Neuerung im August

Restaurant-Besuch: Nervige Corona-Regel in der Gastronomie entfällt ab sofort

Mit der neuen Corona-Schutzverordnung gelten in NRW viele neue Regeln. Vor allem in der Gastronomie müssen sich Gäste jetzt auf Änderungen einstellen.

NRW – Seit Freitag (20. August) gilt in Nordrhein-Westfalen die neue Corona-Schutzverordnung und mit ihr viele neue Regeln. So wurden beispielsweise die vier Inzidenzstufen durch einen einzigen Grenzwert ersetzt: die Inzidenz von über 35. Nur sie ist aktuell maßgebend dafür, ob Regeln verschärft oder gelockert werden. In der Gastronomie können sich Gäste derweil auf eine besonders angenehme Lockerung freuen.

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Landesinzidenz108,4 (Stand: 24. August)

Corona-Regeln in NRW: Kontaktverfolgung in der Gastronomie entfällt jetzt

Wer am Wochenende essen gegangen ist oder auswärts etwas trinken war, dem wird es sicherlich schon aufgefallen sein: Die Kontaktnachverfolgung über das Restaurant oder externe Apps wie die Luca-App entfällt. Grund dafür ist die neue Corona-Schutzverordnung des Landes NRW, die eine Kontaktnachverfolgung nicht mehr vorschreibt.

Bürger können also aktuell völlig problemlos ein Restaurant oder eine Bar besuchen, ohne sich darüber Gedanken machen zu müssen, ob man sich schon registriert hat. QR-Codes oder herumfliegende Zettel zum Ausfüllen sind damit Geschichte. So fühlt sich ein Restaurantbesuch beinahe an wie vor Corona (mehr News zum Coronavirus in NRW bei RUHR24).

Nicht nur in der Gastronomie: Kontaktverfolgung wird in vielen Bereichen nicht mehr gebraucht

Doch nicht nur in der Gastronomie entfällt die Kontaktnachverfolgung: Die neue Regel über ihre Abschaffung gilt für alle Bereiche des öffentlichen Lebens, bei denen Menschen auf engerem Raum zusammenkommen. Das können Besuche beim Friseur, bei der Kosmetikerin oder auch im Fitnessstudio sein.

Im Restaurant war die Kontaktnachverfolgung aber besonders lästig, denn oft geht man in einer größeren Gruppe essen und hat einfach nur Hunger. Das ist dank der neuen Corona-Schutzverordnung passé: einfach das Lieblingslokal aussuchen, Essen bestellen und den Hunger stillen.

Je nach Inzidenzstufe gelten in NRW verschiedene Corona-Regeln.

Kontaktverfolgung ist in NRW erst mal Geschichte: Das sind die Gründe dafür

Vorgaben zur Kontaktnachverfolgung gebe es aktuell nur noch für Schulen in NRW, um dort gegebenenfalls gezielte Quarantänemaßnahmen einleiten zu können und nicht mehr ganze Klassen vom Unterricht abzuschotten, falls ein Corona-Fall bekannt wird. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium auf eine Nachfrage von wa.de mit.

In den anderen Bereichen des öffentlichen Lebens stand der Umfang der aufwändigen Kontaktverfolgung nicht mehr im Verhältnis zum Nutzen und dem Bedarf der nordrhein-westfälischen Gesundheitsämter. „Diese haben im Regelfall die Kontaktpersonenermittlung ohnehin direkt über die Befragungen der infizierten Personen vorgenommen, was auch weiter so sinnvoll und möglich ist“, so das Ministerium gegenüber wa.de.

Restaurants in NRW jetzt einfacher besuchen: Kontaktverfolgung bis zum 17. September aufgehoben

Bereits Mitte Juni ist die Pflicht zur Erfassung der Kontaktdaten in Zoos, Tierparks und botanischen Gärten aufgehoben worden. Mit der neuen Corona-Schutzverordnung wurde die Pflicht zusätzlich für viele Bereiche des öffentlichen Lebens aufgehoben, darunter die Gastronomie.

Die aktuelle Corona-Schutzverordnung trat am Freitag (20. August) in Kraft und ist zunächst bis zum 17. September gültig. Mit ihr genießen vor allem Geimpfte und Genesene wieder viele Freiheiten, denn dank der 3G-Regel entfällt für sie die Testpflicht beim Feiern in Diskotheken, in Restaurants oder in Fitnessstudios.

Bleiben die Lockerungen in NRW bestehen? Inzidenzen steigen immer weiter an

Ob die aktuellen Lockerungen auch nach dem 17. September verlängert werden, wird sich zeigen. Die Inzidenzen in vielen Städten und Kreisen in NRW stiegen zuletzt immer weiter an. Die landesweite Inzidenz lag am Sonntag (22. August) bei 99,2. Spitzenreiter unter den Corona-Inzidenzen war am selben Tag die rheinische Stadt Leverkusen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 189,3.

Rubriklistenbild: © Micha Korb/dpa

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