Ausnahmen für Kinder

2G in NRW: Hendrik Wüst kündigt Freizeit-Lockdown für Corona-Ungeimpfte an

Auch in Nordrhein-Westfalen soll künftig in vielen Bereichen 2G gelten. Das hat Ministerpräsident Hendrik Wüst am Dienstag angekündigt.

Düsseldorf – Angesichts steigender Corona-Zahlen zieht auch Nordrhein-Westfalen die Reißleine. Im bevölkerungsreichsten Bundesland soll im Freizeitbereich zeitnah 2G gelten. Für besonders sensible Bereiche plant das Land ein 2G-plus-Modell. Entsprechende Pläne hat der neue Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts am Dienstag (16. November) angekündigt.

BundeslandNordrhein-Westfalen
LandeshauptstadtDüsseldorf
RegierungschefMinisterpräsident Hendrik Wüst (CDU)
Regierende ParteienCDU und FDP

Corona: NRW kündigt 2G im Freizeitbereich an – Karnevalssitzungen nur mit 2G plus

2G soll demnach künftig im Freizeitbereich – neben der Gastronomie etwa auch auf Weihnachtsmärkten, im Fußballstadion oder bei anderen Großveranstaltungen – gelten. Noch strengere Regeln gelten demnächst in Discotheken und bei Karnevalssitzungen. Hier ist zusätzlich zum Geimpft- oder Genesen-Nachweis ein aktueller negativer Corona-Test erforderlich, so Wüst. Am Arbeitsplatz soll derweil 3G gelten.

Für Kinder werde es abweichende Regelungen geben, kündigte Wüst an. Sie hätten erst deutlich später ein Impfangebot erhalten und würden in den Schulen so häufig getestet wie keine andere Bevölkerungsgruppe (mehr Corona-News aus NRW bei RUHR24).

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) kündigt 2G in vielen Freizeitbereichen an.

Corona: Wüst will 2G-Regelungen in NRW zeitnah und bundesweit abgestimmt umsetzen

Der genaue Zeitplan für die neuen Zugangsbeschränkungen für Ungeimpfte steht noch nicht fest. Am Mittwoch (17. November) wird Wüst zunächst den NRW-Landtag in einer Sondersitzung über seine Corona-Pläne unterrichten. Am Donnerstag steht dann der Bund-Länder-Gipfel mit den Regierungschefs der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf dem Programm. Wüst warb im Vorfeld für ein bundesweit abgestimmtes Vorgehen.

Im Anschluss plant Wüst ein Treffen mit Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU) und den kommunalen Spitzenverbänden, um über eine Umsetzung zu sprechen. Anschließend werde das Corona-Kabinett der Landesregierung zusammenkommen, um die Umsetzung zu beschließen. Im Laufe der nächsten Woche könnten die 2G-Regeln dann bereits gelten. „Vorsicht garantiert Freiheit“, so der Ministerpräsident.

In NRW lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag bei 176,6 und somit deutlich unter dem bundesweiten Wert von 312,4. Dennoch steigen die Zahlen auch in Nordrhein-Westfalen seit Tagen stetig. „Wir sind in Nordrhein-Westfalen weiter vor der Lage. Die Entwicklung der Infektionszahlen im ganzen Bundesgebiet bleibt aber dynamisch“, betonte Wüst. Es gehe ihm deshalb darum, jetzt zu handeln.

Rubriklistenbild: © David Young/dpa

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