Strategie für Herbst und Winter

NRW: Ab 8. August tritt zentrale Änderung bei Corona-Tests inkraft

Das Land NRW bereitet sich auf einen harten Herbst und Winter mit Corona vor. Ministerin Josefine Paul hat nun eine Änderung in Sachen Tests verkündet.

Dortmund – Nordrhein-Westfalen erwartet einen heißen Herbst und einen noch heißeren Winter – das Coronavirus wirft mit aktuell hohen Inzidenzen seine Schatten bereits voraus. Am Samstag (30. Juli) lag diese in ganz NRW bei noch knapp 500.

7-Tage-Inzidenz in NRW497,3 (Stand: 30. Juli)
Anteil COVID-19-Patienten an betreibbaren Intensivbetten6,98 Prozent
7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz8,09

Coronavirus in NRW: Ministerium will Kitas und Tagespflegen lange offen halten

Mit Sorge blickt das NRW-Familienministerium auf Kitas und Kindertagespflegen, also jene Orte, die maßgeblich auch darüber entscheiden, ob die Wirtschaft im Land reibungslos läuft oder nicht. Denn da, wo Kitas und Tagespflegen aufgrund von Corona-Fällen schließen müssen, müssen sich Eltern in der Regel am Arbeitsplatz abmelden, um auf ihre Kinder aufzupassen.

Das Familienministerium um Ministerin Josefine Paul (Grüne) wolle im kommenden Herbst und Winter versuchen, die Betreuung der 752.000 Kita- und Tagespflege-Kinder möglichst durchgehend zu erhalten – ähnliches sieht auch das NRW-Schulministerium vor. Dazu werde ihr Ministerium pro Kita- und Tagespflege-Kind acht Corona-Tests pro Monat bereitstellen. Damit sollen sich die Kinder zweimal in der Woche auf das Coronavirus testen.

Corona-Tests für Kitas und Tagespflegen in NRW zunächst bis Ende 2022 gesichert

Dieses Prozedere soll zunächst bis zu den Herbstferien aufrechterhalten werden. Eine weitere Finanzierung bis zum Endes des Jahres 2022 sei allerdings bereits eingeplant, so das NRW-Familienministerium in einer Mitteilung.

Dieses teilt zudem eine zentrale Änderung in der ab 8. August geltenden neuen Coronaschutzverordnung mit: So können Kitas oder Tageseltern bei Kindern mit typischen Corona-Symptomen einen daheim durchgeführten Corona-Test als Grundlage für die Entscheidung nehmen, ob ein Kind betreut wird, oder nicht. Fällt der Test negativ aus, darf das Kind in die Kita oder die Tagespflege.

NRW-Familienministerium will in Sachen Corona mit Kitas, Tagespflegen und Eltern kooperieren

„Die Landesregierung setzt hier auf die vertrauensvolle Kooperation zwischen Einrichtungen und Eltern“, heißt es in dem Schreiben des Ministeriums. Und weiter: „Unser Ziel ist eine größtmögliche Sicherheit für alle Beteiligten.“

NRW-Familienministerin Josefine Paul (Grüne) plant die kommende Corona-Phase an Kitas und in der Tagespflege.

In diesem Zusammenhang kündigt das NRW-Familienministerium an, dass sich Kitas und Tagespflegen sogenannte „CO2“-Melder finanziell durch das Land fördern lassen können. Diese zeigen an, ab wann ein Raum gelüftet werden soll. Außerdem werden weiterhin Luftreinigungsgeräte gefördert, allerdings nur für Räume, die schlecht gelüftet werden können.

NRW: Familienministerium will weiterhin Geld für „Alltagshelfer“ in Kitas und Tagespflegen bereitstellen

Zudem stelle das Land weiterhin Gelder bereit, um damit nicht-pädagogisches Personal in Kitas und Tagespflegen zu finanzieren – etwa für den Mehraufwand für Corona-Hygienemaßnahmen, der durch sogenannte „Alltagshelfer“ geleistet wird.

Rubriklistenbild: © Gottfried Czepluch/Imago, Future Image/Imago; Collage: RUHR24