Schutzverordnung angepasst

Corona in NRW: Neue Regel soll ab sofort Erleichterung bringen

Das Coronavirus grassiert weiter in NRW – die Infektionszahlen sind auf einem hohem Niveau. Die Landesregierung reagiert – auch mit einer Erleichterung ab Donnerstag.

Düsseldorf – Weil die Corona-Infektionszahlen in NRW weiter rasant in die Höhe schnellen, hat die Landesregierung am Dienstag (11. Januar) weitreichende neue Corona-Maßnahmen beschlossen. Unter anderem gibt es schlechte Nachrichten für die Gastronomie: Wie bereits im Vorfeld von RUHR24 berichtet, gilt ab Donnerstag (13. Januar) die 2G-Plus-Regel für alle Restaurantbesucherinnen und -besucher.

BundeslandNRW
Corona-Regel2G-Plus
NeuerungGeboosterte werden von Testpflicht befreit

NRW: Ab Donnerstag 2G-Plus-Regel für Besuche in Restaurants, Cafés und Kneipen

Zweifach Geimpfte und Genesene dürfen dann nur noch mit einem negativen Corona-Testergebnis ein Café, eine Kneipe oder ein Restaurant besuchen.

Ab Donnerstag reichen dazu vielerorts allerdings beaufsichtigte Selbsttests. Dort, wo ein Test zu den Zutrittsvoraussetzungen zählt (3G oder 2G-Plus), kann ein Selbsttest unter Aufsicht durchgeführt werden, anstatt einen Testnachweis von offizieller Stelle vorzulegen.

Corona-Regel-Änderung: NRW erlaubt Selbsttests als Nachweis

Das gelte etwa beim Betreten eines Fitnessstudios mit Test unter Aufsicht des Empfangspersonals oder beim Sport unter Aufsicht des Trainers, erläuterte das NRW-Gesundheitsministerium am Dienstag.

Eine Erleichterung räumt die Landesregierung NRWs aber auch ein: Menschen mit einer Booster-Impfung werden in vielen Bereichen von der Testpflicht befreit.

Corona in NRW: Booster-Impfung sorgt für Befreiung von Testpflicht

Die 2G-Plus-Regel greift ab Donnerstag in NRW unter anderem in den Bereichen Gastronomie, Freizeit, Sport und Fitness. Laut DPA-Angaben kritisiert der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) diese Maßnahmen und bezeichnet diese als „Quasi-Lockdown“.

Dehoga-Chef Haakon Herbst hält das für einen unverhältnismäßigen Schritt. Er sagte gegenüber der DPA, dass die Gastro-Branche kein Pandemie-Treiber sei. Herbst rechne nun mit gravierenden wirtschaftlichen Folgen für Gastronomen. Existenzängste machten sich seiner Meinung nach breit.

Karl-Josef Laumann äußert sich in der Staatskanzlei zur Coronaschutzverordnung.

Corona in NRW: Omikron-Variante gewinnt Überhand im Bundesland

Menschen mit einer Booster-Impfung müssen künftig also keinen negativen Corona-Test vorlegen und dürften sich auf eine Regel-Erleichterung freuen. Die Booster-Impfung ist die dritte Corona-Schutzimpfung mit in Deutschland zugelassenen Vakzinen.

NRW hat inzwischen bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen beinahe das Bundesniveau erreicht. Am Dienstagmorgen meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) eine 7-Tage-Inzidenz von 381,7. Laut NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) macht die Omikron-Variante mittlerweile die Hälfte der Neuinfektionen aus.

Corona in NRW: Quarantäne-Verkürzung erst einmal vom Tisch

Anfang des Jahres waren die Omikron-Zahlen noch recht trügerisch, da Ämter und Labore über die Feiertage und zwischen den Jahren nur eingeschränkt arbeiteten. Zudem ließen sich weniger Menschen testen, etwa auf der Arbeit oder an Kitas und Schulen.

Jetzt, wo die NRW-Ferien vorbei sind, steigen die Zahlen drastisch an. Der Omikron-Tsunami in NRW hat längst begonnen. Die Virus-Variante überträgt sich deutlich leichter als die vorherige Delta-Variante.

Bei der geplanten Verkürzung der Quarantäne bei einer Corona-Infektion von 14 auf zehn Tage will das Land NRW die Empfehlung des RKI abwarten. „Das sei aber nur eine Frage von Tagen“, sagt Laumann am Dienstag in Düsseldorf. Zu erwarten ist, dass das RKI die kürzlich beschlossenen Regelungen aus dem Corona-Gipfel vom 7. Januar orientiert.

Corona in NRW: Quarantäne-Zeit wird eventuell verkürzt

Das Landesministerium rechnet mit einem Ergebnis bis Anfang nächster Woche. Dann wird auch klar sein, welche Regeln bei einer Quarantäne und Isolation gelten.

Rubriklistenbild: © Axel Heimken, Rolf Vennenbernd/dpa; Collage: RUHR24

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