Weniger Quarantäne

Nach den Herbstferien: NRW will Corona-kranke Schüler aufspüren

Wie soll es nach den Herbstferien mit den Kindern in der Schule weitergehen? Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat im Landtag einen genauen Plan aufgestellt.

NRW – Auch über eineinhalb Jahre seit Beginn der Corona-Pandemie gibt es immer noch Unsicherheit in den Schulen. Wie kann man die Kinder vor einer Erkrankung mit dem Coronavirus schützen? Schulministerin Gebauer scheint zumindest schon einen Plan für das Ende der Herbstferien im Oktober zu haben.

Coronavirus bei Schülern in NRW: Ministerin Gebauer möchte kostenlose Tests an den Schulen

Das Land NRW möchte möglicherweise infizierte Schüler schon vor Ende der Herbstferien aufspüren. So sollen die Corona-Tests nicht erst im Klassenzimmer stattfinden. Dabei soll es um die Frage gehen, „wie können wir den Schulstart, den ersten Tag, vielleicht doch noch sicherer gestalten“, erklärt Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) im Landtag (alle Corona-News aus NRW bei RUHR24).

Der nächste Schritt sei für sie nun, mit Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) abzuklären, wie man nach den Herbstferien am besten mit den Corona-Tests umgehen solle. „Wir müssen dann eben schauen, dass wir den Schülerinnen und Schülern auch ein kostenloses Angebot zur Verfügung stellen“, erklärt Gebauer weiter.

Quarantäne bei Schülern in NRW: Nur noch Corona-kranke Schüler müssen in Zuhause bleiben

Ab dem 11. Oktober enden eigentlich die kostenlosen Tests – allerdings nicht für Schüler, obgleich es mittlerweile eine Impfempfehlung für 12- bis 17-Jährige gibt. „Für die Schülerinnen und Schüler bleiben Tests weiterhin kostenfrei“, stellt die Ministerin klar.

Doch es soll auch noch weitere Verbesserungen geben. So sollen in NRW nur noch Kinder in Quarantäne müssen, die auch wirklich infiziert sind. Kontaktpersonen wie Sitznachbarn allerdings nicht mehr. Für Gebauer seien die Schulleitungen nicht in der Pflicht, Kontaktpersonen von infizierten Kindern nach Hause zu schicken: „Infektionsschutzmaßnahmen können niemals durch die Schulen selbst angeordnet werden.“

Trotz hoher Inzidenzwerte bei Kindern und Jugendlichen geht das Land NRW von ausreichenden Sicherheitsmaßnahmen in den Schulen aus: „Wir haben keine Ausbrüche in den Schulen. Infektionen werden seit einem Jahr in die Schulen hineingetragen, aber sie verbreiten sich dort nicht“, so die Schulministerin.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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