Kommentar

Corona: NRW braucht ab sofort die 2G-Regel – sechs Argumente sprechen dafür

NRW braucht für die Eindämmung der Corona-Pandemie die 2G-Regel, meint RUHR24-Redakteur Daniele Giustolisi. Hier sind seine sechs Argumente.

Dortmund – NRW sollte so schnell es geht das 2G-Modell nach Hamburger Vorbild einführen. Demnach würde die aktuell geltende 3G-Regel für Geimpfte, Genesene und Getestete bei Zutritt zu bestimmten Orten weiter im ganzen Land gelten, würde aber durch eine freiwillige 2G-Option erweitert.

7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz in NRW1,97
Anteil Covid-19-Patienten an betreibbaren Intensivbetten8,07 Prozent
7-Tage-Inzidenz81,8 (Stand 17. September)

NRW: 2G-Regel muss kommen – Corona-Maßnahmen könnten dann fallen

Gastronomen, Veranstalter und Co. in NRW könnten dann selbst entscheiden, ob sie auf 2G oder 3G setzen. Ließen sie nur noch Geimpfte und Genesene (2G) hinein, könnten nahezu alle Corona-Maßnahmen fallen. Besucher hätten wieder ihre Freiheit, ihre Grundrechte, zurück – und Veranstalter ihre vollen Einnahmen.

Umso flächendeckender die 2G-Regel in NRW greift, desto mehr Menschen müssten sich gut überlegen, ob sie sie nicht doch gegen Corona impfen lassen wollen. Bestenfalls würde die Impfquote schneller steigen und die Pandemie eher eingedämmt.

Corona: Mit 2G könnte die Impfquote in NRW schneller steigen

Stiege die Impfquote schneller, würde die Zahl der Corona-Kranken in NRW im Idealfall sinken. Ja: Trotz Impfung kann man sich zwar noch mit Corona infizieren und das Virus auch weitergeben. Aber: Die Impfung hat laut Robert-Koch-Institut (RKI) eine hohe Schutzwirkung (mindestens 80 Prozent) gegen schweres Covid-19.

Selbst wenn es Impfausbrüche auf 2G-Veranstaltungen geben sollte, wie jüngst auf einer Party in Münster – sie hätten bis auf wenige Ausnahmen nahezu keine Auswirkung, da die meisten Geimpften keine oder nur sehr wenige Symptome einer Corona-Infektion zeigen.

2G muss her: In NRW landen hauptsächlich Ungeimpfte mit Corona im Krankenhaus

Und davon mal ab: Nur weil die Impfung nicht zu 100 Prozent gegen das Coronavirus schützt, kann es doch nicht die Konsequenz sein, dass man sich dann einfach gar nicht impfen lässt. Immerhin sind es in der Hauptsache die Ungeimpften, die in NRW mit Corona im Krankenhaus landen – und am Ende anderen die Plätze wegnehmen.

Natürlich sollte es bei Einführung einer 2G-Regel in NRW ein paar Ausnahmen geben. Wer sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann, darf durch 2G nicht eingeschränkt werden. Selbiges gilt für Menschen, für die es noch keine Impf-Empfehlung gibt – etwa Kinder unter 12 Jahren.

2G-Regel sollte in NRW bei neuen Erkenntnissen für Genesene angepasst werden

Und: Sollte sich herzustellen, dass eine Genesung von Corona auch weit länger als nur sechs Monate vor einer Ansteckung schützt, muss die 2G-Regel dahingehend angepasst werden (Hier weitere News zum Coronavirus in NRW bei RUHR24 lesen).

„Impfen nix gut“? RUHR24-Redakteur Daniele Giustolisi ist anderer Meinung – und fordert die Einführung der 2G-Option in NRW.

Zur Erinnerung: Es geht hier nicht um eine alberne Impfung gegen einen nervigen Schnupfen. Es geht um den Kampf gegen eine Krankheit, die uns weltweit seit fast 1,5 Jahren das unbeschwerte Leben genommen hat. Hinweis: Dieser Kommentar entspricht der Meinung des Autors und muss nicht zwingend die Ansicht der gesamten Redaktion wiedergeben.

Rubriklistenbild: © Axel Heimken, Rolf Vennenbernd/dpa; Collage: RUHR24

Mehr zum Thema