Neue Corona-Schutzverordnung

Viele neue Coronavirus-Lockerungen für NRW: Das erlauben die Auflagen jetzt

In NRW haben sich das wohl viele Menschen gewünscht: mehr Normalität. Mit den neuen Lockerungen in der Corona-Krise gibt es die. Das ist jetzt erlaubt.

  • In NRW gelten seit Anfang Mai neue Regeln für das öffentliche Leben in Zeiten des Coronavirus*.
  • In den Bundesländern treten nach und nach Lockerungen in Kraft, die aber nicht alle gleich ausfallen.
  • Unter anderem Familien im Ruhrgebiet profitieren und dürften etwas aufatmen.

Update, Donnerstag (7. Mai), 15.40 Uhr: Jetzt wo die Coronavirus-Lockerungen da sind, könnten schlimmstenfalls die Dämme brechen und viele Bürger die Vorsichtsmaßnahmen schleifen lassen. RUHR24-Autor Daniele Giustolisi mahnt in einem Kommentar, die Corona-Lockerungen mit Verantwortungsbewusstsein und Augenmaß zu verstehen*. 

Update, 17.09 Uhr: NRW - Weitere Lockerungen rücken das Leben in Deutschland wieder ein Stück weit in Richtung Normalität in der Coronavirus-Krise. Weiterhin soll daraufhin geachtet werden, dass die Zahl der Neuinfektionen nicht wieder in die Höhe schießt.

Coronavirus-Lockerungen in NRW: Maßnahmen nicht in allen Bundesländern gleich

Bund und Länder haben sich nach einer langen Besprechung am Mittwoch (6. Mai) angeblich auf eine Obergrenze geeinigt, wann Lockerungen zurückgenommen werden sollen: Die liegt wohl bei 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner.

Neben der Erlaubnis zu Friseurbesuchen (seit dem 4. Mai) und Besuchen in Pflegeheimen (ab dem 10. Mai) haben Kanzlerin Angela Merkel und die Minister der Länder weitere Lockerungen im Zuge der Corona-Maßnahmen bekannt gegeben. Hierbei ist wichtig zu beachten, dass die Maßnahmenin den verschiedenen Bundesländern nicht alle gleich sind.

Coronavirus in NRW: Kontaktbeschränkungen bis 5. Juni

Mund- und Nasenschutz, Mindestabstand von 1,5 Metern und die Kontaktbeschränkungen (bis 5. Juni) bleiben vorerst bestehen. Wie schon angenommen wurde, dürfen sich nun außerdem Menschen mit anderen Personen aus einem anderen Haushalt treffen.

Ein weiterer Beschluss vonseiten der Politik: Die Fußball-Bundesliga darf die derzeit wegen der Corona-Krise unterbrochene Saison ab der zweiten Mai-Hälfte mit Geisterspielen fortsetzen. Auch dürfen alle Geschäfte unter Auflagen wieder öffnen. Die bisherige Öffnungsbeschränkung auf eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern ist damit aufgehoben. In NRW gilt diese Lockerung ab Montag (11. Mai). Hotels sollen ab dem 21. Mai auch wieder öffnen dürfen.

Coronavirus in NRW: Freibadsaison ab dem 20. Mai eröffnet

Auch Fitnessstudios und Tanzschulen können in Nordrhein-Westfalen ab Montag wieder besucht werden - Freibäder ab dem 20. Mai. Sport mit Körperkontakt und Betätigung, die in geschlossenen Räumen stattfindet, sei ab dem 30. Mai wieder möglich. Ebenso wie sportliche Wettbewerbe im Kinder- und Jugendsport.

Auch das kulturelle Leben in NRW soll in nur wenigen Wochen wieder mehr aufblühen. Ab dem 30. Mai sollen Theater, Konzertsäle und Kinos deshalb ebenfalls öffnen können. Auch kleinere Konzerte sollen dann wieder möglich sein, so Ministerpräsident Armin Laschet.

Und perspektivisch gesehen gibt es noch eine weitere Lockerung, die viele Familien herbeigesehnt haben: Ab dem 8. Juni können Eltern ihre Kinder wieder in die Kita schicken - es soll so etwas wie ein Regelbetrieb beginnen.

Update, Mittwoch (6. Mai): Immer weitere Lockerungen treten in Kraft. So wurde in den vergangenen Tagen beschlossen, dass ab kommenden Sonntag (10. Mai) wieder Besuche in Pflege- und Altenwohnheimen gestattet sind. Dabei gilt es jedoch strenge Auflagen zu beachten, wie die allgemein geltenden Hygiene- und Abstandsregeln und die maximale Anzahl der Besucher. Ebenso sollen in Werkstätten für behinderte Menschen ab dem 10. Mai wieder mehr Menschen arbeiten gehen dürfen.

Auch Besuche beim Frisör sind dieser Tage wieder erlaubt. Seit Montag (4. Mai) sitzen die Frisuren der Menschen in NRW wieder. 

Ursprungsmeldung, Freitag (1. Mai): Obwohl die Neuinfektionen mit Corona in NRW (Live-Ticker) weiter steigen*, hält die Landesregierung daran fest, den Menschen wieder etwas größere Freiheiten zu gewähren, berichtet RUHR24.de*. "Im demokratischen Rechtsstaat ist es selbstverständlich, den Menschen ihre Freiheitsrechte zurückzugeben", so NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) im Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Krise.*

Coronavirus: Lockerungen der Regeln in NRW

Grundlage dafür sei die konsequente Nachverfolgung der Kontakte infizierter Personen, damit die Pandemie weiter im Griff behalten werde. Unter dieser Voraussetzung könnten weitere Lebensbereiche geöffnet werden, so Laschet in einem Pressestatement am Donnerstag (30. April). Alle 54 Gesundheitsämter in NRW wurden zu diesem Zweck ausgebaut.

So könnten Spielplätze in Nordrhein-Westfalen unter Auflagen trotz des weiter grassierenden Coronavirus bald wieder öffnen. Wann genau Kinder wieder auf Spielplätzen toben, schaukeln und klettern dürfen, blieb noch offen.

Coronavirus: NRW will Spielplätze öffnen

Der Ministerpräsident betonte, dass unterschiedliche Gegebenheiten in den Regionen in Deutschland auch unterschiedliche Maßnahmen erforderten. So sei es beispielsweise im Ruhrgebiet, wo Menschen oft in kleinen Wohnungen leben, besonders wichtig, die Spielplätze wieder zu öffnen. Eltern sollen dann darauf achten, überfüllte Anlagen zu meiden.

Coronavirus-Auflagen in NRW gelockert: Kinder dürfen auf baldige Öffnung der Spielplätze hoffen.

Als einen "Silberstreif am Horizont in der Corona-Krise" bezeichnete Familienministerin Franziska Giffey (SPD) den Vorstoß, Spielplätze wieder zu öffnen. "Das wird den Alltag vor allem für Familien mit kleineren Kindern ein gutes Stück erträglicher machen." 

Coronavirus: Keine Lockerung für Grundschüler

Enttäuschung macht sich hingegen bei manchen Grundschülern breit. Eine Schulöffnung für die Klassen 1 bis 3 wird frühestens ab dem 11. Mai realisiert. Zudem sollen Entscheidungen zu einer möglichen Öffnung der Grundschulen erst nach der noch ausstehenden Beratungen zwischen den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin am 6. Mai 2020. getroffen werden.

Trotzdem dürfte auch andere, weitere Lockerung Familien bei der Bestreitung ihres Alltags zugutekommen. Denn auch manche Kultureinrichtungen dürfen unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen wieder öffnen.

  • Museen, Ausstellungen und Galerien
  • Gedenkstätten
  • Zoos und botanische Gärten

Eine gute Nachricht, nicht nur für Familien. Besonders da die Aussichten auf den Sommerurlaub eher trüb sind. Der Urlaub in den Sommerferien* wird für vielen voraussichtlich nicht in gewohnter Weise stattfinden.

Coronavirus: Nahverkehr wird ausgeweitet

Und da auch im Schienennahverkehr ab Montag (4. Mai) wieder mehr S-Bahnen und Regionalbahnen fahren sollen, könnte der Hin- und Rückweg auch ohne Auto wieder bestreitbar sein.

Weitere Lockerungen gelten ab Mai auch für Gottesdienste. Diese dürfen in NRW unter strengen Auflagen und mit begrenzter Teilnehmerzahl seit Freitag (1. Mai) wieder stattfinden. Für Hochzeiten, die drohen auszufallen, hat die Stadt Düsseldorf eine besonders kreative Idee: Heiraten im Autokino, so kann die ganze Familie dabei sein.

Eine neue Regelung bringt vor allem Menschen, denen es auch ohne am Coronavirus zu leiden, gesundheitlich nicht gut geht, Erleichterung: Ein größerer Teil der Krankenhauskapazitäten soll wieder für planbare Operationen genutzt werden. Bislang aufgeschobene Operationen könnten jetzt also wieder stattfinden, ist im aktuellen Beschluss der Bundesregierung zu lesen.

msp

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Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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