Unterricht beginnt am 18. August

NRW-Schulen stehen zum Schulstart vor vielen Corona-Konflikten

Der Schulstart in NRW beginnt am 18. August 2021. Für Lehrer, Schüler und Verantwortliche könnten wegen Corona Konflikte im Klassenzimmer aufkommen.

Düsseldorf – Noch sind die Gänge zwischen Klassen- und Lehrerzimmer in den Schulen in NRW leer. Doch bald beginnt das neue Schuljahr. Wegen der Corona-Pandemie lauern erneut Konflikte.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
EreignisSchulstart am 18. August 2021
SchulministerinYvonne Gebauer (FDP)

NRW vor Schulstart: Präsenzunterricht trotz Corona geplant

Generell plant das NRW-Schulministerium rund um Ministerin Yvonne Gebauer (FDP) Präsenzunterricht. Nur: Geht dieser Plan auf? Einen großen Unterschied im Vergleich zum vergangenen Schuljahr gibt es.

Wie die WAZ berichtet, die sich auf den Deutschen Lehrerverband bezieht, seien circa zwischen 86 und 96 Prozent der Lehrkräfte in Deutschland bereits geimpft. Das sei gut und trage zum Schutz der Mitarbeiter bei.

Die Schüler sind allerdings noch nicht gegen Corona geimpft. Es gibt aktuell ausschließlich ein Angebot für die 12- bis 17-jährigen Kinder und Jugendliche, von denen in Deutschland insgesamt 10,1 Prozent doppelt und 20,7 Prozent einfach geimpft sind.

NRW vor Corona-Schulstart: Konflikte zwischen Geimpften und Ungeimpften?

Und so stellt sich die Frage: Was passiert mit Ausflügen, Klassenfahrten oder Feiern zum Abitur, wenn ein Teil der Schüler noch nicht geimpft ist? Doch noch weitere viel alltäglichere Probleme warten auf die Lehrer (alle News zu Corona in NRW bei RUHR24).

Ungeimpfte Schüler müssen bei einem Corona-Fall in der Klasse in Quarantäne. Der Präsenzunterricht wird dann unterbrochen. Geimpfte Schüler haben dadurch einen Vorteil – das, so Gudrun Wolters-Vogele (Allgemeiner Schuleitungsverband Deutschland) gegenüber der WAZ, könne zu Problemen führen.

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) will für das neue Schuljahr auf Präsenzunterricht setzen.

Eltern könnten sich über eine etwaige Benachteiligung ihrer ungeimpften Kinder aufregen, falls diese in Quarantäne müssen und nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können. Zudem kommen mit einer gewissen Sicherheit Konflikte auf die Schulen mit Eltern zu, die ihre Kinder partout nicht impfen lassen wollen.

NRW: Start ins neue Corona-Schuljahr – Konflikte zwischen Eltern und Schulen wegen Impfungen

Auch kommt die Frage der Rolle der Lehrer auf. Dürfen sie für das Impfen werben? Eher nicht, meint Heinz-Peter Meidinger (Präsident des Deutschen Lehrerverbandes) gegenüber der WAZ. Es sei nicht der Zuständigkeitsbereich der Lehrer.

Allerdings könne er sich an Schulen mobile Impfangebote für Kinder und Jugendliche vorstellen, die von den Gesundheitsämtern organisiert sind. Das könne ein Hilfsmittel in der Bekämpfung der Pandemie sein.

Generell will das Bundesland NRW alles dafür tun, um den Präsenzunterricht an Schulen durchzuziehen. Es gelten weiterhin die allgemeinen Hygieneregeln in der Corona-Pandemie. Zwei Corona-Tests pro Woche sind geplant. Wer vollständig geimpft ist, wird davon befreit.

Die Corona-Inzidenz hat sich in NRW in den vergangenen zwei Wochen fast verdoppelt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zahlen weiter entwickeln und was auf Vertreter der Schule, Lehrer, Eltern und vor allen Dingen auf die Schüler im neuen Corona-Schuljahr zukommt

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/AFP

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