Unterrichtsbeginn am 18. August

Schulstart nach den Ferien: NRW ändert Regel für Corona-Quarantäne

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) im Landtag
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NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will die Quarantäne-Regeln in Schulen ändern.

In NRW steht der Schulstart nach den Sommerferien bevor. Unterricht soll wieder in Präsenz stattfinden. An den Schulen gelten neue Quarantäne-Regeln.

Update, Freitag (13. August), 14 Uhr: NRW – Fünf Tage vor dem Schulstart nach den Sommerferien hat die NRW-Landesregierung festgelegt, wie die Schulen demnächst bei Corona-Fällen in den Schulklassen vorgehen sollen. Unter anderem CDU-Chef Armin Laschet hatte zuletzt gefordert, dass die Quarantäne-Regeln in NRW angepasst werden sollen.

NRWGesundheitsministerium
AbkürzungMAGS
GesundheitsministerKarl-Josef Laumann

Änderung der Quarantäne-Regeln an den Schulen in NRW steht fest

Die Änderung gibt nun folgendes vor: In Zukunft sollen im Falle einer Corona-Infektion nur einzelne Schülerinnen und Schüler, nicht jedoch nicht ganze Schulklassen, ein Kurs oder eine Betreuungsgruppe in Quarantäne geschickt werden.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) dazu: „Wir wissen: Kinder infizieren sich im Gegensatz zu Erwachsenen seltener mit dem Coronavirus und bleiben in der Regel von einem schweren Verlauf verschont. Sofern sie überhaupt Symptome zeigen, dann in der Regel eher harmlose. Wenn es doch mal einen Coronafall in einer Klasse geben sollte, schaffen wir mit diesem einheitlichen Vorgehen Klarheit im Umgang mit Risikokontakten.“

Schulstart in NRW: Neue Quarantäne-Regeln gelten im kommenden Schuljahr

Folgende Änderungen der Quarantäne-Regel gelten ab sofort in den Schulen in NRW:

  • Bei einem Coronafall in der Klasse gelten die direkten Sitznachbarinnen und Sitznachbarn der infizierten Person (davor, dahinter, rechts und links) sowie Lehrkräfte und weiteres Schulpersonal, die in engem Kontakt standen als „enge Kontaktpersonen“. Sie müssen in 14-tägige Quarantäne.
  • Die Einstufung als enge Kontaktpersonen gilt nicht, wenn Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte während des Unterrichts eine Maske getragen haben und die korrekte Lüftung sowie die Abstandsregelungen im Unterricht eingehalten wurden.
  • Im Falle eines positiven PCR-Pool-Tests oder eines positiven Corona-Selbsttests erfolgt umgehend eine Absonderung der betroffenen Personen, solange bis ein negativer PCR-Test vorliegt. Kann dieser vorgelegt werden, ist die Teilnahme am Präsenzunterricht, sonstigen verpflichtenden Schulveranstaltungen oder an Betreuungsangeboten grundsätzlich wieder möglich.

Beschlüsse des Corona-Gipfels: Armin Laschet geht auf das Thema Schule ein

Ursprungsmeldung, Montag (9. August): Beim großen Corona-Gipfel haben Bund und Länder am Dienstag (10. August) den Pandemie-Fahrplan für die kommenden Wochen und Monate festgelegt. Die Themen Impfen, Testpflicht sowie die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) standen bei Angela Merkel (CDU) und den Länderchefs ganz oben auf der Agenda. Beim Thema Schule gibt es jedoch offene Fragen, berichtet RUHR24*.

Am Dienstag wurde es offiziell: Ab dem 11. Oktober wird es in Deutschland keine kostenlosen Corona-Tests mehr geben. Gleichzeitig soll es für Ungeimpfte ab einer Corona-Inzidenz von über 35 eine Testpflicht in Innenräumen geben. Die Beschlüsse des Corona-Gipfels mit Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten* machen deutlich: Für Personen ohne Corona-Impfung wird es bald zunehmend ungemütlich.

Unmittelbar vor dem Treffen von Bund und Ländern hatte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in einer Sondersitzung dem NRW-Landtag seinen „Fünf-Punkte-Plan“ im Kampf gegen die Corona-Pandemie* vorgestellt. Darin ging der CDU-Kanzlerkandidat auch auf das Thema Schule ein. Immerhin steht der erste Schultag in Nordrhein-Westfalen* am 18. August kurz bevor.

Video: Laschets neue Corona-Strategie: Fünf-Punkte-Plan zur Pandemiebekämpfung

Schulstart in NRW nach den Sommerferien steht bevor: Änderung bei der Test-Regel

Klar ist immerhin: Der Unterricht an den Schulen in NRW soll wieder in Präsenz stattfinden. „Zum Schulstart werden wir, ähnlich wie im letzten Jahr unmittelbar nach den Urlaubsreisen, Maskenpflicht im Unterricht in allen Klassen wieder haben“, so Laschet im Landtag (weitere Nachrichten zu Armin Laschet* bei RUHR24 lesen).

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat bereits am Freitag (6. August) die Pläne für den Schulbeginn in NRW vorgestellt. Neu ist hierbei, dass sich Geimpfte im neuen Schuljahr nicht mehr testen lassen müssen*. Lehrer sowie Schüler ohne eine Impfung gegen das Coronavirus* müssen sich weiterhin zweimal pro Woche testen lassen.

Quarantäne an NRW-Schulen: Armin Laschet will Änderung durchsetzen

Eine einheitliche Regelung zum Thema Quarantäne in Schulen gibt es derweil allerdings nicht. Bislang hatten sich Bund und Länder dabei an die Vorgaben des Robert Koch-Instituts (RKI) gehalten. Diese geben vor, dass im Falle einer Corona-Infektion eines oder mehrerer Kinder die gesamte Schulklasse bzw. Kita-Gruppe in Quarantäne müssen.

Geht es nach Armin Laschet, soll diese Regel an den Schulen in NRW jedoch nicht mehr gelten. Stattdessen sollen lediglich Kinder oder Jugendliche in Quarantäne geschickt werden, die sich infiziert haben. Laut dem Politiker beraten die Gesundheitsminister derzeit darüber, welche konkreten Quarantänemaßnahmen dann notwendig seien (mehr Corona-News aus NRW* bei RUHR24 lesen).

Quarantäne-Regeln an Schulen in NRW: Gebauer und Stamp wollen RKI-Vorgaben ändern

Auch Yvonne Gebauer plädierte bereits für eine Überarbeitung der Vorgaben des RKI. Quarantäne-Maßnahmen müssten „sorgfältig“, aber auch „angemessen“ sein und Fortschritte wie Impfungen oder Testpflicht berücksichtigen, so die Schulministerin.

NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) schloss sich diesen Forderungen an. Er hoffe, dass bald nur noch positiv getestete Schülerinnen und Schüler in Quarantäne müssen. Ihre Kontaktpersonen sollte diese Regel zum Schulstart in NRW nicht mehr betreffen.

Auch NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) will die Quarantäne-Regel in Schulen ändern.

Armin Laschet: Maskenpflicht an NRW-Schulen gilt auch im neuen Schuljahr

Armin Laschet wies unterdessen noch einmal daraufhin, dass es, wie schon im vergangenen Schuljahr weiterhin eine Maskenpflicht im Unterricht in allen Klassen geben werde. Wo nötig, würden Luftfiltergeräte eingesetzt. Das Land habe dafür viel Geld bereitgestellt, das viele Kommunen genutzt hätten. Gefördert werden mobile Luftfilter aber nur in Schulräumen, die sich nicht ausreichend belüften lassen. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.