Covid-19-Pandemie im Live-Ticker

Corona in NRW: EU plant neue Test- und Quarantänepflicht +++ Corona-Schnelltest für zu Hause gefordert

Das Coronavirus grassiert weiter in Deutschland. Alle News und Zahlen zu Covid-19 in NRW im Live-Ticker von RUHR24.

  • Das RKI meldet in Deutschland weiterhin viele Neuinfektionen mit dem Coronavirus.
  • Aufgrund anhaltend hoher Fallzahlen ist der Lockdown in NRW verschärft und bis Mitte Februar verlängert worden.
  • Die Zahl der Neuinfektionen in NRW scheint allmählich zu sinken, die Zahl der Toten bleibt jedoch hoch.

Update, Montag (25. Januar), 6.45 Uhr: Der Ticker wird an dieser Stelle nicht mehr aktualisiert. Alle News rund um das Coronavirus in NRW gibt es ab sofort im neuen Live-Ticker von RUHR24.de.

Corona in NRW: Reisefreiheit für Menschen mit Impfung?

Update, Sonntag (24. Januar), 18.23 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie waren Urlaubsreisen im Jahr 2020 nicht in vollem Umfang möglich. Und viel ändern wird sich daran auch in diesem Jahr nicht. Die Europäische Union plant sogar noch drastischere Regelungen. So könnte beispielsweise neue Test- und Quarantänepflichten kommen.

Der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis forderte sogar eine Reisefreiheit für Menschen, die sich bereits gegen das Coronavirus geimpft haben. Auch andere Länder sprachen sich für derartige Impfprivilegien aus.

Coronavirus: Jens Spahn will Corona-Schnelltests daheim ohne Arzt ermöglichen

Update, Sonntag (24. Januar), 14.22 Uhr: In Deutschland sollen die Menschen künftig Corona-Schnelltests selbst zuhause vornehmen können. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will dazu die Medizinprodukte-Abgabeverordnung ändern. Das geht aus einem Bericht der Rheinischen Post (Montagsausgabe) hervor.

Der sogenannte Arztvorbehalt für die Tests werde so aufgehoben. Verbraucher können die Corona-Schnelltests dann in der Apotheke kaufen und zuhause vornehmen. In dem Entwurf heißt es, dass die „Eigenanwendung durch Laien“ perspektivisch eine entscheidende Rolle bei der Eindämmung der Covid-19-Pandemie spielen wird.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)

Coronavirus in NRW: Polizei muss Veranstaltung in Gelsenkirchen auflösen

Update, Sonntag (24. Januar), 12.23 Uhr: Am frühen Sonntagmorgen (0.45 Uhr) erhielt die Polizei Gelsenkirchen Hinweise auf eine Veranstaltung in den Räumlichkeiten in einer Lokalität im Stadtteil Schalke. Trotz der geltenden Corona-Schutzverordnung, die aktuell die Öffnung von Gaststätten und derartige Zusammenkünfte generell untersagt, wurden in den besagten Räumlichkeiten sieben erwachsene Männer angetroffen, die offensichtlich bewirtet wurden.

Gegen den verantwortlichen 27-jährigen Gelsenkirchener wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung gefertigt. Zudem stehe der Wirt laut Polizei im Verdacht, wiederholt Gäste bewirtet zu haben, ohne überhaupt eine Konzession zu besitzen.

Corona in NRW: Stadt Herne meldet am Sonntag 37 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2

Update, Sonntag (24. Januar) 12.08 Uhr: Die Stadt Herne hat dem Robert Koch-Institut (RKI) 37 weitere bestätigte Covid-19-Fälle in Herne gemeldet. In Herne wurde damit seit Beginn der Pandemie bei 5.606 Personen eine Infektion mit Covid-19 nachgewiesen. Die Stadt Herne muss zudem drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 melden. Insgesamt sind 126 Herner im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Coronavirus/NRW: Mehr als 72.000 Bewohner und Mitarbeiter von Heimen haben Zweitimpfung erhalten

Update, Sonntag (24. Januar), 11.28 Uhr: Vor vier Wochen startete die erste Impfwelle in Nordrhein-Westfalen. Bislang konnten sich Bewohner und Mitarbeiter in rund 2.000 Pflegeeinrichtungen gegen das Coronavirus impfen lassen. In etwa 300 Heimen wurde noch nicht geimpft, wie das NRW-Gesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilt.

Das Gesundheitsministerium habe bis einschließlich Freitag (22. Januar) in NRW knapp 341.000 Erstimpfungen gezählt. Zudem hätten bereits rund 72.000 Menschen die Zweitimpfung erhalten, welche für den Komplettschutz nötig ist. In der kommenden Woche finden wegen eines Lieferengpasses bei Biontech und Pfizer keine neuen Erstimpfungen statt. Die Zweitimpfungen sollen indes wie geplant durchgeführt werden.

Coronavirus: RKI meldet am Sonntag 12.257 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2

Update, Sonntag (24. Januar), 9.43 Uhr: Dem Robert Koch-Institut (RKI) wurden am heutigen Sonntag von den Gesundheitsämtern in Deutschland 12.257 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Seit Beginn der Covid-19-Pandemie liegen somit insgesamt 2.134.936 positive Testergebnisse vor.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 ist um 349 auf insgesamt 51.870 gestiegen. Die Zahl der Genesenen nach einer Corona-Infektion gab das RKI mit etwa 1.807.500 an. Aufgrund von Verzögerungen in der Meldekette fallen die Zahlen am Wochenende in der Regel niedriger aus. Die Sieben-Tage-Inzidenz weist das RKI aktuell mit 111,1 aus.

Das Robert Koch-Institut (RKI) mit Sitz in Berlin veröffentlicht einmal täglich die tagesaktuellen Fallzahlen zum Coronavirus (SARS-CoV-2) in Deutschland.

Coronavirus: Bundespolizei verschärft ab Sonntag Kontrollen am Frankfurter Flughafen

Update, Samstag (23. Januar), 22.02 Uhr: Die Bundespolizei verschärft ab Sonntag die Kontrollen am Frankfurter Flughafen, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Vor allem Flüge aus 32 sogenannten Hochrisikogebieten würden „konsequent kontrolliert“, teilte die Bundespolizei mit.

Direkt am Flugzeug und noch vor der eigentlichen Grenzkontrolle werde geprüft, ob die Passagiere einen aktuellen negativen Coronatest vorlegen könnten und die Einreiseanmeldungen ausgefüllt hätten.

Coronavirus: Jens Spahn erwartet mindestens drei Millionen Dosen AstraZeneca-Impfstoff

Update, Samstag (23. Januar), 17.59 Uhr: Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erhält Deutschland im Februar mindestens drei Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca – trotz der Lieferengpässe des Unternehmens. Die erwartete Liefermenge sei „leider weniger, als erwartet war“, sagte Spahn der Bild am Sonntag.

Es sei allerdings durchaus eine „gute Nachricht“, dass Deutschland im Februar diese Lieferung bekomme. Es zeige sich nun einmal mehr, dass die Produktion von Impfstoffen deutlich komplexer sei als manche Überschrift vermuten lasse, sagte Spahn.

Sein Impfversprechen, im Sommer allen Bürgern in Deutschland ein Impfangebot gegen das Coronavirus machen zu können, erneuerte er aber dennoch. „Wenn die erwarteten Zulassungen weiterer Impfstoffe kommen, bleibt es dabei.“

Noch ist der Corona-Impfstoff von AstraZeneca in der EU nicht zugelassen.

Coronavirus: Vodafone-Chef will Handydaten zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie nutzen

Update, Samstag (23. Januar), 17.00 Uhr: Hannes Ametsreiter, Chef von Vodafone Deutschland, hat die stärkere Nutzung von Handydaten zur Bekämpfung der Corona-Pandemie angeregt. „Mobilitätsdaten können helfen, die Krise schneller und besser zu bewältigen – man sollte also überlegen, ob man sie nicht besser nutzen könnte“, sagte der Konzernchef dem Spiegel (Printausgabe vom 23. Januar).

Aktuell sei dies wegen des „hiesigen Datenschutzes“ nicht gestattet. Er frage sich angesichts der aktuellen Fallzahlen aber, „ob wir jetzt nicht mal über unseren Schatten springen sollten“. Vodafone-Chef Ametsreiter argumentierte, „die großen Entscheidungen in einer Pandemie sollten auf Basis einer möglichst guten und reichhaltigen Datenbasis gefällt werden“. Mobilfunkdaten könnten dazu beitragen.

In Deutschland könne man über die Handydaten Rückschlüsse auf die Mobilität bestimmter Personengruppen oder in bestimmten Gegenden erheben. Damit ließe sich etwa verfolgen, wie sich Einreisende aus Corona-Risikoländern bewegt hätten.

Corona in NRW: Stadt Dortmund meldet 98 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2

Update, Samstag (23. Januar), 16.02 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet am heutigen Samstag 98 neue positive Testergebnisse. 22 dieser Fälle können neun Familien zugeordnet werden. Seit Beginn der Covid-19-Pandemie hat die Stadt 16.461 Infektionen mit dem Coronavirus registriert – 14.890 gelten inzwischen wieder als genesen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 ist um zwei gestiegen. Ein 79-jähriger Mann und eine 87-jährige Frau mit chronischen Vorerkrankungen sind ursächlich an der Krankheit gestorben. Dortmund zählt somit insgesamt 147 Todesfälle im ursächlichen Zusammenhang mit Covid-19 und 78 Infizierte, die aufgrund anderer Ursachen verstarben.

Nach der Berechnung der Stadt Dortmund anhand der RKI-Methodik wird der Inzidenzwert mit den heutigen Zahlen 100,5 betragen. Aktuell sind 1.346 Menschen in Dortmund mit SARS-CoV-2 infiziert.

Corona in NRW: Armin Laschet hält nichts von einem langfristigen Konzept

Update, Samstag (23. Januar), 15.46 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ist gegenwärtig nicht von einem langfristigen Corona-Konzept überzeugt. Eine konkrete Entwicklung der Pandemie lasse sich gerade mit der hochansteckenden Mutation nur schwer vorhersagen, sagte Laschet der FAZ.

„Wir müssen die Schäden, die durch die Maßnahmen besonders für Kinder und ihre Bildungschancen entstehen, ständig abwägen mit dem Gesundheitsschutz, der jetzt in der Phase der Ungewissheit absolute Priorität hat. Die Entwicklungen in Irland und Großbritannien müssen uns eine Warnung sein.“ Derzeit sei äußerste Vorsicht geboten.

Coronavirus in NRW: Corona-Ausbruch – 40 Mitarbeiter einer Klinik in Herne infiziert

Update, Samstag (23. Januar), 15.06 Uhr: Im St. Anna-Hospital in Herne ist das Coronavirus ausgebrochen. 40 Mitarbeiter sind infiziert. Der Träger hat Konsequenzen gezogen. Es werden nur noch Notfälle und Geburten betreut. Aufschiebbare Eingriffe werden in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt nicht mehr durchgeführt.

Die positiven Tests auf das Coronavirus bei Mitarbeitern und Patienten hätten dazu geführt, dass eine von 16 Stationen nicht mehr belegt werden könne. Die Klinik versucht, die internen Übertragungswege auszuschließen. Zusätzlich zu den bisherigen Maßnahmen müssen sich alle Patienten seit vergangener Woche bei der Aufnahme zusätzlich auf Covid-19 testen lassen.

Corona in NRW: Wo die Inzidenz in Nordrhein-Westfalen am höchsten ist

Update, Samstag (23. Januar), 12.46 Uhr: Seit Tagen sind die Neuinfektionen in ganz Deutschland rückläufig. Gibt es in Nordrhein-Westfalen aktuell überhaupt noch Städte und Kreise mit einer Inzidenz von über 200, die sie zu einem Hotspot machen würde?

Aktuell gibt es nur einen Hotspot in ganz NRW: der Kreis Höxter. Der Inzidenzwert liegt am Samstag bei 201,8.

Andere Städte mit einer hohen Inzidenz sind:

Hagen174,9
Bottrop162,5
Kreis Mettmann151,0
Märkischer Kreis148,9
Herne143,2

Die Stadt mit der niedrigsten 7-Tages-Inzidenz ist aktuell übrigens Münster. Am Samstag lag der Wert dort bei 46,6. Allerdings war die Inzidenz binnen 24 Stunden angestiegen: Am Freitag lag sie noch bei 39,3.

Corona in NRW: Die Inzidenz-Werte in der bundesweiten Übersicht

Update, Samstag (23. Januar), 12.25 Uhr: Die 7-Tages-Inzidenz liegt in Deutschland aktuell bei 112,6 und in Nordrhein-Westfalen bei 106. Aber wie sind die Werte in den einzelnen Bundesländern? Hier eine Übersicht aller Inzidenzen bundesweit:

Baden-Württemberg91,5
Bayern108,8
Berlin104,9
Brandenburg181,0
Bremen79,3
Hamburg79,3
Hessen115,4
Mecklenburg-Vorpommern105,9
Niedersachsen89,0
Nordrhein-Westfalen106,0
Rheinland-Pfalz101,2
Saarland108,3
Sachsen168,9
Sachsen-Anhalt204,1
Schleswig-Holstein92,1
Thüringen209,5

Die höchsten Inzidenzen gibt es nach wie vor im Osten Deutschlands. Die niedrigsten Werte wurden im Süden und im Norden gezählt. Nordrhein-Westfalen befindet mit seiner 7-Tages-Inzidenz im unteren Mittel.

Corona in NRW: Gesundheitsminister Laumann mahnt zur Zurückhaltung bei Impfung

Update, Samstag (23. Januar), 10.55 Uhr: Seit Ende Dezember wird in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft. Hochrangige Politiker wie Bundeskanzlerin Angela Merkel oder NRWs Ministerpräsident Armin Laschet haben sich bislang aber noch nicht gegen das Virus impfen lassen. Warum nicht?

Der Grund dafür ist, dass aktuell noch nicht ausreichend Impfstoff da ist. Deswegen gilt in Deutschland der Impfplan, dass zunächst ältere Menschen sowie medizinisches Personal geimpft werden sollen. NRW-Gesundheitsminister Laumann mahnt Politiker deswegen an, ihre Position nicht auszunutzen und sich nur nach Plan impfen zu lassen. Zuletzt hatte es Aufregung gegeben, weil Bürgermeister vorzeitig eine Impfung erhalten hatten.

Corona in NRW: 122 neue Todesfälle und über 3300 Neuinfektionen am Samstag

Update, Samstag (23. Januar), 09.50 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen 24 Stunden insgesamt 16.417 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Gleichzeitig sind weitere 879 Personen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Die 7-Tages-Inzidenz liegt in ganz Deutschland bei 112,6.

In Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands sind seit Freitag (22. Januar) weitere 3.323 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. 122 Menschen sind an den Folgen einer Infektion gestorben. Die Inzidenz in NRW liegt bei 106.

NRW: Neues Tool soll Zeitpunkt der Corona-Impfung berechnen

Update, Freitag (22. Januar), 22.43 Uhr: Wann erhalte ich meine Corona-Impfung? Diese Frage stellen sich zurzeit wohl viele. Ein Impfrechner soll jetzt einschätzen können, wann es so weit ist. Uni-Absolventen haben das neue Online-Tool entwickelt, das schätzen soll, wann man mit der Impfung an der Reihe ist.

Neue Studie: Viel Blutverdünner könnte Corona-Patienten helfen

Update, Freitag (22. Januar), 22.11 Uhr: Laut einer neuen Studie könnte manchen mittelschwer erkrankten Corona-Patienten durch mehr Blutverdünner eine Behandlung mit Beatmungsgeräten erspart werden.

Bislang werden fast allen Corona-Patienten im Krankenhaus Blutverdünner in niedriger Dosis verabreicht. „Wenn wir Patienten, die noch nicht kritisch krank sind, Blutverdünner in höheren Dosen geben, gibt es einen signifikanten Vorteil bei der Verhinderung, dass sie kränker werden“, beschreibt Dr. Matthew Neal vom University of Pittsburgh Medical Center das Ergebnis der Forschung.

Die Medikamente würden aber keinen Patienten helfen, die schwerer erkrankt sind. Sie könnten diesen sogar schaden, warnten die Wissenschaftler.

Corona-Impfstoff von AstraZeneca: Spahn ist zuversichtlich

Update, Freitag (22. Januar), 21.38 Uhr: Trotz der Lieferschwierigkeiten des Impfstoffherstellers AstraZeneca ist Gesundheitsminister Jens Spahn (CUD) zuversichtlich, dass im Februar viele Menschen mit diesem Vakzin geimpft werden können. Er erwarte die Zulassung des Impfstoffs in einer Woche, und es würde „dann auch im Februar Lieferungen geben von AstraZeneca, und zwar in einer Größenordnung, da bin ich weiterhin zuversichtlich, die schon im Februar einen Unterschied machen wird im Vergleich dazu, wenn wir AstraZeneca nicht hätten“, so Spahn in den Tagesthemen.

Jens Spahn (m.) ist trotz Lieferverzögerungen bei Impfstoffen zuversichtlich.

Corona in NRW: Weihnachten 2020 starben mehr Menschen als in den Jahren zuvor

Update, Freitag (22. Januar), 21.07 Uhr: In der Woche über Weihnachten sind in Deutschland 2020 etwa 31 Prozent oder 5832 Menschen mehr gestorben als im Durchschnitt der Vorjahre. Insgesamt starben vom 21. bis zum 27. Dezember mindestens 24 470 Menschen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. Bereits in der Woche davor hatten die Sterbefallzahlen um 26 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 gelegen. 

Söder fordert „mehr Anstrengung“ bei Corona-Impfstoff

Update, Freitag (22. Januar), 20.32 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich für „verstärkte Anstrengungen“ zum Ausbau der Impfstoff-Produktion ausgesprochen. Es müssten alle Kapazitäten daraufhin überprüft werden, ob eine Herstellung der Impfstoffe möglich sei, sagte Söder beim virtuellen Neujahrsempfang der CSU. „Es ist eine Notsituation. Je schneller geimpft werden kann, desto freier ist das Land.“ Deswegen sei es sein Appell, mehr Druck zu machen und nationale Produktionskapazitäten zu erschließen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert mehr Anstrengungen bei der Impfstoff-Produktion.

Corona in NRW: Umstrittenes Pandemie-Gesetz könnte geändert werden

Update, Freitag (22. Januar), 20.06 Uhr: Die schwarz-gelbe Regierungskoalition will das umstrittene Pandemie-Gesetz für NRW neu aufsetzen. Die neue Version soll das Parlament bei der Einschränkung von Grundrechten vorher stärker und besser beteiligen, wie CDU und FDP gemeinsam mitteilen. Es geht um „pandemische Leitlinien“, die das Parlament vorgeben würde - und an denen die Landesregierung sich orientieren müsste.

Das aktuelle Pandemie-Gesetz hat für Debatten gesorgt, weil es unter anderem die Beschlagnahme von medizinischen Material ermöglicht. Der entsprechende Antrag soll kommende Woche im Plenum eingebracht werden.

Urteil zur Corona-Impfung: Ehepaar aus Essen/NRW klagte

Update, Freitag (22. Januar), 19.40 Uhr: Zwei über 80 Jahre alte Eheleute aus Essen haben keinen Anspruch auf eine sofortige Impfung gegen das Coronavirus. Das hat das Oberverwaltungsgericht für das Land NRW heute per Eilverfahren entschieden. Der Beschluss ist unanfechtbar.

Die im eigenen Hausstand lebenden Eheleute haben laut der Deutschen Presse-Agentur argumentiert, dass sie dem höchsten Infektionsrisiko ausgesetzt seien. Es sei rechtswidrig, dass zunächst alle Bewohner der Pflegeheime geimpft würden, auch wenn sie das 80. Lebensjahr noch nicht vollendet hätten. Die Eheleute wollten von der Stadt Essen unverzüglich eine Möglichkeit zur Corona-Impfung erhalten.

Ein Ehepaar aus Essen hat trotz Risiko keinen sofortigen Anspruch auf eine Corona-Impfung.

Die Richter am OVG haben aber entschieden, dass der Vorrang der Bewohner von Alten- und Pflegeheimen nicht zu beanstanden sei. Bewohner von Altenheimen hätten ein erhöhtes Risiko, weil sie auf eine Vielzahl von Kontakten angewiesen seien. Wer in einem eigenen Haushalt lebe, könne dagegen die Zahl seiner Kontakte beschränken. Auch dass zunächst das Personal der Pflegeheime geimpft wird, sei demnach zulässig.

Corona in NRW: Düsseldorf meldet weniger Verkehrsdelikte

Update, Freitag (22. Januar), 19.22 Uhr: In Düsseldorf sind wegen Lockdown und Homeoffice-Regelungen weniger Parksünder und Raser unterwegs. Zwar gab es 2020 in der Landeshauptstadt noch immer 439.005 Knöllchen wegen Parkverstößen - damit aber 20.000 weniger als im Jahr zuvor. Städtische Radarfallen blitzten 208.009 Autos - und damit 25.000 weniger. 

Corona: Mehrere Fälle in JVAs in NRW bekannt

Update, Freitag (22. Januar), 18.59 Uhr: Die Corona-Pandemie macht sich auch in den Justizvollzugsanstalten (JVA) in NRW bemerkbar. Bis zum 15. Januar seien 238 Angestellte und 178 Insassen positiv auf das Virus getestet worden, so eine Sprecherin des NRW-Justizministeriums. Die meisten seien bereits wieder genesen, wie die Rheinische Post berichtet.

Corona in NRW: Scholz fordert mehr Tempo bei Impfung

Update, Freitag (22. Januar), 18.36 Uhr: Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat mehr Tempo beim Impfen in Deutschland verlangt. „Im zweiten Quartal müssen jede Woche mehrere Millionen Bürgerinnen und Bürger geimpft werden“, so der Bundesfinanzminister gegenüber dem Münchner Merkur. „Das erfordert deutlich höhere Kapazitäten als wir im Augenblick haben.“ Er fügte hinzu: „Wenn endlich genügend Impfstoff da ist, muss es schnell gehen.“

Scholz rief alle zuständigen Stellen auf, sich auf die Beschleunigung der Impfkampagne vorzubereiten. „Alle, die im Land dafür Verantwortung tragen, müssen diese heiße Phase gut vorbereiten“, sagte er. „Es darf nicht passieren, dass wir zwar genügend Impfdosen haben, aber zu wenig Impftermine.“

Bundesfinanzminister Olaf Scholz fordert mehr Tempo bei den Impfungen.

So viele Personen sind in Herne bereits gegen Corona geimpft

Update, Freitag (22. Januar), 18.17 Uhr: In Herne wurden bis zum Freitag, 22. Januar 2021, 3033 Personen gegen Covid-19 geimpft. Darunter sind Senioreneinrichtungen und Krankenhäuser. Die Stadt appelliert außerdem an die Senioreneinrichtungen, neuen Bewohnern, die bei den bisherigen Impfungen noch nicht anwesend waren, eine Impfung zu empfehlen. 

Corona-Update für NRW: Impfbereitschaft bei Pflegekräften ist hoch

Update, Freitag (22. Januar), 17.54 Uhr: Die Pflegekammern widersprechen dem Eindruck, die Impfbereitschaft bei Pflegekräften sei gering. „Die Impfbereitschaft ist groß, Aufklärung ist der zentrale Schlüssel“, erklärte die Bundespflegekammer. Einzelne Bundesländer hätten gemeinsam mit Pflegekammern in den vergangenen Wochen auf Informationsveranstaltungen Aufklärung betrieben. „Als Ergebnis wurde uns von Pflegefachkräften rückgemeldet, dass viele Unklarheiten beseitigt werden konnten und sie einer Impfung positiv gegenüberstehen“, hieß es.

Corona-Impfstoff: Auch AstraZeneca hat Lieferschwierigkeiten

Update, Freitag (22. Januar), 17.39 Uhr: Der britische Pharmakonzern AstraZeneca hat offenbar Lieferschwierigkeiten bei seinem Corona-Impfstoff. Der Konzern habe die EU-Kommission informiert, dass er nach der für Ende Januar erwarteten Zulassung des Vakzins an die EU deutlich weniger liefern könne als zunächst geplant, berichtet Bild.

Ein Grund dafür sei, dass der Impfstoff nach den Mutationen in einigen Ländern daraufhin angepasst werden müsse. Außerdem seien die Auswirkungen auf die Produktion nach einem Brand in einem Firmenwerk in Indien noch nicht klar. AstraZenca wollte sich zunächst nicht dazu äußern.

Corona-Impfstoff: Biontech stellt spezielle Spritzen für Ampullen her

Update, Freitag (22. Januar), 17.18 Uhr: Der Impfstoffhersteller Biontech stellt nach eigenen Angaben 50 Millionen Spezialspritzen zur Verfügung, mit denen eine zusätzliche Dosis aus dem Impfstoffbehälter gezogen werden kann. Das Unternehmen erklärt, die Nadeln würden zum Selbstkostenpreis weiterverkauft. Das Angebot richtet sich an alle Länder weltweit.

Wegen der Lieferknappheit beim Impfstoff dürfen in der EU aus der eigentlich mit fünf Impfdosen befüllten Ampullen sechs Portionen gezogen werden. Um den dafür ausreichenden Überschuss zu bekommen, sind Feindosierungsspritzen notwendig.

Impfstoffhersteller Biontech vertreibt nun auch spezielle Spritzen.

Corona-Pandemie: In NRW bleibt es beim Distanzunterricht

Update, Freitag (22. Januar), 16.54 Uhr: Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts für das Land NRW bleibt es vorerst in der Corona-Pandemie beim Distanzunterricht an den Schulen. Das OVG wies heute den Antrag einer Grundschülerin aus Köln ab. Die Zweitklässlerin hatte sich per Eilverfahren gegen die Coronabetreuungsverordnung des Landes gewandt.

Sie sah ihr Recht auf Bildung und schulische Förderung verletzt. Der Distanzunterricht stelle für Grundschüler keine geeignete Unterrichtsform dar. Dem schloss sich das OVG nicht an. Schulschließungen seien in der derzeitigen Lage in der Corona-Krise wohl verhältnismäßig. Der Beschluss ist nicht anfechtbar.

Weitere Corona-Mutation erstmals in Deutschland entdeckt

Update, Freitag (22. Januar), 16.28 Uhr: In Deutschland wurde erstmals die Brasilien kursierende Corona-Variante nachgewiesen. Die Mutation wurde bei einem Reiserückkehrer in Hessen entdeckt, sagte Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne). Ihm zufolge handelt es sich um den ersten Nachweis in Deutschland. Auch dem Robert Koch-Institut (RKI) war kein weiterer Nachweis bekannt.

Neben der erstmals in Brasilien nachgewiesenen Variante stehen zwei weitere Mutationen im Fokus, die erstmals in Großbritannien und in Südafrika entdeckt worden waren, und ebenfalls in Deutschland schon nachgewiesen wurden. Alle drei Varianten stehen im Verdacht, ansteckender zu sein als die bisher bekannte Variante des Coronavirus Sars-CoV-2. Es gebe aber keine Hinweise, dass sie zu schwereren Verläufen führten.

Hessens Sozialminister Kai Klose (Links).

Corona in NRW: Mehr finanzielle Hilfe für Kulturbetriebe wird gefordert

Update, Freitag (22. Januar), 16.11 Uhr: Kulturstaatsministerin Monika Grütters zieht eine positive Zwischenbilanz der Kulturhilfen in der Corona-Pandemie. Die Mittel würden aber in Anbetracht des verlängerten Lockdowns bei weitem nicht ausreichen, meint die CDU-Politikerin. Die Förderstruktur sei mit dem Programm „Neustart Kultur“ geschaffen, entscheidend sei es das Programm „weiter zu füttern“.

Grütters fordert ein deutliches Aufstocken der Mittel um 1,5 Milliarden Euro. Im ersten Schritt wurde das Programm „Neustart Kultur“ mit einer Milliarde Euro ausgestattet.

Niedrige Corona-Zahlen in Münster: Oberbürgermeister appelliert dennoch

Update, Freitag (22. Januar), 15.56 Uhr: Der Oberbürgermeister von Münster, Markus Lewe (CDU), will trotz der niedrigen Zahl von Corona-Neuansteckungen vor Ort vorsichtig bleiben. „Ich glaube, die größten Feinde, die wir im Moment haben, was die Covid-19-Pandemie angeht, ist die Mutation und der Leichtsinn“, sagte er gegenüber ARD. Die Wochen-Inzidenz von Münster liegt unter 50. 

Aktuelle Corona-Zahlen aus Dortmund/NRW

Update, Freitag (22. Januar), 15.32 Uhr: Die Stadt Dortmund meldet 101 neue positive Testergebnisse. Der Inzidenzwert liegt nach Berechnung mit der RKI-Methodik damit voraussichtlich bei 111,2. Außerdem meldet die Stadt drei weitere Todesfälle. Ein Mann und zwei Frauen im Alter von 87 bis 99 sind alle ursächlich an Covid-19 verstorben. Die Zahlen für Dortmund im Überblick:

Positive Testergebnisse insgesamt16.363
Gelten als genesen14.759
Befinden sich derzeit in Quarantäne1.895
Aktuell infiziert1.381
Verstorben (ursächlich an Covid-19)145

Corona: Verschärfte Maskenpflicht auch in Flugzeugen und Airports

Update, Freitag (22. Januar), 15.14 Uhr: Auch Deutsche Fluggesellschaften und Airports greifen die neuen Bund-Länder-Beschlüsse auf und passen die Maskenpflicht an. „Ab dem 1. Februar gilt auch für Reisende und sonstige Gäste ab dem sechsten Lebensjahr im Flughafen und an Bord der Flugzeuge die Pflicht, eine medizinische Maske zu tragen“, teilte der Branchenverband BDL mit.

Erlaubt sind dann sowohl OP-Masken als auch FFP2-Masken oder Masken mit dem Standard KN95/N95 ohne Ausatemventil. Einfache Stoff- oder Alltagsmasken reichten ab Februar dagegen nicht mehr aus. „Ebenfalls unzulässig sind weiterhin Gesichtsvisiere sowie einfache Mund-Nase-Bedeckungen wie Schals“, heißt es. Die Passagiere müssen die Masken selbst mitbringen. 

Corona: Schuhgeschäfte in Bonn/NRW müssen doch wieder schließen

Update, Freitag (22. Januar), 14.57 Uhr: Erst gestern wurde bekannt gegeben, dass zwei Schuhgeschäfte in Bonn wieder öffnen dürfen, heute müssen sie bereits wieder schließen, wie die Stadt mitteilt. Anders als die Stadt vertritt das NRW-Gesundheitsministerium die Auffassung, dass eine Öffnung von Schuhgeschäften, auch explizit zum Verkauf von Kinder- beziehungsweise Lauflernschuhen, nicht mit der Corona-Schutzverordnung vereinbar sei. Somit sei ein Verkauf derzeit nur durch Babyfachmärkte möglich, die geöffnet sein dürfen. 

Corona-Impfstoff: Hersteller und Zulieferer aus NRW bekommen mehr Unterstützung

Update, Freitag (22. Januar), 14.25 Uhr: Die NRW-Landesregierung möchte Hersteller und Zulieferer, die zur Verbreitung des Corona-Impfstoffs beitragen, finanziell unterstützen. Beispielsweise stellt die Landesregierung dem Zulieferer Plasmid Factory aus Bielefeld eine Förderung von 4,1 Millionen Euro in Aussicht.

Bochum: Mann versucht 1.000 FFP2-Masken zu stehlen

Update, Freitag (22. Januar), 14.05 Uhr: In Bochum wollte ein Einbrecher knapp 1.000 FFP2-Masken stehlen. Wie die Polizei Bochum mitteilt, hat der Täter am Donnerstagabend (21. Januar) eine Glasscheibe eines Geschäfts eingeworfen und flüchtete anschließend mit einem Karton medizinischer Masken. Allerdings haben Zeugen in der Zwischenzeit die Polizei informiert. Nur unweit vom Tatort entfernt konnten die Beamten den 38-Jährigen festnehmen. Das Paket mit den FFP2-Masken wurde sichergestellt. Der Tatverdächtige ist bereits wegen ähnlicher Dinge polizeibekannt.

Kampf gegen Corona-Pandemie: Auch Hausärzte könnten schon bald die erste Impfung anbieten

Update, Freitag (22. Januar), 13.35 Uhr: Der Deutsche Hausärzteverband drängt auf eine schnelle Beteiligung der Arztpraxen an den Corona-Impfungen: „Schon jetzt zeichnet sich ab, dass viele, gerade ältere Menschen in ländlichen Regionen, die oft weiten Wege bis zum Impfzentrum allein nicht bewältigen können“, so Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Hausärzteverbandes gegenüber der Augsburger Allgemeinen.

Der Grund für die Beteiligung sei, dass man mittlerweile herausgefunden habe, dass der Corona-Impfstoff von Biontech auch mit weniger Kühlung auskommen und daher auch in den Arztpraxen gelagert werden könnte. Außerdem sei der Impfstoff von AstraZeneca, der bereits nächste Woche zugelassen werden soll, noch einfacher von der Lagerung sein. So könnten auch Hausärzte mit dem Impfen bekommen.

Bundespräsident Steinmeier möchte Corona-Gedenkfeier für Todesopfer ausrichten

Update, Freitag (22. Januar), 13 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier möchte nach Ostern eine zentrale Gedenkfeier für alle Corona-Todesopfer ausrichten. Wie das Bundespräsidialamt mitteilt, soll die Gedenkfeier in Berlin stattfinden. Gemeinsam mit anderen Verfassungsorganen wolle Steinmeier ein Zeichen setzen, „dass wir als Gesellschaft gemeinsam trauern, dass wir die Toten und das Leid der Hinterbliebenen nicht vergessen.“ Ein genaues Datum gibt es noch nicht.

Arbeitsminister Hubertus Heil will mehr Hartz IV-Geld wegen Corona-Pandemie

Update, Freitag (22. Januar), 12.45 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) möchte während der Corona-Pandemie einen Aufschlag für Sozialleistungen, beispielsweise Hartz IV, durchsetzen. „Auch für hilfsbedürftige Menschen in den Grundsicherungssystemen bedeuten die verlängerten Corona-Maßnahmen zusätzliche soziale Sorgen im Alltag“, so der Politiker gegenüber der Rheinischen Post. „Deshalb ist es richtig, jetzt zügig einen Zuschuss für coronabedingte Belastungen zur Verfügung zu stellen.“

Corona-Situation in Deutschland: Spahn, Wieler, Marx und Drosten berichten

Ab 10 Uhr haben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, RKI-Präsident Lothar Wieler, Gernot Marx (DIVI) und Virologe Christian Drosten in einer Pressekonferenz über die derzeitige Pandemie-Lage gesprochen. Hier sind die Infos im Überblick:

  • Jens Spahn: „Es ist wichtig zu erläutern, wo wir stehen – und warum wir tun, was wir tun.“ Er könne verstehen, dass viele Menschen sich fragen, wieso der Lockdown (erneut) verlängert wurde. „Das ist wie mit einem Antibiotikum: Wenn man zu früh absetzt, zu früh aufhört, können Resistenzen entstehen“, macht der Minister klar.
  • Die derzeitigen Zahlen würden sich zwar in eine gewisse Richtung bewegen, allerdings seien diese immer noch zu hoch. Auch die Belastungen für das Gesundheitswesen könne kein Dauerzustand werden.
  • Wichtig sei nun auch die Beobachtung der Mutation. „Wir wollen die Verbreitung dieser Mutation minimieren, damit sich keine neue Pandemie entwickelt“, so Spahn.
  • Spahn macht zusätzlich klar: Wir befinden uns auf dem Höhepunkt der Pandemie, es würde allerdings auch einen Weg hinausgeben – auch, wenn es manchen Menschen noch nicht schnell genug gehen würde. Man solle aber auch realistisch bleiben und man sollte bedenken, dass bereits viele Menschen geimpft worden sind.
  • Derzeit würde mit Hochdruck daran gearbeitet werden, dass es auch Abfüllungen des Biontech-Impfstoffes in Deutschland gibt, verspricht Spahn.
  • Man werde nun versuchen, die Infektionszahlen weiter zu reduzieren. Allerdings sei es für Deutschland nicht möglich, die Zahlen auf 0 zu senken.
  • Die unterschiedlichen Impfquoten zwischen den Bundesländern habe mit verschiedenen Strategien zu tun. So haben einige Bundesländer bereits mit der Impfung des Krankenhauspersonals angefangen, während in anderen Bundesländern noch Bewohner von Pflegeheimen geimpft werden.
  • Bereits in der nächsten Woche rechnet Jens Spahn damit, dass der Impfstoff von AstraZeneca zugelassen wird. Bereits im Februar könnte es daher zu einer Entlastung bei der Vergabe von Impfstoffen kommen.
  • Für RKI-Chef Lothar Wieler ist klar, dass man jetzt nicht mit den Bemühungen nachlassen sollte. Nur 21 Landkreise im gesamten Bundesgebiet haben derzeit eine Inzidenz von unter 50. Man könne die Pandemielage nur kontrollieren, wenn alle Städte in Deutschland diesen Wert erreichen würden.
  • Besonders betroffen seien auch Pflegeheime, macht Wieler klar. Derzeit wisse er von 900 Corona-Ausbrüchen. Dass es nun insgesamt 50.000 Corona-Tote in Deutschland gibt, bezeichnet Wieler als eine „schier unfassbare Zahl“.
  • Man habe aber auch erkennen können, dass viele Menschen über Weihnachten und Neujahr nicht verreist seien und sich vorbildlich verhalten haben.
  • Aufgrund der vielen Testungen in Deutschland, geht das RKI nur von einer geringen Dunkelziffer an Infektionen aus.
  • Virologe Christian Drosten erklärt, dass es, entgegen der Meinungen, nicht sei, dass Deutschland wenig sequenzieren würde. Allerdings würde es auch andere Länder geben, beispielsweise England und Dänemark, die da schon weiter wären. Wichtig sei nun, dass man die Mutationen ernst nimmt.
  • Drosten vermutet, dass die Mutation des Coronavirus über die Weihnachtsfeiertage eingeschleppt wurde. Es würden sich bereits erste Ausbrüche zeigen, die nun eingedämmt werden müssen. „Wir haben kaum Einzelfälle die aus dem Nichts kommen. Bisher weiß man noch genau, wo die Fälle herstammen“, so Drosten. Die neuartige Virus-Mutation sei zwischen 22 und 35 Prozent ansteckender als das Coronavirus an sich, erklärt Drosten.
  • Bereits im Vorfeld der Pressekonferenz hat Christian Drosten klargemacht, dass bei einer dritten Pandemiewelle Infektionszahlen von bis zu 100.000 täglich nicht unmöglich seien. Auf der Pressekonferenz betont er noch einmal, dass das Impfen von Risikogruppen nicht bedeuten würde, dass die Pandemie nun vorbei sei. Auch die wenigen Neuinfektionen aus dem Sommer 2020 müsse nicht bedeuten, dass es im Sommer 2021 wieder so sein wird.
  • Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), macht deutlich, dass es noch nie so eine schwierige Lage für in der Intensivmedizin gegeben habe wie während der Corona-Pandemie. Man dürfe auch nicht vergessen, dass trotz Pandemie auch noch alle weiteren Notfälle behandelt werden müssen. Man müsse vor einer dritten Welle aufpassen, die kommt, bevor die zweite Welle noch gar nicht überstanden sei.
  • Derzeit würden sich in den Krankenhäusern noch genügend Intensivbetten befinden. Daher habe man die Hoffnung, keine Triage anwenden zu müssen.
Christian Drosten (l.), Jens Spahn (m.) und Lothar Wieler sprechen zur aktuellen Corona-Lage in Deutschland.

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Christian Drosten befürchtet dritte Pandemiewelle mit 100.000 Neuinfektionen

Update, Freitag (22. Januar), 9.40 Uhr: Virologe Christian Drosten warnt vor einer dritten Pandemiewelle mit nie dagewesenen Neuinfektionen pro Tag: „Dann haben wir Fallzahlen nicht mehr von 20.000 oder 30.000, sondern im schlimmsten Fall von 100.000 pro Tag“, so der Virologe gegenüber Spiegel.

Das könnte passieren, wenn die Bundesregierung die Corona-Maßnahmen zu früh lockern würden. Allerdings würde es jetzt durch die Zero-Covid-Strategie eine einmalige Möglichkeit geben, die Infektionszahlen zu senken. „Es wäre absolut erstrebenswert, jetzt auf zumindest auf die Null zu zielen“, so der Wissenschaftler.

Herne: Ruhrgebiets-Stadt meldet zwei weitere Todesopfer

Update, Freitag (22. Januar), 9.20 Uhr: In Herne steigt die Zahl der insgesamt Infizierten auf 5.535 Personen. Aktuell infiziert sind 680 Personen, 98 von ihnen werden stationär im Krankenhaus behandelt. Genesen sind dagegen 4.735 Menschen. Innerhalb von 24 Stunden sind zwei weitere Personen aus Herne gestorben. Eine Frau, Jahrgang 1933, und ein Mann, Jahrgang 1953. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf 120.

Mülheim an der Ruhr: Corona-Ausbruch im St. Marien-Hospital

Update, Freitag (22. Januar), 9 Uhr: Im St. Marien-Hospital in Mülheim an der Ruhr hat es einen Corona-Ausbruch gegeben, wie Waz berichtet. Demnach sei am Wochenende bekannt geworden, dass 27 Mitarbeiter des Krankenhauses positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die Quelle der Infektionen soll der Covid-Bereich gewesen sein.

Patienten seien allerdings nicht betroffen. Während sich die Mitarbeiter in häuslicher Quarantäne befinden, wurden die Patienten vorsorglich auf andere Stationen verlegt.

Corona-Pandemie: Immer weniger Menschen mit Krisenmanagement der Bundesregierung zufrieden

Update, Freitag (22. Januar), 8.15 Uhr: Wie der Deutschlandtrend des ARD-Morgenmagazins zeigt, sind nur noch 46 Prozent der Deutschen mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung zufrieden. Mitte Dezember lag dieser Wert noch bei 57 Prozent. Für fast jeden zweiten Deutschen seien die aktuellen Corona-Maßnahmen eine starke oder sehr starke Belastung. Im Dezember lag dieser Wert bei lediglich 36 Prozent.

Wegen Corona: Schulen und Kitas geschlossen – Folgeschäden möglich?

Update, Freitag (22. Januar), 8 Uhr: Familienministerin Griffey spricht sich in der ARD für eine klare Aussicht auf das Öffnen der Schulen und Kitas aus. Sie sei der Meinung, dass je länger die Einrichtungen geschlossen bleiben würden, das auch deutliche Folgeschäden geben würde: Manche Kinder würden vereinsamen, andere würden bei der Bildung abgehängt werden.

Coronavirus in NRW: Inzidenz-Wert bei 107,4

Update, Freitag (22. Januar), 7.30 Uhr: NRW meldet 3.430 neue Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden. Damit steigt die Zahl der insgesamt Infizierten im Bundesland auf 464.139. Insgesamt 51.800 davon sollen akut infiziert sein. Auch neue 138 Todesfälle melden die Gesundheitsämter. Der Inzidenz-Wert in NRW liegt bei 107,4.

Nachdem Bielefeld seinen Inzidenz-Wert unter 200 sinken konnte und somit ganz NRW unter einem Wert von 200 liegen könnte, meldet der Landkreis Höxter zum Freitag einen Inzidenz-Wert von 200,4.

Die Stadt Dortmund erinnert mit Piktogrammen an die Maskenpflicht.

Essen: Polizei löst Gottesdienst auf – keine Corona-Maßnahmen eingehalten

Update, Freitag (22. Januar), 7 Uhr: In Essen hat die Polizei am Donnerstagabend (21. Januar) einen Gottesdienst mit über 90 Personen aufgelöst. Wie Der Westen berichtet, würde die Polizei von harten Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung sprechen. So sollen die Anwesenden keine Mindestabstände eingehalten und keine Masken getragen haben.

Die Beamten haben die Personalien aufgenommen und insgesamt 88 Ordnungswidrigkeitsanzeigen geschrieben. Als Nächstes erwartet die Personen ein Bußgeldbescheid der Stadt Essen.

Corona-Pandemie: Robert Koch-Institut veröffentlicht neue Zahlen für Freitag

Update, Freitag (22. Januar), 6.30 Uhr: Das Robert Koch-Institut gibt die neuen Corona-Zahlen für den Tag heraus. Demnach haben sich innerhalb von 24 Stunden 17.862 Menschen neu mit dem Coronavirus angesteckt. Damit steigt die Zahl der Infektionen auf insgesamt 2.106.261 Menschen.

859 Menschen sind im Vergleich zum Vortag gestorben – die Zahl zeigt somit auf 50.642 Todesopfer. Rund 1.780.200 Menschen haben eine Infektion mit dem Coronavirus überstanden, das sind 18.000 mehr als noch am Tag zuvor.

Alles News und Ereignisse vor dem 22. Januar rund um das Coronavirus in NRW könnt ihr in unserem alten Ticker nachlesen.

Rubriklistenbild: © Bernd von Jutrczenka/dpa

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