Änderungen nach massiver Kritik

Corona-Lockdown in NRW: Ab jetzt gelten diese Kontakt-Regeln

Die neue Corona-Schutzverordnung ist Montag (11. Januar) in Kraft. In NRW sollen fast alle Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz umgesetzt werden. Doch es gibt auch Entschärfungen.

NRW - In der Nacht zum Freitag (8. Januar) hat das Land NRW die neue Corona-Schutzverordnung veröffentlicht, die am Montag (11. Januar) in Kraft getreten ist. In großen Teilen setzt die Landesregierung um, was bei der vergangenen Ministerpräsidentenkonferenz in Bezug auf die neuen Corona-Regeln beschlossen wurde. Doch in ein paar wenigen Punkten sollen in NRW Ausnahmen von den beschlossenen Corona-Regeln gelten.

VirusCoronavirus/Sars-CoV-2
ErkrankungCovid-19
Regelwerk zur Eindämmung der PandemieCoronaschutzverordnung

Corona-Regeln in NRW leicht entschärft: Kontaktbeschränkungen für Kinder weniger hart

Es waren sehr strenge Regeln, auf die sich Bund und Länder wegen der anhaltend kritischen Lage in der Corona-Pandemie verständigt hatten. Aufgrund der aktuellen Lage, war es unter allen Beteiligten jedoch unstrittig, dass die Härte der Regeln zur Bekämpfung des Virus unumgänglich ist. Dennoch wurden einige Regeln als besonders heftig für bestimmte Personen empfunden und kritisiert.

Auf die Kritik, vor allem aus den Reihen von Eltern kleiner Kinder, hat die Landesregierung in NRW nun reagiert. In der ab Montag geltenden Corona-Schutzverordnung soll in NRW daher eine leicht entschärfte Regel der Kontaktbeschränkungen gelten, als sie zuvor aus der Ministerpräsidentenkonferenz vorgelegt wurden. (Mehr Corona-News aus NRW auf RUHR24.de).

Corona-Regeln: Ausnahme in den Kontaktbeschränkungen in NRW

Ursprünglich galt: Ein Hausstand darf sich laut der Corona-Regeln nur mit einer weiteren Person aus einem anderen Hausstand treffen. Für Familien mit kleinen Kindern hätte das unter anderem bedeutet, dass sich Kinder, die ohnehin darunter leiden, nicht in die Kita gehen und dort mit anderen Kindern spielen zu können, auch keinen Freund zum Spielen treffen können. Denn bei kleinen Kindern bedarf es in der Regel der Begleitung einer erwachsenen Begleitperson. Über die Ausnahmen der Corona-Kontaktbeschränkungen berichtet auch wa.de.

Auch ein Spaziergang im Wald mit den eigenen Großeltern wäre unter der ursprünglichen Regelung nicht möglich gewesen. Um die Regel besonders für Kinder zu entschärfen, soll in NRW daher nun gelten, dass die zusätzliche Person, die einen anderen Hausstand trifft, die Kinder des eigenen Hausstandes mitbringen darf. Auch die „Begleitung und Beaufsichtigung minderjähriger und unterstützungsbedürftiger Personen“ ist in NRW laut Corona-Schutzverordnung erlaubt.

Weitere Ausnahmen gelten in NRW, sofern sie zur „Wahrnehmung von Umgangsrechten“ notwendig sind oder aus „betreuungsrelevanten Gründen“. Auch die 15-Kilometer-Regel soll in NRW nicht wie ursprünglich vorgeschlagen gelten. Die Verordnung gilt befristet bis zum 31. Januar. Am 25. Januar wollen sich die Ministerpräsidenten erneut treffen, um das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie für den Februar zu besprechen.

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa

Mehr zum Thema