Gültig seit 11. September

Wichtige Quarantäne-Regel für Kontaktpersonen in NRW angepasst

In NRW haben sich am 11. September die Corona-Regeln in Sachen Quarantäne geändert. Die Maßnahmen für Kontaktpersonen wurden gelockert.

Düsseldorf – Seit Samstag (11. September) gelten in NRW* gelockerte Quarantäne-Regeln für Kontaktpersonen und Haushaltsangehörige von Corona-Infizierten. Damit ändert das Land nach den Quarantäne-Regeln an Schulen* auch jene, die für die Gesamtbevölkerung gelten. RUHR24* erklärt, was man jetzt wissen muss.

Corona-Inzidenz in NRW100,8 (Stand 12. September)
Aktuell infizierte Personen52.600
Bislang genesene Personen857.400

NRW: Neue Quarantäne-Regeln seit dem 11. September sorgen für Lockerung

Die NRW-Landesregierung hat vor allem an zwei Paragrafen in der neuen Corona-Test- und Quarantäneverordnung Hand angelegt: jenem für die Quarantäne für Haushaltsangehörige und jenem für Kontaktpersonen von Corona-Infizierten.

Grundsätzlich gilt: Wer mit einer mit dem Coronavirus* infizierten Person in einer häuslichen Gemeinschaft zusammenlebt, muss in Quarantäne. Seit dem 11. September gilt das aber nur noch für zehn statt wie vorher für 14 Tage. Die Quarantäne beginnt an jenem Tag, an dem der positive Test der infizierten Person durchgeführt wurde.

NRW: Geimpfte und Genesene müssen bei Kontakt mit Corona-Infizierten nicht in Quarantäne

Ausnahmen gelten nur für Geimpfte und Genesene. Sie müssen bei Kontakt mit Corona-Infizierten nicht in Quarantäne* – es sei denn, sie entwickeln innerhalb von zehn Tagen nach dem Test der positiven Person trotz Immunisierung typische Corona-Symptome. In diesem Fall müssen auch Geimpfte und Genesene in Quarantäne.

Die Quarantäne endet seit dem 11. September also zehn Tage nach Erstellung des positiven Tests des oder der Infizierten, sofern keine Krankheitssymptome vorliegen beziehungsweise während der Quarantäne auftreten (Hier weitere Corona-News aus NRW* bei RUHR24 lesen).

Corona: Quarantäne kann in NRW vor Ablauf von zehn Tagen beendet werden – in bestimmten Fällen

Die zuständige Behörde kann die Quarantäne einer Kontaktperson aus dem eigenen Haushalt aber auch vor Ablauf der zehn Tage beenden. Und zwar seit dem 11. September in diesen drei Fällen:

  • wenn der Behörde frühestens fünf Tage der Quarantäne ein negativer PCR-Test vorliegt,
  • wenn der Behörde frühestens nach fünf Tage der Quarantäne ein negativer Schnelltest vorliegt und die Person nachweisen kann, dass sie zweimal die Woche an Corona-Testungen teilnimmt,
  • wenn der Behörde frühestens am siebten Tag der Quarantäne ein negativer Schnelltest vorliegt.

Der Schnelltest, der zum vorzeitigen Abbruch der Quarantäne führen kann, muss laut NRW-Gesundheitsministerium ein „qualitativ hochwertiger Antigen-Schnelltest“ aus der Liste des Paul-Ehrlich-Instituts sein.

Negativer Corona-Schnelltest kann Quarantäne in NRW vorzeitig beenden

So können die Schnelltests durchgeführt werden:

  • als sogenannte „Bürgertestung“,
  • als sogenannte „einrichtungsbezogene Testung“,
  • als sogenannte „Beschäftigtentestung“,
  • als Testung in Einrichtungen, die der Coronabetreuungsverordnung unterliegen (Schulen und Kitas etwa),
  •  als eigenverantwortlicher Selbsttest.

Selbige Regeln wie für Kontaktpersonen von Corona-Infizierten aus demselben Haushalt gelten auch für alle weiteren Kontaktpersonen. Was eine Kontaktperson genau ist, definiert das RKI in einer Auflistung.

Ein Schnelltest kann Kontaktpersonen von Corona-Infizierten aus der Quarantäne befreien.

Die Verordnung gilt seit dem 11. September und tritt am 30. September 2021 außer Kraft. Wie es danach weitergeht, wird im NRW-Gesundheitsministerium je nach Lage der Pandemie kurzfristig neu entschieden.

Rubriklistenbild: © Waltraud Grubitzsch, Rolf Vennenbernd/dpa; Collage: RUHR24

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