Corona-Ausfall

Tönnies: Streit mit Land NRW nimmt nach Corona-Ausbruch wichtige Wendung

Nach der coronabedingten Betriebsstilllegung bei Tönnies 2020 muss NRW nun Lohn-Entschädigungen zahlen.

NRW – Fast zwei Jahre ist der große Corona-Ausbruch am Hauptsitz des Fleischgiganten* nun schon her. Damals mussten mehr als 1000 Tönnies-Mitarbeiter in Quarantäne, der Betrieb stand still. Auch Mitarbeiter von Subunternehmen der Tönniesbetriebe waren betroffen. Die Folge: Verdienstausfälle und Schlachtstau. Für diese Verdienstausfälle muss das Land NRW jetzt aufkommen, wie das Verwaltungsgericht Minden entschieden hat, weiß RUHR24*.

Fleisch-FirmaTönnies Holding
Umsatz7,5 Milliarden EUR (2019)
StandortRheda-Wiedenbrück
Gründung1971

NRW– Corona-Ausbruch bei Tönnies – Streit um Corona-Entschädigung

Dem Unternehmen Tönnies selbst, wo zuletzt eine Undercover-Journalistin von Sat.1 eingeschleust wurde*, wurde 2020 aufgrund mangelnder Gesundheitsmaßnahmen die Corona-Entschädigung verwehrt. Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, die eigenen Mitarbeiter am Arbeitsplatz unzureichend geschützt zu haben (mehr News zu NRW bei RUHR24*). Daher bestünde, laut Infektionsschutzgesetz, kein Anspruch auf Ausgleichszahlung. Insgesamt geht es um mehrere Millionen Euro.

Das Verwaltungsgericht Minden hat jetzt jedoch den Klagen von zwei Subunternehmen stattgegeben. Das Land NRW muss auf Anordnung des Gerichtsurteils zwei Arbeitern Entschädigung für den Verdienstausfall zwischen Juni und Juli zahlen.

NRW – Corona-Ausbruch bei Tönnies – Gericht folgt der Auffassung nicht

Nach dem Corona-Skandal um seine Firma im Sommer 2020, trat Clemens Tönnies von allen Ämtern beim FC Schalke 04 zurück.

Für die genaue Begründung wäre die schriftliche Fassung des Urteils abzuwarten, sagte eine Sprecherin gegenüber der Bild. Da noch mehr als 4500 ähnliche Fälle beim Gericht vorliegen, bleibt es spannend wie diese ausfallen werden. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Friso Gentsch/dpa

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