Kinder treiben vierte Welle an

Corona-Infektionen bei Jüngeren steigen drastisch – über 30.000 Schulkinder in NRW in Quarantäne

Grundschulkinder
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Der Schulunterricht in NRW läuft erst seit einigen Tagen wieder. Tausende Kinder und Jugendliche befinden sich aber bereits jetzt in Corona-Quarantäne.

NRW – Seit dem 18. August läuft für die Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen der Unterricht wieder in Präsenz in den Klassenzimmern ab. Doch die aktuellen Corona-Entwicklungen hinterlassen an den Schulen in NRW bereits wenige Tage nach den Sommerferien ihre Spuren.

MinisteriumSchulministerium NRW
StellungOberste Landesbehörde
Schulministerin NRWYvonne Gebauer (FDP)

Schule in NRW: Schon jetzt über 30.000 Schülerinnen und Schüler in Corona-Quarantäne

Am Donnerstag (26. August) befanden sich den Angaben des Schulministeriums 30.018 Schülerinnen und Schüler in NRW in Quarantäne. Diese Zahl macht etwa 1,6 Prozent der Schülerschaft aus. In dieser Gruppe sei bei etwa 0,35 Prozent – 6561 Kindern und Jugendlichen – tatsächlich eine Corona-Infektion nachgewiesen worden (mehr Corona-News aus NRW bei RUHR24 lesen).

Zum Vergleich: Der Höchststand bei den von Quarantäne betroffenen Schulkindern war im November 2020 bei 73.836 Kindern und Jugendlichen erreicht worden. Bei den aktuellen Zahlen wies das Schulministerium jedoch darauf hin, dass nicht die Daten aller Schulen und Schüler erfasst wurden: An der wöchentlichen Abfrage des Ministeriums beteiligten sich demnach knapp 4000 der insgesamt 4844 befragten öffentlichen Schulen.

Quarantäne-Zahlen an den Schulen in NRW steigen – Kinder im Alter von fünf bis 19 Jahren betroffen

Allerdings spiegeln die tendenziell steigenden Quarantäne-Zahlen an den Schulen in NRW auch die derzeitige Corona-Lage im bevölkerungsreichsten Bundesland wider. Das Landeszentrum Gesundheit meldete am Freitag (27. August) besonders hohe Sieben-Tage-Inzidenzen in der Altersgruppe der 5- bis 19-Jährigen.

Auch SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty erklärte am Montag (30. August) in Düsseldorf, dass bei den Kindern und Jugendlichen im Alter von fünf bis 14 Jahren mittlerweile die „absolute Warnstufe“ in NRW erreicht worden sei. Corona sei ein Problem bei Kindern und Jugendlichen, die sich nicht impfen lassen können.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) erklärte hingegen, dass die Zahl der Corona-Fälle an den Schulen in NRW weiter auf einem „niedrigen Niveau“ sei. Zusammen mit den Infektionsschutzmaßnahmen und den zwei wöchentlichen Tests seien die Schüler „die unter Gesichtspunkten des Infektionsschutzes am besten überwachte Personengruppe“.

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