Beginn der Herbstferien

Corona-Hotspots in NRW: Urlauber lösen Chaos an Teststationen aus

Reisende stehen vor dem Corona-Testzentrum am Hauptbahnhof
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In Köln mussten sich Urlauber am vergangenen Samstag (10. Oktober) auf lange Wartezeiten an der Teststation am Hauptbahnhof einstellen.

Neun NRW-Regionen sind Risikogebiete. Viele Menschen wollen auf ihren Herbst-Urlaub aber dennoch nicht verzichten. An den Teststationen herrscht Chaos.

NRW – Ausgerechnet zum Beginn der Herbstferien werden in NRW und ganz Deutschland immer mehr Regionen zu Risikogebieten erklärt. Wer aus einem NRW-Corona-Hotspot kommt und trotzdem Urlaub machen möchte, muss vielerorts einen negativen Corona-Test vorlegen. Doch viele Test-Stationen sind überlastet.

BundeslandNordrhein-Westfalen
Bevölkerung 17,93 Millionen (2019) 
HauptstadtDüsseldorf
SehenswürdigkeitenKölner Dom, UNESCO-Welterbe Zollverein und mehr
Hochschulen und UniversitätenRuhr-Universität Bochum und mehr

Corona-Risikogebiete in Köln: Urlauber lösen großen Andrang auf Corona-Teststationen aus

Fast jeden Tag gibt es neue Hiobsbotschaften von den Gesundheitsämtern in NRW: Ausgerechnet zum Beginn der Herbstferien gelten nun schon neun Regionen in NRW als Risikogebiete. Sie haben die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen überschritten (alle neuen Entwicklungen zum Coronavirus in NRW im Live-Ticker auf RUHR24.de).

Für den Herbst-Urlaub in vielen anderen Bundesländern bedeutet das für Menschen aus NRW-Risikogebieten aber auch: stornieren – oder ein negatives Test-Ergebnis, das nicht älter als 48 Stunden ist, mitbringen. In NRW hatte das Landesgesundheitsministerium am Freitag dafür sogar einen Erlass an die Kommunen geschickt, wonach die Tests für Deutschlandurlauber aus den betroffenen Risikokommunen kostenlos angeboten werden sollen.

In Köln, Solingen, Hagen und Co. haben sich deshalb offenbar viele Urlauber für einen Corona-Test entschieden – und so einen großen Andrang auf die Teststationen ausgelöst (mehr Nachrichten aus NRW auf RUHR24.de).

Immer mehr Corona-Risikogebiete in NRW – Chaos an Teststation am Hauptbahnhof in Köln

Wer vorhat, in den kommenden Tagen einen Corona-Test an einer Teststation zu machen, muss Geduld mitbringen: Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, habe man am ersten Ferientag (10. Oktober) insbesondere am Testzentrum des Kölner Hauptbahnhofs einen Riesen-Andrang festgestellt.

„Im Moment merken wir, dass die Leute vermehrt ankommen, insbesondere sind das Personen, die in den Urlaub fahren wollen“, berichtete der Sprecher in Köln.

Corona-Hotspot Köln: NRW-Teststationen weisen Wartezeiten bis zu zwei Stunden auf

In der Domstadt hätten Urlauber für einen Corona-Test teilweise irre Wartezeiten von bis zu zwei Stunden in Kauf genommen, um dann in Kürze ein hoffentlich negatives Corona-Ergebnis in den Händen zu halten und freie Fahrt für den Urlaub zu haben.

Wer in Köln zu spät am Tag zum Testzentrum am Hauptbahnhof kommt, hat übrigens Pech: Dort können täglich nur rund 300 Tests durchgeführt werden, zusätzlich gebe es noch etwa 100 Test-Reserven. Danach sei aber Schluss.

Corona-Testzentren sind in NRW stark frequentiert – Solingen weitet Angebot aus

Auch in Remscheid und Solingen seien die Testzentren seit einigen Tagen stark frequentiert: „Es bilden sich unglaubliche Schlangen“, sagte die Sprecherin aus Solingen am Samstag (10. Oktober) der dpa. Besonders das kostenlose Testangebot sei der Grund dafür, warum sich nun viel mehr Urlauber testen ließen als noch vor einer Woche.

In Solingen habe man die Testkapazitäten nun sogar ausgeweitet: Ab sofort werden in der Lungenklinik Bethanien nicht nur von Montag bis Freitag, sondern auch am Wochenende Abstriche gemacht.

Corona-Hotspots im Ruhrgebiet: Hagen und die Kreise Recklinghausen und Unna bieten keine eigenen Testzentren an

In anderen NRW-Risikogebieten, wie etwa in den Regionen im Ruhrgebiet wie Hagen oder den Kreisen Recklinghausen und Unna sollen sich Urlauber hingegen an ihre Hausarztpraxen oder an nahegelegene Flughäfen wenden – eigens eingerichtete Testzentren gibt es dort noch nicht.

Dass aber auch in diesen Regionen in den nächsten Tagen und Wochen eigene Teststationen eingerichtet werden, ist gut möglich. Schließlich hatten sich viele Hausärzte schon im Frühjahr beschwert, dem Andrang an notwendigen Coronatests nicht gerecht werden zu können. Die Herbstferien fangen gerade erst an – von einem Rückgang des Test-Andrangs ist also nicht auszugehen.