Es gibt Ausnahmen

Corona: Erste Stadt im Ruhrgebiet führt 2021 2G für Weihnachtsmarkt ein

Weihnachtsmarkt
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Trotz Corona-Pandemie sollen Weihnachtsmärkte möglich sein. Eine Stadt setzt allerdings auf harte Regeln (Symbolbild).

Glühwein nur für Geimpfte und Genesene: Die nächste Stadt in NRW greift nun knallhart durch und setzt die 2G-Regel nun für den Weihnachtsmarkt 2021 durch.

Duisburg – Lange dauert es nicht mehr, bis Weihnachten vor der Tür steht und die ersten Weihnachtsmärkte im Ruhrgebiet eröffnen. Nachdem im vergangenen Jahr die meisten Märkte aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen mussten, gibt es für 2021 Hoffnung – allerdings mit knallharten Maßnahmen. Die erste Stadt im Ruhrgebiet hat nun sogar beschlossen, die 2G-Regel für den Weihnachtsmarkt einzuführen, wie RUHR24* berichtet.

StadtDuisburg
Einwohner498.590 (2019)
LandNordrhein-Westfalen

2G-Regel für Weihnachtsmarkt im Ruhrgebiet: Glühwein nur noch für Geimpfte und Genesene

Während man in Essen noch darüber diskutiert, ob man für den Weihnachtsmarkt 2021 die 2G- oder 3G-Regelung* durchsetzen will, ist es in Duisburg seit Montag (4. Oktober) beschlossene Sache. Mit Blick auf die aktuelle Corona-Lage und die Zahl der Ungeimpften habe man sich in der Ruhrgebiets-Stadt nun entschieden, zu dieser Maßnahme zu greifen, heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Stadt Duisburg.

Insbesondere da Experten davon ausgehen, dass im Herbst und Winter die Infektionszahlen mit dem Coronavirus wieder rasant steigen* werden, will man in Duisburg frühzeitig Maßnahmen ergreifen, um eine weitere Covid-19-Welle zu verhindern. Eine dieser Maßnahmen ist nun, dass ab dem 1. November nur noch geimpfte oder genesene Personen zu Kultur- und Freizeitveranstaltungen zugelassen werden.

Weihnachtsmarkt in Duisburg nur für Geimpfte und Genesene

Wie auch in Wuppertal greift die sogenannte 2G-Regel* damit nicht nur für den Zoo, sondern eben auch für größere Feste, die in nächster Zeit anstehen und von der Stadt Duisburg ausgerichtet werden. Das prominenteste Fest ist damit sicherlich der Weihnachtsmarkt, der am 11. November eröffnen soll.

„Wir sind von der Wirksamkeit der 2G-Regel überzeugt und hätten uns vom Land NRW eine umfassende Regelung gewünscht. Diese gibt es bis heute nicht. Die ersten Monate der Krise haben gezeigt, wie unglücklich ein Flickenteppich an verschiedenen kommunalen Lösungen ist,“ erklärte Oberbürgermeister Sören Link die Entscheidung der Stadt Duisburg.

2G-Regel ab sofort in Duisburg: Allerdings mit einigen Ausnahmen

Nicht nur aus Sorge vor steigenden Infektionszahlen, sondern auch, weil man in Duisburg beobachten könne, dass es sich insbesondere bei den schweren Fällen im Krankenhaus um ungeimpfte Personen handelt, festigt die Stadt in ihrem Entschluss. Auch die hohe Inzidenz bei den Schülern mit einem hohen Anteil nicht geimpfter Kinder stützt die These, dass es sich mittlerweile um eine „Pandemie der Ungeimpften“ handelt. 

Schwere Corona-Infektionen mit Krankenhausaufenthalt betreffen zunehmend ungeimpfte Personen (Symbolbild).

Um sich also vor steigenden Infektionszahlen und schweren Verläufen inklusive Krankenhausaufenthalten zu schützen, gelten unter anderem für den Weihnachtsmarkt in Duisburg strenge Regeln – aber nicht für alle. Denn es gibt durchaus Ausnahmen:

  • Angebote der Stadt Duisburg im Bildungsbereich wie VHS-Kurse oder Lehrgänge sind von der 2G-Regel ausgenommen. Auch getestete Personen dürfen teilnehmen.
  • Die 2G-Regel gilt nur für Personen, für die es auch eine Impfempfehlung gibt. Somit sind Kinder unter 12 Jahren und Personen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können, davon ausgeschlossen. Ein ärztliches Attest ist im letzteren Fall notwendig.
  • Zwar gilt die Impfempfehlung auch für Schwangere, dennoch sind sie von der 2G-Regel ausgenommen. Für sie wie auch andere Personengruppen, die von der Regel ausgenommen sind, reiche laut Stadt Duisburg ein negativer Antigen-Schnelltest.

Video: Ansteckung trotz Corona-Impfung

Weihnachtsmarkt nur mit 2G-Regel: Krisenstabsleiter will private Veranstalter ermutigen

Wie genau überprüft werden soll, wer sich auf dem Weihnachtsmarkt aufhält und ob alle die entsprechenden Nachweise haben, ist derzeit nicht bekannt. Klar ist aber, dass sich die Stadt Duisburg für einen großzügigen Einsatz der 2G-Regel ausspricht.

„Wir ermuntern ausdrücklich auch private Veranstalter, unserem Beispiel zu folgen und 2G umzusetzen“, sagt Krisenstabsleiter Martin Murrack. Jede Person hätte die Chance, sich kostenfrei impfen zu lassen, um sich und andere zu schützen. „Nur wenn wir die Impfquote deutlich erhöhen, werden wir die Pandemie in den Griff bekommen.“ *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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