Besorgniserregende Entwicklung

Corona: NRW-Metropole rast auf Inzidenz-Stufe 2 zu – Sorge in Hochwasser-Hotspots

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gestiegen. NRW liegt deutlich über dem Schnitt. Einer Großstadt drohen strengere Corona-Regeln.

Dortmund – Die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen sind noch längst nicht vorbei und doch steigen die Corona-Fallzahlen bereits seit Tagen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Freitagmorgen (23. Juli) deutschlandweit 2089 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2. 533 davon kamen aus NRW.

BundeslandNordrhein-Westfalen
MinisterpräsidentArmin Laschet (CDU)

Corona in NRW: Inzidenz steigt auf 16,2 – Lage in Solingen zunehmend dramatisch

Der Inzidenzwert im bevölkerungsreichsten Bundesland ist mit den neuen Fällen um 1,8 auf 16,2 gestiegen. Er liegt damit über dem bundesweiten Schnitt von 13,2. Alarmierend ist die Corona-Lage in Solingen. Hier ist die Sieben-Tage-Inzidenz abermals deutlich gestiegen. Laut RKI liegt sie jetzt (Stand 23. Juli) bei 67,8 – ein Plus von 13,8 im Vergleich zum Vortag.

Die Stadt im bergischen Land wurde schwer vom Hochwasser erwischt. Der rasante Anstieg der Fallzahlen hängt nicht zuletzt mit den Aufräumarbeiten und den Notunterbringungen zusammen. Die Kontaktnachverfolgung gestaltet sich dabei als schwierig. Ein Reihentest im Stadtteil Unterburg ergab zwei positive PCR-Tests. Das Problem: „Es können nicht mehr alle Kontakte während der Aufräumarbeiten benannt werden“, so die Stadt.

Corona in NRW: Düsseldorf erstmals über Grenzwert von 35 – Lage im Ruhrgebiet entspannter

Doch neben Solingen bereitet auch die Corona-Entwicklung in der Landeshauptstadt Düsseldorf zunehmend Sorge. Hier liegt der Inzidenzwert seit Freitagmorgen bei 39,1 – ein Plus von 4,5 im Vergleich zum Vortag. Düsseldorf liegt somit erstmals über dem Grenzwert für die Inzidenzstufe 2 (35,1 bis 50) der nordrhein-westfälischen Coronaschutzverordnung.

Wird der Grenzwert an acht aufeinanderfolgenden Tagen überschritten, werden die Corona-Regeln in der Metropole am Rhein verschärft. Dann dürften sich in der Öffentlichkeit etwa nur noch drei Haushalte treffen. Auch die Regeln für die Gastronomie und den Freizeitbereich würden dann wieder strenger.

Die höchste Inzidenz im Ruhrgebiet hat derzeit Hamm mit einem Wert von 20,6. Dahinter folgen Oberhausen (14,7), Bochum (14,2), Essen und Duisburg (beide 13,0). In Dortmund ist die Sieben-Tage-Inzidenz um 1,7 auf 10,9 gestiegen. Sie liegt somit am ersten Tag über dem Grenzwert von 10, der für die Inzidenzstufe 1 ausschlaggebend ist.

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