Covid-19-Pandemie

Corona-Regeln für Schulen in NRW: Was im Dezember und Januar gilt

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer, Unterricht, Schule, Corona, Coronavirus
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Trotz Corona lässt NRW durch Schulministerin Yvonne Gebauer seine Schulen im Dezember und Januar geöffnet.

Trotz Corona lässt NRW seine Schulen im Dezember und Januar geöffnet. Das sind die Regeln, auf die sich Bund und Länder am Sonntag (13. Dezember) geeinigt haben.

Dortmund - Nordrhein-Westfalen bereitet sich auf Weihnachten unter Corona-Bedingungen vor. In den Schulen werden in diesem Jahr die Weihnachtsferien verlängert. Die Schulen bleiben bis dato aber geöffnet, die Präsenzpflicht entfällt aber. Daraus ergeben sich viele Fragen zur Umsetzung. Wir geben eine Übersicht.

Art und Ort der FerienWeihnachtsferien in NRW
Erster FerientagSamstag (19. Dezember 2020)
Letzter FerientagSonntag (10. Januar 2021)

Trotz Corona in NRW: Schulen bleiben geöffnet

Klar ist in NRW: Trotz Corona bleiben die Schulen weiterhin geöffnet. Es gilt weiterhin eine Schulpflicht. Schüler müssen aber nicht zwingend in der Schule erscheinen, sondern können auch von daheim lernen und unterrichtet werden. Die Präsenzpflicht entfällt also. Die Weihnachtsferien starten am 19. Dezember, erster Schultag ist am 11. Januar 2021.

Die Regelung für den Präsenzunterricht ist allerdings für Schüler der Klassen 1 bis 7 sowie 8 bis 13 unterschiedlich. Das gilt ab dem 14. Dezember und bis (mindestens) zum 10. Januar 2021:

  • Jahrgangsstufe 1 bis 7: Es wird weiterhin Präsenzunterricht in den Schulen angeboten. Eltern können entscheiden, ob sie ihre Kinder dort hinschicken oder sie von daheim lernen. Es darf zwischen den zwei Varianten aber nicht hin- und hergewechselt werden. Eltern müssen sich einmalig festlegen.
  • Jahrgangsstufe 8 bis 13: Es gibt keinen Präsenzunterricht in den Schulen. Alle Schüler ab Klasse 8 bekommen bis zum 10. Januar Distanzunterricht. Eine Ausnahme gilt für Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf.

Weihnachtsferien im Corona-Jahr in NRW: Was in 2020 gilt

Normalerweise - unter Nicht-Coronavirus-Bedingungen - hätten die Weihnachtsferien an den Schulen in NRW am 23. Dezember (Mittwoch) begonnen. Der Montag und Dienstag davor wäre demnach ganz normaler Unterricht gewesen. In diesem Jahr ist das nicht so. Der 21. und 22. Dezember sind aufgrund der Pandemie unterrichtsfreie Tage.

Das Schulministerium in NRW will verhindern, dass sich Schüler noch kurz vor den Feiertagen mit dem Coronavirus anstecken. Damit soll vermieden werden, dass Kinder und Jugendlichen ihre erwachsenen Verwandten über die Feiertage (möglicherweise unwissend) anstecken.

Corona: Vorzeitige Weihnachtsferien in NRW gibt Zeit für „Vor-Quarantäne“

Die Maßnahme ermöglicht beispielsweise eine sogenannte Vor-Quarantäne, wie sie der Berliner Virologe Christian Dorsten vorgeschlagen hat. Heißt: Man geht etwa fünf bis sieben Tage vor Weihnachten in eine Art freiwillige Quarantäne, um die Feiertage entspannt und sicher ohne Angst vor dem Coronavirus zusammen mit den Verwandten feiern zu können.

Video: Corona-Chaos an Schulen: Wechselunterricht bleibt regional

Der Plan: Ist der 18. Dezember (Freitag) der letzte Schultag in NRW, haben Schüler mindestens fünf Tage Zeit, sich vor den Feiertagen abzusondern. Die Gefahr, sich kurz vor dem Fest anzustecken, ist damit minimiert - aber natürlich nicht vollkommen gebannt. Denn man kann sich auch vor den verfrühten Weihnachtsferien noch mit dem Virus infiziert haben. Die maximale Inkubationszeit beträgt 14 Tage.

Die Weihnachtsferien in NRW dauern dann über drei Wochen. Der letzte Ferientag ist am 10. Januar (Sonntag), am 11. Januar (Montag) geht die Schule dann wieder los. Zunächst war das Land von einem Start der Ferien am 7. Januar ausgegangen, was aber nach der Bund-Länder-Konferenz am Sonntag (13. Dezember) wieder verworfen wurde.

Wegen Corona: Nicht jeder Schüler in NRW hat vorzeitige Weihnachtsferien

Nicht jeder Schüler in NRW wird in den Genuss der vorzeitigen Ferientage kommen. Wurden Klausuren oder Prüfungen auf den 21. und 22. Dezember gelegt, könnte es sein, dass sie dann auch an diesen Terminen stattfinden - trotz unterrichtsfreier Zeit. Das soll aber nur der Fall sein, wenn sich die Prüfungen nicht problemlos verschieben lassen.

Für Azubis, die ein Berufskolleg besuchen, gibt es die Möglichkeit, als Ersatz für die ausgefallenen Unterrichtsstunden, Kompensation in den Ausbildungsbetrieben zu bekommen.

Die vorzeitigen Weihnachtsferien in NRW stellt Eltern vor ein Betreuungsproblem. Wohin mit ihnen, wenn man selbst arbeiten muss? Dafür hat die NRW-Landesregierung bereits einen Plan. Denn der 21. und 22. Dezember wird für Lehrer nicht unterrichtsfrei sein. Sie werden an diesen Tagen an den Schulen sein und eine Notbetreuung anbieten. Daran Teilnehmen können alle Schüler der Klassen 1 bis 6, deren Eltern dies bei der Schule beantragen.

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