Pandemie schwächt sich ab

NRW hebt Corona-Maskenpflicht im Nahverkehr deutlich früher auf

Passagiere im deutschen Fernverkehr müssen ab 2. Februar keine Maske mehr tragen. Jetzt zieht NRW beim Nahverkehr nach.

Update, Freitag (13. Januar), 14.59 Uhr: Berlin/Dortmund – Nachdem Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die Maskenpflicht im Fernverkehr ab dem 2. Februar (Donnerstag) für beendet erklärt hat, meldet sich nun das Gesundheitsministerium NRW (MAGS) zu Wort.

NRW hebt Corona-Maskenpflicht im Nahverkehr bereits am 1. Februar auf

Demnach soll auch im Nahverkehr die Corona-Maskenpflicht bereits am 1. Februar (Mittwoch) in NRW Geschichte sein. Das teilt das Ministerium am Freitag per Twitter mit. Grund dafür sei „die sich aktuell weiter entspannende Infektionslage“.

Bei der Entscheidung hat man sich offenbar an der Vorgabe des Bundes orientiert: „Damit wird Einheitlichkeit mit der Abschaffung der Maskenpflicht im Fernverkehr ab Anfang Februar auf Bundesebene geschaffen“, teilt das Ministerium mit. Dort ist an diesem Tag allerdings noch ein Mundschutz zu tragen.

Corona-Maskenpflicht im Fernverkehr in Deutschland entfällt ab 2. Februar 2023

Erstmeldung, Freitag (13. Februar), 12 Uhr: In der Corona-Pandemie fallen immer mehr Schutzmaßnahmen. Am Freitag (13. Januar) gab Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in Berlin eine Änderung für Reisende bekannt: „Wir werden aber zum 2. Februar die Maskenpflicht im Fernverkehr und auch den Fernzügen aussetzen.“ Die Änderung wird nach jetzigem Stand auch in NRW gelten.

Bislang sollte die Maskenpflicht im Fernverkehr bis zum 7. April gelten. Doch die Pandemie habe sich stabilisiert, die Inzidenz in Deutschland sei nur noch halb so hoch wie vor einem Monat, begründete Lauterbach die neue Entscheidung. Das Abwassermonitoring zeige weiterhin fallende oder stabile Werte, weniger Menschen müssen wegen Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Bevölkerung habe zudem eine „hohe Immunität“ aufgebaut, sagte Lauterbach: „Die uns beratenden Experten gehen nicht davon aus, dass es noch einmal zu einer großen, zu einer schweren Winterwelle kommt.“ Wer besonders gefährdet ist, solle sich weiter mit einer FFP2-Maske schützen, sagte Lauterbach.

Der Bundesgesundheitsminister hatte lange an der Maskenpflicht festgehalten. Viele Bundesländer hatten sie im Nahverkehr jüngst aber zurückgenommen. Damit wuchs der Druck auf Lauterbach. Die Stadt Bochum hat die Maskenpflicht in Innenräumen Anfang Januar abgeschafft. (alle News zum Coronavirus in NRW auf RUHR24 lesen).

Corona-Variante XBB.1.5 aus Amerika wird beobachtet

Zuletzt war die Sorge vor der neuen Variante aus Amerika groß. „Die Varianten, die wir kennen, beobachten wir. Das gilt auch für die in Amerika sich stärker ausbreitende Variante XBB.1.5“, sagte der Gesundheitsminister in Berlin. Zuletzt war die neue Corona-Variante „Cerberus“ in Dortmund nachgewiesen worden.

Völlige Entwarnung will Lauterbach daher nicht geben. In Innenräumen und auch Zügen sei eine Maske weiter sinnvoll, wenn man sich uns andere Menschen schützen möchte. „Die Pandemie ist noch nicht vorüber“, Corona sei keine Erkrankung wie jede andere. Es drohen zudem Langzeitfolgen, warnte Lauterbach.

Die Änderung bei der Maskenpflicht hat den Rang einer Rechtsverordnung und wird auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes umgesetzt.

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