insgesamt 242 Personen wurde das Virus bisher nachgewiesen, zwei von ihnen sind verstorben.

Polizei NRW bekommt 2,5 Millionen Schutzmasken zum Schutz vor dem Coronavirus

Update, Montag (29. Juni), 9.52 Uhr: Die Polizei in NRW soll sich nun ebenfalls mehr an die Corona-Vorschriften halten und werden daher mit Stoffmasken ausgestattet. Die 2,5 Millionen Masken sollen auch waschbar sein, damit diese mehrmals verwendet werden können. 

Die Masken werden passend zur Uniform dunkelblau sein und einen kleinen "NRW"-Schriftzug aufgenäht haben. Die 2,5 Millionen Masken sollen insgesamt rund 4 Millionen Euro kosten.

Drei von 2,5 Millionen Schutzmasken, die die Polizei NRW gestellt bekommen werden.

Update, Montag (29. Juni), 9.30 Uhr: Wer einen Kurztrip nach Wien machen wollte, beispielsweise vom Flughafen Dortmund*, der hätte in den vergangenen Tagen schlechte Karten gehabt. Doch nun gibt es gute Nachrichten, die trotz Corona auf einen Kurztrip in unser Nachbarland starten wollen: Österreich hat die generelle Reisewarnung für ganz NRW zurückgenommen.

"Mit heute 0 Uhr wird die allgemeine Reisewarnung für Nordrhein-Westfalen aufgehoben, sie wird nunmehr für den Kreis Gütersloh gelten", so die österreichische Ministerin Elisabeth Köstinger am Sonntagabend bei Bild. Wer in Gütersloh wohnt und einen negativen Corona-Test vorlegen könnte, der dürfte ebenfalls in Österreich seinen Urlaub antreten.

Corona-Lage in Gütersloh: Armin Laschet telefoniert mit Sebastian Kurz über Reisewarnung in Österreich

Wie die dpa erfahren hat, soll Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) vergangenes Wochenende mehrmals mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz gesprochen haben um ihn über die Entwicklung in Gütersloh auf dem laufenden zu halten.

Update, Montag (29. Juni), 7.59 Uhr:NRW - Kurz vor der Entscheidung darüber, ob der regionale Lockdown wegen des Coronavirus in zwei Kreisen von Nordrhein-Westfalen verlängert werden soll oder ausläuft, gibt es Lichtblicke in der Region.

Coronavirus in NRW: Entscheidung über Ende des Lockdowns im Kreis Gütersloh erwartet

Allerdings liegt der besonders stark vom Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies betroffene Kreis Gütersloh bei einer wichtigen Kennziffer in der Pandemie-Bekämpfung noch zu hoch - trotz einer weiter sinkenden Tendenz. 

Deshalb scheint bisher für den Kreis Gütersloh auch eine Verlängerung des regionalen Lockdowns um einige wenige Tage nicht ausgeschlossen zu sein. Im benachbarten Kreis Warendorf bewegt sich die sogenannte Sieben Tage-Inzidenz hingegen schon seit Tagen deutlich unter der entscheidenden Marke von 50, die in der Diskussion um Schutzmaßnahmen sowie der Bundesländer eine Rolle spielt.

Coronavirus in NRW: Laumann muss über Lockdown oder Lockerung im Kreis Gütersloh entscheiden

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte am Samstag erklärt, dass nach der Auswertung von erwarteten weiteren Tausenden Testergebnissen eine Entscheidung zu den Einschränkungen in der Region getroffen werden solle. Die Entscheidung muss spätestens am Dienstag fallen, weil der regionale Lockdown bis 30. Juni befristetist. 

Die erneuten Einschränkungen waren in den Kreisen Gütersloh und Warendorf am Mittwoch in Kraft getreten. Betroffen sind rund 640.000 Einwohner. Im öffentlichen Raum dürfen nur noch zwei Menschen oder Menschen aus einem Familien- oder Haushaltsverbund zusammentreffen.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) muss über die Verlängerung des Lockdowns im Kreis Gütersloh entscheiden.

Eine Reihe von Freizeitaktivitäten soll unterbleiben. Museen, Kinos, Fitnessstudios und Hallenschwimmbäder müssen geschlossen bleiben. Kitas ebenfalls. Vertreter der Kreise sprachen von einem "Lockdown light", da Geschäfte und Restaurants weiter öffnen dürften.

Kreis Gütersloh (NRW): Coronavirus offenbar nicht auf Bevölkerung übergegriffen

Update, Sonntag (28. Juni), 15.53 Uhr: Vielfach sind am Wochenende Partys und Zusammenkünfte in Düsseldorf, Köln und Bonn eskaliert und Feiernde mit Polizei und städtischen Ordnungsdiensten aneinandergeraten. Dabei kam es zu Schlägereien von Gruppen untereinander sowie immer wieder zu Gewalt und Aggression gegenüber den Beamten, hieß es von der Polizei.

Die Beteiligten seien zumeist stark alkoholisiert gewesen, hätten die Corona-Abstandsregeln missachtet, Polizisten beleidigt und sich respektlos gezeigt. Viele täten inzwischen so, als wäre Corona vorbei, sagte ein Sprecher.

Update, Sonntag (28. Juni), 15.53 Uhr: Nach dem großen Corona-Ausbruch in einem Tönnies-Fleischbetrieb im Kreis Gütersloh sehen die Behörden in Nordrhein-Westfalen bisher keine Anzeichen dafür, dass sich das Virus in größerem Umfang in der Bevölkerung verbreitet hat. 

Kurz vor der Entscheidung über Auslaufen oder Verlängern des bundesweit ersten regionalen Lockdowns zur Eindämmung des Coronavirus in zwei NRW-Kreisen berichten die Behörden von relativ wenigen Nachweisen in Testzentren, die gerade von den in die Ferien starten wollenden Familien stark genutzt werden. 

Coronavirus-Ausbruch in NRW: Zahlen in Gütersloh noch zu hoch

In dem am stärksten vom Virus-Ausbruch im Tönnies-Werk Rheda-Wiedenbrück betroffene Kreis Gütersloh liegt allerdings eine Kennziffer in der Pandemie-Bekämpfung noch zu hoch.

Update, Sonntag (28. Juni), 11.52 Uhr: In NRW soll es bald eine Neuregelung für Kita- Kinder geben, die mit Corona-Symptomen heim geschickt wurden - und im Zweifel nur Husten hatten. 

In solch einem Fall mussten die Eltern bisher ein Attest heranbringen. Nun müssen sie nur noch selbst bestätigen, dass ihr Kind 48 Stunden symptomfrei ist, kündigte Familienminister Joachim Stamp in einem Brief an die Kitas in NRW an.

Coronavirus in NRW: Ministerium schwenkt bei Kita-Regelung um

"Unsere bisherige Regelung zu Attesten hat sich in der Praxis als unpraktisch erwiesen. In Coronazeiten lernen wir täglich dazu, deswegen haben wir die Regelung jetzt pragmatisch angepasst", teilte Stamp dazu mit.

NRW-Familienminister Joachim Stamp kündigte Neuerungen für Kita-Kinder an.

Update, Sonntag (28. Juni), 11.30 Uhr: Nach harscher Kritik an "Bastel-Sets" für Mund-Nase-Masken hat sich Familienminister Joachim Stamp (FDP) beim Kinderbetreuungspersonal in NRW entschuldigt. In einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, drückte Stamp sein Bedauern aus: "Ich kann Ihnen versichern, dass dies kein Ausdruck von Geringschätzung war", so Stamp: "Um eines klarzustellen: Sie sind keine Basteltanten und Bastelonkel, sondern hochqualifiziertes pädagogisches Personal bzw. Kindertagespflegeperson. Ich kann nicht oft genug betonen, dass Sie herausragende Arbeit leisten!"

Coronavirus in NRW: Bastel-Masken für Kitas waren anders gedacht

Das Ministerium hatte neben normalen Masken auch etliche an Kitas verschickt, die noch zusammen gebastelt werden müssen. In der "Kommunikation" sei es dem Ministerium leider nicht gelungen, "zu vermitteln, dass die übrigen Lieferungen für etwaig fehlende Masken bei Besuchern oder Eltern gedacht waren", schrieb Stamp. Für die Erzieher seien nur die fertigen Masken gedacht gewesen.

Update, Sonntag (28. Juni), 11.14 Uhr: Der Fraktionschef der SPD im Düsseldorfer Landtag, Thomas Kutschaty, fordert nach dem Corona-Skandal beim Schlachtbetrieb von Clemens Tönnies in Rheda-Wiedenbrück ein neues Unternehmensstrafrecht, "mit dem künftig nicht mehr nur einzelne Manager oder Mitarbeiter, sondern auch ganze Unternehmen strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden können."

Nach Corona-Skandal in NRW-Fleischfabrik: SPD stellt Forderungen

Kutschaty sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Viele fragen sich doch jetzt: Kommt ein Unternehmen wie Tönnies eigentlich mit so einem Verhalten davon? Bei dem ganzen Schaden, der den Menschen, aber auch dem Staat entstanden ist? Das würde dem Gerechtigkeitsempfinden der Menschen massiv widersprechen."

Update, Sonntag (28. Juni), 10.12 Uhr: Zum Ende der Spargelsaison ziehen die Landwirte in NRW eine gemischte Bilanz in Zeiten des Coronavirus. "Die Betroffenheit ist sehr unterschiedlich", sagte der Sprecher der Landwirtschaftskammer NRW, Bernhard Rüb. Besonders hätten Spargelbauern gelitten, die normalerweise viel Gemüse an die Gastronomie verkauften.

Coronavirus in NRW: Spargelbauern hat die Krise unterschiedlich getroffen

Beim Direktverkauf an Hofläden habe es in den vergangenen Wochen hingegen eine sehr hohe Nachfrage gegeben. "Die wurden geradezu gestürmt", berichtete Rüb. So habe es auch einige Bauern gegeben, die deutliche Zuwächse beim Umsatz verzeichnet hätten.

Erstmeldung, Sonntag (28. Juni), 9.47 Uhr: NRW - Die Fleischindustrie in Nordrhein-Westfalen muss Beschäftigte auf ihre Kosten künftig mindestens zweimal pro Woche auf das Coronavirus testen lassen.

NRW: Ab 1. Juli greifen striktere Coronavirus-Regeln in der Fleischindustrie

Die neue Vorgabe gelte ab 1. Juli für Schlachthöfe, Zerlegebetriebe und vorrangig fleischverarbeitende Betriebe mit mehr als 100 Beschäftigten und unabhängig davon, ob es sich um eigene Beschäftigte oder Werkvertragsnehmer handele, teilte das NRW-Ministerium für Arbeit und Gesundheit in Düsseldorf mit.

In der entsprechenden Allgemeinverfügung heißt es wörtlich: "Es dürfen nur Personen in der Produktion eingesetzt werden, die mindestens zweimal pro Woche auf Kosten des Betriebsinhabers auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durch PCR-Verfahren getestet werden und dabei ein negatives Testergebnis haben." Die Testung könne im Poolverfahren erfolgen. Die Auswertung müsse durch ein anerkanntes Labor erfolgen. Die Test-Nachweise seien in dem Betrieb vorzuhalten.

Clemens Tönnies steht nach einem massiven Corona-Ausbruch in seinem Unternehmen in der Kritik - einen Rücktritt schloss er aus.

NRW: Coronavirus-Infektionen im Kreis Gütersloh "merklich angestiegen"

Die Verfügung enthält auch umfangreiche Dokumentationspflichten: Die Unternehmen würden verpflichtet, die Namen und Wohn- beziehungsweise Aufenthaltsadressen sämtlicher auf dem Betriebsgelände anwesender Personen zu erheben und für vier Wochen aufzubewahren, hieß es.

Wie der Kreis Gütersloh mitteilt, sei die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen in der übrigen Bevölkerung (ohne direkten Bezug zur Tönnies-Belegschaft) "merklich" angestiegen. Grund dafür seien wohl die Tests die aktuell vermehrt durchgeführt werden. Viele der Infizierten zeigen wohl keine Symptome. Hier gibt es alle Entwicklungen zum Coronavirus in NRW aus der vergangenen Woche.* *RUHR24.de ist Teil des  Ippen-Digital-Netzwerks

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