Regeln seien unverständlich

Diskussion um Maskenpflicht an Schulen: NRW-Schüler fordert sofortigen Stopp

Die Maske ist während der Corona-Pandemie ein ständiger Begleiter. Auch in den Schulen. Ein Schüler möchte das jetzt ändern.

Dortmund/NRW – Die Corona-Inzidenzen sinken und damit sind viele Lockerungen möglich. Viele Städte in NRW sind am vergangenen Sonntag (13. Juni) in die Inzidenzstufe 1 gewechselt. In der Schule werden die Regeln allerdings nicht gelockert. Das muss sich ändern, meint Schüler Daniel Ackermann aus NRW. Er gehört zu den Schülervertretern des Bundeslandes.

NameCorona, Covid-19
ErregerSars-CoV-2
Symptome (unter anderem)Fieber, trockener Husten, Müdigkeit

Coronaschutz an Schulen in NRW: Schüler fordert Ende der Maskenpflicht

„Immer mehr Stimmen werden laut, dass die Maskenpflicht fallen sollte“, beginnt Ackermann sein Schreiben, in dem er die Abschaffung der Maskenpflicht in Schulen fordert. Während der Corona-Pandemie sind diese zum wichtigen Alltagsgegenstand geworden. Doch während die Maskenpflicht etwa in der Innenstadt von Düsseldorf bereits fallen gelassen wird, besteht sie in Schulen weiterhin.

Gerade mit Blick auf die voraussichtlich steigenden Temperaturen sei die Maskenpflicht im Klassenzimmer eine Zumutung, so Ackermann. Und außerdem „wegen der sinkenden Inzidenzen und Infektionszahlen unverhältnismäßig“.

Seine konkrete Forderung: Ab einer stabilen Inzidenz von 35, also der sogenannten Stufe 1, die schon in Dortmund gilt, soll die Maskenpflicht in Schulen auf den eigenen Sitzplätzen entfallen. Darüber hinaus schlägt Ackermann vor, dass auch auf dem Schulhof keine Masken mehr getragen werden müssen.

Maskenpflicht in der Schule: Schüler fordert Corona-Lockerung

Um seine Forderung zu stützen, zieht Ackermann eine aktuelle Corona-Lockerung der Stufe 1 hinzu. Hier ist es beispielsweise erlaubt, ohne negativen Corona-Test oder Impfnachweis in der Innengastronomie einzukehren. „Aus Schülersicht ist es völlig unverständlich, warum man stundenlang in der Innengastronomie ohne Maske sitzen darf, bei 30 Grad im Klassenzimmer allerdings eine Maske tragen muss“, schildert der 20-Jährige in seinem Schreiben.

Die Maskenpflicht sei ein Eingriff in die Freiheit, ihre Verhältnismäßigkeit sollte deswegen überprüft werden. „Die Schülerinnen und Schüler sollte man auf keinen Fall weiter belasten, weil sie eben schon mit physischen und psychischen Folgen in den letzten Wochen und Monaten zu kämpfen hatten“, so der Schülervertreter. Das Land NRW müsse jetzt im Sinne der Schüler handeln.

Daniel Ackermann ist Landesdelegierter der Landesschülervertretung NRW.

Weitere Forderungen zum Coronaschutz: Keine Maske, dafür Tests

Ackermann fordert allerdings nicht die Abschaffung weiterer Corona-Regeln an Schulen. So sollen laut ihm zwei Corona-Tests pro Woche beibehalten wären. Außerdem schlägt der Schülervertreter feste Sitzpläne vor, um das Infektionsgeschehen besser unter Kontrolle zu haben.

In der Vergangenheit hat Ackermann unter anderem auch die Impfpflicht gegen Corona an Schulen gefordert. Auch einen weiteren Punkt im Schulalltag sah der 20-Jährige als kritisch: den Weg zur Schule im vollen Bus. So forderte Ackermann, dass mehr Busse fahren, um die Schülermenge morgens zu entzerren. In Dortmund wurde das durch die DSW21 umgesetzt. Als die Schulen zum 31. Mai wieder geöffnet haben, stellte das Unternehmen mehr Busse für den Schulweg zur Verfügung.

Rubriklistenbild: © Georgios Kefalas/dpa

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