Hoffnung für den Einzelhandel

Corona in NRW: Wüst nennt Datum für das Ende der 2G-Regel

In NRW wurden die 2G-Regeln leicht angepasst. Doch ein Ende der Maßnahmen ist in Sicht.

NRW – Die Corona-Regeln in NRW sind minimal gelockert worden. Nun müssen die Einzelhändler den 2G-Nachweis nicht mehr bei jedem einzelnen Kunden kontrollieren. Dem Handel geht das allerdings nicht weit genug. Die große Sorge: NRW werde links und rechts überholt, berichtet RUHR24*.

BundeslandNordrhein-Westfalen
LandeshauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

2G in NRW: Einzelhandel weiter unter harter Corona-Regel – Handelsverband ist enttäuscht

Wie NRW-Gesundheitsminister Laumann am Dienstagnachmittag (8. Februar) in einer Pressekonferenz bekannt gab, soll es ab Mittwoch (9. Februar) nur noch stichprobenartige Kontrollen zur 2G-Regel im NRW-Einzelhandel* geben. Bislang musste jeder Kunde seinen 2G-Nachweise am Eingang der Geschäfte in NRW vorzeigen. Die 2G-Regel im Einzelhandel bleibt trotz gelockerter Kontrollen bestehen.

Das ist dem Handel zu wenig. Der Handelsverband NRW zeigt sich enttäuscht über die minimalen Veränderungen. „Eine unwirksame Maßnahme nur noch stichprobenhaft kontrollieren zu wollen, anstatt sie abzuschaffen, ist völlig unverständlich“, kommentiert Dr. Peter Achten, Hauptgeschäftsführer beim Handelsverband Nordrhein-Westfalen.

2G in NRW: Viele Bundesländer schaffen Corona-Regel im Einzelhandel ab – NRW bleibt standhaft

Weiterer Kritikpunkt des Handelsverbands: Mittlerweile haben die meisten Bundesländer die 2G-Zugangs-beschränkungen im Einzelhandel durch eine FFP2-Maskenpflicht abgelöst oder dies für die nächsten Tage angekündigt.

Länder, in denen keine 2G-Zugangsbeschränkungen gelten, wie beispielsweise Niedersachsen, weisen kein höheres Infektionsgeschehen auf als Länder mit 2G-Zugangsbeschränkungen, heißt es in einer Mitteilung des Verbands. Hierauf habe der Handelsverband NRW die Landesregierung wiederholt hingewiesen.

„Uns ist absolut unverständlich, warum gerade in Nordrhein-Westfalen als Handelsland Nummer 1 erst nach einer entsprechenden Beratung in der Bund-Länder-Abstimmung kommende Woche eine wirkliche Veränderung der Zugangsregelung erfolgen soll, während wir von allen Nachbarländern links und rechts überholt werden“, so Achten weiter.

Die 2G-Regel im Einzelhandel bleibt in NRW weiterhin bestehen.

NRW ist 2G-Land: Eine Ende der 2G-Regel im Einzelhandel ist in Sicht

Einige Bundesländer lockern die Corona-Regeln. Ab Mittwoch (9. Februar) haben die Menschen in Brandenburg und Schleswig-Holstein wieder die Möglichkeit, ohne 2G-Nachweis shoppen zu gehen. Am Samstag folgen Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern, auch in Bremen soll die 2G-Regel im Einzelhandel in Kürze fallen. 

Und NRW? Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) macht vielen Menschen Hoffnung. Die 2G-Regel soll nach der Ministerpräsidentenkonferenz am 16. Februar aufgehoben werden. Das stellte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Mittwoch laut DPA-Angaben am Rande eines Termins in Köln mit.

2G in NRW: Auslöser war Urteil des Oberverwaltungsgerichts

Mitauslöser der 2G-Debatte war ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts am Dienstag (8. Februar). Die Richter hatten auf den Eilantrag eines Fitnessstudiobetreibers aus Bochum reagiert und die 2G-Plus-Regelung für Sport in Innenräumen vorläufig außer Vollzug gesetzt*.

Nächste Woche soll dann die 2G-Regel im Einzelhandel fallen. Welche Branchen und Geschäfte darunter fallen, ist jedoch noch unklar. „Wir werden gemeinsam in der Runde der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten einen schrittweisen Plan für mehr Perspektiven beraten, der die Öffnungen verantwortungsvoll mit einem Basisschutz absichert“, sagte Wüst *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Christian Keiter/RUHR24

Mehr zum Thema