Mobilität in Zeiten von Covid-19

Bahnverkehr in NRW läuft seit Montag trotz Coronavirus wieder an - was Fahrgäste jetzt wissen sollten

Mit den Lockerungen in der Coronavirus-Pandemie läuft auch der Bahnverkehr in NRW ab dem 4. Mai wieder an. Das sollten Fahrgäste jetzt wissen.

  • Ab 4. Mai rollt der Zugverkehr in NRW wieder richtig und fast nach normalem Fahrplan.
  • Aufgrund des Coronavirus setzen DB Regio, Abellio, Keolis oder National Express auf bewährte Regeln.
  • Nicht überall läuft der Fahrplan so rund, wie man es sich wünscht.

Dortmund/NRW - Trotz der Coronavirus-Pandemie kehrt in NRW so langsam wieder Normalität ein. Ab 4. Mai greifen weitere Lockerungen, immer mehr Beschäftigte kehren an ihre Arbeitsplätze zurück. Mit den Öffnungen nahezu aller Geschäfte füllen sich die Innenstädte. Und damit werden auch wieder mehr Kapazitäten im Bahnverkehr benötigt.

NRW: Zugverkehr bei DB Regio und Co. rollt ab 4. Mai fast wie gewohnt

Ab dem heutigen Montag (4. Mai) rollen wieder mehr Züge durch Nordrhein-Westfalen (NRW). Das Verkehrsangebot im Regionalverkehr werde laut Deutscher Bahn (DB) wieder "stark ausgeweitet", nachdem am 20. April bereits aufgestockt wurde. Einschränkungen gibt es ab heute nur noch auf Linien in einzelnen Regionen, beim Nacht- und beim Freizeitverkehr.

Das bedeutet für die wichtigsten Verbindungen durch Nordrhein-Westfalen (NRW) der Deutschen Bahn folgende Änderungen:

  • RE1 (Aachen - Hamm): Die Züge verkehren im Stundentakt; die zusätzlichen Züge im Berufsverkehr fallen aus
  • RE4 (Dortmund - Aachen): Nur die zusätzlichen Züge im Berufsverkehr zwischen Aachen und Düsseldorf fahren. Alle anderen Fahrten fallen aus. Ab dem 9. Mai 2020 verkehren die Züge des Stundentaktes wieder wie gewohnt. Die Züge des Zwischentaktes fallen ab diesem Zeitpunkt aus.
  • RE57 (Winterberg/Brilon - Dortmund): Die Züge verkehren im 60-Minuten-Takt zwischen Dortmund und Bestwig und um 120-Minuten-Takt zwischen Bestwig und Winterberg / Brilon Stadt.
  • S1 (Dortmund - Solingen): Die Züge fahren planmäßig; die zusätzlichen Züge im Berufsverkehr entfallen zwischen Solingen und Düsseldorf.

Eine Übersicht mit allen Fahrplanänderungen der Regionalexpresszüge der DB Regio ab dem 4. Mai bekommt ihr hier.

Nicht nur die Deutsche Bahn rollt mit ihren Zügen in NRW wieder verstärkt über die Schienen, sondern auch Unternehmen wie Abellio (RRX), Keolis (Eurobahn) und National Express (RRX). 

NRW: Fahrplan von Abellio läuft wie gewohnt, Krankenstand ist hoch

Im Falle von Abellio läuft der Verkehr wieder seit dem 20. April wieder regulär. Das Unternehmen bittet jedoch darum "über die Notwendigkeit seiner Fahrten nachzudenken, um das Risiko für unser Personal und andere Fahrgäste so gering wie möglich zu halten." 

Zuletzt hatte Abellio mit Personalmangel aufgrund von hohem Krankenstand zu kämpfen. In der Folge kam es zu Zugausfällen auf den Linien S3, RE49, S2 und RB40. Die Ausfälle sollen laut Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) sogar bis nach dem 8. Mai dauern.

Zugverkehr in NRW trotz Coronavirus: Eurobahn wieder am Start

Auch bei der Eurobahn läuft seit dem 20. April - mit Ausnahme einzelner Spätzüge - wieder alles nach dem Regelfahrplan. Vor allem der RE11 (RRX) transportiert viele Menschen durch NRW und fährt wieder nach normalem Plan.

Der RRX rollt wieder wie gewohnt durch Nordrhein-Westfalen - trotz Coronavirus-Pandemie.

Wieder wie gewohnt durch NRW rollt ab heute (4. Mai) auch die Flotte von National Express, die die Linien RE 7, RB 48, RE 5 (RRX) und RE 6 (RRX) bedient.

DB Region mahnt zur Vorsicht in NRW wegen des Coronavirus

Wichtig: In den Zügen, Bussen und Bahnhöfen gelten die allgemeinen Hygiene-Empfehlungen, die das Robert-Koch-Institut ausgegeben hat. Unter anderem:

  • In Ellenbeugen oder in Papiertaschentuch Husten und Niesen (und dieses dann sofort entsorgen).
  • Möglichst nicht ins Gesicht fassen.
  • Regelmäßig Hände waschen.
  • Bei Fieber, Husten und Atembeschwerden zu Hause bleiben.
  • Abstand von mindestens 1,5 Metern zu Mitmenschen halten.

Deutsche Bahn: Coronavirus sorgt in NRW für Sicherheitsmaßnahmen

In den Zügen werden ebenfalls Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Tickets werden etwa bei der DB zurzeit nur auf Sicht kontrolliert, es werden dort auch keine Zeitungen mehr an Bord verteilt. Das gastronomische Angebot ist eingeschränkt. Der persönliche Service am Platz und im Restaurant wird ausgesetzt.

Damit eine Reise mit der Deutschen Bahn auch nicht zum Gesundheitsrisiko wird, hat die DB in ihrer App und auf der Internetseite eine Veränderung vorgenommen. Die Anzeige der Auslastung der jeweiligen Züge wurde angepasst.

NRW: Mund-Nasen-Schutz ist Pflicht in Zügen

Wichtig: In Nordrhein-Westfalen gilt seit dem 27. April die Pflicht, im Nahverkehr und in Geschäften eine sogenannte Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Das gilt natürlich auch in den Regionalzügen, die durch NRW fahren.

Kurios: In Zügen des Fernverkehrs gilt die Pflicht bislang (noch) nicht - außer in Niedersachsen. Die Deutsche Bahn empfiehlt ihren Gästen dennoch, eine Maske zu tragen. Unterdessen debattiert die Politik darüber, eine Maskenpflicht auch in Fernverkehrszügen vorzuschreiben. Am 3. Mai gab es diese noch nicht.

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi/RUHR, dpa; Collage: RUHR24