Inzidenz eindämmen

Laschet mit 5-Punkte-Plan: So will er gegen Corona in NRW kämpfen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet nun seinen eigenen 5-Punkte-Plan vorgestellt.

NRW – Am heutigen Dienstag (10. August) findet der nächste Corona*-Gipfel zwischen Bund und Ländern statt. Dabei wollen Bundeskanzlerin Merkel und die Minister einen neuen Pandemie-Fahrplan beschließen. Dieser soll insgesamt neun Punkte umfassen*. Armin Laschet (60, CDU), Ministerpräsident in NRW*, hat zudem einen eigenen 5-Punkte-Plan entwickelt. RUHR24* stellt seine Pläne vor.

PolitikerArmin Laschet
ParteiCDU
AmtNRW-Ministerpräsident

NRW: Laschet stellt 5-Punkte-Plan gegen Corona vor – heute Bund-Länder-Konferenz

„Wir wollen, müssen und werden einen neuen Lockdown verhindern“, sagte Laschet am Dienstag in Düsseldorf. Das ist auch die Devise, nach der der CDU-Kanzlerkandidat seinen 5-Punkte-Plan im Kampf gegen die Corona-Pandemie entwickelt hat. Diesen stellte er in der Pressekonferenz im Düsseldorfer Landtag am Dienstag, aber auch schon am Montag (9. August) bei der digitalen CDU-Präsidiumssitzung vor.

Und das sind die fünf Punkte, die laut Laschet einen erneuten Lockdown verhindern sollen:

  1. Ausweitung der Testpflicht: Tests sollen weiterhin für Sicherheit sorgen. Um das zu erreichen, müsse man früher und mehr testen. Laschets Meinung nach sollten Tests daher überall dort nötig sein, wo man drinnen auf unbekannte Menschen treffe.
  2. Keine Bezahlung der Tests für Nicht-Geimpfte: Wer ein Impfangebot bekommen hat und dieses nicht wahrnehmen möchte, solle sich nicht mehr darauf verlassen können, dass der Bund und die Steuerzahler für die benötigten Tests zahlen. Dies soll zudem ein klarer Anreiz für die Impfung sein, so Laschet am Dienstag: „Wer geimpft, genesen oder getestet ist, für den darf es vonseiten des Staates keine weitreichenden Einschränkungen jenseits der allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen geben.“
  3. Eine Impf-Offensive: Es sei wichtig, dass jedem noch einmal klargemacht werde, dass eine Impfung der beste Schutz vor Corona ist. Dies könnte ein Impf-Appell der Kanzlerin bewirken.
  4. Bessere Erfassung des Pandemiegeschehens: Künftig soll die aktuelle Situation und die daraus resultierenden Corona-Maßnahmen „nicht nur an Inzidenzen gemessen“ werden. Weitere Faktoren, wie zum Beispiel Krankenhauseinweisungen oder die Impfquote sei entscheidend.
  5. Verlängerung der epidemischen Lage: Diese ermöglicht dem Bund mehr Spielraum beim Durchsetzen von Corona-Maßnahmen. Allerdings läuft sie aktuell nur bis zum 11. September. Auch die Gesundheitsminister der Länder unterstützen dies, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Laschet in NRW: Fünf Punkte gegen Corona und Präsenzunterricht in Schulen nach den Ferien

Seinen Plan möchte Laschet heute auch bei der Bund-Länder-Konferenz vorstellen: „Für die fünf Punkte werde ich mich heute für Nordrhein-Westfalen einsetzen.“ Ob und welche Maßnahmen davon umgesetzt werden, entscheiden heute gemeinsam Bundeskanzlerin Merkel und die Minister der Bundesländer (alle Artikel zu Armin Laschet auf RUHR24*). Die fünf Punkte kommen so oder so ähnlich bereits in der Beschlussvorlage des Treffens vor.

Außerhalb seines 5-Punkte-Plans betont Laschet, dass der Unterricht an Schulen nach den Sommerferien in Präsenz stattfinden soll. „Zum Schulstart werden wir, ähnlich wie im letzten Jahr unmittelbar nach den Urlaubsreisen, Maskenpflicht im Unterricht in allen Klassen wieder haben“, sagt der CDU-Kanzlerkandidat in Düsseldorf. Wo nötig, sollen auch Luftfilter zum Einsatz kommen. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd, Federico Gambarini/dpa; Collage: RUHR24