Coronavirus-Pandemie in NRW

Corona im Ruhrgebiet: Mehrere Städte über 200er-Marke - wo nun strengere Regeln gelten

Covid-19 grassiert weiter in NRW. Drei Städte im Ruhrgebiet reißen kritischen Corona-Wert. Kommen jetzt strengere Regeln? 

Update, Sonntag (10. Januar), 17.15 Uhr: Ruhrgebiet - Aufgrund der hohen Infektionszahlen und der steigenden 7-Tage-Inzidenz hatte der Corona-Krisenstab im Oberbergischen Kreis schon heute getagt, um über strengere Regeln zu beraten. Wie der Rat nun beschlossen haben soll, gelten ab Mitternacht strengere Regeln im Kreis.

So gilt zwischen 22 und 5 Uhr eine Ausgangsbeschränkung. Das heißt, die Wohnung darf nur noch mit einem triftigen Grund verlassen werden. Dazu zählen beispielsweise der Arbeitsweg oder der Gang zum Arzt. Außerdem sollen private Kontakte so weit wie möglich reduziert werden. Anders als im Rest von NRW hat sich der Oberbergische Kreis der von Merkel beschlossenen Maßnahme angeschlossen, dass sich auch im privaten Bereich nur noch Angehörige eines Hausstands plus eine weitere Person treffen dürfen. Diese verschärften Regeln gelten im Oberbergischen Kreis vorerst bis zum 25. Januar.

Man habe sich jedoch gegen die auf 15 Kilometer eingeschränkte Bewegungsfreiheit entschieden, heißt es auf der Pressekonferenz. Über den landesweiten Umgang mit der 15-km-Regel wolle das Land NRW am Montag entscheiden.

Erstmeldung, Sonntag (10. Januar), 16.14 Uhr: Nach den Feiertagen steigen die Zahlen der Neuinfektionen mit dem Coronavirus*, wie RUHR24.de* berichtet. Stand heute (10. Januar) haben sieben Städte und Kreise den kritischen Inzidenzwert von 200 überschritten - drei davon liegen im Ruhrgebiet.

VirusCoronavirus/Sars-CoV-2
ErkrankungCovid-19
Regelwerk zur Eindämmung der Pandemie\tCoronaschutzverordnung

Coronavirus im Ruhrgebiet: Herne, Recklinghausen und Gelsenkirchen reißen kritischen Corona-Wert

Der Kreis Recklinghausen (228,3), und die Städte Herne (209,7) und Gelsenkirchen (230,7) haben heute (10. Januar) die 200er Inzidenzmarke überschritten. Die Bewohner müssen jetzt mit strengeren Corona-Regeln rechnen (alle News zu Corona in NRW im Live-Ticker von RUHR24.de)

Wie diese strikteren Regeln in der Coronavirus-Pandemie aussehen, ist noch offen. Gut möglich, dass es zu Ausgangssperren oder Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit kommen könnte. Ab Montag (11. Januar) gilt die neue Coronaschutzverordnung in NRW*. Allerdings können Kreise und Städte ab einer Inzidenz von 200 zusätzliche Regeln geltend machen.

Der Kreis Recklinghausen, der sich schon am Freitag (8. Januar) dem kritischen Inzidenzwert genährt hat, informierte die Einwohner mit einer Pressemitteilung (alle News zu Corona in NRW auf RUHR24.de).

Coronavirus im Ruhrgebiet: Kreis Recklinghausen will am Montag (11. Januar) Krisensitzung abhalten

Man wolle die Lage im Krisenstab am Montag (11. Januar) bewerten und anschließend eine Entscheidung über das weitere Vorgehen treffen. Seitens des Landes NRW seien Vorschläge und Hinweise für weitergehende Maßnahmen angekündigt worden. Diese könnten auch über die aktuell geltende Coronaschutzverordnung hinausgehen.

Recklinghausen, Gelsenkirchen und Herne haben im Ruhrgebiet aktuell eine Inzidenz von über 200.

Die Städte Herne und Gelsenkirchen haben sich bislang noch nicht zu strengeren Regeln in der Corona-Krise geäußert. Ab Montag (11. Januar) soll allerdings die Feuerwehr durch die Stadt in Herne fahre und die Einwohner mit Lautsprecherdurchsagen an die Abstands- und Hygieneregeln erinnern.

Coronavirus in NRW: Auch Bielefeld, Höxter, Gütersloh und der Oberbergische Kreis reißen Inzidenzwert

Der Kreis Höxter hat ab Montag (11. Januar) strengere Regeln als das Land NRW. Menschen dürfen sich jetzt auch im privaten Raum nur noch mit einer einzigen Person außerhalb des eigenen Hausstandes treffen. Die Begründung: Zuletzt hat es zahlreiche Neuinfektionen gegeben, die auf private Treffen zurückzuführen sind.

Der Oberbergische Kreis berät sich noch am Sonntag und will auch das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) miteinbeziehen. Im Gespräch sind Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit. Gütersloh und Bielefeld haben noch keine Informationen veröffentlicht.

In der ab Montag (11. Januar) geltenden NRW-Coronaschutzverordnung fehlt die sogenannte 15-Kilometer-Regeln* allerdings. Kreise und Städte sollen selbst entscheiden, ob diese eingeführt wird oder nicht. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Redaktionsnetzwerks.

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