Bund muss tätig werden

Corona in NRW: Wüst blickt mit Sorgen auf den März – Corona-Drama droht

Mit bangem Blick schaut NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) auf den März. Er ist besorgt.

Düsseldorf – Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) ist besorgt. Im März könnten sich die Corona-Lage und in Deutschland und NRW radikal ändern, wenn der Bundestag nicht handelt, weiß RUHR24*. Deswegen hat der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz den Bund aufgefordert, tätig zu werden.

NameHendrik Josef Wüst
Alter46
Politisches AmtMinisterpräsident von NRW

Corona in NRW: Corona-Maßnahmen könnten im März enden – Lockerungen als Option

„Wenn der Bundestag nicht handelt, werden mit Ablauf des 19. März alle Maßnahmen zum Schutz gegen das Virus auslaufen, spätestens nach einer einmaligen Verlängerung“, sagte Wüst dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Er verweist zudem auf die entsprechende Befristung im Infektionsschutzgesetz und der nur einmaligen Möglichkeit zu Verlängerung der Corona-Maßnahmen um drei Monate.

Wenn der Bund nicht handele, „stünden die Länder und Kommunen faktisch ohne Schutzoptionen da.“ Hoffnungen auf Lockerungen spricht Wüst aber auch aus. Wenn sich die Omikron-Variante weiter so entwickle, seien Perspektiven für stufenweise Öffnungen möglich, so der Ministerpräsident von NRW. Vor knapp einer Woche hatte Wüst noch mögliche Lockerungen vorerst ausgeschlossen*.

Omikron-Variante in NRW: Infektionszahlen steigen – Intensivbettenbelegung sinkt

Obwohl die Infektionszahlen mit der Omikron-Variante in NRW* weiter steigen, geht der Anteil der Corona-Patienten auf Intensivbetten weiter zurück. Die landesweite 7-Tages-Inzidenz betrug laut Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwoch (2. Februar) 1299,0 – am Dienstag (1. Februar) lag der Wert bei 1272,1. Weil die Corona-Zahlen kein „realistisches Bild der Infektionslage“ mehr liefert, will ein Corona-Hotspot künftig keine Zahlen mehr melden*.

Die zurückgehende Zahl an belegten Intensivbetten belege, dass die Krankheitsverläufe der Omikron-Variante meist nicht so schwerwiegend sind, wie mit der Delta-Variante, schlussfolgern Experten vom Landeszentrum für Gesundheit (LZG). Gleichwohl starben in NRW 40 Menschen in den letzten 24 Stunden (Stand 2. Februar) an oder mit dem Coronavirus.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst warnt den Bund vor Auslaufen der Corona-Maßnahmen.

Corona in NRW: Wüst stellt Lockerungen in NRW in Aussicht – Impfen als Basisschutz

Trotz der „positiven“ Entwicklung der Corona-Pandemie*, fordert Hendrik Wüst mehr Impfungen und einen konsequenten Basisschutz als notwendige Maßnahmen für weitere Schritte in Richtung Normalität. Deshalb dürfe es auch „kein absolutes Ende sämtlicher Schutzmaßnahmen geben“, so der CDU-Poltiker.

Seiner Meinung nach sollten Abstandhalten, Hygienekonzepte und die Maskenpflicht nicht in wenigen Wochen einfach aufgehoben werden. Der Bund müsse sehr zeitnah eine Lösung für das Auslaufen der Corona-Maßnahmen finden.

Corona in Deutschland: Bundesjustizminister Buschmann stellt Lockerungen in Aussicht

Die nächste Bund-Länder-Runde findet voraussichtlich am 16. Februar statt. Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) stellte mögliche Corona-Lockerungen für März in Aussicht. „Ich hoffe, dass im März viele Schutzmaßnahmen zurückgenommen werden können“, sagte der FDP-Politiker der Rheinischen Post.

Voraussetzungen für die Rücknahme von Corona-Maßnahmen seien zurückgehende Corona-Zahlen, die das RKI für Mitte Februar prognostiziert *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Marius Becker/DPA; Collage: RUHR24

Mehr zum Thema