Corona-Lockerungen

NRW: Erste Großstadt öffnet heute wieder Restaurants – wie ist die Lage im Ruhrgebiet?

Als erste Großstadt in NRW darf Münster die Innengastronomie öffnen. Der Inzidenzwert liegt dort seit dem 12. Mai unter 50. Wann folgen die anderen Städte?

Dortmund – Münster galt bereits früh in der Corona-Pandemie als Vorzeigestadt, was geringe Infektionszahlen anging. Ab Freitag (21. Mai) dürfen viele Einwohner wieder in die vielen Cafés und Restaurants einkehren. Zudem gelten weitere Lockerungen in der Stadt. Doch wie ist die Lage im Ruhrgebiet?

StadtMünster
Einwohner312.000 (2021)
OberbürgermeisterMarkus Lewe (CDU)

Corona-Pandemie: Münster (NRW) öffnet Cafés und Restaurants – Inzidenz niedrig

Während andere Städte in Nordrhein-Westfalen noch Inzidenzwerte jenseits der 100 haben, bekommen die Menschen in Münster ab Freitag (21. Mai) ein großes Stück Normalität zurück: Treffen mit bis zu 10 Personen sind erlaubt, Konzerthäuser und Freibäder können öffnen. Auch private Feiern sind wieder möglich, wenn auch zunächst mit Begrenzung bei der Teilnehmerzahl.

Sichtbar werden die Lockerungen in Münster aber besonders in der Gastronomie*, berichtet auch msl24.de*. Denn die beliebten Cafés und Restaurants in der Innenstadt, am Hafen oder dazwischen dürfen ihre Türen wieder für Gäste öffnen. Weil Münster Modellregion ist, dürfen negativ getestete oder vollständig geimpfte Menschen auch wieder drinnen sitzen.

Corona-Lockerungen in Münster (NRW): Die wichtigsten Regeln ab 21. Mai 2021

Das sind die wichtigsten Regelungen für Menschen in Münster ab Freitag (21. Mai):

  • Treffen bis 10 Personen aus maximal drei Haushalten sind möglich.
  • Konzerthäuser, Theater und Kinos öffnen mit Auflagen.
  • Einkaufen ist auch ohne negativen Test möglich (eine Person pro 10 Quadratmeter).
  • Gastronomie, Mensen und Kantinen dürfen unter Auflagen auch Innenbereiche öffnen.
  • Sport im Freien ist ohne Begrenzung möglich.
  • Sporthallen und Fitnessstudios dürfen unter Auflagen genutzt werden.
  • Freibäder dürfen begrenzt öffnen.
  • Die Kapazitätsgrenze für Hotels und Pensionen fällt weg.

Wer Konzerte und die Gastronomie besuchen will, muss einen negativen Corona-Test (höchstens 48 Stunden alt) nachweisen oder belegen, dass er vollständig geimpft ist. Zudem gibt es Kontaktnachverfolgung und Abstandsregeln.

Corona-Lockerungen in NRW: Wann öffnen Cafés und Restaurants in anderen Städten?

So erfreulich die Corona-Lockerungen in Münster sind, dürften sie jedoch Begehrlichkeiten wecken. Bei Menschen, die wegen der Priorisierung noch nicht geimpft werden konnten. Oder bei Menschen aus anderen Städten in NRW, in denen der Inzidenzwert noch jenseits der Grenze dessen liegt, ab der Lockerungen möglich sind.

Doch es zeigt auch: Wenn sich alle an die geltenden Regeln halten, gehen die Neuinfektionen meist rasch zurück. Denn auch in Münster lag der Inzidenzwert am 20. April noch über 100, wenn auch nur knapp (siehe Grafik). Einen Monat später liegt er bei rund 17.

Corona-Lockerungen im Ruhrgebiet: 5 Städte dürfen an Pfingsten die Außengastronomie öffnen

Zumindest 13 weitere Regionen in NRW dürfen an Pfingsten ihre Außengastronomie öffnen, berichtet die dpa. Diese Städte und Kommunen im Ruhrgebiet gehören demnach dazu:

  • Bottrop
  • Essen
  • Oberhausen
  • Recklinghausen
  • Herne

Außerdem liegen der Kreis Düren, Düsseldorf, die Kreise Heinsberg und Herford, der Hochsauerlandkreis, der Kreis Lippe, Mönchengladbach, und der Rheinisch-Bergische-Kreis seit mindestens fünf Werktagen unter der Grenze von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der Woche.

Corona-Regeln für Inzidenzen unter 100 in NRW: Lockerungen für Gastro und Kultur

Davon können andere Städte wie Hagen nur träumen. Hier infizieren sich pro Woche weiterhin rund 163 Menschen pro 100.000 Einwohner. Für Lockerungen ist das noch deutlich zu viel.

In Dortmund öffnet am Donnerstag (20. Mai) der Einzelhandel wieder für „Click & Meet“, also das zeitlich begrenzte Einkaufen mit Termin. Auch hier gilt: negativer Corona-Test oder vollständige Impfung müssen nachgewiesen werden. Der Inzidenzwert liegt in Dortmund aktuell bei rund 85 und damit noch deutlich über dem NRW-Durchschnitt von derzeit 75.

In vielen Städten in NRW öffnet die Außengastronomie wieder.

Erst wenn der Inzidenzwert an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter einem Schwellenwert von 100 liegt, wird die Bundesnotbremse aufgehoben und Einschränkungen wie die Ausgangssperre entfallen. Dann sind erste Lockerungen für Gastronomie und Kultur möglich. Regelungen wie in Münster gibt es jedoch erst, wenn der Inzidenzwert dauerhaft und deutlich unter 50 liegt. *msl24.de ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen

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