Nach einer Woche Distanzunterricht

Corona: Entscheidung über Schulen in NRW fix – wie es ab dem 19. April läuft

Seit Ostern sind die Schulen in NRW zunächst für eine Woche im Distanzunterricht. Und danach? Eine Entscheidung, was ab dem 19. April geplant ist, ist jetzt gefallen.

Update, Donnerstag (15. April), 11.13 Uhr: Einen Tag nach der Verkündung der Rückkehr zum Wechselunterricht in NRW ab dem 19. April ist nun auch die offizielle Schulmail online einsehbar. Sie macht genaue Vorgaben über das Testverfahren an Schulen. Schon vorab gab NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer allerdings zu, dass die in NRW bestellten Corona-Schnelltests nicht für alle Schüler gleichermaßen geeignet seien.

Update, Mittwoch (14. April), 15.34 Uhr: Rund 2,5 Millionen Schüler kehren ab Montag (19. April) nach einer Woche Homeschooling zurück in den Wechselunterricht. Das gab NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) heute bekannt. Lediglich die Städte, die eine an mehreren Tagen in Folge Inzidenz von über 200 haben, verbleiben bei der aktuellen Homeschooling-Regelung (siehe Update von 15.05 Uhr). Das sind:

  • Hagen (7-Tages-Inzidenz von 246,4, Stand 14. April)
  • Märkischer Kreis (232,8)
  • Remscheid (225,4)
  • Siegen-Wittgenstein (214,1)
  • Solingen (209,1)
  • Oberbergischer Kreis (207,7)

Damit orientiert sich NRW im Wesentlichen an den geplanten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes des Bundes, bleibt aber dennoch vorsichtiger. Denn ab einer Inzidenz von 100 bleibt es in NRW beim Wechselunterricht, obwohl in der geplanten Gesetzesänderung kompletter Präsenzunterricht möglich wäre.

Corona in NRW: 2,5 Millionen Schüler kehren zurück in den Wechselunterricht

Auch anders als im geplanten neuen Paragrafen 28 b des Infektionsschutzgesetzes vorgesehen, geht NRW künftig vorsichtiger beim Thema Corona-Testungen vor. So soll in Nordrhein-Westfalen jeder Schüler zweimal pro Woche im Präsenzunterricht getestet werden. Im neuen Infektionsschutzgesetz-Paragrafen ist das aber nur für Städte mit Inzidenzen über 100 geplant. Wer sich nicht testen lässt, darf in NRW künftig nicht am Präsenzunterricht teilnehmen.

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer appellierte an die Eltern im Land, ihre Kinder genau zu beobachten und bei möglichen Infektionen nicht in die Schule zu schicken. Sollte es zu Infektionen kommen bzw. der Verdacht bestehen, sollten Familien die Möglichkeit zu kostenlosen Bürgertestungen wahrnehmen. Außerdem bat Gebauer Eltern darum, ihre Kinder an den Corona-Testungen in den Schulen teilnehmen zu lassen. „Unterstützen sie Ihre Kinder dabei, diese Maßnahme zu akzeptieren, nehmen Sie ihnen die Sorge“, so Gebauer am Mittwoch in Düsseldorf.

NRW: Sechs Kreise und Städte haben zu hohe Corona-Zahlen – Homeschooling bleibt

Update, Mittwoch (14. April), 15.05 Uhr: NRW-Bildungsministerin Yvonne Gabauer (FDP) hat soeben verkündet, dass alle Schulen in NRW ab Montag (19. April) wieder zurück zum Wechselunterricht kehren werden. Ausnahme sind Schulen, die in Kreisen und Städten liegen, die an drei Tagen in Folge eine Inzidenz über 200 haben. Das sind aktuell (Stand 14. April):

  • Stadt Hagen,
  • Stadt Remscheid,
  • Stadt Solingen,
  • Märkischer Kreis,
  • Kreis Siegen-Wittgenstein,
  • Oberbergischer Kreis.

Update, Mittwoch (14. April), 14.52 Uhr: Die Schüler in NRW kehren ab Montag (19. April) wieder in die Klassenzimmer zurück - allerdings im Wechselmodell, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf Koalitionskreise. Details dazu will Yvonne Gebauer bei einer Pressekonferenz um 15 Uhr bekannt geben. Mehr dazu in Kürze.

Update, Mittwoch (14. April), 13.53 Uhr: Das NRW-Schulministerium will heute (Mittwoch, 14. April) am frühen Nachmittag in Person von Ministerin Yvonne Gebauer (FDP) verkünden, wie es in den Schulen in Nordrhein-Westfalen ab Montag (19. April) weitergeht. Gebauer hat für 15 Uhr ein Pressestatement angekündigt. Eine Entscheidung scheint also gefallen zu sein.

NRW: Corona-Regelung in Schulen ab dem 19. April – Entscheidung offenbar gefallen

Mit Spannung wird erwartet, ob NRW zurück zum Präsenzunterricht im Wechsel mit dem Distanzunterricht kehrt, oder ob es bei der aktuellen Homeschooling-Regelung bleibt.

Seit dem 7. April kennen die Inzidenz-Zahlen in NRW nur noch eine Richtung – nämlich steil nach oben. Aktuell (Stand 14. April) hat NRW eine 7-Tages-Inzidenz von 148,4. Nur fünf von 53 Kommunen liegen unter dem Wert von 100. Sechs Kommunen haben Werte über 200. Es erscheint möglich, dass Schulen in diesen Kommunen ab kommenden Montag (19. April) weiterhin geschlossen bleiben müssen, analog zur in den kommenden Tagen geplanten Änderung des Infektionsschutzgesetzes. RUHR24 berichtet in diesem Text über die Aussagen Gebauers..

Erstmeldung, Montag (12. April), 15 Uhr: NRW – Nach zwei Wochen Osterferien hat die Schule in NRW am 12. April wieder begonnen. Eine Woche sollen fast alle Schüler wieder in den Distanzunterricht. Die NRW-Landesregierung will abwarten, wie sich die Infektionszahlen des Coronavirus nach Feiertagen und Ferien entwickeln. Und danach?

Ministerium Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen
Ministerin Yvonne Gebauer
ParteiFDP

NRW: Corona-Zahlen sollen über Rückkehr zum Wechselunterricht an Schulen entscheiden

Ab dem 19. April will NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) dann wieder zurück zum „Unterricht mit Präsenzanteilen“ – also zum Wechselunterricht. Ob das möglich ist, soll anhand der Corona-Zahlen entschieden werden.

Gibt es schon eine Prognose? „Wenn wir die Glaskugel hätten, dann wäre es einfacher für alle Beteiligten“, sagte Yvonne Gebauer am Montagmorgen (12. April) dem WDR.

Zwischen dem 1. und dem 7. April sind die Corona-Neuinfektionen in NRW gesunken, seitdem steigt die Kurve wieder drastisch an. Zum Schulstart hatte NRW eine 7-Tage-Inzidenz von 130,7. In nur neun von 53 Kommunen lag die Inzidenz unter 100.

Wechselunterricht an NRW-Schulen ab dem 19. April unwahrscheinlich

Es scheint also unwahrscheinlich, dass es ab dem 19. April wieder größere Öffnungen an Schulen geben wird. Die Situation sei „sehr instabil“, gibt auch Gebauer im WDR-Interview zu. Eltern sollten sich also jetzt schon aufs Äußerste vorbereiten.

Sollte es wider Erwarten doch zu Präsenzunterricht ab dem 19. April kommen, wird es eine grundsätzliche Testpflicht in den Schulen mit wöchentlich zweimaligen Selbsttests für Schüler, Lehrer und weiteres Personal geben. Die Tests sollen dabei in der Schule durchgeführt, können aber auch in offiziellen Testzentren gemacht werden. Diese Tests dürfen allerdings nicht älter als 48 Stunden sein. Wer keinen Test macht, darf nicht am Präsenzunterricht teilnehmen.

5,5 Millionen Corona-Selbsttests an Schulen pro Woche in NRW eingeplant

Pro Woche plant die NRW-Landesregierung 5,5 Millionen Selbsttests für die Schulen ein. Bis zum 16. April sollen alle Schulen in NRW beliefert sein. Am Montag (12. April) waren noch nicht alle Schulen mit ausreichend Tests versorgt. Dem WDR zu Folge kommt die Woche Distanzunterricht nicht unrecht – es soll an der Testlogistik hapern.

Zwei Corona-Tests pro Woche sollen Schüler in NRW künftig machen müssen.

Wichtig sind die Corona-Tests für jene Schüler, die aktuell vor Ort an Schulen lernen dürfen: Schüler der Abschlussklassen und Kinder bis zu sechsten Klasse, für die eine Notbetreuung sichergestellt ist. Eine Ausnahme wird aber für die aktuellen Prüflinge gemacht: Diese können auch ohne Selbsttest im Präsenzmodus lernen, werden dann von den getesteten Mitschülern separiert.

NRW: Ab dem 23. April sollen an Schulen trotz Corona Abiturprüfungen starten

Ungeachtet aller Corona-Inzidenzen sollen am 23. April die Abitur-Prüfungen in NRW starten. Die Abiturienten bereiten sich aktuell vor Ort in den Schulen darauf vor. Laut Philologenverband NRW meldeten sich aber am Montag einige Abiturienten vom Präsenzunterricht ab, weil sie nicht riskieren wollten, sich anzustecken oder während der Prüfungen in Quarantäne gehen zu müssen (mehr Corona-News aus NRW bei RUHR24).

Aktuell muss sich die NRW-Landesregierung mit folgender Kritik auseinandersetzen:

  • Lehrer: Sie Fühlen sich bei der Beaufsichtigung der Corona-Tests an Schulen unsicher. Zudem gehe Unterrichtszeit verloren, heißt es vom Philologenverband.
  • Schüler: Die Landesschülervertretung fordert angesichts enormer auch psychischer Belastungen einen „Freiversuch“ bei allen Abschlüssen. Schüler sollen demnach die Möglichkeit haben, die Prüfung noch einmal abzulegen.
  • Eltern: Die Landeselternschaft kritisiert die kurzfristige Einführung des Distanzunterrichts, hält aber eine Einschränkung des Präsenzunterrichts trotzdem für dringend geboten. Die Eltern wollen klare Perspektiven zur weiteren Planung bis zu den Sommerferien. Gefordert werden keine Wochen mehr ohne Wechselunterricht und Kindgerechte Testungen, durchgeführt von geschultem, externem Personal.

Indes gibt es vonseiten der Politik eine Warnung vor zu schnellen Öffnungen an Schulen. SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach warnt in einem Tweet vor Corona-Ausbrüchen an Schulen, die ungeimpfte Eltern treffen könnten.“ Während Kinder symptomlos seien, so Lauterbach, könnten sie unbemerkt ihre Eltern mit Corona infizieren.

Schulen in NRW: Corona-Gefahr für Eltern – Impf-Priorisierung gefordert

Schon länger wird daher die Priorisierung von Eltern von Schülern für eine Corona-Impfung gefordert. Zuletzt sorgte die Soziologin Michaela Mahler in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau* für Aufsehen, in dem sie das schneller „Elternimpfen“ forderte. *Die Franfurter Rundschau ist wie RUHR24 Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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