Interview im Moma

Corona-Änderung in NRW nur für Geboosterte: Hendrik Wüst macht Andeutung

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst bei einer Pressekonferenz
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NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst stellt den Karnevalisten finanzielle Hilfen in Aussicht.

NRW will offenbar die Regeln für gegen Corona geboosterte Bürger ändern. Auch zu weiteren Corona-Themen nahm Ministerpräsident Wüst am Montag Stellung.

Düsseldorf – Wenige Tage vor der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am 7. Januar hat NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) Änderungen der Corona-Regeln für Geboosterte in Aussicht gestellt.

7-Tage-Inzidenz in NRW206,2 (Stand: 3. Januar)
Anteil COVID-19-Patienten an betreibbaren Intensivbetten11,26 Prozent
7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz2,61

NRW: Hendrik Wüst denkt über Verkürzung von Corona-Quarantäne nach

Im Morgenmagazin (Moma) der ARD sagte Wüst, dass man angesichts der vergleichsweise leichteren Krankheitsverläufe bei der Omikron-Variante über eine Verkürzung der Quarantäne-Zeit nachdenken müsse. Dabei könnte es unterschiedliche Quarantäne-Regelungen geben für diejenigen, die dreimal geimpft seien (geboostert) und diejenigen, die noch keine Auffrischungsimpfung hätten.

Das Problem derzeit ist, dass eine Ansteckung mit Corona zu einer Quarantäne von 14 Tagen führt. Da sich die aktuell grassierende Omikron-Variante deutlich einfacher und schneller verbreitet, als die Vorgängerin Delta, könnte in naher Zukunft ein Kollaps in manchen Branchen der Wirtschaft oder im öffentlichen Dienst führen.

NRW: Auch Geimpfte müssen bei Kontakt zu Omikron-Fällen in Quarantäne

Erschwerend kommt hinzu, dass direkte Kontakte der Corona-Infizierten in Quarantäne müssen – bei sogenannten „besorgniserregenden Varianten“ wie Omikron sind davon seit dem 9. Dezember 2021 auch Geimpfte betroffen. Es droht Massen-Quarantäne.

Noch nicht ganz sicher sei sich Hendrik Wüst allerdings, ob Mitarbeiter aus kritischen Infrastrukturen mit Quarantäne-Sonderregelungen versehen werden sollten – etwa bei der Polizei oder der Feuerwehr. „Da bin ich nicht sicher, ob das der richtige Weg ist“, sagte Wüst dem Moma.

NRW-Ministerpräsident Wüst will Impfpflicht gegen Corona

Nicht nur zu einer etwaigen Lockerung für Geboosterte nahm Hendrik Wüst kurz vor der MPK Stellung, sondern auch zum Thema Impfpflicht. Der NRW-Ministerpräsident betonte nochmals, dass er für eine solche Pflicht sei und diese, wie von Kanzler Scholz vor seiner Amtsübernahme avisiert, schon im Februar kommen sollte (hier weitere Corona-News aus NRW bei RUHR24 lesen).

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst ist für eine Corona-Impfpflicht.

Beim Thema Schule setzt Wüst weiterhin auf offene Klassenräume. In NRW gelte weiterhin der Kurs: „Wir wollen, dass Kinder solange es irgend vertretbar ist, Unterricht haben – möglichst in Präsenz, möglichst in der Klasse“, bekräftigte der Regierungschef. „Kinder sollen nicht noch mal leiden. Sie haben schon zu viel gelitten in dieser Pandemie.“ Mit DPA-Material.

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