Omikron-Welle

Corona in NRW: MPK beschließt neue Regeln zu Quarantäne und Tests

Die Ministerpräsidenten der Länder haben beim Corona-Gipfel am Montag neue Beschlüsse getroffen. Was heißt das für die aktuellen Regeln NRW?

Düsseldorf – Bund und Länder haben sich bei der MPK (Ministerpräsidentenkonferenz) am Montag (24. Januar) darauf geeinigt, in Sachen Corona-Regeln den Kurs zu halten. Heißt: Es gibt weder Lockerungen noch Verschärfungen. Dennoch gibt es neue Beschlüsse. RUHR24* erklärt, was das für die Corona-Regeln in NRW* bedeutet.

7-Tage-Inzidenz in NRW867,5 (Stand: 25. Januar)
Anteil COVID-19-Patienten an betreibbaren Intensivbetten8,48 Prozent
7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz3,56

NRW: Keine neuen Corona-Regeln nach MPK, dafür viele Ankündigungen

Im Fokus standen bei den Bund-Länder-Beratungen im Grunde sechs Punkte*. Auf diese Beschlüsse haben sich die Ministerpräsidenten, darunter der aktuelle MPK-Vorsitzende, NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), geeinigt:

  • PCR-Tests: Sollen künftig priorisiert bei gefährdete Gruppen und Beschäftigten eingesetzt werden.
  • Kontaktnachverfolgung: Soll nach Ausarbeitung mit den Gesundheitsämtern und dem RKI auch nur noch „priorisiert“ erfolgen.
  • Quarantäne: Beschäftigte in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe sollen sich nach sieben Tagen „freitesten“ können. Dazu genügt künftig ein zertifizierter Antigen-Schnelltest nach der Quarantäne – sofern sie mindestens 48 Stunden lang symptomfrei sind. Zuvor war für diese Gruppe ein PCR-Test Pflicht.
  • Kommunikation: Neue Regelungen zum Geimpften- oder Genesenenstatus sollen künftig rechtzeitig vor ihrem Inkrafttreten angekündigt werden.
  • Lockerungen: Bund und Länder wollen Öffnungsperspektiven für den Moment entwickeln, zu dem eine Überlastung des Gesundheitssystems ausgeschlossen werden kann.
  • Digitalisierung: Das Gesundheitssystem soll weiter digitalisiert werden. Zur Debatte steht auch die Einführung eines Impfregisters.

Alle weiteren Corona-Regeln, die seit dem 16. Januar 2022 in NRW gelten, bleiben von den MPK-Beschlüssen im Grunde unberührt und gelten weiter.

Corona in NRW: Einführung einer Impfpflicht soll kommen

Einig sind sich Bund und Länder, dass die Impfkampagne intensiviert werden muss. Bei den über 50-Jährigen gibt es in Deutschland immer noch rund drei Millionen Menschen ohne Impfung gegen das Coronavirus. Die MPK sieht, wie NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, „die Notwendigkeit der Einführung einer allgemeinen Impfpflicht.“

Was das Thema Großveranstaltungen betrifft, könnte sich bis zum 9. Februar noch etwas ändern in NRW. Bund und Länder wollen die Regeln länderübergreifend einheitlich machen.

NRW-Corona-Regeln: Dürfen bald mehr oder weniger Fußball-Fans ins Stadion?

Das dürfte etwa Fußball-Fans interessieren, denn auch sie würden davon betroffen sein. Bislang kocht jedes Land sein eigenes Süppchen. Die Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien sollen ein Konzept erarbeiten. In NRW dürfen aktuell maximal 750 Zuschauer eine Großveranstaltung besuchen.

Corona-Gipfel per Videoschalte: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) ist aktuell Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz.

Für von Corona* gebeutelte Betriebe in NRW winkt eine Verlängerung der Wirtschaftshilfen. Bislang sollen diese am 31. März auslaufen. Bund und Länder seien sich jedoch laut Beschluss vom 24. Januar im Klaren, dass die Hilfen verlängert werden müssten. Beim nächsten Corona-Gipfel am 16. Februar solle dazu eine Entscheidung fallen.

Corona-Regeln in NRW: Regeln werden nur in Sachen Quarantäne und Tests leicht angepasst

Fazit: Bis auf die Anpassungen an den oben genannten „Test- und Quarantäne“-Regeln müssen sich die Menschen in NRW vorerst auf keine Änderungen der Corona-Regeln einstellen. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/DPA; Collage: RUHR24

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