Entscheidung vom Gericht

NRW-Schüler soll 2500 Euro Strafe zahlen – weil er Corona-Angst hat

Corona begleitet uns mittlerweile seit mehr als zwei Jahren. Ein Schüler aus NRW findet Präsenzunterricht nach wie vor falsch.

NRW – In Deutschland gilt die Schulpflicht. Wer diese missachtet muss mit Strafen wie einem Bußgeld rechnen. Einem Schüler in NRW scheint das egal zu sein. Seit November 2021 weigert er sich, sein Gymnasium in NRW zu besuchen. Er hat laut einem Schreiben vom Land NRW Angst, sich und seine Mutter mit Corona zu infizieren.

BundeslandNRW
ThemaSchulpflicht
EreignisSchüler verweigert Unterricht wegen Corona

In NRW muss ein Schüler zurück in den Unterricht – trotz Corona-Angst

Die Bezirksregierung Düsseldorf hat der Mutter jetzt eine sogenannte „Schulbesuchsaufforderung“ zukommen lassen, damit der Junge zurück in die Klasse kehrt. Für den Fall, dass er es nicht tut, wurde ein Bußgeld in Höhe von 2.500 Euro festgelegt. Einen Eilantrag der Mutter auf Befreiung vom Unterricht hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf abgelehnt.

Schulpflicht in NRW missachtet - Familie droht hohes Bußgeld wegen Corona

Laut dem Schreiben vom Land NRW glauben Mutter und Sohn, dass es wegen Corona weiter zu gefährlich ist, am Präsenzunterricht teilzunehmen. Sie gehören beide nicht zur Risikogruppe. Das Gericht in NRW meint, dass es deshalb keinen Grund gibt, warum der Junge die Schule nicht besuchen sollte.

In NRW startet nach den Ferien der Präsenzunterricht wieder (Symbolbild).

Er könne ja eine Maske tragen, um das Infektionsrisiko zu senken. Das Schulministerium habe außerdem Maßnahmen getroffen, um schnell handeln zu können, falls die Coronazahlen weiter steigen. Komplett schließen sollen die Schulen in NRW aber nicht mehr. Mutter und Sohn haben jetzt noch die Möglichkeit, eine Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Münster einzulegen. Es bleibt also abzuwarten, ob die Familie nun eine Strafe bezahlen muss.

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