Live-Ticker zur Covid-19-Pandemie

Corona in NRW: Doppelte Testpflicht für Urlauber gefordert +++ Zehntausende Absagen für Impftermine

Die Corona-Zahlen in NRW sind im Tiefflug. Das ermöglicht weitreichende Lockerungen. Doch die Delta-Variante lauert im Hinterhalt. RUHR24 informiert im Live-Ticker über alle neuen Entwicklungen.

Dieser Ticker wird ab sofort nicht mehr aktualisiert. Die neusten Entwicklungen zur Corona-Pandemie in NRW findet ihr in unserem neuen Live-Ticker.

Kreis/StadtInzidenz am Samstag, 26. Juni (Vortag)
NRW Gesamt6,2 (-0,2)
Dortmund10,9 (+0,3)
Bochum5,5 (-0,3)
Essen9,1 (-0,5)
Duisburg6,2 (-1,8)
Gelsenkirchen5,8 (-0,4)
Kreis Recklinghausen5,5 (-1,0)
Kreis Unna6,8 (+3,0)

Corona in NRW: Zehntausende erscheinen nicht zu ihrem Impftermin

Update, Samstag (26. Juni), 13.24 Uhr: Viele hoffen noch immer auf einen Impftermin, andere sind hingegen wohl schon „impfmüde“ oder „impfnachlässig“. Wie könnte man sich sonst erklären, das seit Anfang Juni rund 57.000 Termine für die Zweitimpfung im Rheinland abgesagt wurden. Das sind sechs Prozent, wie der WDR berichtete. Ähnliches berichtete die KVWL (Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe). Hier wurden über 5000 Termine für Erst- und Zweitimpfungen nicht wahrgenommen.

Die Gründe dafür seien vielfältig. Mal bekommen Personen bei einer anderen Stelle kurzfristig einen Termin, mal sind sie möglicherweise schon im Sommerurlaub. Die genauen Gründe sind jedoch in der Regel nicht bekannt, warum jemand seinen Termin schwänzt. Bundesgesundheitsminister Spahn mahnte noch am Freitag (25. Juni), dass man sich auf den Schutz einer Erstimpfung verlassen solle, sondern beide Impftermine wahrnehmen muss.

Corona in NRW: Ab heute keine Priorisierung mehr in Impfzentren

Update, Samstag (26. Juni), 12.14 Uhr: In NRW wird ab heute die Priorisierung in den Impfzentren aufgehoben. Seit 8 Uhr kann jeder ab 16 einen Termin für die Corona-Impfung machen. Die Buchung läuft über die bekannten Kanäle – über die Kassenärztliche Vereinigung oder die Telefonnummer 116117. Allerdings hatten die Kassenärztlichen Vereinigungen gewarnt, dass wahrscheinlich kaum Termine frei wären, da noch immer nicht genügend Impfdosen zur Verfügung stehen würden.

Corona in Holland: Niederlande kehrt zur Normalität zurück – mit einer Ausnahme

Update, Samstag (26. Juni), 11.43 Uhr: Die Inzidenz in den Niederlanden liegt aktuell bei 27,5. Und, obwohl das deutlich höher ist, als in Deutschland hat das NRW-Nachbarland weitere Lockerungen angestoßen. Ab heute fallen nahezu alle Maßnahmen, die im Zuge der Pandemie etabliert wurden. Auch Discotheken dürfen öffnen. Eine zentrale Regel bleibt allerdings erhalten: Die Abstandsregelung von 1,5 Metern. Kann diese - wie zum Beispiel in Discos - nicht eingehalten werden, gilt die Test- oder Impfnachweispflicht.

Corona: Moderna liefert wohl mehr Impfstoff als geplant

Update, Samstag (26. Juni), 10.34 Uhr: Hoffnung auf mehr Impfstoff. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums sollen im dritten Quartal deutlich mehr Dosen des Herstellers Moderna geliefert werden als ursprünglich angekündigt. Im Juli sollen pro Woche statt 733.000 nun jeweils 1,33 Millionen Dosen kommen. Im August werden 2,57 Millionen Dosen pro Woche erwartet, im September 2,95 Millionen pro Woche. Das berichtete der WDR.

Corona: Lauterbach und Schwesig fordern doppelte Testpflicht für Reiserückkehrer

Update, Samstag (26. Juni), 08.27 Uhr: Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern, und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach wollen strengere Regeln für Urlaubsrückkehrer. Die beiden SPD-Politiker fordern, dass sie Reisende bei ihrer Rückkehr künftig zweimal auf das Coronavirus testen lassen müssen. „Internationale Reisen dürfen nicht dazu führen, dass sich wieder mehr Menschen infizieren und das Virus nach Hause tragen“, so Schwesig gegenüber der Rheinischen Post.

Bei der Rückkehr aus einem Risiko- oder Virusvariantengebiet solle man bei der Rückkehr sowie nach fünf Tagen einen Test machen müssen. Dazwischen solle eine Quarantänepflicht bestehen. Auch Lauterbach sind die aktuellen Testvorgaben für Urlauber zu lückenhaft, weshalb er sich dem Vorschlag von Schwesig anschließt. Ausgenommen von der Regelung sollen vollständig Geimpfte und Genesene sein. Ob der Bund die entsprechende Ordnung auf den Wunsch der beiden entsprechend anpasst, bleibt noch abzuwarten.

Corona: Aktuelle Zahlen für Deutschland und NRW

Update, Samstag (26. Juni), 08.14 Uhr: 592 neue Corona-Fälle meldete das RKI binnen der letzten 24 Stunden. Außerdem starben 68 Menschen an oder in Verbindung mit dem Virus. Aber: Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt immer weiter. Am Samstag liegt sie auf Basis der RKI-Daten bei 5,9. Am Freitag lag sie noch bei 6,2.

Auch in NRW bleibt die Inzidenz weiter unter 10. Das Landeszentrum für Gesundheit meldete am Samstag einen Wert von 6,2. Das sind 0,2 weniger als am Vortag. Außerdem kamen 146 Neuinfektionen und sieben Todesfälle seit Freitag dazu.

Corona-Pandemie: Stiko-Leiter rechtfertigt ausbleibende Impfempfehlung für Jüngere trotz Delta-Variante

Update Freitag (25. Juni), 22.32 Uhr: Stiko-Leiter Thomas Mertens hat im WDR verteidigt, dass die Impfkommission keine Impf-Empfehlung für Kinder und Jugendliche ausgesprochen hat - obwohl die Delta-Variante auf dem Anmarsch ist.

Der Wissenschaftler rechtfertigte, dass die Krankheitslast bei Kindern sei nicht so hoch sei, dass es die Impfung aller gesunden jungen Menschen rechtfertigen würde - auch im Hinblick auf die Delta-Variante: „Es ist keineswegs bislang erwiesen, dass die Delta-Variante in dieser Altersgruppe schwerere Erkrankungen verursacht. Im Gegenteil: Es gibt auch Daten und Ergebnisse, die eher darauf hindeuten, dass die Delta-Variante weniger krank machend ist.“

Sollte sich die Lage ändern, könne die Stiko aber auch eine andere Empfehlung aussprechen.

Corona in NRW: RKI stuft Portugal ab Dienstag als Virusvariantengebiet ein

Update, Freitag (25. Juni), 20.42 Uhr: Diese Nachricht dürfte einigen Urlaubern jetzt ganz schön die Pläne vermiesen: Weil in Portugal die Infektionen mit der Delta-Variante so rapide in die Höhe geschossen sind, stuft das RKI das Urlaubsland wieder in die höchste Risikokategorie ein. Ab Dienstag (29. Juni) gilt das gesamte Land Portugal als Virusvariantengebiet - das macht Sommerurlaub praktisch unmöglich.

Bei der Einreise nach Deutschland aus einem Virusvariantengebiet gilt derzeit eine verpflichtende Quarantäne von 14 Tagen. Es gibt keine Ausnahmen für Geimpfte oder Genesene. Zudem muss ein negativer Test bereits vor Abflug vorgelegt werde. Die Quarantänepflicht gilt dennoch.

Portugal als Virusvariantengebiet: Das macht den Sommerurlaub dort für Deutsche praktisch unmöglich.

Besonders bitter: Die Urlaubsregion Algarve am Atlantik, wo sich derzeit laut RND auch zahlreiche deutsche Urlauber aufhalten, galt bislang nichtmal als Risikogebiet.

Corona in NRW: Delta-Mutante könnte zu höherer Rate an Krankenhauseinweisungen führen

Update, Freitag (25. Juni), 19.59 Uhr: Die Delta-Variante des Coronavirus ist offenbar nicht nur ansteckender als die Ursprungs-Variante oder die bislang dominierende Alpha-Mutante - sondern könnte auch zu einer höheren Rate von Krankenhausbehandlungen führen.

Wie RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag (25. Juni) in einer Pressekonferenz verkündete, deuteten die bislang gemeldeten Zahlen auf eine rund doppelt so hohe Rate von Krankenhauseinweisungen hin wie bei einer Infektion mit der Alpha-Variante. Demnach würden derzeit elf Prozent der Delta-Infizierten in Kliniken behandelt, verglichen mit fünf Prozent bei Alpha. Besonders betroffen seien Menschen zwischen 15 und 34 Jahren.

Aber der Wissenschaftler betonte auch: „Wir haben noch nicht genügend Daten, um wirklich klar zu sagen, wie gefährlich oder ungefährlich (...) sie ist.“

Corona in NRW: Merkel schließt neue Einschränkungen nicht aus

Update, Freitag (25. Juni), 19.28 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in Brüssel abermals vor einer vierten Welle gewarnt - und auch erneute Einschränkungen nicht ausgeschlossen. Die CDU-Politikerin mahnte: „Wir müssen alles versuchen, um eine vierte Welle zu verhindern.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU).

Testen, Abstand halten und die Maskenpflicht seien nur kleine Einschränkungen, gemessen an dem, „was passieren würde, wenn uns die Dinge außer Kontrolle geraten und wir wieder stärkere Maßnahmen einführen müssten.“

Corona-Pandemie: Mehr als ein Drittel aller Deutschen gegen Corona geimpft

Update, Freitag (25. Juni), 18.59 Uhr: In Deutschland sind bereits 34,1 Prozent (Stand: 24. Juni) vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 52,9 Prozent haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Das geht aus den aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts hervor.

In NRW liegt man sogar leicht über dem Bundesdurchschnitt: Hierzulande haben bereits 55 Prozent ihre Erstimpfung erhalten. 36,4 Prozent sind in Nordrhein-Westfalen vollständig geimpft.

Corona in NRW: Eta-Variante auch im Kreis Höxter nachgewiesen

Update, Freitag (25. Juni), 18.40 Uhr: Nachdem in einem Paderborner Krankenhaus am Donnerstag (24. Juni) erstmals eine Infektion mit der ursprünglich in Angola aufgetretenen Eta-Variante des Coronavirus entdeckt wurde, hat nun auch der Nachbarkreis Höxter den ersten Eta-Fall gemeldet.

Zwischen den beiden Fällen soll es einen direkten Zusammenhang geben, berichtet der Leiter des Gesundheitsdienstes des Kreises Höxter. Die Eta-Variante ist in Deutschland bislang etwa 500 Mal aufgetreten und zählt laut dem RKI nicht zu den „besorgniserregenden Varianten“.

Corona-Pandemie: Stiko prüft Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung neu

Update, Freitag (25. Juni), 18.19 Uhr: Die Ständige Impfkommission (Stiko) will die aktuellen Abstände zwischen Erst- und Zweitimpfung aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr der Delta-Variante noch einmal überprüfen. Zuerst berichtete die ARD darüber.

Hintergrund sei, dass die Stiko bislang längere Abstände zwischen den Impfungen empfiehlt als es gemäß der Zulassung möglich wäre - um möglichst viele Menschen zumindest einmal impfen zu können. Inzwischen ist jedoch bekannt, dass nur ein vollständiger Impfschutz vor der Delta-Mutation schützt.

Corona in NRW: Maskenpflicht in Gebäuden wohl noch mehrere Monate notwendig

Update, Freitag (25. Juni), 17.31 Uhr: Nachdem die Maskenpflicht im Freien seit Montag (21. Juni) gelockert wurde, steht eine Lockerung der Maskenpflicht in Gebäuden erstmal nicht im Raum. Im Gegenteil - RKI-Chef Lothar Wieler glaubt, dass die Maskenpflicht drinnen noch viele Monate aufrecht erhalten werde.

Wichtig sei, den zu erwartenden Anstieg der Fallzahlen im Herbst so gering wie möglich zu halten - doch dafür würden Impfungen alleine nicht ausreichen. Wir müssen die Basismaßnahmen weiter aufrecht erhalten. „Wir müssen die Basismaßnahmen weiter aufrecht erhalten“, so Wieler.

Wie lange bleibt die Maskenpflicht trotz Ende der „epidemischen Lage“ in NRW?

Als Beispiel nannte der Wissenschaftler auch die derzeitige Situation in Israel, wo bereits knapp 60 Prozent der Menschen vollständig geimpft sind und dennoch die Zahlen wieder stärker ansteigen.

Corona in NRW: Kaum Impftermine in Impfzentren frei - trotz Ende der Priorisierung am Samstag

Update, Freitag (25. Juni), 16.54 Uhr: Einen Tag vor dem Ende der Priorisierungen in den Impfzentren in NRW warnen die Kassenärztlichen Vereinigungen vor zu hohen Erwartungen. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe erklärte, dass am Samstag (26. Juni) nicht unmittelbar ausreichend Impfdosen und damit ausreichend Termine für alle zur Verfügung stünden. Auch bei der KV Nordrhein werden zunächst kaum Termine buchbar sein.

Corona in NRW: Inzidenz-Wert in Dortmund stagniert

Update, Freitag (25. Juni), 15.52 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet kurz vor dem Wochenende 13 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl der jemals in Dortmund mit Corona Infizierten steigt damit auf 28.247. Aktuell sind 153 Menschen mit dem tückischen Virus infiziert. Vollständig geimpft sind in der Ruhrmetropole bereits 213.804 Menschen.

Nach Berechnung der Stadt wird der Inzidenz-Wert mit den heutigen Zahlen 10,5 betragen - und stagniert damit. Den gleichen Wert hat das RKI auch schon am Tag zuvor vermeldet. Der genaue Wert für den heutigen Tag lässt sich jedoch ebenfalls erst um 0 Uhr beim RKI finden.

Corona in NRW: Gebauer informiert über Schulstart nach den Sommerferien - Präsenz und Maskenpflicht

Update, Freitag (25. Juni), 14.59 Uhr: NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat eine Woche vor dem Start der großen Ferien in NRW einen Ausblick auf das kommende Schuljahr gegeben. Demnach solle das neue Schuljahr genauso anfangen, wie das alte aufhören werde: Mit vollem Präsenzunterricht, aber mit regelmäßigen Testungen und Maskenpflicht im Schulgebäude.

Zwei Wochen nach Schulstart im August werde man jedoch prüfen, ob die Maskenpflicht auch drinnen abgeschafft werden könne. Vorher wolle man abwarten, ob sich die Reiserückkehrer negativ auf die Infektionslage auswirken könnten.

Doch es soll auch Neuerungen geben: Wie die Schulministerin erklärt, sollen im kommenden Schuljahr wieder Einschulungsfeiern und Klassenfahrten möglich gemacht werden. Gebauer betonte, sie hoffe, dass so im neuen Schuljahr wieder mehr Normalität in den Alltag zurückkehren werde.

Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, spricht während einer Pressekonferenz.

Corona-Update Deutschland: Lothar Wieler und Jens Spahn informieren über Delta

Update, Freitag (25. Juni), 10.45 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) äußerte sich auf der regelmäßigen Pressekonferenz des RKI, dass die Impfungen gegen alle bislang bekannten Varianten des Coronavirus helfen. Er appellierte zudem an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen.

Man dürfe zuversichtlich in den Sommer gehen. Es lege an uns, ob und wie die vierte Welle des Coronavirus im Herbst ausfallen werde. RKI-Chef Lothar Wieler lobte den Kampf gegen die Corona-Pandemie und unterstrich, dass die Fallzahlen wieder steigen werden. Dennoch seien Impfungen und die bislang bekannten Corona-Regel der beste Hebel gegen eine schwere vierte Welle.

Impfungen - Termine für alle ab Samstag buchbar

Update, Freitag (25. Juni), 10.30 Uhr: Ab Samstag (26. Juni) können alle Bürger in NRW sich in den Impfzentren des Landes einen Termin buchen. Die Priorisierung, die eigentlich schon seit Anfang Juni als aufgehoben galt, ist nun auch in den Impfzentren der Städte und Kreise aufgehoben.

Corona-Update: Bundeskanzlerkandidat und NRW-Ministerpräsident Laschet blamiert sich

Update, Freitag (25. Juni), 8 Uhr: Schlecht beraten oder schlecht informiert? Da sind sich Zeitungen und User in den Sozialen Medien uneins. Fakt ist aber, dass ein allgemeines Kopfschütteln am Mittwoch (23. Juni) durch die Bundesrepublik gegangen ist.

Armin Laschet, NRW-Ministerpräsident und möglicher Bundeskanzler, hat mit einer Aussage über die Delta-Variante daneben gegriffen und sich blamiert. „Wenn trotz der Verbreitung der Delta-Variante die Inzidenz nicht steigt, sondern jede Woche immer weiter sinkt, scheint die Auswirkung nicht so groß zu sein“, sagte der CDU-Politiker auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf.

Das gab sowohl von anderen Politikern, von Medien als auch von Usern in den Sozialen Medien mächtig Kritik. Der Konsens: Armin Laschet habe die Pandemie „nicht verstanden“!

Warum die Delta-Variante des Coronavirus sehr gefährlich ist und Laschet unrecht hat

Das Problem: Der R-Wert (Reproduktionswert) der Delta-Variante wird auf 6 bis 7 geschätzt. Heißt – ein Infizierter steckt im Schnitt sechs bis sieben andere Menschen an. Der Urtyp des Coronavirus hatte einen R-Wert von circa 3.

Delta ist um 40 bis 60 Prozent leichter übertragbar. Die Gefahr ist sehr groß, dass die Delta-Variante im Herbst ihre volle Kraft entfaltet. Sollte die Zahl der Infizierten ab Herbst wieder zunehmen, besteht die Gefahr einer erneuten Infektionsexplosion.

Corona-Update für NRW: Inzidenz im Sinkflug

Update, Freitag (25. Juni), 6.58 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Fälle ist weiter gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Inzidenzwert mit 6,2 an. Am Vortag hatte er 6,6 betragen. Am Freitag (18. Juni) vergangener Woche hatte der Wert noch bei 10,3 gelegen.

In NRW ist der Inzidenzwert ähnlich erfreulich. Mit 6,4 sinkt der Wert weiter, am Vortrag betrug er noch 6,8. Vor einer Woche lag die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 11,2. Das RKI registrierte heute 190 neue Corona-Fälle und 12 weitere Todesfälle.

Corona in NRW: Volksfeste wohl im August schon wieder erlaubt

Update, Donnerstag (24. Juni), 22.18 Uhr: Volksfeste sollen in NRW schon früher als erwartet erlaubt werden. Ursprünglich sollte der Startschuss am 1. September sein, jetzt sollen die Feste jedoch bei Inzidenzstufe 1 bereits ab dem 27. August wieder erlaubt werden. Das geht aus der am Donnerstag (24. Juni) veröffentlichten neue Corona-Schutzverordnung des Landes hervor.

Ermöglicht sind damit „Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, Schützenfeste, Weinfeste und ähnliche Festveranstaltungen mit bis zu 1000 teilnehmenden Personen mit Negativtestnachweis.“

Ein Riesenrad dreht sich auf der Cranger Kirmes. Das Volksfest mit rund 500 Schaustellern wird jährlich von mehr als vier Millionen Menschen besucht und zählt zu den größten Volksfesten Deutschlands.

Corona in NRW: Eta-Variante erstmals in Paderborn nachgewiesen

Update, Donnerstag (24. Juni), 20.27 Uhr: In einem Paderborner Krankenhaus ist bei einem Patienten eine Infektion mit der erstmals im Dezember 2020 in Angola aufgetretenen Eta-Variante entdeckt worden. Betroffen sei ein Mann im Alter von 89 Jahren, berichtet der Kreis in einer Mitteilung. Auf der betroffenen Krankenhaus-Station ist nun ein Besuchs- und Aufnahmestopp verhängt worden.

Das RKI führt die Eta-Variante in der Liste der „unter Beobachtung stehende Varianten“, berichtet die dpa. Sie zähle nicht zu den „besorgniserregende Varianten“, wie etwa die Delta-Variante.

Corona in NRW: Testpflicht an Schulen wohl noch bis Ende des Jahres

Update, Donnerstag (24. Juni), 19.07 Uhr: Die Testpflicht an den NRW-Schulen soll laut der Landesregierung wohl noch bis zum Beginn der kommenden Weihnachtsferien bestehen bleiben. Das geht laut WDR aus einer Vorlage des Schulministeriums für den Finanzausschuss des Landtags hervor. Darin sehen die „derzeitigen Planungen“ eine Testpflicht bis zur 51. Kalenderwoche vor. Weiterhin seien zwei Tests pro Woche pro Schüler geplant.

Corona in NRW: Schulen setzen auf Lolli-Tests als schmerzfreie Alternative zum PCR-Test

Corona-Pandemie: Impfauffrischungen für Gefährdete wohl jährlich notwendig

Update, Donnerstag (24. Juni), 18.24 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht zum derzeitigen Stand davon aus, dass besonders gefährdete Personen die Corona-Impfung in Zukunft wohl jährlich auffrischen müssen. Bei der Allgemeinbevölkerung sei eine Auffrischung aber wahrscheinlich nur alle zwei Jahre nötig - je nach Mutationslage. Das geht aus einem internen Papier hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

Der Ansturm auf Corona-Impfungen in NRW ist groß. Viele Bürger bekommen keine Termine.

Corona in NRW: Zoos erhalten Millionenhilfe vom Land

Update, Donnerstag (24. Juni), 17.54 Uhr: Große Freude bei den Zoos und Tiergärten in NRW: Wie der nordrhein-westfälische Landtag heute (24. Juni) im Haushalts- und Finanzausschuss einstimmig auf Vorschlag der Landesregierung beschlossen hat, bekommen Zoos und Tiergärten erneut Hilfsgelder in Höhe von 8,417 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Mit den Geldern sollen die finanziellen Folgen der Schließungen während des zweiten Lockdowns aufgefangen werden. Zoos mussten in NRW coronabedingt zwischen dem 2. November 2020 und dem 7. März 2021 geschlossen bleiben. „Die fehlenden Einnahmen stellen für die Zoos einen erheblichen finanziellen Verlust dar und gefährden die Versorgung der Tiere“, beteuert Ministerin Heinen-Esser.

Corona in NRW: Impfzentren sollen Ende September geschlossen werden

Update, Donnerstag (24. Juni), 17.34 Uhr: Auch am heutigen Donnerstag (24. Juni) hat NRW-Gesundheitsminister Laumann (CDU) wieder betont, dass die Impfzentren im Bundesland nur noch einige Wochen betrieben werden sollten. Spätestens Ende September, wenn alle geimpft seien, sollen sie geschlossen werden. „Die Impfzentren kosten jeden Monat 90/91 Millionen Euro“, betonte Laumann in einer Pressekonferenz. Eine Hälfte der Kosten trage das Land, die andere der Bund.

In NRW arbeite man derzeit an einem Konzept für die Zeit nach den Impfzentren. Möglich seien beispielsweise kommunale, regionale Impfteams für Altenheime, Behindertenwerkstätte oder Dorfgemeinschaftshäuser.

Corona in NRW: Ärzte in Paderborn wegen falsch ausgestellter Masken-Atteste bestraft

Update, Donnerstag (24. Juni), 16.58 Uhr: In Paderborn bekommen zwei Ärzte nun die Rechnung für vier falsch ausgestellte Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht. Weil die Staatsanwaltschaft bei den Attesten begründete Zweifel hatte, ob vor der Ausstellung der Dokumente wirklich eine genaue Untersuchung der Patienten stattgefunden hatte, müssen die Ärzte nun eine Geldstrafe zahlen. Im Gegenzug wird das Verfahren von der Staatsanwaltschaft eingestellt.

Auf Anti-Corona-Demonstrationen haben sich Demonstraten bereits häufig mit Attesten von der Maskenpflicht befreien lassen.

Corona in NRW: Dortmund kratzt an Inzidenz 10 - Stadt meldet fünf Neuinfektionen

Update, Donnerstag (24. Juni), 16.20 Uhr: Die Stadt Dortmund hat die neuen Corona-Zahlen für Donnerstag (24. Juni) gemeldet. In der Ruhrmetropole haben sich demnach binnen 24 Stunden fünf weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt damit laut Berechnungen der Stadt auf 10,2.

Aktuell sind in Dortmund 156 Personen infiziert. Die Zahl der jemals in der Ruhrmetropole mit dem Coronavirus infizierten Menschen steigt mit den heutigen Zahlen auf 27.686. Vollständig geimpft sind in Dortmund bislang 209.455 Menschen.

Corona in NRW: Ab Samstag (26. Juni) keine Priorisierung mehr in den Impfzentren

Update, Donnerstag (24. Juni), 15.37 Uhr: Auf diese Nachricht haben viele Menschen sehnsüchtig gewartet. Ab Samstag (26. Juni) wird die Impfpriorisierung nun auch in den Impfzentren in NRW aufgehoben. Das verkündete NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) auf einer Pressekonferenz.

Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, spricht.

Ab Samstag (26. Juni) können sich alle Menschen in NRW - ungeachtet des Alters, Berufs oder etwaigen Vorerkrankungen - in einem der Impfzentren um einen Termin kümmern. Es soll auch möglich sein, Termine in anderen Städten oder Kreisen auszumachen, gab Laumann bekannt.

Bis Ende Juli oder Anfang August soll so jeder, der möchte, mindestens eine Impfung bekommen haben. Ende September sollen die Impfzentren dann auslaufen, berichtete der NRW-Gesundheitsminister.

Corona-Pandemie: Merkel will einheitliche Einreiseregeln in die EU aus Virus-Varianten-Gebieten

Update, Donnerstag (24. Juni), 15.07 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wünscht sich angesichts der weiteren Ausbreitung der Delta-Variante für die EU gemeinsame Regeln für die Einreise aus Virus-Varianten-Gebieten.

„Ich werde dafür werben, dass wir noch koordinierter vorgehen, auch gerade bei der Einreise aus Virus-Varianten-Gebieten“, sagte die Bundeskanzlerin vor dem EU-Gipfel in Brüssel. In Deutschland gilt derzeit für eine Einreise aus einem Virus-Varianten-Gebiet eine zweiwöchige Quarantänepflicht. In anderen EU-Staaten ist die Einreise hingegen teilweise überhaupt nicht beschränkt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Karl Lauterbach (SPD) im Gespräch.

Corona in NRW: Forschern aus Köln gelingt Durchbruch – schwere Verläufe entschlüsselt

Update, Donnerstag (24. Juni), 12 Uhr: Forschern der Uni Köln haben sich um das Thema der schweren Verläufe der Coronavirus-Erkrankung gekümmert. Durch eine Studie sind nach Angaben vom Kölner Express neue Erkenntnisse ans Licht gekommen. Angeblich werde das eigene Immunsystem zum größten Problem.

Das Coronavirus verändert die körpereigenen Abwehrzellen und erst diese Reaktion sorge für schwere Verläufe. Die Erkenntnis könnte in Zukunft dafür sorgen, dass sowohl weitere Medikamente entwickelt und die Impfstoffe besser angepasst werden.

Corona in NRW: Heute Pressekonferenz mit Karl-Josef Laumann

Update Donnerstag (24. Juni), 11.30 Uhr: Heute um 14 Uhr findet eine Pressekonferenz mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) statt.

Corona in NRW: Laumann deutet Ende der Impfzentren an

Update, Donnerstag (24. Juni), 8.45 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) glaubt, dass man die Impfzentren nur noch bis circa September brauchen werden. Danach, so wurde im Gesundheitsausschuss laut dpa diskutiert, könne man bei Haus- und Betriebsärzten impfen. Kreise und Städte sollten anfangen, Strukturen aufzubauen.

Corona-Update: Delta-Variante wird auch eine Gefahr für den Urlaub

Update, Donnerstag (24. Juni), 8.20 Uhr: Die Delta-Variante des Coronavirus wird eine Gefahr für den Urlaub. In verschiedenen Touristenregionen breitet sich die Virus-Variante aus. Einige Länder sind heftiger betroffen. In anderen Regionen ist Delta bislang nicht aufgetaucht.

Corona in NRW: Reul befürchtet Horrorszenario

Update, Donnerstag (24. Juni), 8.15 Uhr: „Das ist extrem beunruhigend“, sagt NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU). Der Grund: Politisch motivierte Straftaten, die auch mit der Corona-Pandemie zu tun haben. In einem Sonderbericht geht es auch um Corona-Leugner und die Folgen für die Mitte der Gesellschaft.

Corona-Update für NRW: RKI gibt Fallzahlen bekannt

Update, Donnerstag (24. Juni), 6.36 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen geht weiter zurück und liegt nun bei 6,6. Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 11,6. Innerhalb eines Tages wurden 1008 Neuinfektionen gemeldet, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte. Zudem wurden 93 weitere Todesfälle registriert. 

In NRW sinkt die Inzidenz auf 6,8 (-0,6 im Vergleich zum Vortag). Das RKI meldete 196 neue Corona-Fälle im bevölkerungsreichsten Bundesland. Zudem müssen zehn weitere Todesfälle verzeichnet werden.

Corona in Deutschland: Anteil der Delta-Variante hat sich in einer Woche verdoppelt

Update, Mittwoch (23. Juni), 22.09 Uhr: In Deutschland hat sich der Anteil der gefährlichen Delta-Variante an den Infektionen laut Robert-Koch-Institut innerhalb von einer Woche verdoppelt. Aus der Analyse von Gesamtgenom-Sequenzierungen ergebe sich jetzt eine Quote von 15 Prozent. Die EU-Gesundheitsbehörde rechnet bis August mit einem Anstieg der Variante in der EU auf 70 Prozent.

Corona in NRW: Stadt Essen gibt Impftermine im Impfzentrum für Wahlhelfer frei

Update, Mittwoch (23. Juni), 20.25 Uhr: In Essen sind seit Mitte dieser Woche wieder Termine für Erstimpfungen in den Impfzentren möglich. Wie die Stadt nun verkündet hat, sind ab sofort auch Wahlhelfer für die kommende Bundestagswahl im September berechtigt, sich einen Impftermin in einem Impfzentrum zu buchen.

Das Impfangebot für Wahlhelfer ist zunächst nur bis zum 4. Juli gültig. Termine können über das Terminvergabesystem der Stadt Essen gebucht werden (mehr Nachrichten über das Coronavirus in NRW auf RUHR24).

Der Ansturm auf Corona-Impfungen in NRW ist groß. Viele Bürger bekommen keine Termine.

EU-Gesundheitsbehörde über Delta-Corona-Variante: Schon Anfang August 70 Prozent aller Infektionen

Update, Mittwoch (23. Juni), 19.23 Uhr: Nach Einschätzung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC wird sich die Delta-Variante des Coronavirus in der Europäischen Union in den kommenden Wochen so stark ausbreiten, dass sie Anfang August bereits 70 Prozent aller Infektionen ausmachen wird.

„Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Delta-Variante während des Sommers stark zirkulieren wird“, erklärte ECDC-Direktorin Andrea Ammon.„Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Delta-Variante während des Sommers stark zirkulieren wird“, so ECDC-Direktorin Andrea Ammon. Die Variante sei besonders für Jüngere, die noch nicht geimpft seien, gefährlich. Die Variante wird auf 40 bis 60 Prozent ansteckender geschätzt als die zuerst in Großbritannien aufgetretene Alpha-Mutante.

Alle Corona-News aus NRW vor dem Abend des 23. Juni, findet ihr in unserem alten Live-Ticker.

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch/dpa

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