Verfassungsschutz ist alarmiert

„Querdenker“ in NRW immer radikaler: Was die Corona-Skeptiker jetzt planen

In diversen Gruppen bei Telegram soll es Ankündigungen der „Querdenker“ gegeben haben. So radikal wollen die Corona-Skeptiker angeblich demonstrieren.

Düsseldorf/Stuttgart – Die Infektionszahlen schießen in NRW (alle News zu Corona in NRW auf RUHR24.de) und Deutschland in die Höhe. Diese Tatsache bringt die „Querdenken“-Organisation nicht davon ab, weiter gegen die Coronavirus-Regeln zu demonstrieren. Jetzt sollen sogar Blockaden auf Autobahnen oder Straßen geplant sein.

Name des VirusCoronavirus / Sars-Cov-2
Nanme der ausgelösten KrankheitCovid-19
Covid-19-Tote in Deutschland20.460 (Stand: 10. Dezember 2020)

Corona-Demo von „Querdenken“: Skeptiker wollen angeblich Verkehrswege blockieren

Angeblich sind nach Informationen von t-online.de Pläne in den Telegram-Gruppen der Querdenken-Organisation in Baden-Württemberg aufgetaucht, zwischen dem 20. und 30. Dezember 2020 Demonstrationen zu starten. Man wolle mit schweren Fahrzeugen neuralgische Verkehrspunkte besetzen.

Weiter heißt es: Die Teilnehmer der „Querdenken“-Bewegung würden dieses Vorhaben einen zweiten D-Day nennen. Der D-Day war eigentlich der Tag der Landung der Alliierten in der Normandie im Jahr 1944 – und der Anfang vom Ende von Nazi-Deutschland.

Corona-Demo von „Querdenken“: Ankündigungen als PR-Maßnahme?

Der Verfassungsschutz würde die Ereignisse beobachten. Aktuell sei noch nicht klar, ob es sich – wie in der Vergangenheit – um eine PR-Maßnahme der „Querdenken“-Organisation handelt, um Aufmerksamkeit zu genieren. Laut t-online.de würde Stefan Brackmann aus Dinslaken in NRW (alle News zu Corona in NRW im Live-Ticker auf RUHR24.de) die Telegram-Kanäle steuern.

Die A40 spielte angeblich bei vergangenen Überlegungen der Corona-Skeptiker von Querdenken eine Rolle.

Der Querdenker aus NRW hatte auch angekündigt, eine Corona-Demo auf der A40 stattfinden lassen zu wollen. Ob zwischen dem 20. und 30. Dezember überhaupt Demonstrationen stattfinden dürfen, steht nicht fest. Unklar ist auch, ob Veranstaltungen nur in Baden-Württemberg oder auch in NRW stattfinden sollen.

Laut Bild soll es am Freitag (11. Dezember) eine Demo in Köln geben, bei der ein Autokorso geplant ist. Man rechne mit bis zu 250 Fahrzeugen.

Verfassungsschutz hat Corona-Skeptiker von Querdenken im Visier - Unterwanderung nicht ausgeschlossen

Problematisch sei außerdem die Entwicklung, dass sich mehr Rechtsextremisten und Reichsbürger unter die Teilnehmer der „Querdenken“-Organisation mischen würden.

In NRW und anderen Bundesländern sei die Gefahr akut, dass Rechtsextremisten die Proteste gegen die Corona-Regeln instrumentalisieren würden, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Laut Bild würden Sicherheitsbehörden die Unterwanderungsversuche beobachten. Aktuell sei „Querdenken“ aber noch kein Beobachtungsobjekt des Verfassungsschutzes in NRW.

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