Covid-19-Pandemie

Corona-Regel verschärft: Verbot für private Feiern zu Hause könnte kommen

Hamm hat die Regeln für private Feiern massiv verschärft: Corona-Verbote gelten nun auch im eigenen Zuhause. NRW genehmigte eine neue Regel.

Hamm – Bislang war das eigene Zuhause von allen Verboten und Regeln zum Schutz vor Corona in NRW ausgenommen. Private Feiern im öffentlichen Raum? Hier ist die Teilnehmerzahl schon lange begrenzt. Eine Feier im eigenen zu Hause? Da durfte jeder bislang frei entscheiden, wie viel Menschen zusammen kamen, ob getanzt oder gesungen wurde. Doch das hat sich nun geändert.

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Corona-Regel in Hamm massiv verschärft: NRW billigt Verbot für Privatwohnungen

Der Vorstoß dazu kommt aus Hamm. In der nordrhein-westfälischen Stadt liegt der Inzidenz-Wert aktuell bei 197 (4. November) – und damit wie in vielen anderen Städten und Kreisen weit über der höchsten Warnschwelle von 50 Neuinfizierte in den letzten sieben Kalendertagen (mehr zur Corona-Krise in NRW auf RUHR24.de).

Um wieder Herr der Lage zu werden und die Verbreitung des Coronavirus wieder einzudämmen, beschloss das Land NRW am 30. Oktober eine neue Coronaschutzverordnung. Sie gilt bis zum 30. November und umfasst auch Regeln dazu, wie viele Personen an einer privaten Feier teilnehmen dürfen. Doch bislang war das eigene Zuhause von dieser Regel explizit ausgenommen.

Corona-Regeln in NRW: Private Wohnung bisher von Verboten verschont

Was im Privaten passiert, darin wollten sich die Politiker nicht einmischen. Zwar appellierte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet an die Bevölkerung, sie sollten sich auch im Privaten an den Corona-Regeln orientieren, die in NRW im öffentlichen Raum gelten, Vorgaben gab es jedoch keine.

Doch dieser Grundsatz gilt ab sofort nicht mehr. Denn das Land NRW genehmigte eine in Hamm erlassene Allgemeinverfügung zum Schutz vor Corona, wonach auch in den eigenen vier Wänden nun nicht mehr als 25 Personen zusammen kommen dürfen. Zudem gilt nun auch für die Privatwohnung, dass Feiern nur aus herausragendem Anlass wie einer Taufe, Hochzeit oder runde Geburtstage stattfinden dürfen. Darüber informiert die Stadt Hamm auf ihrer Homepage.

Corona-Regel: Hohes Bußgeld bei Verstoß gegen Verbot in privater Wohnung

In gleicher Stelle wird auch gleich deutlich gemacht, was jenen droht, wenn sie gegen die Corona-Regel verstoßen: „Wenn Feiern mit mehr als 25 Personen oder ohne besonderen Anlass stattfinden, erwartet den Verantwortlichen ein Bußgeld von 2.500 Euro“, heißt es vonseiten der Stadt Hamm. Einzig eine Anzeige- oder Genehmigungspflicht besteht nicht.

Wie die Ruhr Nachrichten (Bezahlinhalt) weiter berichten, habe das Land NRW das Vorgehen der Stadt Hamm ausdrücklich gebilligt. Lokale Ordnungsbehörden seien für den Infektionsschutz zuständig und könnten jederzeit Maßnahmen anordnen, die sie für geboten halten - auch wenn sich diese auf den Privatbereich beziehen.

Rubriklistenbild: © Angelika Warmuth/dpa

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