Covid-19-Pandemie

Armin Laschet erklärt kontroverse Corona-Regeln – Kritiker toben: „Einfach lächerlich!“

Armin Laschet hat sich in einem Video zu umstrittenen Corona-Regeln geäußert. Darin beantwortet er Fragen von Bürgern. Doch seine Antworten lösten Kritik aus.

Düsseldorf – Seit Monaten leiden viele Menschen unter den teils strengen Corona-Regeln in NRW. Nicht wenige fühlen sich unfair behandelt - etwa Besitzer von Kosmetik-Studios oder Gastronomen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich nun zu manchen umstrittenen Corona-Regeln geäußert.

NameArmin Laschet
Geboren 18. Februar 1961 (Alter 59 Jahre)
GeburtsortAachen/NRW

Corona-Regeln in NRW: Armin Laschet beantwortet Fragen zu umstrittenen Verboten

So nahm der Christdemokrat im Videoformat „Ihr fragt - Ministerpräsident Armin Laschet antwortet“ am Montag (7. Dezember) Stellung dazu, warum etwa Nagelstudios in NRW derzeit geschlossen bleiben müssen.

NRW-Minister Laschet reagiert auf Frage zu Corona-Regeln für Nagelstudios und Co.

Danach gefragt hatte eine Nagelstudio-Inhaberin, die angab, pro Stunde einen Kunden in ihrem Räumen zu empfangen. „Erklären Sie mir, warum ich hier nicht arbeiten darf“, fragt die Frau, während sie mit ihrer Kamera ihr Nagelstudio filmt.

Laschet überrascht. Er gibt zu, dass er sich schon vorstellen könne, dass man in diesem Nagelstudio „sehr gut alle Hygienebedingungen einhalten“ könne.

Armin Laschet: Corona-Regeln in NRW sollen Kontakte minimieren

Gleichzeitig betont der NRW-Ministerpräsident, dass Nagelstudios nicht geschlossen werden müssten, weil dort das Abstandhalten nicht möglich oder die Hygienebedingungen nicht gut seien, sondern, um generell Kontakte zu vermeiden. „Das war die Idee, um das exponentielle Wachstum zu brechen“, so Laschet.

Laschet hoffe aber, dass Nagel-, Tattoo- oder Kosmetikstudios im kommenden Jahr wieder geöffnet werden könnten.

Corona-Regeln in NRW: Fußball in der Bundesliga erlaubt, für Kinder verboten – warum?

Eine Mutter fragt indes, warum ihre Kinder aktuell keinen Fußball im Verein spielen dürften, wo es in der Bundesliga doch erlaubt sei. Laschet dazu: „Fußball ist Fußball, das könnte man meinen – aber Fußball ist eben nicht Fußball.“

Wie auch im Falle der Nagelstudios seien die Verbote für den Vereinsport mit dem Ziel begründet, Kontakte zu minimieren. Laschet verwies darauf, dass es in NRW ja nach wie vor erlaubt sei, in der Schule Sport zu treiben oder alleine oder zu zweit im Wald joggen zu gehen.

Armin Laschet erntet für Antworten zu Fragen nach Corona-Regelungen Kritik

In der Bundesliga, so Laschet, sei der Sachverhalt anders: „Die werden alle regelmäßig getestet, die haben hohe Kontaktbeschränkungen, strenge Regeln auch in ihrem Privatleben“, sagt der CDU-Politiker, der auch auf die vielen Arbeitsplätze hinweist, die am Profisport hingen.

Für seine Antworten gibt es prompt Kritik seitens mancher Facebook-Kommentatoren. Ein User kritisiert, dass genauso wie am Fußball auch an anderen Branchen – wie etwa der Gastronomie – viele Arbeitsplätze hingen. Und, dass Friseure im Gegensatz zu Nagelstudios öffnen dürften. Eine Userin schreibt: „Es geht also nicht um Hygiene. Es geht um Kontaktvermeidung. Diese Begründung ist einfach nur lächerlich!“

Corona in NRW: Friseure dürfen öffnen – Gerichte bestätigen Regelung

Gerichte hingegen rechtfertigten die Ausnahmen für Friseure damit, dass deren Tätigkeiten zur Grundversorgung im Bereich Körperhygiene gehöre – Leistungen von Tattoo- oder Nagelstudios dagegen nicht.

Spannend ist auch die Frage eines Bürgers nach der Reihenfolge der Impf-Verabreichung: „Wer bescheinigt mir, dass ich zur Hochrisikogruppe gehöre?“, fragt der Mann aus Düsseldorf.

Verteilung des Corona-Impfstoffs in NRW: Laschet will Frage bis Januar klären

Die Frage nach der Verteilung des Corona-Impfstoffs sei aktuell schwer zu klären, so Armin Laschet. Wer wann dran sei, werde aktuell erarbeitet. Der Impfstoff werde in NRW für Anfang Januar erwartet, „sodass Sie bis dann genau erfahren, wann Sie selbst dran sind“, verspricht der Ministerpräsident (Hier mehr News zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de lesen).

Rubriklistenbild: © Land NRW

Mehr zum Thema