Quarantäneverordnung NRW

Corona: Neue Quarantäne-Regeln in NRW greifen im Dezember – was es zu beachten gilt

Eine aktuelle Corona-Verordnung sieht neue Quarantäne-Regeln für NRW vor. Wir fassen die wichtigsten Aspekte in der Übersicht zusammen.

Düsseldorf – Bürger in Nordrhein-Westfalen müssen sich im Dezember bis einschließlich zum 20. dieses Monats auf neue Corona-Regeln einstellen, die die Quarantäne betreffen.

VerordnungQuarantäneverordnung NRW
Inkrafttreten30. Dezember bis 20. Dezember
UnterzeichnerKarl-Josef Laumann

Neue Quarantäne-Regeln für NRW: Diese Corona-Regeln gelten im Dezember 2020

Zunächst einmal gilt: An der Art und Weise, wie eine Quarantäne grundsätzlich läuft, hat sich nichts verändert. Ordnet eine Behörde sie an, müssen sich betroffene in ihrer Wohnung oder einer anderen geeigneten Unterkunft isolieren. Kontakte zu Menschen außerhalb des Hausstandes sollen vermieden werden.

Besuch ist verboten. Kontakte zu Mitbewohnern sollen auf das Mindestmaß reduziert werden. Die Benutzung von Balkon, einer Terrasse oder einem Garten ist erlaubt – sofern man diese Orte nur mit dem eigenen Hausstand benutzt. Kontrolliert wird die Einhaltung der Quarantäne durch das zuständige Gesundheitsamt.

Coronavirus in NRW: Quarantäne beginnt bereits direkt nach dem Test

Die Quarantäne beginnt bereits – wie schon zuvor – wenn noch kein Corona-Testergebnis vorliegt. Ist der Corona-Test positiv, wird die Quarantäne fortgesetzt. Ist der Test negativ, kann die Quarantäne beendet werden. Wurde der Corona-Test gemacht, nachdem man positiv getestet wurde und er ist dann negativ, entscheidet das Gesundheitsamt über das Ende der Quarantäne.

Wer von einer Reise zurückkehrt und in einem Risikogebiet war, kann sich in speziellen Testzentren für Reiserückkehrer (wie hier in Dortmund) auf das Coronavirus testen lassen – danach geht es dann unter Umständen in Quarantäne.

Die Quarantäne endet frühestens nach zehn Tagen und nur dann, wenn keine typischen Corona-Symptome mehr vorliegen, bzw. wenn keine Symptome während der Quarantäne aufgetreten sind. Hat man nach Ende der offiziellen Quarantäne-Zeit noch Symptome, endet diese laut NRW-Quarantäneverordnung erst, „bis die Symptome über einen ununterbrochenen Zeitraum von 48 Stunden nicht mehr vorliegen“.

Mitbewohner von Corona-Positiven müssen in NRW auch in Quarantäne

Wer mit einer Corona-positiv getesteten Person (der sogenannte „Primärfall“) in einem Haushalt lebt, muss sich ebenfalls in Quarantäne begeben. Das Gesundheitsamt ist darüber zu informieren. Wer mit seinem Mitbewohner nach dem Corona-Test und zehn Tage davor keinen Kontakt hatte, muss allerdings nicht in Quarantäne.

Mitbewohner von Corona-Positiven dürfen die Quarantäne unterbrechen, um sich selbst auf Corona testen zu lassen. Allerdings erst zehn Tage, nachdem ihr positives Haushaltsmitglied positiv getestet wurde. Fällt dieser Test negativ aus, darf die Kontaktperson die Quarantäne beenden. Lässt sich die Kontaktperson des Corona-Positiven nicht testen, dauert die Quarantäne 14 Tage, sofern keine Corona-Symptome auftreten.

NRW: Wer Kontakt zu Corona-Positiven hatte, muss unter Umständen in Quarantäne

Wer Kontakt zu einer Corona-positiven Person hatte und nicht im selben Haushalt lebt, muss nur unter bestimmten Voraussetzungen in Quarantäne. Das Gesundheitsamt klärt diese Voraussetzungen. Für eine angeordnete Quarantäne gelten dieselben Regeln, wie für Kontaktpersonen aus demselben Haushalt (siehe oben).

Wer sich in Quarantäne befindet, darf nur in folgenden Fälle das eigene Haus verlassen:

  • bei notwendigen Arztbesuchen (nur bei Zustimmung der Ordnungsbehörde),
  • zum Schutz von Leib und Leben (Brand, medizinischer Notfall)

Weitere Ausnahmen von der NRW-Quarantäne-Regelung gibt es für Personal kritischer Infrastrukturen, etwa Ärzten. Diese müssen selbst bei positivem Corona-Test oder Kontakt zu einer positiven Person ihre Wohnung zum Arbeiten verlassen. Sie dürfen dafür aber keine Corona-Symptome haben. Außerdem müssen am Arbeitsplatz entsprechende Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Und es muss glaubhaft gemacht werden, dass diese Menschen für den Arbeitgeber unverzichtbar sind (Hier mehr News zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de lesen).

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa

Mehr zum Thema