Hoffnungsvolle Berechnung

Corona-Prognose für NRW: Welche Städte die 50er-Inzidenz schon im Mai erreichen

Eine Prognose zeigt: Einige Städte in NRW können schon im Mai einer Inzidenz von unter 100 und gar unter 50 erreichen – und somit auf Lockerungen hoffen.

Dortmund – Eine der präsentesten Fragen in der dritten Welle der Corona-Pandemie lautet: Wann können die Menschen in NRW und in Deutschland mit Lockerungen rechnen? Eine Prognose des Zentralinstituts für die kassenärztliche Vereinigung (Zi) gibt darauf jetzt eine Antwort.

BundeslandNRW
HauptstadtDüsseldorf
Corona-Inzidenz153,7 (Stand: 4. Mai)

NRW: Prognose des Zi – wann das Bundesland Corona-Regeln lockert

Die Berechnungen zeigen: Das Bundesland NRW soll bereits am 23. Mai eine Inzidenz von unter 100 erreichen. Knapp einem Monat später, am 25. Juni, könnte ein Wert von unter 50 geknackt werden. Die Inzidenz von unter 35 soll am 12. Juli fallen.

Doch wie kommt das Zi auf diese Prognose? Nach eigenen Angaben haben die Experten für die Berechnung die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz und den aktuellen Reproduktionswert (R-Wert) benutzt, um mit einer Formel auf das Datum der gegebenen Zielinzidenzen von unter 100, unter 50 und unter 35 zu kommen (alle News zu Corona in NRW bei RUHR24).

Im Umkehrschluss bedeutet das: Liegt der R-Wert nur knapp unter 1, sinkt die Inzidenz langsamer als bei einem R-Wert deutlich unter 1.

NRW: Lockerungen der Corona-Regeln – welche Städte eine Inzidenz von unter 50 im Mai erreichen

Doch welche Städte und Kreise können schon im Mai mit einer Inzidenz von unter 100 oder gar unter 50 rechnen? Im Ruhrgebiet sind das nach der Prognose des Zi immerhin diese vier:

  • Bochum (unter 100: 12. Mai; unter 50: 31. Mai),
  • Duisburg (13. Mai; 30. Mai),
  • Mülheim an der Ruhr (10. Mai; 28. Mai),
  • Kreis Recklinghausen (11. Mai; 26. Mai).

Herne, Oberhausen, der Ennepe-Ruhr-Kreis sowie die Kreise Unna und Wesel sollen schon im Juni mit einer Inzidenz von unter 50 folgen.

Die Großstädte am Rhein haben folgende Prognosen: Köln erreicht eine Inzidenz von unter 100 am 18. Mai und eine Inzidenz von unter 50 am 6. Juni. Düsseldorf schafft die Inzidenz unter 100 am 14. Mai und die Inzidenz unter 50 am 18. Juni.

Etwas kurios wird es, wenn man einen Blick auf die Ruhrgebietsstädte Dortmund und Essen schaut. Während in Essen mit einer Inzidenz von unter 50 am 29. Dezember 2021 zu rechnen ist, gibt die Prognose bei Dortmund das irritierende Datum 9. Mai 2070 an. Die Erklärung gibt Daniel Wosnitzka, Leiter der Stabsstelle Kommunikation des Zi.

„Das liegt aktuell an den R-Werten die entweder für die Stadt Essen mit 0,98 noch sehr nahe an 1 oder im Fall der Stadt Dortmund bei genau 1 liegen. Bei einem Wert von 1 würde es so lange dauern – aber das spiegelt ja lediglich die aktuelle Situation wider.“

In drei oder vier Tagen sähe die Prognose, wie Wosnitzka angibt, aufgrund eines veränderten R-Werts anders aus. Bei einem R-Wert von über 1,2 - wie beispielsweise in Hamm - funktioniert die Rechnung nicht.

NRW: Zi warnt deutlich – Corona-Prognose muss nicht exakt sein und wird durch viele Faktoren beeinflusst

Das Zi gibt bei der Berechnung der Prognose jedoch deutlich an, dass es sich um aktuelle Sieben-Tage-Inzidenzen und R-Werte für die Städte und Kreise handelt. Die in der Liste am Dienstag (4. Mai) angegebenen Prognosen können sich schon am darauffolgenden Tag verändert haben.

R-Wert und Sieben-Tage-Inzidenz können durch verschiedene Faktoren wie dem Fortschritt der Impfungen in den einzelnen Städten und Kreisen in NRW wie auch dem Infektionsgeschehen beeinflusst werden.

Bei einer Inzidenz von unter 100 gelten nach der NRW-Coronaschutzverordnung weitreichende Lockerungen. Beispielsweise fällt die Ausgangsbeschränkung weg, der Einzelhandel darf unter Einschränkungen öffnen und Menschen haben gelockerte Kontaktregeln.

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi/RUHR24

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