Covid-19-Pandemie in NRW

Neue Coronaschutzverordnung in NRW: Diese Regeln gelten im Dezember

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann
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NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Im Dezember greifen neue Corona-Regeln in ganz Deutschland. Am Montag (30. November) nahm NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann Stellung dazu.

Düsseldorf - NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat am Montag (30. November) Stellung zur aktuellen Corona-Lage in NRW genommen und sich zu den Überbrückungshilfen und den weiteren Maßnahmen im Rahmen der Coronavirus-Pandemie in Nordrhein-Westfalen geäußert.

Name des VirusCoronavirus, Sars-Cov-2
Name der ausgelösten ErkrankungCovid-19
Häufige SymptomeFieber, trockener Husten, Müdigkeit

Neue Coronaschutzverordnung in NRW ab Dezember: Das sind die neuen Regeln

Laumann fasste bei der Pressekonferenz in Düsseldorf zusammen, welche wesentlichen Änderungen in der neuen Coronaschutzverordnung in NRW ab Dezember gelten. Das Land NRW werde sich bei der Anpassung der Coronaschutzverordnung eins zu eins an die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz vom vergangenen Mittwoch (25. November) halten. Neu im Dezember ist:

  • Im öffentlichen Raum dürfen sich nur noch zwei Haushalte treffen, aber nicht mehr als fünf Personen. Kinder bis 14 Jahren werden nicht mitgezählt.
  • Die Maskenpflicht gilt überall da, wo man 1,5 Meter nicht einhalten kann. Hauptsächlich in allen geschlossenen Räumen, auch auf der Arbeit. Im Einzelhandel gilt die Maskenpflicht auch vor den Geschäften und auf den Parkplätzen.
  • In Geschäften gilt auf den ersten 800 Quadratmetern Verkaufsfläche die Regelung: Pro zehn Quadratmeter ist eine Person erlaubt, für Geschäfte die größer als 800 Quadratmeter sind, zählt ab dem 801. Quadratmeter die Regelung: Maximal eine Person pro 20 Quadratmeter.
  • Weihnachten: Ab dem 23. Dezember bis zum 1. Januar 2021 werden die Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum auf maximal zehn Personen gelockert, Kinder bis 14 Jahren zählen nicht. (Übernachtungen in Hotels sind auch für Nicht-Geschäftsreisende zum Besuch der Verwandtschaft erlaubt).
  • Feuerwerke sollen zum Jahreswechsel möglichst nicht abgefeuert werden - Gemeinden sollen verbindliche Regeln dafür definieren. Ein grundsätzliches Knallverbot gibt es seitens des Landes aber nicht.
  • Skilifte sollen (vorerst) bis zum 20. Dezember nicht geöffnet werden.

Die neue Coronaschutzverordnung für NRW gilt vorerst bis zum 20. Dezember, danach wird neu verhandelt. Karl-Josef Laumann machte in diesem Zusammenhang klar, dass die Kontaktbeschränkungen nur für den öffentlichen Raum gelten. „Wir werden am Heiligen Abend keine Polizei in die Wohnungen schicken“, kündigte der Minister an. Er gehe aber davon aus, dass sich die Menschen trotzdem an die Empfehlungen der Landesregierung halten werden - auch wenn der Staat im privaten Raum keine Handhabe habe.

Neue Coronaschutzverordnung für NRW: Minister kündigt Party-Prüfung an

Gleichzeitig kündigte der CDU-Mann an, für Partys in Scheunen oder Garagen zu prüfen, inwiefern mit dem Veranstaltungsrecht dagegen vorgegangen werden könne. Fakt ist: Auch wenn sie es (noch) nicht verbieten kann: Die NRW-Landesregierung appelliert an die Bevölkerung, größere Silvester-Partys im privaten Bereich zu unterlassen.

Video: Kreise: Merkel-Kritik an Hotelöffnungen über Weihnachten

Ein besonderer Blick soll laut dem Land NRW im Dezember auf jene NRW-Corona-Hotspot-Kommunen gerichtet werden, die eine 7-Tage-Inzidenz von über 200 aufweisen. Laut Karl-Josef Laumann seien dort Maßnahmen möglich, die über die Coronaschutzverordnung von NRW hinausgehen. Laumann nannte am Montag folgende Möglichkeiten, die aber direkt mit den Kommunen geklärt werden müssten:

  • Weitere, schärfere Kontaktbeschränkungen,
  • Alkoholverkaufsverbot,
  • Einführung hybriden Schulunterrichts (vor Ort / von daheim), allerdings trennscharf für einzelne Schulen,
  • Entzerrung des Schülertransports zu den Schulen und der Abreise von den Schulen.

Laumann ging bei seinen Ausführungen konkret auf das Ruhrgebiet und hier auf den Corona-Hotspot Herne ein. Es sei dort nicht sinnvoll, etwa alle Friseure zu schließen, um die Zahlen zu drücken. „Dann würden die Menschen drei Straßenbahnhaltestellen weiter in die nächste Stadt fahren“. Auch die Schließung von Geschäften nur in einer Stadt halte der Minister im Ruhrgebiet für nicht sinnvoll. Das, so Laumann, würde das Problem sogar verschlimmern, weil die Menschen in andere Städte ausweichen würden (Hier mehr News zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de lesen).

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