Live-Ticker zur Covid-19-Pandemie

Corona in NRW: Sechs Hotspots im Ruhrgebiet +++ Start für Modellkommunen platzt

Die dritte Welle des Coronavirus (SARS-CoV-2) dominiert das Leben in Deutschland und NRW. Über alle Entwicklungen zur Covid-19-Pandemie informiert RUHR24 im Live-Ticker.

Dieser Ticker wird nicht mehr aktualisiert. Alle Entwicklungen zum Coronavirus in NRW gibt es im neuen Ticker.

Kreis/StadtInzidenz, 19. April (Vortag)
NRW (gesamt)171,1 (+4,0)
Dortmund198,6 (+0,6)
Bochum158,4 (+12,0)
Duisburg209,2 (+0,2)
Essen142,3 (+11,3)
Gelsenkirchen210,3 (-0,8)
Kreis Recklinghausen196,5 (+1,0)
Kreis Unna221,8 (-4,6)

Corona in NRW: Polizei sprengt mutmaßliche Grillparty

Update, Montag (19. April), 09.35 Uhr: Immer wieder muss die Polizei zu Partys oder Treffen ausrücken, bei denen gegen die Coronaschutzverordnung verstoßen wird. So auch am Freitagabend (16. April) in Gütersloh. Als die Beamten eintragen, flüchteten 30 bis 40 Personen in sämtliche Richtungen, sodass die Polizei nur noch den Gastgeber, wenige Gäste, Alkohol, ein Lagerfeuer und Bierzeltgarnituren vorfand. Aufgrund dessenn geht die Polizei davon aus, dass es sich eine vorbereitete Feier handelte - gegen die Personen vor Ort wird nun ein Verfahren eingeleitet.

Corona in NRW: Nur zwei von 14 Modellkommunen könnten starten

Update, Montag (19. April), 09.10 Uhr: Ursprünglich sollte heute die erste Gruppe der Modellkommunen in NRW starten. Die Bedingung für die Öffnungen war allerdings eine stabile Inzidenz unter 100. In NRW erfüllen das zum aktuellen Zeitpunkt jedoch nur zwei der ausgewählten Modellregionen: Coesfeld (88,9) und Münster (99,9). Aber auch in den beiden Städten hat man mit Blick auf das Infektionslevel beschlossen, den Start erst einmal noch zu verschieben.

Vom Tisch sind die Modellkommunen noch nicht. Sollte sich die Infektionslage in den Kreisen deutlich entspannen, könnten sie loslegen. So wollen sie heute die Kommunalvertreter dazu beraten, ob beispielsweise die Öffnungen von Sportstätten eine erste Option ist. Außengastronomie und Kulturinstitutionen sollen allerdings weiterhin geschlossen bleiben.

Corona in NRW: Vergabe von Impfterminen für mehr Jahrgänge

Update, Montag (19. April), 08.55 Uhr: Noch ist die Gruppe der Über-70-Jährigen in NRW mit dem Impfen gegen das Coronavirus dran. Gestaffelt nach Jahrgängen beginnt daher heute die Vergabe der Impftermine für alle, die zwischen dem 1. Januar 1946 und dem 31. Dezember 1947 geboren sind. Ehegatten oder Lebensgefährte aus demselben Haushalt können ebenfalls einen Termin buchen, auch wenn sie jünger sind.

Corona: Debatte um Unterricht im Freien

Update, Montag (19. April), 08.45 Uhr: Aufgrund hoher Inzidenzen bleiben die meisten Schulen in NRW weiterhin im Distanzunterricht – und ein Ende ist nicht so richtig abzusehen. Einige Politiker haben daher nun den Unterricht im Freien gefordert, denn an der frischen Luft soll die Infektionsgefahr viel niedriger sein. Schulstunden im Park, auf dem Sportplatz oder auf dem Schulhof seien daher eine sinnvolle Alternative, sagte unter anderem der CDU-Familienpolitiker Marcus Weinberg gegenüber der Bild. Aber auch aus den Reihen von SPD, FDP und Grüne fand der Vorschlag Zustimmung. Allerdings sollte man auch weiterhin auf Luftfilter und Hygienekonzepten arbiten, so Katja Suding (FDP).

Corona in NRW: Lage in Remscheid spitzt sich zu und Hotspots im Ruhrgebiet

Update, Montag (19. April), 08.19 Uhr: Die Corona-Lage in NRW und im Ruhrgebiet will sich nicht so richtig entspannend. Weiterhin steigen fast überall die Inzidenzen. Besonders drastisch ist es weiterhin in Remscheid. Hier liegt der Sieben-Tage-Wert aktuell bei 319,7. Doch auch in anderen Kreisen und Städten sieht die Situation nicht gut aus.

Das sind die sechs Städte im Ruhrgebiet mit einer Inzidenz über 200:

  • Duisburg 209,1
  • Unna 221,8
  • Gelsenkirchen 210,3
  • Hagen 285,7
  • Hamm 227,9
  • Herne 204,5

Corona-Krise: Knapp 3000 Neuinfektionen in NRW

Update, Montag (19. April), 06.37 Uhr: Für NRW meldet das RKI binnen der letzten 24 Stunden 2.853 Neuinfektionen und 44 weitere Todesfälle. Damit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag bei 171,1. Insgesamt haben sich in NRW seit Beginn der Pandemie 681.986 mit dem Coronavirus infiziert, 14.912 sind an oder in Verbindung mit Covid-19 verstorben.

Corona in NRW: 20 Schulen bleiben heute im Distanzunterricht

Update, Montag (19. April), 06.32 Uhr: Eigentlich dürften die Schüler und Schülerinnen in NRW ab heute wieder in den Präsenzunterricht an die Schule zurückkehren. Zumindest abwechselnd und nur, wenn die Inzidenz dauerhaft unter 200 liegt. Aufgrund der aktuellen Lage ist das nur in wenigen Kreisen und Städten der Fall. Das Land hat 15 der 53 NRW-Kommunen ausdrücklich benannt, die beim Distanzunterricht bleiben:

  • Duisburg
  • Gelsenkirchen
  • Hagen
  • Herne
  • Märkischer Kreis
  • Kreis Mettmann
  • Mülheim an der Ruhr
  • Oberbergiger Kreis
  • Rheinisch-Bergischer Kreis
  • Kreis Siegen-Wittgenstein
  • Stadt Remscheid
  • Solingen
  • Kreis Unna
  • Wuppertal

Aber auch in Dortmund, Hamm, Bonn, Kreis Recklinghausen und Gütersloh hat man aus eigener Initiative beschlossen, die Rückkehr in die Schulen aufgrund der hohen Corona-Zahlen zu verschieben. Bielefeld kündigte an, ab Dienstag Distanzunterricht einzuführen.

Coronavirus: Aktuelle Zahlen für Deutschland

Update, Montag (19. April), 06.10 Uhr: 11.437 Neuinfektionen meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) bundesweit. Damit steigt die Sieben-Tage-Inzidenz auf 165,3 von 162,3 am Sonntag. Allerdings ist zu beachten, dass am Montag die Zahlen in der Regel etwas niedriger ausfallen, da nicht alle Gesundheitsämter am Wochenende Daten an das RKI übermitteln. Außerdem sind 92 weitere Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle auf 80.006.

Corona in NRW: Herne überschreitet mehrfach 200er Inzidenz – Schulen im Distanzunterricht

Update, Sonntag (18. April), 20.07 Uhr: Die Stadt Herne – aktuell mit einer 7-Tages-Inzidenz von 204,5 – belässt seine Schulen auch ab Montag (19. April) im Distanzunterricht. Das teilte die Stadt am heutigen Sonntag mit. Das Land erteilte der Bitte der Stadt eine Zusage. Für Schüler, die zuhause nicht betreut werden können, soll es eine Notbetreuung in den Schulen geben. Abschlussklassen dürfen weiterhin in den Präsenzunterricht.

Land NRW ordnet Corona-Notbremse für Kreis Soest ab Dienstag an

Update, Sonntag (18. April), 19.45 Uhr: Für den Kreis Soest hat das Land NRW eine ab Dienstag (20. April) geltende Corona-Notbremse angeordnet. In dem Kreis habe der Inzidenzwert am Samstag drei Tage hintereinander über der kritischen Marke von 100 gelegen, hieß es zur Begründung..

Kontakte sind ab Dienstag nur zwischen einem Hausstand und maximal einer weiteren Person erlaubt. Viele Geschäfte, Kulturstätten und Anbieter bestimmter Dienstleistungen dürfen niemanden mehr in die Räume lassen. Allerdings: Der Kreis kann noch entscheiden, dass die Nutzung dieser Angebote mit einem tagesaktuellen Negativtest zulässig bleibt.

Alle nicht für den täglichen Bedarf nötigen Geschäfte dürfen wieder nur Abholservice anbieten. Körpernahe Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann sind wieder unzulässig. Dazu zählen etwa Kosmetik- und Nagelstudios. Medizinisch erforderliche Dienstleistungen bleiben erlaubt. Auch Friseure dürfen geöffnet bleiben. Museen und Kunstausstellungen müssen geschlossen bleiben. In Zoos und Botanischen Gärten ist nur der Aufenthalt im Freien erlaubt.

Corona: Ausgangssperren sollen trotz Kritik kommen – auch in NRW

Update, Sonntag (18. April), 16.55 Uhr: Trotz Kritik an der im Infektionsschutzgesetz geplanten Verankerung einer Ausgangssperre hält die Bundesregierung an den Plänen fest. Mehrere Minister verteidigten am Wochenende das Vorhaben. Kritiker drohen bereits mit dem Gang vors Bundesverfassungsgericht. Wirtschaftsminister Peter Altmeier sagte der FAZ, man wolle sich das Vorhaben aber nicht „zerreden“ lassen.

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sagte der Welt am Sonntag, er erwarte „keine wesentlichen Änderungen“ am Infektionsschutzgesetz. Die Verabschiedung der Änderung des Gesetzes im Bundestag ist für Mittwoch (21. April) vorgesehen. Der Bundesrat will sich am Donnerstag damit befassen.

Dortmund: 65 neue Corona-Fälle und Inzidenz fast bei 200 – drei Tote unter 65 Jahren

Update, Sonntag (18. April), 16.10 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet 65 neue Corona-Fälle und gibt die Inzidenz laut eigenen Berechnungen mit 198,9 an. Am Sonntag wurden der Stadt zudem zwei Todesfälle ursächlich im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet: ein 51-jähriger Mann und eine 63-jährige Frau. Am Samstag war bereits ein 44-jähriger Dortmunder an den Folgen von Covid-19 gestorben.

Illegale Party im Kreis Höxter in NRW – Coronaschutzverordnung missachtet

Update, Sonntag (18. April), 16 Uhr: Im ostwestfälischen Kreis Höxter haben Ordnungsamt und Polizei eine Hochzeitsfeier auf einem Festplatz mit 50 Personen aufgelöst. Die Beteiligten erwartet nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren. Auch in Warburg im Kreis Höxter kam es am Sonntag zu Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung. Dort hatten acht Menschen in einem Bauwagen eine Party gefeiert, berichtet die Polizei.

Corona in NRW: Polizei löst illegale Party von Studenten der Medizin auf

Update, Sonntag (18. April), 13.30 Uhr: Wie der WDR berichtet, haben Ordnungsamt und Polizei in Köln eine illegale Party von Medizinstudenten aufgelöst. Das Ordnungsamt habe gegen 23.30 Uhr einen Hinweis auf eine Party in einer abgelegenen Hütte in Köln-Porz bekommen.

Die Beamten umstellten die Hütte. Im Eifer des Gefechts hätten einige Männer und Frauen versucht, durch das Dickicht zu fliehen oder sich auf dem Dach zu verstecken. Insgesamt seien 35 Männer und Frauen kontrolliert worden. Ihre Begründung: Sie seien Medizinstudenten und schon geimpft. Das sei dann ja nicht so schlimm.

Corona in NRW: Proteste gegen Ausgangssperre in Köln

Update, Sonntag (18. April), 12.50 Uhr: Am bekannten Heumarkt in Köln hat es am Samstag (17. April) Proteste gegen die Ausgangssperre in der Stadt gegeben. Das Motto lautete: „Nein zu Ausgangssperren! Gesundheitsschutz statt Einschränkung unserer Grundrechte!“ Die Demo blieb friedlich und wurde vor Beginn der um 21 Uhr eintretenden Ausgangssperre aufgelöst.

Am Samstagabend ist es auf dem Barbarossaplatz zu einem Auflauf von 100 schwarz gekleideten Personen gekommen, die mit Bengalos und mit Graffiti aufgesprühten Parolen gegen die Maßnahmen demonstriert haben. Die Polizei nahm 30 Teilnehmer der Aktion, die angeblich der autonomen Szene angehören, fest.

Corona-Update Deutschland: Jeder fünfte hat die erste Impfung bekommen

Update, Sonntag (18. April), 11.30 Uhr: Laut dpa haben bislang 20 Prozent der deutschen Bevölkerung eine erste Impfung bekommen - im Umkehrschluss: jeder fünfte Bundesbürger. Die Frage, die sich aktuell stellt: Bringt dieser Schutz schon spürbar etwas?

Die Antwort gibt Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie. „Bei einer Impfquote von 20 Prozent haben wir noch keinen großen, signifikanten Einfluss auf das Infektionsgeschehen, auf die Fallzahlen. Aber: Besonders die aktuell vulnerable Gruppe der über 80-Jährigen hätte durch die Erstimpfung einen Schutz vor besonders schweren Verläufen.

Die Zahl der Toten sei im Vergleich zur zweiten Welle gesunken. Doch jetzt müsse es weiter gehen. An den Ländern Israel und Großbritannien würde man sehen, wie gut sich ein ausgedehnter Impffortschritt auf das Infektionsgeschehen auswirkt. Die Neuinfektionen und schweren Verläufe gehen sowohl in Großbritannien als auch in Israel sukzessiv zurück.

Flaggen heute auf halbmast – NRW trauert um die Toten der Corona-Pandemie

Update, Sonntag (18. April), 11.10 Uhr: Circa 15.000 Menschen sind im Bundesland Nordrhein-Westfalen in der Corona-Pandemie bislang verstorben. Am heutigen Sonntag wird mit verschiedenen Gesten - Flaggen auf Halbmast, Trauergeläut, erleuchtete Kerzen - der Corona-Toten gedacht.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) schlug den Bürgern vor, eine brennende Kerze ins Fenster als Symbol der Trauer zu stellen. In verschiedenen Städten gibt es neben dem Geläut der Glocken ebenfalls Gedenkaktionen.

So steigen in der Lichtinstallation am U-Turm in Dortmund Luftballons auf. Die Stadt Witten schmückt Bäume mit Schleifen. Die Philharmoniker in Essen veranstalten, laut WAZ, ein digitales Konzert. In Berlin findet eine Trauerfeier statt. Bislang sind in Deutschland 70.000 Menschen im Zuge der Coronavirus-Pandemie verstorben.

Corona in NRW: Party in Mehrfamilienhaus - Gastgeber springt aus dem Fenster

Update, Sonntag (18. April), 11 Uhr: Wie die Polizei Mönchengladbach in einer Mitteilung berichtet, ist am Samstagabend (17. April) eine Party in einem Mehrfamilienhaus aufgelöst worden. Als die Beamten die Party mit mehreren Gästen auflösen wollte, floh der Gastgeber mit einem Sprung durch das Fenster - dabei verletzte er sich an den Sprunggelenken und musste ins Krankenhaus.

Corona in NRW: RKI meldet neue Fallzahlen

Update, Sonntag (18. April), 8.30 Uhr: Am heutigen Sonntag sind in Deutschland 19.185 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die Inzidenz liegt bei 162,3. Es hat 67 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gegeben.

In NRW sind 4.438 Neuinfektionen hinzugekommen. Die Inzidenz liegt bei 167,1. Es hat 14 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Die Stadt Remscheid hat mit 342,2 eine Inzidenz von über 300. 15 Städte und Kreise in NRW haben eine Inzidenz von über 200.

Corona: NRW-Kommunen bleiben ab Montag (19. April) beim Homeschooling

Update, Samstag (17. April), 21.45 Uhr: Ab Montag (19. April) könnte in NRW wieder der Wechselunterricht in vielen Städten und Kommunen beginnen. Doch in gleich 16Kommunen bleibt es vorerst aufgrund hoher Corona-Inzidenzen oberhalb des Wertes von 200 beim kompletten Distanzunterricht. In folgenden 16 Kommunen findet also auch am Montag weiterhin Homeschooling statt – mit Ausnahme der Abschlussklassen:

  • Duisburg
  • Gelsenkirchen
  • Hagen
  • Märkischer Kreis
  • Mülheim an der Ruhr
  • Oberbergischer Kreis
  • Rheinisch-Bergischer Kreis
  • Stadt Remscheid
  • Kreis Siegen-Wittgenstein
  • Solingen
  • Kreis Unna
  • Wuppertal
  • Dortmund
  • Kreis Gütersloh
  • Kreis Recklinghausen

Corona-Zahlen zu hoch: NRW-Kreis Gütersloh bleibt bei Distanzunterricht

Update, Samstag (17. April), 19.54 Uhr: Der Kreis Gütersloh darf wegen seiner hohen Coronazahlen nun doch beim Distanzunterricht in seinen Schulen bleiben. Eine entsprechende Allgemeinverfügung des Kreises sei vom Land akzeptiert worden, teilte der Kreis am Samstag mit. Er hatte am Samstagfrüh einen Inzidenzwert von 188. Es sei sehr wahrscheinlich, dass der Wert in den kommenden Tagen auf über 200 steige, teilte der Kreis mit.

NRW-Hausärzte: Änderung des Impf-Prozederes greift – Probleme wegen Astrazeneca

Update, Samstag (17. April), 18.37 Uhr: Eigentlich sollten die Hausärzte in NRW ab Montag neben dem Impfstoff von Biontech jenen von Astrazeneca verimpfen. Doch daraus wird vorerst nichts. Im Vorfeld hatte es Unmut vonseiten einiger Hausärzte gegeben, die aufgrund der neuen Astrazeneca-Lieferungen nicht auf einen Teil der Biontech-Vakzine verzichten wollten.

Dennoch hofft NRW nun auf eine Beschleunigung bei den Corona-Impfungen in Hausarztpraxen. Denn ab sofort können niedergelassene Ärzte passegenau Anzahl und Hersteller des Impfstoffs bestellen und sind nicht mehr auf eine „Überraschungslieferung“ angewiesen. Die Anzahl der bestellbaren Impfdosen ist pro Arzt allerdings gedeckelt. Da der Bund aber schon im Mai deutlich mehr Impf-Dosen des Herstellers Biontech als zuletzt erhalten soll, könnte es schon bald auch mehr Impfdosen für Hausärzte geben.

Corona in NRW: Dortmund erreicht fast Inzidenz-Schallmauer von 200

Update, Samstag (17. April), 16.53 Uhr: Die Stadt Dortmund steht kurz vor der Überschreitung der 7-Tages-Inzidenz mit einem Wert von über 200. Am Samstag meldete die Stadt 229 neue positive Corona-Fälle und eine neue Inzidenz von 199,6. Einen Tag zuvor lag diese noch bei 188,7. Sollte das bundesweite Infektionsschutzgesetz kommende Woche wie geplant beschlossen werden, drohen der Stadt Ausgangssperren am Abend und in der Nacht.

Zuletzt am 22. Dezember 2020 war der Inzidenz-Wert höher als derzeit – und zwar bei 208. Die höchste 7-Tages-Inzidenz hatte Dortmund auf dem Höhepunkt der zweiten Corona-Welle am 7. November 2020 mit 235,8.

Zurzeit werden in Dortmund 125 Corona-Patienten stationär behandelt (Vorwoche: 93), darunter 32 intensivmedizinisch (Vorwoche: 26), davon wiederum 24 mit Beatmung (Vorwoche: 15).

Die britische Variante ist in Dortmund derzeit die bestimmende unter allen Corona-Erkrankungen. Inzwischen gibt es allerdings auch weitere Mutationen in der Stadt: acht Fälle der südafrikanischen und drei der brasilianischen Variante. Beide Varianten gelten als ansteckender als die Ur-Form. Es besteht zudem der Verdacht, dass aktuelle Impfungen gegen diese Variante schlechter wirken.

NRW: Corona-Impfungen für noch mehr Jahrgänge ab Montag (19. April)

Update, Samstag (17. April), 16.42 Uhr: NRW – Ab Montag nimmt die Impfkampagne in NRW weiter Fahrt auf. Dann sind Terminbuchungen für die Jahrgänge 1946 und 1947 möglich. Auch ihre Lebenspartner dürfen sich dann gegen Corona impfen lassen. Dabei spielt das Lebensalter keine Rolle. Die Impfung soll laut Land NRW je nach Terminen „zeitnah“ erfolgen.

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach berichtet: Unbekannte beschmieren sein Auto mit Farbe

Update, Samstag (17. April), 16 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist immer wieder im Fadenkreuz von Corona-Kritikern und -Leugnern. Nun hat der Politiker getwittert, dass es einen Farbanschlag auf sein Auto gegeben hat.

„Farbeimer, er (das Auto, Anm. d. Red.) sieht schrecklich aus. Auch die Scheiben, ich kann ihn nicht mehr fahren. Aber wir werden nie aufgeben. Wir sind viele...“, twitterte der SPD Politiker.

Corona in NRW: Pfleger aus Köln berichtet von dramatischen Zuständen auf der Intensivstation

Update, Samstag (17. April), 14.30 Uhr: Ein Pfleger aus Köln hat sich gegenüber dem WDR über die aktuelle Situation auf der Intensivstation in der Uniklinik in der größten Stadt in NRW geäußert. Es sei dramatisch - sowohl physisch als auch psychisch würde es aktuell an die Grenzen gehen.

Corona in NRW: Kreis Unna mit Ausgangssperre ab Montag (19. April)

Update, Samstag (17. April), 13.45 Uhr: Der Kreis Unna führt ab Montag (19. April) eine Ausgangssperre ein. Bürger dürfen sich in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr nur in Ausnahmefällen aus den eigenen vier Wänden bewegen.

Zudem wird eine erweiterte Kontaktbeschränkung gelten - tagsüber gilt eine Kontaktsperre für mehr als fünf Personen aus zwei Haushalten. Haushalte mit fünf Personen oder mehr dürfen sich noch mit einer weiteren Person aus einem anderen Haushalt treffen.

Kindertagesstätten gehen in den eingeschränkten Pandemiebetrieb, bleiben aber grundsätzlich geöffnet.

Die für kommenden Montag vorgesehene Einführung des Wechselunterrichts an Schulen wird vorerst nicht stattfinden. Lediglich Abschlussklassen können am Präsenzunterricht festhalten, der Rest verbleibt beim Homeschooling. Die Regelungen zu Einzelhandel und körpernahen Dienstleistungen sind nicht Bestandteil der neuen Allgemeinverfügung und bleiben somit in Kraft.

Corona-Update: Studie offebart - arme Menschen häufiger von Covid-19 betroffen

Update, Samstag (17. April), 11 Uhr: Der soziale Status spielt beim Coronavirus eine Rolle, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet. Zwei Studien des Robert Koch-Instituts (RKI) offenbaren, das die Gefahr an Corona schwer zu erkranken oder gar zu sterben bei der sozial schwächeren Bevölkerung circa 50 bis 70 Prozent höher ist. In den sogenannten benachteiligten Regionen in Deutschland würde das Virus heftiger wüten.

Der Grund liegt aus Sicht von Ulrich Schneider, Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, in den fehlenden Möglichkeiten, sich vor dem Coronavirus zu schützen. Das würde bei einer engen Wohnsituation bis hin zu einer beruflichen Situation führen, in der beispielsweise Homeoffice nicht möglich sei.

Noch vor knapp einem Jahr hat Psychologe Stephan Grünewald vor dem Corona-Expertenrat in NRW geäußert, dass vor dem Virus alle gleich seien. Dies ist nun mit den Studien des RKI widerlegt.

Corona-Update NRW: In folgenden Städten und Kreisen gilt eine Ausgangssperre

Update, Samstag (17. April), 10.45 Uhr: Neben Köln haben folgende Städte und Kreise eine Ausgangssperre: Märkischer Kreis, Kreis Siegen Wittgenstein, Kreis Minden-Lübbecke, Hagen, Remscheid, Mülheim, Oberbergischer Kreis (ab 17. April), Wuppertal (ab 19. April), Köln.

Im Märkischen Kreis, Kreis Siegen Wittgenstein und in der Stadt Hagen hat das Verwaltungsgericht die Ausgangssperre gekippt - das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Corona in NRW: Köln zieht Bilanz nach erster Nacht mit Ausgangssperre

Update, Samstag (17. April), 10.30 Uhr: Die größte NRW-Stadt Köln zieht die erste Bilanz nach einer Nacht Ausgangssperre, die es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gab. Es habe laut Polizei Köln keine großen Probleme gegeben. Alles sei ruhig gewesen.

Am heutigen Samstag findet eine genehmigte Kundgebung am Kölner Heumarkt statt. Man will gegen die Ausgangssperre demonstrieren.

Corona-Update: RKI meldet die Fallzahlen vom Samstag

Update, Samstag (17. April), 8.30 Uhr: Das Robert Koch-Institut meldet am heutigen Samstag 23.804 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Es hat 219 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gegeben. Die Inzidenz liegt bei 160,7. Die Stadt Remscheid liegt bundesweit mit einer Inzidenz von 353,0 auf dem fünften Platz.

In NRW sind 5.222 Neuinfektionen mit dem Coronavirus hinzugekommen. Es hat 41 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gegeben. Die Inzidenz liegt bei 164,5. Insgesamt 14 Städte und Kreise - mit Remscheid an der Spitze - haben eine Inzidenz von über 200.

Dortmund/NRW ab Montag (19. April) mit neuen Corona-Regeln

Update, Freitag (16. April), 22.02 Uhr: Die Stadt Dortmund hat heute neue Corona-Regeln in einer Allgemeinverfügung in die Wege geleitet. Schon ab Montag (19. April) soll es viele Schließungen geben. Das Land NRW hat die Allgemeinverfügung zur Anordnung weiterer kontaktreduzierender Maßnahmen bereits abgenickt.

Corona: Welche Schulen in NRW ab Montag (19. April) kein Präsenzunterricht haben

Update, Freitag (16. April), 20.34 Uhr: Die Schulen in Nordrhein-Westfalen starten am Montag in den Wechselunterricht. Ausgenommen sind dabei Kommunen, deren Inzidenz über 200 liegt. Dort bleibt der Wechselunterricht auch ab Montag (19. April 2021) ausgesetzt. Diese Städte bleiben definitiv im Distanzunterricht:

  • Dortmund
  • Duisburg
  • Gelsenkirchen
  • Hagen
  • Krefeld
  • Märkischer Kreis
  • Mülheim an der Ruhr
  • Oberbergischer Kreis
  • Rheinisch-Bergischer Kreis
  • Remscheid
  • Kreis Siegen-Wittgenstein
  • Solingen
  • Kreis Unna
  • Wuppertal

Abschlussklassen (einschließlich der Prüfungen) dürfen weiterhin im Präsenzunterricht unterrichtet werden. Dazu zählen die Jahrgänge der allgemeinbildenden Schulen, der Berufskollegs und der Förderschulen sowie die entsprechenden Semester im Bildungsgang Realschule des Weiterbildungskollegs, in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe, des beruflichen Gymnasiums und der Bildungsgänge des Weiterbildungskollegs. 

Eine Studie der TU Dortmund zeigt, wie wichtig die schnelle Rückkehr in den Präsenzunterricht ist.

NRW: Pflegedienste verweigern Auszahlung der Corona-Prämie

Update, Freitag (16. April), 19.59 Uhr: Pflegedienste enthalten ihren Beschäftigten nach Angaben der Gewerkschaft ver.di teilweise die staatliche Corona-Prämie von bis zu 1500 Euro vor. Viele Altenpflegekräfte, denen eine Prämie zustehe, hätten diese nicht erhalten. Das betreffe vor allem private Dienste in der ambulanten Altenpflege.

„Ausgerechnet Beschäftigten, die oft nur Mindestlohn bekommen und in der Corona-Pandemie extrem gefordert und gefährdet sind, auch noch die gesetzlich geregelte Prämie zu verweigern, ist einfach nur noch schändlich“, sagte ver.di-Vorstandsmitglied Sylvia Bühler.

Corona-Update: Für NRW gilt nach Reisen weiterhin Quarantänepflicht

Update, Freitag (16. April), 19.27 Uhr: Reiserückkehrer aus Virusvarianten-Gebieten wie Südafrika haben weiterhin eine Quarantänepflicht von 14 Tagen. Das hat das NRW-Oberverwaltungsgericht heute entschieden.

Das Gericht hat damit den Antrag eines Ehepaares aus Netphen im Siegerland gegen die NRW-Corona-Einreiseverordnung abgelehnt. Der Beschluss ist nicht anfechtbar. Als Virusvarianten-Gebiete gelten Staaten oder Regionen außerhalb Deutschlands, von denen ein besonders hohes Infektionsrisiko ausgeht.

Corona in NRW: Einschätzung von EMA zu Johnson & Johnson

Update, Freitag (16. April), 19.05 Uhr: Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) will am kommenden Dienstag (20. April) ihre Einschätzung zur Sicherheit des Impfstoffs von Johnson & Johnson bekannt geben. Das Corona-Vakzin ist in der EU bereits zugelassen, wurde aber noch nicht verimpft. In den USA sind mehrere Thrombosefälle nach der Impfung bekannt geworden.

Corona-Impfstoffe bald schneller in der EU zugelassen?

Update, Freitag (16. April), 18.29 Uhr: Die EU-Abgeordneten haben sich für ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für Impfstoffe ausgesprochen, die an neue Coronavirus-Varianten angepasst sind. Der Gesundheitsausschuss des Europaparlaments stimmte heute für den Vorschlag der EU-Kommission.

Hersteller bereits zugelassener Corona-Impfstoffe müssen demnach zukünftig für die Zulassung angepasster Mittel weniger Daten bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA einreichen.

Impfstoff könnte in der EU bald schneller zugelassen werden. Etwa, wenn er wegen einer Corona-Mutante angepasst werden musste.

NRW: Grüne kritisieren Schulministerin wegen Corona-Strategie

Update, Freitag (16. April), 18.05 Uhr: Die Grünen werfen NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) ein „Chaotisieren der Schullandschaft“ vor. Die unklare Lage zum Thema Distanzunterricht ab Montag in Kommunen, mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200 oder mehr, sei „eine Zumutung für alle Beteiligten“, sagte die bildungspolitische Sprecherin der Grünen, Sigrid Beer, heute im NRW-Landtag.

„Dass Kommunen und Kreise in kürzester Zeit die 200er Inzidenzschwelle überschreiten werden, war absehbar.“ Nach ihren Angaben hat das Gesundheitsministerium heute eine Betreuungsverordnung mit einer Allgemeinverfügung erlassen, die für 13 Kommunen in NRW vorsieht, den Präsenzunterricht weiterhin auszusetzen. Regionen, die kurz vor dem Grenzwert von 200 stehen, werde der Distanzunterricht aber untersagt (mehr aktuelle Infos zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de).

Corona-Update für NRW: Kreis Unna uneinig mit Land

Update, Freitag (16. April), 17.47 Uhr: Wegen der steigenden Inzidenzwerte hatte der Kreis Unna strengere Corona-Schutzregeln beschlossen. Die entsprechende Allgemeinverfügung lag dem Landesgesundheitsministerium zur Entscheidung vor. In einem Punkt waren die beiden Parteien sich allerdings uneinig, in einem anderen gab es bisher keine Entscheidung. Der Kreis Unna verzichtet auf ein Inkrafttreten der Regelungen am Samstag und wartet auf die Entscheidung aus Düsseldorf.

Fest steht aber: Die für Montag (19. April) geplante Einführung des Wechselunterrichts an Schulen wird vorerst nicht stattfinden. Nur Abschlussklassen dürfen am Präsenzunterricht festhalten. Die Testpflicht bleibt dabei erhalten.
 
Den vom Kreis Unna angestrebten Verzicht auf eine Ausgangssperre durch Einführung einer strengeren Kontaktsperre zwischen 21 und 5 Uhr trägt das Land nicht mit. Ob es nun zu einer Ausgangssperre für den gleichen Zeitraum im Kreis Unna kommen wird, ist noch unklar.

Coronavirus in NRW: Laumann lehnt Ausgangssperre ab

Update, Freitag (16. April), 17.14 Uhr: NRWs Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich klar gegen landes- oder bundesweite pauschale Ausgangssperren positioniert. Die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes sieht unter anderem Ausgangsbeschränkungen ab 21 Uhr vor, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer Stadt über 100 liegt. „Hier bin ich fundamental anderer Auffassung“, sagte Laumann.

Laumann will stattdessen weiter darauf setzen, möglichst viele Menschen zu motivieren, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. NRW habe für Tests bereits „eine Riesenstruktur aufgebaut“.

NRW-Gesundheitsminister Karl Josef-Laumann (CDU) ist gegen pauschale Ausgangssperren.

NRW-Oberverwaltungsgericht erhält Klagen gegen Corona-Testpflicht

Update, Freitag (16. April), 16.57 Uhr: Das NRW-Oberverwaltungsgericht kämpft mit einer Klagewelle im Zusammenhang mit der Corona-Testpflicht an Schulen. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin gegenüber dem WDR gab es bei keinem anderen Corona-Thema in kurzer Zeit so viele Eingänge von Bürgern.

Bis jetzt haben sich insgesamt 50 Schüler, die von ihren Eltern vertreten werden, an das Gericht gewandt. Teilweise klagen demnach in einem Verfahren mehrere Geschwisterkinder.

Alle Informationen zu Entwicklungen vor Freitag (16. April), 18, Uhr sind in unserem alten Live-Ticker zum Coronavirus in NRW zu finden.

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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