Ministerium mit Lockerungen

Schulen in NRW: Öffnung für alle Schüler ab 15. März – neue Corona-Regeln für Präsenzunterricht

Ab dem 15. März dürfen in NRW noch mehr Schüler in den Präsenzunterricht. Wir fassen die wichtigsten Corona-Neuerungen an den Schulen zusammen.

Düsseldorf – Schulen in NRW dürfen ab dem 15. März noch mehr Schüler als aktuell in den Präsenzunterricht holen. Das ist das Ergebnis der Bund-Länder-Gespräche am 3. März – und deren konkrete Umsetzung in NRW.

NameYvonne Gebauer
Alter, Geburtsort54 Jahre, Köln/NRW
Partei und MinisteriumFDP, NRW-Bildungsministerium

Schulen in NRW: Noch mehr Schüler kehren trotz Corona in den Präsenzunterricht zurück

Schon seit dem 22. Februar dürfen Grundschüler sowie Schüler der Abschlussklassen in NRW vor Ort an den Schulen unterrichtet werden. Ab Mitte März kommen dann folgende Gruppen dazu:

  • Schüler aller Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I (Klasse 5 bis 10),
  • Schüler der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe und der entsprechenden Semester der Weiterbildungskollegs.

Mit der neuen Regelung kehren somit fast alle Schüler in NRW zurück in den Präsenzunterricht. Allerdings unter strengen Sicherheitsmaßnahmen. So wird es nicht nur Präsenzunterricht geben, sondern auch Distanzunterricht. Vorerst bis zu den Osterferien sollen Schüler im Wechsel beide Formen des Unterrichts erhalten.

NRW-Ministerium gibt Corona-Regel vor: Klassen sollen geteilt werden

Kurse und Klassen sollen laut NRW-Schulministerium möglichst in zwei Gruppen geteilt werden. Während die eine Gruppe vor Ort in der Schule unterrichtet wird, soll die andere daheim das Geschehen am Monitor verfolgen oder selbstständig lernen. Sind Klassen ohnehin klein, dürfen Schulen selbst darüber entscheiden, ob sie geteilt werden müssen. Das dürfte vor allem an Förderschulen der Fall sein.

Die Schulen sollen darauf achten, dass Schüler alle denselben Umfang an Präsenzunterricht erhalten, heißt es in einer Mail aus dem Schulministerium an alle Schulen in NRW. Die Faustformel: „Keine Schülerin und kein Schüler soll länger als eine Woche ohne Präsenzunterricht sein.“

Wegen Corona in NRW: Durchmischung der Schülerschaft soll verhindert werden

Als Maßgabe gibt das Ministerium zudem vor, dass in den Klassen 5 bis 10 konstante Lerngruppen zu bilden seien. Man wolle so eine Durchmischung der Schülerschaft vermeiden – und damit unkontrollierbare Corona-Ausbrüche.

Wichtig für Eltern: An jenen Tagen, an denen ihre Kinder aus den Klassen 5 oder 6 nicht im Präsenzunterricht sein dürfen, gibt es an den Schulen eine pädagogische Betreuung.

Corona in NRW: Schüler mit schlechten Bedingungen daheim dürfen in die Schule

Eltern, die ihren Kindern daheim keine „lernförderliche Umgebung“ bieten können, dürfen ihre Kinder auch in die Schule schicken. Je nach Ressourcen soll es diesen Schülern möglich sein, unter Aufsicht in den Räumen der Schule an den Aufgaben aus dem Distanzunterricht zu arbeiten.

Ein Arzt macht an einer Grundschule vor Unterrichtsbeginn einen Corona-Schnelltest bei einer Lehrerin. Bis Anfang April sollen die Tests erweitert werden. (Symbolbild)

Wie die Corona-Regeln korrekt umgesetzt werden, entscheidet jede Schule selbst. Ausschlaggebend dafür sind die Räume, das Personal und die technische Ausstattung.

Schulministerium: Unterricht in NRW soll nach Corona-Pause nicht so straff sein

Eine weitere Vorgabe aus Düsseldorf müssen die Schulen aber einhalten: Nach der Rückkehr vieler Schüler in den Präsenzunterricht ab dem 15. März soll der Unterricht nicht ganz so straff sein, wie in Vor-Corona-Zeiten.

Es soll nicht die „Leistungsüberprüfung im Mittelpunkt der ersten Präsenzunterrichtstage stehen“, fordert das NRW-Schulministerium die Schulen auf. Stattdessen sollten die Schüler die Erfahrungen der vergangenen Wochen aufarbeiten dürfen. Lehrer fungieren dann also erstmal als Laien-Psychologen (Hier weitere Corona-News aus NRW auf RUHR24.de lesen).

Wer sein Kind aus Angst vor Corona nicht in die Schule schicken möchte, obwohl Präsenzunterricht möglich wäre, kann sich unter Vorlage eines entsprechenden ärztlichen Attests davon befreien lassen. Die Sorge vor einer Infektion muss allerdings begründet sein.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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