Trügerische Sicherheit

Corona: Zwei Regeln werden in NRW noch lange bleiben – Wüst warnt

Die Corona-Inzidenz in NRW ist weiterhin hoch. Der Ministerpräsident ruft daher zur Vorsicht auf.

NRW – Für viele Personen im bevölkerungsreichsten Bundesland von Deutschland ist die Entscheidung, die Corona-Regeln von NRW zu lockern*, vermutlich ein lang ersehnter Schritt zurück Richtung Normalität. Allerdings gibt Ministerpräsident Henrik Wüst (CDU) zu bedenken, dass die Gefahr noch nicht vorüber ist, wie RUHR24* berichtet.

BundeslandNRW
HauptstadtDüsseldorf
BevölkerungRund 17,9 Millionen Einwohner

Corona-Lockerungen in NRW: Ministerpräsident warnt vor neuer Welle

Die Tatsache, dass es weniger schwere Verläufe bei einer Erkrankung mit Covid-19* und demnach weniger Stationierungen in den Krankenhäusern gibt, bringt für viele Menschen neue Hoffnung nach über zwei Jahren Leben in der Pandemie. Das sieht auch die Regierung so. Daher dürfen Clubs unter Einhaltung der dort geltenden Corona-Regeln wieder öffnen.*

Auch für Reisebegeisterte gibt es Lockerungen in Sachen Corona-Maßnahmen, wie bei der Rückkehr aus dem Urlaub.* Dazu ist geplant, dass ab dem 20. März noch weitere Schutzmaßnahmen entfallen. Doch es darf nicht außer Acht gelassen werden, dass die 7-Tage-Inzidenz mit einem Wert von über 1.000 weiterhin hoch ist im bevölkerungsreichsten Bundesland (Stand: 5. März 2022).

NRW-Ministerpräsident Henrik Wüst will daraus die Konsequenzen ziehen. „Es ist Zeit, sich vorzubereiten auf das, was noch kommen kann“, mahnt der CDU-Politiker laut der Deutschen Presse-Agentur (DPA) bei dem Besuch eines Krankenhauses in Düsseldorf (weitere Infos und News zum Coronavirus in NRW* bei RUHR24).

Corona-Regeln in NRW: Welche Maßnahmen weiterhin bestehen bleiben sollten

Wichtig sei daher der „Basisschutz“, um das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu minimieren. Dazu gehören etwa die Maskenpflicht und die Abstandsregeln. Das sei auch im Hinblick auf die kommenden Monate entscheidend. Denn wie die vergangenen Jahre gezeigt haben, ist ein erneuter Anstieg der Infektionszahlen gegen Ende des Jahres nicht auszuschließen.

„Es ist klar: Die nächste Welle kann im Herbst oder Winter auf uns zurollen. Das sagen uns alle Experten und darauf müssen wir vorbereitet sein“, warnt der NRW-Ministerpräsident nach Angaben der DPA. Der entscheidende Schritt, um dies zu verhindern, sei demnach die Impfung gegen das Coronavirus.

Nächste Corona-Welle im Herbst? Experten raten zur Impfung gegen Covid-19

Auch das Robert Koch Institut (RKI) sowie der Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnen vor einer möglichen nächsten Corona-Welle ab dem Herbst. Der von vielen Personen erhoffte „Freedom Day“, an dem sämtliche Maßnahmen und Regeln fallen sollen, lässt daher weiterhin auf sich warten. Denn Karl Lauterbach hat sich gegen die weitreichenden Lockerungen, die ab dem 20. März geplant sind, ausgesprochen.

Neben dem Tragen von medizinischen OP- und FFP2-Masken sei für den Gesundheitsminister auch das regelmäßige Testen ein wichtiger Schutz vor einer größer werdenden Verbreitung. NRW-Ministerpräsident Henrik Wüst hofft auf eine noch höhere Impfquote in der kommenden Zeit durch den neuen Corona-Impfstoff Novavax.*

Der Impfstoff von Novavax gilt als weitere Hoffnung im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Überraschend sei für den CDU-Politiker aber nicht nur die Zahl an Ungeimpften, sondern auch die „hohe Zahl“ an Personen, die bislang noch keine Booster-Impfung, also keine Auffrischungs-Impfung gegen das Coronavirus erhalten haben. Immerhin: Besonders gefährdete Personen sollen durch die kommende Impfpflicht für Personen, die im medizinischen Bereich oder in der Pflege arbeiten, noch besser geschützt werden. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Michele Tantussi/DPA