NRW-Schulministerin

Offener Brief an Eltern: Yvonne Gebauer warnt vor schweren Zeiten

In einem offenen Brief wendet sich NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) an die Eltern. Dabei kündigt sie schwere Zeiten an.

Düsseldorf - Zum Jahresende will Yvonne Gebauer sich noch einmal selbst äußern, wie RUHR24.de* berichtet. Die NRW-Schulministerin resümiert in einem offenen Brief an die Eltern der Schüler die Coronavirus-Krise*, verteidigt ihr Vorgehen und wagt einen Blick in die Zukunft.

PersonYvonne Gebauer
PostenNRW-Schulministerin
ParteiFDP

Corona: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) schreibt offenen Brief und verteidigt Vorgehen

In der Coronavirus-Krise in NRW hat das Schulministerium stets versucht, am Präsenzunterricht in den Schulen festzuhalten. Besonders für jüngere Kinder und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung sei eine Präsenz an den Schulen wichtig gewesen, so Gebauer (alle News zu Corona in NRW auf RUHR24.de).

Man wisse aus dem Corona-Lockdown in NRW im Frühjahr, dass ein eingeschränkter Präsenzunterricht sowohl für den Lernerfolg als auch sozial für zahlreiche Schüler problematisch sein könne.

Das Schulministerium würde die Sorgen der Eltern ernst nehmen, die sich um den Abschluss ihrer Kinder, um das Fundament der Schullaufbahn oder um die Teilhabe an der Schulgesellschaft sorgen würden, erklärt Gebauer in ihrem Brief.

In dem gibt Yvonne Gebauer auch das Versprechen ab, dass man alles dafür tun werde, um den Abschlussklassen reibungslose Prüfungen zu ermöglichen (alle News zu Corona in NRW im Live-Ticker auf RUHR24.de).

Coronavirus in NRW: Schulen sind kein Infektionsherd - Yvonne Gebauer verweist auf Wissenschaft

Schulen seien aus Sicht von NRW-Schulminsterin Yvonne Gebauer keine Infektionsherde. Das würden auch Wissenschaftler und das Robert Koch-Institut bestätigen. Dennoch mache das Coronavirus-Infektionsgeschehen aktuell nicht Halt vor den Klassenräumen.

Yvonne Gebauer (FDP), NRW-Schulministerin, hat einen offenen Brief an Eltern geschrieben.

Deswegen habe man den Eltern ermöglicht, sich in der Zeit vor Weihnachten, selbst um die Kinder zu kümmern. Man sei sich bewusst, dass man die Menschen vor organisatorische Probleme gestellt habe. Dennoch, und hier verteidigt Yvonne Gebauer die Entscheidungen in der Coronavirus-Krise, sei alles stets sorgfältig abgewogen gewesen, um die Bildung der Kinder sicherzustellen.

In den vergangenen Wochen und Tagen gab es für das NRW-Schulministerium und Yvonne Gebauer immer wieder Kritik. Der Verband für Bildung und Erziehung (VBE) in NRW kritisierte am vergangenen Freitag (11. Dezember) die erneut kurzfristige Entscheidung zur Aussetzung der Präsenzpflicht an den Schulen.

Yvonne Gebauer: Coronavirus kann auch im Januar für schwierige Umstände an Schulen sorgen

„Wieder einmal stellt die kurzfristige Ankündigung über die Aufhebung der Präsenzpflicht und die Umstellung auf den Distanzunterricht die Schulen und Familien vor immense Herausforderungen“, hieß es in einer veröffentlichten Mitteilung.

Die Opposition der SPD in NRW forderte Schulministerin Yvonne Gebauer gar zum Rücktritt auf. Gegenüber dem WDR schoss die FDP-Politikerin zurück. Die SPD müsste auch den Rücktritt ihrer eigenen Parteikollegen in anderen Bundesländern fordern, wo ebenfalls an der Präsenzpflicht festgehalten wurde.

Den Eltern der Schüler in NRW kündigt Yvonne Gebauer im Falle eines Scheiterns des harten Corona-Lockdowns eine schwierige Zeit. Sollten die Infektionszahlen nicht fallen, werde es auch zu Wiederbeginn des Unterrichts am 11. Januar 2021 besondere Maßnahmen geben - diese können allerdings von Schule zu Schule unterschiedlich ausfallen. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Redaktionsnetzwerks.

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