Inzidenzen

Corona-Alarm in NRW: In diesen Städten explodieren die Zahlen

Beim Blick auf die NRW-Corona-Karte stechen einige Städte und Kreise mit hohen Inzidenzen heraus. Anderswo ist die Lage noch relativ entspannt.

Dortmund – NRW* muss sich offenbar auf einen harten Corona-Winter einstellen. Die Zahlen der Neuinfektionen und die Inzidenzwerte zeigen in vielen Städten eine erschreckende Tendenz*. RUHR24* verrät, wo die Lage schon Mitte November ernst ist.

7-Tage-Inzidenz in NRW154,3 (Stand 12. November)
Neue Covid-19-Fälle5865
Anteil Covid-19-Patienten an betreibbaren Intensivbetten8,43 Prozent

NRW: Corona-Zahlen in fünf Städten erreichen bald Rekord-Niveau

So stachen am Freitag (12. November) gleich fünf Städte und Kreise mit Inzidenzen über der 200er Marke heraus:

  • Leverkusen: 250,1
  • Kreis Gütersloh: 247
  • Kreis Minden-Lübbecke: 231,4
  • Köln: 212,5
  • Oberbergischer Kreis: 206,8

NRW-Schlusslicht Leverkusen ist auf dem besten Weg, seinen Negativ-Rekord vom 26. April 2021 zu knacken. Damals hatte die Stadt eine Inzidenz von 264,2. Man braucht kein Hellseher zu sein, um vorauszusagen, dass diese Zahl in Kürze überschritten wird.

Im Kreis Gütersloh liegt der Rekordwert der Inzidenz noch etwas höher als in Leverkusen. Im Juni 2020 hatte der Kreis eine Inzidenz von 324, was allerdings auch mit den Corona-Ausbrüchen im Tönnies-Fleischwerk zusammenhing (hier weitere Corona-News aus NRW* bei RUHR24 lesen).

NRW-Inzidenzen: Köln dürfte Corona-Rekord nach Karneval erreichen

In Köln liegt der Inzidenz-Rekord bei 253,5. Nach dem 11. November, an dem die Stadt ihre Karnevals-Session startete, dürfte der Rekordwert aber auch schon bald überschritten sein.

Im Kreis Coesfeld sieht die Lage dagegen ganz anders aus. Hier lag die Inzidenz am Freitag (12. November) nicht mal über 100, um genau zu sein bei 72. Der Kreis liegt mit seiner Inzidenz fast durchgehend unter dem NRW-Schnitt. Der Rekordwert lag an Heiligabend 2020 entsprechend bei „nur“ 142,7.

Nicht immer ist klar, warum sich die Corona-Zahlen in NRW so unterschiedlich entwickeln. Mal hat es in „reicheren“ Gegenenden mit eingeschleppten Infektionen aus Urlauben zu tun, mal damit, dass die Impfquote in gewissen, benachteiligten Vierteln mancher Städte zu gering ist. Studien aus dem Ausland zeigen zumindest, dass es Zusammenhänge zwischen Einkommen, Bildung und dem Infektionsrisiko gibt.

Corona im Ruhrgebiet: Hagen, Dortmund und Bochum mit höchsten Inzidenzen

In Lauerstellung ist man derweil in den großen Städten im Ruhrgebiet, wo die Inzidenzen bereits ein kritisches Niveau erreicht haben und Alarm-Stimmung auslösen:

  • Hagen: 166,4
  • Dortmund: 158,8
  • Bochum: 158,6
  • Gelsenkirchen: 156,3
  • Kreis Recklinghausen: 143,7
  • Duisburg: 142,6
  • Essen: 139,9
  • Herne: 135,1
  • Ennepe-Ruhr-Kreis: 128,4
  • Kreis Unna: 121,7
  • Hamm: 120,7
  • Mülheim: 120,5
  • Oberhausen: 119,3

Aufgrund der aktuellen Corona*-Lage will NRWs Neu-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Mittwoch (17. November) den Landtag in einer Sondersitzung unterrichten. Am Donnerstag dann folgt die Ministerpräsidentenkonferenz. Bund und Länder wollen dort den Kurs für einen stärkeren Corona-Schutz im Winter abstecken.

Corona in NRW: 2G oder 3g? Land wartet gespannt auf Entscheidung von Hendrik Wüst und Co.

In NRW wird vor allem mit Spannung beobachtet, wie sich die Koalitionspartner von CDU und FDP zu 2- oder 3G-Regeln* positionieren, also unterschiedlichen Freiheiten für Geimpfte und Genesene gegenüber Getesteten. Während Wüst sich für 2G-Beschränkungen im Freizeitbereich stark macht*, gibt es aus der FDP Kritik an dem Plan. Mit DPA-Material. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © LZG NRW, Marius Becker/dpa

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