Coronavirus-Variante

NRW ist in Deutschland Spitzenreiter bei Omikron-Fällen

Mittlerweile gibt es Dutzende Fälle der neuen Omikron-Variante in NRW. Das mutierte Coronavirus breitet sich dabei deutlich schneller aus, als die Delta-Variante.

Dortmund – In Deutschland hat das Robert Koch-Institut (RKI) bislang 183 Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen. Es werden schon bald deutlich mehr werden, auch wegen zahlreicher Verdachtsfälle. In Großbritannien verdoppelt sich die Zahl der Fälle etwa alle zwei bis drei Tage. Ähnlich sehen die Zahlen auch in NRW aus.

Coronavirus in NRW: Omikron-Variante breitet sich rasant aus

Ende November gab es erste Omikron-Verdachtsfälle in NRW, kurz darauf wurde die erste Infektion bestätigt. Laut RKI haben sich im bevölkerungsreichsten Bundesland bisher 72 Menschen mit der Virus-Variante infiziert (Kalenderwoche 49). Damit hat sich die Zahl der Fälle im Vergleich zur Vorwoche verdoppelt (37 Fälle in KW 48). Zum Vergleich: Andere Corona-Varianten brauchten dafür bislang mindestens zehn Tage.

KalenderwocheOmikron-Fälle in NRW
450
461
478
4837
4972
Quelle: RKI

Auch das Landeszentrum Gesundheit in NRW meldete am Freitag (17. Dezember) einen sprunghaften Anstieg der Infektionen und engen Verdachtsfälle: Waren es hier am Montag noch 203 registrierte Fälle, meldete das Gesundheitsministerium am Freitag bereits 607 Fälle, berichtet die DPA. Das wäre eine Verdreifachung innerhalb von nur 5 Tagen.

Omikron-Variante des Coronavirus vor allem in Nordrhein-Westfalen verbreitet

Die Verdopplungszeit bei Omikron sei etwa drei bis viermal schneller, als bei bisher bekannten Varianten, sagte der Virologe Dirk Brockmann vom RKI gegenüber dem ZDF. Eine solche Variante „hatte keiner auf dem Radar“, sagte der Experte.

Laut RKI-Zahlen ist die neue Variante, die erstmals in Südafrika nachgewiesen wurde, vor allem in NRW verbreitet. Hier gibt es derzeit bundesweit die meisten Fälle:

Coronavirus in NRW: Booster-Impfung hilft auch gegen Omikron-Variante

Auch bei der Verbreitung der Omikron-Variante in Dortmund steht die Stadt vor einem Rätsel. Denn die Infizierten hatten keinen offensichtlichen Kontakt zu Reisenden aus Südafrika. Unklar sind bislang auch die Folgen einer Infektion: „Die Schwere der durch die Variante Omikron verursachten Erkrankungen lässt sich derzeit noch nicht abschätzen“, schreibt das RKI am Donnerstag (16. Dezember).

Zum Schutz vor Omikron empfehlen Experten daher die Booster-Impfung. Die aktuellen Vakzine würden auch vor einem schweren Verlauf nach der Infektion mit einer Variante schützen, auch wenn der Impfschutz gegen Omikron schlechter sei.

Rubriklistenbild: © Bernd von Jutrczenka

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