Covid-19-Pandemie

NRW: Keine Maskenpflicht mehr im Freien ab Montag – aber es gibt wieder Ausnahmen

Ab Montag (21. Juni) fällt die Maskenpflicht in Nordrhein-Westfalen im Freien. Doch es gibt Ausnahmen von der Regel in der Coronaschutzverordnung.

Update, Donnerstag (17. Juni), 7.50 Uhr: Einen Tag nach der Landtagsansprache von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zur allgemeinen Corona-Lage in NRW gibt es nun erste Folgen für die Coronaschutzverordnung: Darin ist seit Mittwochabend festgelegt, dass die Maskenpflicht im Freien ab Montag (21. Juni) in NRW aufgehoben ist.

Dies gilt allerdings nur für Kommunen mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 35, also solche Städte und Kreise, die sich in Inzidenzstufe 1 befinden. Doch es gibt Ausnahmen an bestimmten Stellen. Hier muss die Maske im Freien weiterhin getragen werden:

  • in Warteschlangen und Anstellbereichen sowie unmittelbar an Verkaufsständen, Kassenbereichen und ähnlichen Dienstleistungsschaltern, 
  • bei Veranstaltungen mit mehr als 1 000 teilnehmenden Personen außer am festen Sitz- oder Stehplatz, 
  • an weiteren Orten im Freien, für die die zuständige Behörde eine entsprechende Anordnung trifft oder bereits getroffen hat.

Die Verpflichtungen zum Tragen einer Maske in geschlossenen Räumen bleiben unberührt. 

Erstmeldung, Mittwoch (16. Juni), 10.45 Uhr: Düsseldorf - NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat heute in einer Unterrichtung an den Landtag erklärt, die Maskenpflicht im Freien könne ab sofort beendet werden. Am Montag (14. Juni) hatte sich bereits NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) für diesen Schritt ausgesprochen.

NameArmin Laschet
PositionMinisterpräsident von NRW
ParteiCDU

NRW: Maskenpflicht im Freien fällt – in Innenräumen aber nicht

In Innenräumen müsse die Maskenpflicht in NRW aber weiterhin gelten. Damit erteilt Laschet etwa dem Ende der Maskenpflicht an Schulen vorerst eine Absage.

„Ich kann verstehen, dass es bei den aktuellen Temperaturen anstrengend ist, die Maske zu tragen“, so Laschet. Es gäbe aber keinen Anlass für Übermut. Es sei weiterhin Vorsicht geboten. Öffnungen, so Laschet, sollten „Schritt für Schritt“ erfolgen. Einen solchen Lockerungsschritt hatte es in NRW erst am Samstag (12. Juni) gegeben: Seitdem muss in Bussen und Bahnen in NRW keine FFP2-Maske mehr getragen werden. Es reicht eine OP-Maske.

Corona in NRW: Maskenpflicht im Freien wird abgeschafft

Über die genaue Maskenregelung im Freien müssen allerdings die Kommunen selbst entscheiden. Sie legen derzeit über Allgemeinverfügungen fest, wo genau eine Maske im Freien getragen werden muss. Erste Städte, etwa Münster, haben die Maskenpflicht in der Innenstadt bereits abgeschafft.

Als Grund für den Wegfall der Maskenpflicht im Freien gab Laschet an, dass kein NRW-Kreis eine Inzidenz über 35 habe. In NRW liege diese Zahl sogar landesweit bei 14,4 (Stand 16. Juni). Dennoch warnte Laschet vor zu großer Sorglosigkeit. Der NRW-Ministerpräsident verwies auf die sich ausbreitende Delta-Variante des Coronavirus in Großbritannien, die dort aktuell für steigende Corona-Zahlen sorgt.

Armin Laschet kündigt wieder Erstimpfungen gegen Corona im Juli an

Laschet kündigte am Mittwoch auch an, dass Bürger in NRW im Juli wieder vermehrt Erstimpfungen bekommen könnten. Aktuell werden in Nordrhein-Westfalen überwiegend Zweitimpfungern vorgenommen. Grund dafür ist Knappheit bei der Impfstofflieferung im zweiten Quartal. Laschet bekräftigte gleichzeitig das Versprechen, jedem Bürger bis Ende September ein Impf-Angebot zu machen (Hier weitere News zum Coronavirus in NRW bei RUHR24 lesen).

Armin Laschet und Karl-Josef Laumann (beide CDU) halten den Wegfall der Maskenpflicht im Freien für richtig.

Aktuell ist in NRW mehr als jeder zweite Bürger einmal gegen Corona geimpft, mehr als jeder vierte Bürger ist sogar vollständig geimpft. Bei den über 60-Jährigen beträgt die Impfquote in NRW 80 Prozent, so Laschet, der NRW in seinem Impf-Management besser als die USA sieht: „Wir impfen im Moment schneller als die Vereinigten Staaten von Amerika.“

Corona in NRW: Volksfeste sollen ab September wieder stattfinden können

Zudem kündigte der NRW-Ministerpräsident an, dass im September wieder größere Volksfeste in NRW gefeiert werden könnten, sollten die Corona-Zahlen weiterhin sinken bzw. so niedrig bleiben.

Auch auf die wirtschaftliche Lage ging der CDU-Bundesvorsitzende am Mittwoch im Landtag ein. Laschet sprach von einem „historischen Boom“, auf dass das Land wirtschaftlich zusteuere.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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